
Der Kupferpreis steigt stark, getrieben von globaler Nachfrage durch Energiewende und Infrastruktur.
Kupfer gilt als Industriemetall mit langfristigem Potenzial, Schwankungen bleiben aber hoch.
Anleger und Anlegerinnen können über ETFs, Aktien oder physisches Kupfer in den Rohstoff investieren.
Ohne Kupfer läuft nichts
Rohstoffe erleben ein Comeback: Während Anlegerinnen und Anleger in den vergangenen Jahren vor allem auf Tech-Aktien oder Krypto-Assets geschaut haben, rücken nun die klassischen Metalle wieder in den Fokus. Das gilt nicht nur für Edelmetalle wie Gold, Silber oder Palladium. Denn auch das unscheinbare Industriemetall Kupfer steht im Zentrum einer neuen Rohstoffrallye.
Der Kupferpreis steigt seit Monaten stark: Allein im Verlauf der vergangenen 12 Monate um rund 50 Prozent von 9.000 auf 13.500 US-Dollar je Tonne, und das aus gutem Grund: Weltweit wächst die Nachfrage, getrieben von der Energiewende, Elektromobilität und Digitalisierung. Ob Stromnetz, Windkraftanlage oder Ladestation – ohne Kupfer läuft nichts.
Aktuell werden laut Schätzungen mehr als 25 Millionen Tonnen des Metalls pro Jahr benötigt, Tendenz steigend. Gleichzeitig bleibt das Angebot knapp. Minen in Indonesien, Chile und Peru kämpfen mit Wetterextremen und sinkendem Erzgehalt – ein bekanntes Problem in der Branche. Das Ergebnis: Die Preise ziehen weltweit an. Einige Analysten halten sogar neue Allzeithochs im Laufe des Jahres für möglich.

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Warum der Kupfermarkt so spannend ist
Kupfer gilt als Barometer der globalen Konjunktur. Geht es der Industrie gut, steigt die Nachfrage nach dem vielseitigen Werkstoff. Das macht den Kupfermarkt auch für Privatanlegerinnen und -anleger interessant, die auf eine langfristig stabile Geldanlage setzen. Im Gegensatz zu Edelmetallen, die vor allem als Wertaufbewahrung dienen, ist Kupfer das „Arbeitstier“ des industriellen Wachstums.
Ein weiterer Faktor: Der Ausbau der Elektromobilität und der weltweite Umbau zu grünen Energien benötigen gewaltige Mengen Kupfer. Marktbeobachter sehen daher in diesem Metall eine robuste Investmentmöglichkeit, auch wenn der Preis kurzfristig schwanken kann.
Was spricht für und was gegen ein Investment?
Pro
hohe Nachfrage durch Industrie und Energiewende
begrenztes Angebot auf dem Kupfermarkt
solide langfristige Perspektive durch Digitalisierung, Infrastrukturprojekte und Elektrifizierung
Contra
starke Schwankungen der Rohstoffmärkte
politische Risiken (etwa in den Förderländern)
zeitweise hohe Volatilität der Preise
So können Sie in Kupfer investieren
Wenn Sie physisches Kupfer kaufen möchten, etwa in Form von Kupferbarren, sollten Sie den Aufwand für Lagerung und Versicherung bedenken: Sie erhalten zwar ein greifbares Gut, aber das Metall ist sperrig und oxidiert leicht. Über entsprechende Wertpapiere können Sie gezielt vom Preis des Rohstoffs profitieren, ohne es selbst verwahren zu müssen. Beliebt sind daher vor allem ETFs (Exchange Traded Funds, also börsengehandelte Indexfonds) oder Aktien von Minenbetreibern, die sich auf Industriemetalle spezialisiert haben.
Auch ETFs, die einen Rohstoffkorb abbilden (etwa mit Kupfer, Platin, Nickel, Lithium und weiteren Metallen) bieten eine einfache Möglichkeit zur Diversifikation. So lässt sich das Risiko verteilen, falls ein bestimmter Rohstoffpreis einmal schwächelt.
Welche Metalle laufen 2026 besonders stark?
- Kupfer: Der unangefochtene Star unter den Industriemetallen, mit hoher Nachfrage, stabilem Wachstum und viel Rückenwind durch den Umbau der Energie- und Verkehrssysteme.
- Nickel: Profitierte zunächst von E-Auto-Boom und Batterietrends, schwächelt aktuell wegen steigender Produktion in Indonesien.
- Palladium: Nach Jahren mit hohen Preisen ist die Rallye abgeflacht. Die Umstellung auf Elektromotoren drückt die Nachfrage aus der Autoindustrie.
- Silber: Zählt zu den Edelmetallen, wird aber ebenfalls industriell gebraucht. Vor allem in Solarpanels erfreut sich Silber wachsender Beliebtheit. Trotzdem bleibt der Preis volatil.
Diese Mischung zeigt: Nicht jedes Metall läuft gleich gut. Während Kupfer, Gold und Silber derzeit gefragt sind, hinken Palladium und Nickel hinterher. Für Sie kann aber gerade das spannend sein. Denn wo aktuell Schwäche herrscht, lauert oft Potenzial für die Zukunft.
Kein Goldrausch, aber ein solides Fundament
Kupfer ist vielleicht nicht so edel wie Gold. Aber das Metall hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Rohstoffe der modernen Welt entwickelt. Seine Rolle in der grünen Transformation macht es (langfristig) zu einem lohnenden Baustein für die strategische Geldanlage. Für die meisten Menschen dürfte eine Position über ETFs oder Aktien der einfachste Weg sein, an dieser Entwicklung teilzuhaben.
Wenn Sie darüber nachdenken, sich ein robustes Portfolio zusammenzustellen, lohnt das rote Metall durchaus einen genaueren Blick. Denn eines zeigt sich auch 2026 wieder: Wenn die Welt sich elektrifiziert, schimmert Zukunftsmetall Kupfer ganz von selbst golden.
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Stand: 04.02.2026



