„Meine heutige Einnahmequelle? – Drogen und die Gelddruckmaschine“

Kelly-Family-Spross Joey Kelly im Podcast „Reden ist Geld“ von Sparkasse und detektor.fm

Die Kelly Family – fast jeder kennt die singende Großfamilie. Aber jenseits der Familien-Band kennen die wenigsten viele Details über die einzelnen Mitglieder. Joey Kelly erzählt Nina Sonnenberg im Podcast-Interview, womit er heute sein Geld verdient, wieso er bei vierblättrigem Klee schummelt und warum keine Sau ein Schloss im Leben braucht.

„Reden ist Geld" – der Podcast

Über Geld spricht man nicht? Pah! Im Podcast „Reden ist Geld" trifft sich Nina Sonnenberg mit bekannten Personen, um mit ihnen über das Thema zu sprechen, über das selten jemand öffentlich reden will. Hier hört ihr ganz persönliche Geschichten. Können wir nicht alle von mehr Offenheit beim Thema Geld profitieren?

Meine Kindheit war wie Disneyland. Es war die schönste Zeit meines Lebens.
Joey Kelly

Joey Kelly wurde 1972 in Spanien geboren, als achtes von zwölf Geschwistern. Er ist Extremsportler, Unternehmer, Musiker und tritt als Teilnehmer von Sportwettbewerben mit spaßigem Charakter in diversen TV-Shows auf.

„Wir waren übermotiviert und überüberzeugt“

Fast 20 Jahre zog er mit der Familie als Straßenmusiker durch die Lande. Jahrelang hatten sie das Gefühl, immer pleite zu sein. Der kommerzielle Durchbruch blieb aus – dafür braucht man Ausdauer. Und Ausdauer hat Joey Kelly genug. Wenn er unzählige Marathons läuft, für seine Challenges ohne Geld durch die Welt reist, endlos über Erfolg redet und in rostige alte Autos investiert.

Nach 20 Jahren ackern auf der Straße denkst du endlich: Leckomio, es hat sich alles gelohnt.
Joey Kelly

Gelernt hat er das Kämpfen bereits als junger Mensch, von seinem Vater: „Er war streng, aber er hat frei und ohne Angst gelebt. Er hat viel Geld abgelehnt, um sich nicht zu binden. Und er war ein Genie darin, uns über zwei Jahrzehnte zu motivieren, an den Erfolg zu glauben und daran, eines Tages Stadien zu füllen.“, erinnert sich Joey.

Es hat funktioniert. Die Geschwister waren überzeugt davon, die geilsten Musiker der Welt zu sein, auch wenn niemand vor ihnen stand. Sagt Kelly. 1994 kam er dann doch noch, der kommerzielle Durchbruch für die Kelly Family.

Ich hatte nie Schulden, aber andere schulden mir immer noch 15.000 Pesetas für Hühnereier.
Joey Kelly

Ein Faible für Geld – sparen ohne Geiz

Was Joey Kelly nicht von seinem Vater gelernt hat, ist der richtige Umgang mit Geld: „Für meinen Vater war das Thema Geld langweilig. Er war zu sozial engagiert und investierte in die falschen Dinge.“

Vater Kelly kaufte damals das Schloss Gymnich. Der Preis war hoch, der Wert niedrig: 13,5 Millionen DM hat es gekostet, wert war es laut Kelly eine Mark. „Wenn du für so eine Immobilie keinen Businessplan hast, ist das ein Fass ohne Boden, finanziell eine Katastrophe“, sagt Joey über den Kauf.

Der gute Umgang mit Geld ist ihm wichtig. Sein Tipp: Bei finanziellen Entscheidungen richtig überlegen, ob man eine Sache wirklich braucht. Und nie über die Verhältnisse leben: „Wenn du zehn Millionen Euro hast und zwölf ausgibst, funktioniert es nicht“, sagt er.

Er selbst begann mit sechs Jahren, Münzen zu sammeln. Mit acht Jahren ist er nach Konzerten mit dem Korb rumgegangen und hat Geld für die Familie eingetrieben – zwölf Jahre lang. Kelly hatte noch nie Schulden, hat immer gespart und hält seine Budgets ein. „Trotz der Sparsamkeit bin ich aber nicht geizig, beim Essengehen zahle ich gern die Runde“, sagt Joey Kelly.

Es ist ganz leicht, Leute zu motivieren, einem Geld zu geben

Joey Kelly sucht überall die Herausforderung. Da ihn Luxusurlaub nicht interessiert, stürzt er sich lieber in abenteuerliche Challenges und reist rund um die Welt. Denn Joey Kelly hat nicht nur seine eigenen Finanzen bestens im Griff, er findet auch immer Wege, wie fremde Menschen ihn bei seinen Abenteuern finanziell unterstützen. Denn egal, ob er 5.000 Kilometer mit dem Fahrrad durch die USA reist oder mit einem alten VW-Bus von Berlin nach Peking – Geld, Nahrung oder Benzin hat er nie dabei.

Für Unterstützung tauscht er seine Pullover gegen Sprit, dealt mit CDs der Kellys und von Rammstein oder verschenkt gefälschtes Glück: „Ich habe im Voraus dreiblättrige Kleeblätter in Folie laminiert und ein viertes dazu geklebt. Das kennt jeder, das bringt Glück.“ Er erzählt den Menschen aber auch, warum er ihre Hilfe braucht und dass sie zum Dank dafür in seinem Buch namentlich erwähnt werden.

Denn umsonst ist so ein Trip dann doch nicht. 150.000 Euro kosteten die Konvois hinter dem VW-Bus, inklusive Autor und Fotograf, um die Reise zu dokumentieren.

Ich habe eigentlich immer einen Plan.
Joey Kelly

„Womit verdienst du dein Geld, Joey Kelly?“

So richtig möchte Joey Kelly auf die Frage nach seinen heutigen Einnahmequellen nicht antworten: „Mit einem Drogen-Merchandisings – der „Kelly-Pille“ – und Geld drucken im Keller, scherzt er.

Bei seinem Extremsport und den Challenges zahlt er drauf. Als Geschäftsführer der Kelly Family GmbH bekommt er kein Geld mehr: „Das mache ich für die Familie, ehrenamtlich“, sagt er.
Was er daran verdient, ist das Know-how, das er für sein eigenes Unternehmen mitnimmt. Denn klar ist: Kelly ist ein geschickter Geschäftsmann – und seine eigene Marke.

Also, woher bezieht er heute sein Geld? Sein Einkommen stehe auf verschiedenen Säulen, wie er sagt. Joey Kelly besitzt einen Seminar- und Eventhof nahe Köln, hält seit fast 20 Jahren Vorträge für Unternehmen in Europa – nicht selten drei am Tag – und auch die Kelly Family, mit der er gemeinsam unter anderem als Gitarrist auf der Bühne steht, füllte in den vergangenen Jahren wieder große Hallen: „Bei Auftritten machen wir einen Bruttoumsatz von sieben Prozent. Das sind im Durchschnitt sechs bis acht Gehälter – pro Konzert“, dazu kommen GEMA – ungefähr drei Euro pro gespieltem Lied – und der Musikverkauf“, rechnet Joey Kelly vor.

Weitere clevere Geschäftstipps gibt Joey Kelly im Podcast-Interview mit Nina Sonnenberg. Ihr erzählt er auch, warum er Helene Fischer nicht beneidet, seiner Tochter das Portemonnaie geklaut hat und wofür er Kleingeld sammelt.

Hören Sie doch mal beim Podcast „Reden ist Geld“ von Sparkasse und detektor.fm rein.

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