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Rekord: 14 Millionen investierten 2025 in Aktienanlagen

Besonders eine Gruppe treibt den Boom
Knapp 20 Prozent der Deutschen – also rund jede fünfte Person – hat ihr Geld 2025 direkt oder indirekt am Aktienmarkt angelegt. Das sind 2 Millionen mehr als noch ein Jahr zuvor. Warum und wie es zu dieser Steigerung kam und welche Rolle Sparpläne dabei spielten? Das erfahren Sie hier.
Das Wichtigste in Kürze
  • 14,1 Millionen Deutsche investierten 2025 in Aktien, Fonds oder ETFs – das ist ein Plus von 2 Millionen im Vergleich zu 2024.

  • Die Zahl der Anlegerinnen und Anleger wuchs bei ETFs um 1,2 Millionen, bei Einzelaktien um 740.000 und bei Fonds um 520.000.

  • Insgesamt 5,3 Millionen Menschen nutzten im vergangenen Jahr Sparpläne und damit 1,7 Millionen mehr als noch 2024.

Deutlicher Zuwachs bei allen Formen der Aktienanlage

Mit 14,1 Millionen haben 2025 mehr Menschen als je zuvor in Deutschland direkt oder indirekt in Aktien investiert. Das teilte das Deutsche Aktieninstitut (DAI) Mitte Januar 2026 mit. Das Interesse sei 2025 über alle Formen der Aktienanlage hinweg gestiegen.

9,2 Millionen Menschen haben sich laut DAI ausschließlich für Aktienfonds oder Exchange Traded Funds (ETF; also börsengehandelte Indexfonds) entschieden und damit indirekt an den wirtschaftlichen Erfolgen von Unternehmen partizipiert. Rund 2 Millionen hätten direkt die Aktien einzelner Unternehmen in ihr Depot gelegt. Und weitere 2,9 Millionen hätten sowohl direkte als auch indirekte Aktieninvestments kombiniert.

Im Vorjahresvergleich hat laut DAI

  • die Zahl der Menschen mit Aktienfonds um 520.000 zugenommen,
  • mit ETFs um 1,2 Millionen und
  • mit Investments in Einzelaktien um 740.000.

Damit sei erstmals seit 2022 mit der Anlage in Aktien einzelner Unternehmen wieder ein Anstieg zu beobachten gewesen.

Kommentar zu der aktuellen Entwicklung von
Joachim Schallmayer, Leiter Kapitalmärkte und Strategie bei der DekaBank, dem Wertpapierhaus der Sparkassen-Finanzgruppe

„Die Deutschen sparen viel und zunehmend auch richtig. Es ist erfreulich zu sehen, dass immer mehr Sparerinnen und Sparer den Weg an den Kapitalmarkt finden und nicht mehr bereit sind, ihr Erspartes schutzlos der Inflation auszusetzen. Langfristig erhöhen sie damit nicht ihr Risiko, sondern die Chance auf einen realen Vermögenszuwachs. In einer Zeit überlasteter Sozialsysteme ist dies wichtiger denn je. Bleibt zu hoffen, dass sich dieser Trend verstetigt und mit der steigenden Zahl an Aktionärinnen und Aktionären auch das Interesse für Wirtschaft und Kapitalmarkt generell zunimmt.“

Vor allem Menschen unter 40 tragen das Wachstum

Das größte Plus gibt es laut DAI bei den unter 40-Jährigen: 1,2 Millionen Anlegerinnen und Anleger sind in dieser Altersgruppe im vergangenen Jahr dazugekommen. Das mache mehr als 60 Prozent des Gesamtanstiegs aus. Mit insgesamt 4,9 Millionen seien die Unter-40-Jährigen ohnehin seit 2024 die stärkste Gruppe. Das Interesse der jungen Generation an der Aktienanlage habe sich damit noch einmal deutlich verfestigt, so das DAI.

Außerdem investierten unter 40-Jährige anders als die Altersgruppe ab 40, teilte das Institut weiter mit. Jeweils rund die Hälfte der Menschen mit einer Aktienanlage habe einen ETF oder nutze einen Sparplan. Im Gegenzug dazu investierten ältere Menschen häufiger in aktiv gemanagte Aktienfonds. Bei der Anlage in einzelne Aktien gebe es keine großen Unterschiede.

Dieser Trend spiegelt sich auch im Vermögensbarometer 2025, einer Umfrage des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) zur finanziellen Lage der Menschen in Deutschland: Demnach sind Jüngere beim Thema Wertpapiere deutlich entschlossener als Ältere. 35 Prozent der Befragten zwischen 16 und 29 Jahren halten laut Vermögensbarometer Wertpapiere, unter den 30- bis 39-Jährigen seien es sogar 38 Prozent.

Dagegen investiere die Altersgruppe 60 plus deutlich seltener an der Börse, heißt es in der Studie weiter. 60 Prozent von ihnen besäßen keine Wertpapiere, bei den 50- bis 59-Jährigen seien es 62 Prozent. Etwas besser ist demnach das Verhältnis bei den 40- bis 49-Jährigen: 30 Prozent haben Wertpapiere, 56 Prozent nicht.

Große Bedeutung von Sparplänen: Anlage per Dauerauftrag

Eine weitere Erkenntnis des DAI: Sparpläne werden immer beliebter. So hätten 5,3 Millionen Menschen 2025 einen Sparplan genutzt. Das sei ein Plus von 1,7 Millionen im Vergleich zum Vorjahr und damit ein wesentlicher Faktor der Entwicklung insgesamt. Besonders beliebt seien Sparpläne

  • bei Besitzern von ETFs, die zu mehr als 50 Prozent auf das Instrument setzen, und
  • bei Besitzern aktiv gemanagter Aktienfonds mit rund 26 Prozent.
  • Bei Aktien einzelner Unternehmen spielten Sparpläne eher eine untergeordnete Rolle.

Ein Sparplan ist ein Dauerauftrag für den regelmäßigen Kauf von Aktien, Aktienfonds oder ETFs, zum Beispiel im monatlichen Rhythmus. Statt einen größeren Betrag für eine Einmalanlage anzusparen, können so bereits kleinere Summen für die Anlage genutzt werden. Weil Anlegerinnen und Anleger ihre Investition über die Zeit streuen, sinkt zudem das Risiko, zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt einzusteigen.

Großes Aktieninteresse trotz unsicherer Zeiten

Insgesamt hat sich das Interesse an einer Aktienanlage laut DAI im vergangenen Jahr trotz der wirtschaftlich angespannten Lage sehr positiv entwickelt: Fast alle Bevölkerungsgruppen hätten im Vergleich zu 2024 stärker in Aktienanlagen investiert. Die Zahl der Anlegerinnen sei sogar um 24 Prozent gestiegen – und damit doppelt so stark wie bei den Männern, nachdem sie im Vorjahr noch gefallen war. Es bleibe jedoch dabei, dass Männer (ebenso wie Menschen mit höherem Einkommen) eher eine Aktienanlage besäßen, teilte das DAI weiter mit.

Vor allem die Digitalisierung und das Aufkommen von ETFs hätten die Aktienanlage in den vergangenen Jahren weiter vereinfacht. Außerdem eigneten sich Aktien bei langfristiger, diversifizierter und kontinuierlicher Anlage besonders gut für die Altersvorsorge, was sich in der intensiven öffentlichen Debatte widerspiegele. Gerade die junge Generation sei angesichts der demografischen Herausforderungen des umlagebasierten Rentensystems auf eine ergänzende Vorsorge angewiesen und könne die Zinseszinseffekte einer langfristigen Anlage gut nutzen.

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Stand: 23.01.2026

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