Verlängerung der Corona-Maßnahmen bis mindestens 18. April

Corona-Gipfel: Bund und Länder einigen sich auf neue Beschlüsse

Angesichts drastisch steigender Corona-Infektionszahlen haben Bund und Länder die Verlängerung der bisherigen Maßnahmen beschlossen. Diese sollen bis mindestens 18. April greifen. Bei hohen Inzidenzzahlen soll zudem in den entsprechenden Regionen die Notbremse gezogen werden. Besonders strenge Regeln für die Ostertage gibt es hingegen nicht. 

Ein Mann zeigt sein Smartphone am Schalter einer Apotheke.

Das Wichtigste in Kürze:

  • In Bundesländern oder Regionen, in denen an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Inzidenz über 100 steigt, wird konsequent die Notbremse gezogen.
  • Über Ostern gelten weiterhin die allgemeinen Regelungen und Kontaktbeschränkungen.
  • Es wird unverändert darum gebeten, auf nicht notwendige Reisen im In- oder Ausland zu verzichten.
  • Ein nächstes Zusammentreffen ist für den 12. April 2021 vorgesehen. 

Notbremse soll konsequent angewendet werden

Die bisherigen Regelungen und Kontaktbeschränkungen gelten weiter bis zum 18. April 2021. Zudem soll in Regionen, in denen die 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen bei über 100 liegt, konsequenter als bisher die Notbremse gezogen werden. Dort könnten weitere Maßnahmen folgen, wie beispielsweise die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske im Auto, wenn Personen abseits des eigenen Haushalts mitfahren, sowie Ausgangs- und verschärfte Kontaktbeschränkungen oder die Verpflichtung zu Schnelltests. Öffnungen sind nur möglich, wenn die Inzidenz wieder unter 100 sinkt. 

Ostern gelten weiterhin die allgemeinen Regelungen

Zu Ostern werden keine härteren Maßnahmen verhängt. Bund und Länder wollten die Ostertage ursprünglich nutzen, um durch eine mehrtägige Reduzierung aller Kontakte das exponentielle Wachstum der dritten Welle zu durchbrechen. Die Bundeskanzlerin nahm den Beschluss jedoch kurzfristig zurück. Deshalb gelten auch über Ostern weiterhin die allgemeinen Regelungen und Kontaktbeschränkungen.

Private Treffen sind in dieser Zeit im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit einem weiteren Haushalt möglich, jedoch auf maximal fünf Personen beschränkt. Kinder bis 14 Jahre zählen nicht mit. Paare, die getrennt wohnen, gelten als ein Haushalt. 

Läden dürfen je nach Infektionslage an Gründonnerstag und Karsamstag öffnen. Auch Friseure bleiben offen.

Die Corona-Regeln für Gottesdienste: Wo es möglich ist, bittet die Bundesregierung um virtuelle Gottesdienste. Verboten sind Präsenzgottesdienste jedoch nicht.

Auch Teststationen und Impfzentren bleiben während der Osterzeit geöffnet.

Reisen im In- und Ausland

Die Bundesregierung ruft außerdem weiterhin dazu auf, auf nicht notwendige Reisen zu verzichten. Inländische Hotels und andere Beherbergungen bleiben weiterhin geschlossen. Wer aus einem ausländischem Gebiet mit hohen Infektionszahlen zurückkehrt, für den gilt unverändert die Quarantänepflicht. Konsequente Tests werden an Flughäfen erwartet.

Kitas und Schulen

Zur Organisation des weiteren Betriebs von Schulen und Kitas, etwa zu möglichen Schließungen, trafen Merkel und die Ministerpräsidenten keine konkreten Vereinbarungen. Die Länder regeln diese Fragen weiterhin in Eigenregie.

Bund und Länder wollen jedoch Coronatests für Schüler, Lehrkräfte und Kitabeschäftigte ausweiten. Ziel sind zwei Testungen pro Woche. Die Verteilung und Organisation läuft regional unterschiedlich gut.

Wie geht es weiter?

Erste Öffnungsschritte sind frühestens ab dem 6. April 2021 geplant, ein nächstes Treffen zwischen Bund und Ländern ist für den 12. April 2021 angesetzt.

Quelle: Bundesregierung

(Stand: 25.3.2021)


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