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Ein Mann lädt bei Sonnenschein ein Elektroauto auf . Dabei schaut er in sein Smartphone.

Elektrofahrzeuge: Förderung, Leasing und Ladestationen

E-Auto-Förderung
Die Zulassungszahlen für Elektroautos haben im September 2026 einen Rekordwert erreicht. Sie möchten auch ein E-Auto kaufen oder leasen? Was Sie beachten sollten und wie Sie die staatliche Förderung von 6.000 Euro erhalten.
Stand:26. Oktober 2026
Das Wichtigste in Kürze:
  • Im September 2026 lag der Marktanteil reiner Elektrofahrzeuge bei Neuzulassungen bei 34,5 Prozent. Das ist der bisherige Höchstwert.

  • Für den Kauf oder das Leasing eines Elektroautos zahlt der Staat 2026 einen Zuschuss zwischen 1.500 und 6.000 Euro, je nach Einkommen und Familiengröße.

  • Elektroautos sind in der Anschaffung in der Regel teurer als vergleichbare Verbrenner, im laufenden Betrieb aber meist günstiger.

Lohnt sich Elektromobilität für mich?

Für viele Haushalte lohnt sich der Umstieg auf ein Elektroauto jetzt besonders, dank hoher Spritpreise, einer neuen staatlichen Kaufprämie und einer immer größeren Auswahl an Modellen mit starker Ladeleistung.

Elektroautos erreichen 2026 einen Rekordanteil bei den Neuzulassungen. Im September waren 35 Prozent aller neu zugelassenen Pkw reine Elektroautos, so viele wie nie zuvor in einem einzelnen Monat. Das zeigen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA). Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Zahl der Neuzulassungen um rund 95 Prozent auf 88.599 Fahrzeuge.

Der Absatz von Benzinern brach dagegen ein. 29 Prozent weniger Neuzulassungen als im September 2025, ihr Anteil sank auf 17 Prozent. Für viele Autofahrerinnen und Autofahrer macht sich der Umstieg finanziell inzwischen spürbar bemerkbar.

Auch die Klimabilanz spricht für den Umstieg auf Elektromobilität: Das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) erklärt dazu: „Das Elektroauto hat auch beim heutigen Strommix klar die Nase vorn. Dies gilt auch bei Betrachtung des gesamten Lebenszyklus und sogar für den Vergleich eines gebrauchten Verbrenners mit einem neuen Elektroauto.“

Was kostet ein Elektroauto wirklich?

Ein Elektroauto kostet in der Anschaffung meist mehr als ein vergleichbares Modell mit Verbrennungsmotor. Der Hauptgrund dafür ist die Batterie, die bis zu 40 Prozent des Fahrzeugpreises ausmachen kann.

Im laufenden Betrieb ist ein Elektroauto dagegen oft günstiger. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 18 bis 20 Kilowattstunden pro 100 Kilometer kostet eine Ladung zu Hause am eigenen Haushaltsstromtarif bei rund 37 Cent pro Kilowattstunde etwa 7 Euro. Laden Sie an einer öffentlichen Ladesäule, liegen die Kosten laut ADAC mit 45 bis 65 Cent pro Kilowattstunde deutlich höher, mit eigenem Solarstrom kann es dagegen sogar günstiger als 10 Cent pro Kilowattstunde werden. Auch Wartung und Reparatur fallen meist günstiger aus, da Elektromotoren weniger bewegliche Verschleißteile haben als Verbrennungsmotoren.

Auch bei der Kfz-Versicherung gibt es Unterschiede. Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gleichen sich Schadenhäufigkeit und Schadenhöhe von Elektroautos und Verbrennern zunehmend an, einen pauschalen Aufschlag für E-Autos gibt es nicht. Die tatsächlichen Kosten hängen vor allem von der Typklasse des jeweiligen Modells ab, die der GDV jährlich neu festlegt, ebenso wie bei Verbrennern.

Eine ausführliche Übersicht aller Kostenfaktoren bietet der Ratgeber Autokosten für Elektroautos im Überblick. Mit dem Autokostenrechner ermitteln Sie Ihre individuellen Kosten.

Welche Förderung gibt es 2026 für E-Autos und Leasing?

Seit Mai fördert der Staat den Kauf und das Leasing von Elektroautos wieder mit einem Zuschuss zwischen 1.500 und 6.000 Euro. Die Höhe richtet sich nach Fahrzeug, Einkommen und Familiengröße. Die Förderung gilt für alle Neuzulassungen ab dem 1. Januar 2026. Die Förderung kann mit einer Finanzierung über Monatsraten kombiniert werden, unabhängig davon, ob Sie eine Anzahlung leisten oder nicht.

Anspruch auf die Förderung haben Privatpersonen mit einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen bis 80.000 Euro, bei zwei Kindern bis 90.000 Euro. Gefördert werden batterieelektrische Fahrzeuge, bestimmte Plug-in-Hybride sowie Fahrzeuge mit Range Extender oder Brennstoffzellenantrieb, und zwar sowohl beim Kauf als auch beim Leasing. Gebrauchtwagen sind von der Förderung ausgeschlossen.

So beantragen Sie die Förderung

  1. Fahrzeug zulassen
  2. Lassen Sie Ihr neues Elektroauto zu. Ein Förderantrag vor der Zulassung ist nicht möglich.

  3. Antrag online stellen
  4. Stellen Sie den Antrag online über das Portal Förderzentrale Deutschland, das vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) betrieben wird.

  5. Frist beachten
  6. Reichen Sie den Antrag innerhalb von 12 Monaten nach der Zulassung ein.

Zur E-Auto Finanzierung

Für das Programm stehen insgesamt 3 Milliarden Euro bis 2029 zur Verfügung, das reicht nach Schätzung der Bundesregierung für rund 800.000 Fahrzeuge. Einen Rechtsanspruch auf die Förderung gibt es nicht: Sind die Mittel ausgeschöpft, kann das BAFA einen Förderstopp verhängen. Stand Anfang Oktober 2026 wurde die Prämie bereits für mehr als 100.000 Fahrzeuge bewilligt, so die Bundesregierung.

Kaufen, leasen oder gebraucht: Was passt besser zu mir?

Ob sich Kauf, Leasing oder ein Gebrauchtwagen eher lohnt, hängt vor allem von Ihrem Fahrverhalten und Ihrer finanziellen Situation ab.

  • Kauf

    Sie zahlen den vollen Preis, abzüglich Förderung, und besitzen das Auto danach komplett. Das lohnt sich, wenn Sie das Fahrzeug lange nutzen und planbare monatliche Kosten statt einer Leasingrate bevorzugen.

  • Leasing

    Sie zahlen eine monatliche Rate und geben das Auto nach Ablauf des Leasingvertrags zurück. Durch die Kombination aus staatlicher Förderung und aktuellen Leasing-Angeboten der Hersteller sind für manche Modelle Raten von unter 100 Euro im Monat möglich. Die Laufzeit beträgt meist zwei bis vier Jahre. Das eignet sich, wenn Sie alle paar Jahre ein neueres Modell fahren möchten oder die hohen Anschaffungskosten eines E-Autos nicht auf einmal aufbringen wollen. Nachteil: Etwaige Schäden und Abnutzungen werden Ihnen bei Leasingende in Rechnung gestellt. Auch zu viel gefahrene Kilometer können teuer werden.

  • Gebrauchtwagen

    Sie zahlen deutlich weniger als für einen Neuwagen. Je nach Kaufvertrag haben Sie keinen Anspruch, sollten Teile defekt sein. Insbesondere die Batterie ist ein Risikofaktor, auch wenn sich in den letzten Jahren gezeigt hat, dass sie oft recht langlebig sind. Für einen Gebrauchtwagen erhalten Sie keine staatliche Förderung, da nur Neuzulassungen ab dem 1. Januar 2026 förderfähig sind.

Mehr zu den Details der einzelnen Optionen lesen Sie im Ratgeber E-Auto leasen oder finanzieren sowie im Überblick Fahrzeug finanzieren. Ihr Sparkassen-Berater oder Ihre Sparkassen-Beraterin zeigt Ihnen gern, wie Sie Ihr Elektroauto über die E-Auto-Finanzierung oder einen Autokredit am besten finanzieren.

Wie lade ich ein E-Auto zu Hause und unterwegs?

Zu Hause können Sie Ihr Elektrofahrzeug am besten über eine Wallbox an der eigenen Garage oder am Stellplatz aufladen. Unterwegs nutzen Sie öffentliche Ladestationen für Elektrofahrzeuge, etwa an Autobahnen, Supermärkten oder in Parkhäusern.

Die Zahl der öffentlichen Ladesäulen in Deutschland wächst weiter deutlich. Nach Angaben der Bundesnetzagentur gab es zum 1. September 2026 bundesweit rund 214.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte, davon knapp 57.000 Schnellladepunkte. Das sind rund 16 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Die meisten Ladesäulen gibt es in Nordrhein-Westfalen, die höchste Dichte pro Einwohner verzeichnet Baden-Württemberg mit rund 3 Ladepunkten je 1.000 Einwohner.

An öffentlichen Ladesäulen starten und bezahlen Sie den Ladevorgang meist per App, Ladekarte oder inzwischen auch direkt mit Giro- oder Kreditkarte. Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber Einfacher Bezahlen an Ladesäulen. Einen Überblick über den Ausbau der Ladeinfrastruktur bietet der Ratgeber Ladeinfrastruktur: Mehr Ladestationen für Elektroautos.

Was kostet eine Wallbox und welche Förderung gibt es dafür?

Je nach Hersteller, Ausstattung und Leistung kostet eine Wallbox zwischen 500 und 2.500 Euro, zuzüglich Montage und Ladekabel. Anders als eine normale Steckdose ist die Wallbox auf dauerhaftes Laden mit höherer Leistung ausgelegt. Die Ladeleistung liegt bei den meisten Modellen zwischen 11 kW und 22 kW, das entspricht einem Stromverbrauch von mehreren kWh. Eine bundesweite KfW-Förderung für private Wallboxen am Einfamilienhaus gibt es seit 2024 nicht mehr.

Für Mehrparteienhäuser gilt seit April 2026 ein neues Förderprogramm des Bundesministeriums für Verkehr: Wohnungseigentümergemeinschaften, Vermieter und kleine Unternehmen erhalten bis zu 2.000 Euro Zuschuss pro Stellplatz für Wallboxen und die nötige Vorverkabelung. Die Antragstellung läuft über das Förderportal für Ladeinfrastruktur. Einzelne Bundesländer und Kommunen zahlen zusätzlich eigene Zuschüsse, die Bedingungen dafür unterscheiden sich stark je nach Wohnort.

Wie alltagstauglich sind Reichweite, Ladezeit und Stromkosten?

Die Reichweite moderner Elektroautos liegt laut Hersteller meist zwischen 300 und 500 Kilometern pro Ladung. Bei Kälte sinkt sie spürbar: Laut ADAC verlieren Elektroautos bei Temperaturen um den Gefrierpunkt im Schnitt 10 bis 30 Prozent ihrer Normreichweite, bei starker Kälte und hohem Autobahntempo auch mehr, besonders auf längerer Fahrt. Grund dafür sind der höhere Innenwiderstand des Akkus bei Kälte und der zusätzliche Stromverbrauch durch die Elektro-Heizung.

Der Akku eines Elektroautos verliert über die Jahre an Kapazität. Die meisten Hersteller garantieren laut ADAC eine Mindestkapazität von 70 Prozent nach 8 Jahren oder 160.000 Kilometern. In ADAC-Langzeittests fiel die tatsächliche Abnutzung bisher deutlich geringer aus: Ein BMW i3 erreichte nach 5 Jahren und 100.000 Kilometern noch 86 Prozent seiner ursprünglichen Kapazität. Ein kompletter Batterietausch ist in der Praxis selten nötig, meist reicht der Austausch einzelner Module.

An einer Schnellladesäule mit hoher kW-Ladeleistung laden Sie die Batterie je nach Fahrzeug in 20 bis 40 Minuten auf 80 Prozent auf. Zu Hause an der Wallbox mit geringerer kWh-Ladeleistung dauert eine volle Ladung über Nacht mehrere Stunden.

Für wen lohnt sich ein E-Auto und für wen eher nicht?

Ein Elektroauto lohnt sich besonders, wenn Sie regelmäßig kurze bis mittlere Strecken fahren und zu Hause oder am Arbeitsplatz laden können. Pendlerinnen und Pendler mit eigener Wallbox oder Lademöglichkeit im Betrieb profitieren am stärksten von den niedrigeren Stromkosten gegenüber Benzin oder Diesel, das gilt für E-Autos ebenso wie für Plug-in-Hybride.

Weniger gut geeignet ist ein E-Auto, wenn Sie regelmäßig lange Strecken ohne verlässliche Lademöglichkeit zurücklegen, etwa auf dem Land ohne eigene Wallbox und mit wenigen öffentlichen Ladesäulen in der Nähe. Auch wer sehr viel im Winter auf der Autobahn unterwegs ist, sollte die geringere Reichweite bei Kälte einplanen.

Mit der neuen Förderung lohnt sich der Umstieg auf Elektromobilität finanziell inzwischen auch für Haushalte mit niedrigerem Einkommen, da die Zuschüsse sozial gestaffelt sind.

Teure Faux Pas
Welche Fehler sollte ich beim Umstieg auf Elektromobilität vermeiden?

Diese Fehler können Sie beim Umstieg auf ein Elektroauto Geld oder Zeit kosten:

  • Förderantrag vor der Zulassung stellen: Das ist nicht möglich. Erst nach der Zulassung Ihres Elektroautos können Sie den Antrag beim BAFA einreichen.
  • Gebrauchtwagen kaufen und auf Förderung hoffen: Nur Neuzulassungen ab dem 1. Januar 2026 sind förderfähig, gebrauchte Elektroautos erhalten keinen Zuschuss.
  • Wallbox vor der Förderzusage kaufen oder installieren lassen: Bei der Förderung für Mehrparteienhäuser muss der Antrag vor Auftragserteilung gestellt werden, sonst entfällt der Zuschuss.
  • Reichweite im Winter unterschätzen: Planen Sie bei kalten Temperaturen einen spürbaren Reichweitenverlust ein, besonders auf längeren Autobahnfahrten.
  • Fristen verpassen: Der Förderantrag muss innerhalb von 12 Monaten nach der Zulassung gestellt werden.

Zusammenfassung: Ist jetzt der richtige Zeitpunkt für den Umstieg?

Für viele Haushalte ist jetzt ein günstiger Zeitpunkt für den Umstieg auf ein Elektroauto. Die staatliche Förderung von bis zu 6.000 Euro senkt die Anschaffungskosten spürbar, und die laufenden Kosten für Strom, Wartung und Reparatur liegen meist unter denen eines Verbrenners.

Besonders lohnt sich der Umstieg, wenn Sie regelmäßig zu Hause oder am Arbeitsplatz laden können und überwiegend kurze bis mittlere Strecken fahren. Wer oft auf lange Autobahnfahrten ohne verlässliche Lademöglichkeit angewiesen ist, sollte die eingeschränkte Winterreichweite und die Ladezeiten unterwegs einplanen.

Prüfen Sie vor dem Kauf oder Leasing, ob Sie die Einkommensgrenzen für die Förderung erfüllen, und stellen Sie den Antrag erst nach der Zulassung Ihres neuen Fahrzeugs. Für kurze Strecken kann auch ein E-Lastenrad eine emissionsfreie Alternative zum Auto sein.

Sie möchten ein E-Auto finanzieren?

Wir informieren Sie gern über mögliche Finanzierungsangebote und prüfen gemeinsam mit Ihnen, welche Lösung zu Ihrer persönlichen Situation passt.
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Häufige Fragen zur Elektromobilität

  1. Elektromobile Fahrzeuge werden ganz oder teilweise elektrisch angetrieben. Dazu zählen neben Elektroautos auch E-Bikes, E-Lastenräder, E-Scooter, Elektromotorräder sowie E-Busse und E-Lkws. In einer aufladbaren Batterie wird elektrische Energie gespeichert, ein Elektromotor wandelt sie in Bewegung um.

  2. Jedes zugelassene Elektroauto spart gegenüber einem Verbrenner CO2 ein. Diese Einsparung können Sie über die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) verkaufen. Halterinnen und Halter eines rein elektrischen, in Deutschland zugelassenen Fahrzeugs können die Prämie beantragen, privat oder gewerblich. Sie registrieren sich bei einem Anbieter, laden den Fahrzeugschein hoch und erhalten je nach Anbieter zwischen rund 250 und 400 Euro im Jahr. Die THG-Quote lässt sich mit der BAFA-Kaufprämie kombinieren.

  3. Bidirektionales Laden bedeutet, dass ein Elektroauto Strom auch wieder abgeben kann, etwa an das eigene Haus (Vehicle-to-Home) oder ins Stromnetz (Vehicle-to-Grid). Seit Januar 2026 entfällt laut ADAC das Netzentgelt für zurückgespeisten Strom, das macht die Technik wirtschaftlich attraktiver. Im Alltag angekommen ist sie bisher vor allem bei Haushalten mit eigener Photovoltaikanlage und passender Wallbox.

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