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So können Sie Ihr Geld 2026 sinnvoll für sich arbeiten lassen

Finanziell gut aufgestellt
Das Jahr 2025 hat sich für viele Anlegerinnen und Anleger gelohnt. Auch wenn die Kurse zeitweise Achterbahn fuhren, haben die wichtigsten Börsen neue Rekorde erreicht, Edelmetalle und Rohstoffe ebenfalls. Und: Die Rallye geht – trotz einiger Einbrüche – weiter. Sie wollen auch mehr aus Ihrem Geld machen? Wir haben ein paar Tipps.
Das Wichtigste in Kürze
  • Sinkende Zinsen machen klassische Sparformen wie Tagesgeld weniger attraktiv.

  • Diversifikation über aktiv und passiv gemanagte Fonds, Aktien, Anleihen sowie Edelmetalle können Risiken minimieren und langfristige Renditechancen maximieren.

  • Wer breit streut, regelmäßig investiert und Geduld mitbringt, erhöht die Chance auf realen Vermögenszuwachs deutlich.

Boomjahr 2025 setzt seine Dynamik 2026 fort – zumindest vorerst

Das vergangene Jahr war in Sachen Geldanlage ein Jahr der Superlative:

  • Der wichtigste deutsche Aktienindex Dax legte um rund ein Viertel zu. Zum Vergleich: Über die vergangenen 10 Jahre waren es im Schnitt rund 5 bis 6 Prozent pro Jahr.
  • Der US-amerikanische Dow-Jones-Index stieg um knapp 13 Prozent (aber 8 bis 9 Prozent pro Jahr durchschnittlich über 10 Jahre) und
  • der breiter gefasste US-Index Standard & Poor’s 500 um fast 18 Prozent (etwa 9 bis 11 Prozent pro Jahr im Schnitt über 10 Jahre).

Ähnliches gilt für Edelmetalle – sie erzielten 2025 ebenfalls historische Rekorde:

  • Gold legte um gut 60 Prozent zu (bei durchschnittlich knapp 9 Prozent pro Jahr in den 10 Jahren zuvor),
  • Silber um mehr als 120 Prozent (durchschnittlich 9,3 Prozent pro Jahr in den 10 Jahren zuvor).

Diese Rekorde beschränkten sich nicht nur auf die Kursentwicklungen. Sie drückten sich in Deutschland laut dem Deutschen Aktieninstitut (DAI) auch in der stark gestiegenen Zahl der privaten Investorinnen und Investoren aus:

  • Demnach investierten 14,1 Millionen Menschen in Aktien, Fonds oder ETFs (Exchange Traded Funds, also börsengehandelte Indexfonds); ein Plus von 2 Millionen im Vergleich zu 2024.
  • Die Zahl der Anlegerinnen und Anleger bei ETFs wuchs um 1,2 Millionen, bei Einzelaktien um 740.000 und bei Fonds um 520.000.
  • Insgesamt nutzten 5,3 Millionen Menschen Sparpläne und damit 1,7 Millionen mehr als noch 2024.

0Menschen

in Deutschland haben 2025 ihr Geld in Aktienanlagen investiert – ein neuer Rekord.

Pro & Contra

Nutzen Sie attraktive Chancen und…

  • Aktienfonds werden seit Jahren von den führenden Experten für eine erfolgreiche Vermögensbildung empfohlen, da sie auf lange Sicht mit Abstand die besten Renditechancen bieten.

  • Im Vergleich zu einer Einzelanlage wird ihr Kapital in Aktienfonds breit gestreut und damit gleichzeitig Ihr Risiko gesenkt. Auch bei der Anlage kleinerer Beträge erzielen sie somit die größtmögliche Risikostreuung, die aus Mangel an Kapital sonst nur schwer zu erreichen ist.

denken Sie an die Risiken.

  • Eine rückläufige Entwicklung des Gesamtmarktes sowie Schwächen einzelner Aktienmärkte können die Kursentwicklung negativ beeinträchtigen.

  • Kaufen Sie Anteile international anlegender Fonds, ändert sich der Wert Ihrer Anlage auch mit der Entwicklung des Wechselkurses der jeweiligen Währung.

  • Die Marktentwicklung hängt stark vom konjunkturellen Umfeld ab.

  • Fonds mit einem speziellen Anlageschwerpunkt haben grundsätzlich ein stärker ausgeprägtes Risiko- und Ertragspotenzial als Fonds mit breiter Streuung. Das bildet zum einen die Grundvoraussetzung für höhere Kurschancen, bedeutet zum anderen aber auch ein höheres Risiko.

Warum es sich lohnt, in Aktien anzulegen

„Kapitalmärkte kennen keinen richtigen oder falschen Zeitpunkt“

Interview mit

Christina Gründl

Expertin für Portfolio-Investment bei der DekaBank, dem Wertpapierhaus der Sparkassen

Im Gespräch mit Sparkasse.de erklärt sie, wie einfach Sparende zu Mit-Eigentümerinnen und Mit-Eigentümern der Wirtschaft werden können.

Frau Gründl, viele Deutsche sehen sich als hilflose Sparende, die gegen die Inflation kämpfen. Warum lohnt es sich, zur Anlegerin oder zum Anleger zu werden?

Viele Menschen merken, dass klassisches Sparen ihre Kaufkraft nicht mehr erhält. Wer investiert, beteiligt sich an der wirtschaftlichen Entwicklung und hat langfristig bessere Chancen auf realen Vermögenszuwachs. Gerade Aktien und Fonds bieten über längere Zeiträume hinweg Renditen, die Inflation ausgleichen oder übertreffen können.

Viele denken, sie seien zu spät dran für Aktien. Warum stimmt das nicht?

Kapitalmärkte kennen keinen richtigen oder falschen Zeitpunkt. Entscheidend ist nicht der Einstiegsmoment, sondern der Anlagehorizont. Wer langfristig investiert und regelmäßig spart, kann Marktschwankungen ausgleichen und am Wachstum der Unternehmen partizipieren. Auch heute bieten Aktien weiterhin attraktive Chancen.

Außerdem blockieren Crash-Ängste viele Menschen bei der Geldanlage. Wie können sie sich schützen?

Schutz entsteht vor allem durch Struktur und Planung. Eine breite Streuung über verschiedene Anlageklassen reduziert Risiken deutlich. Ebenso wichtig ist ein langfristiger Zeithorizont, der kurzfristige Rückschläge relativiert.

Wie wird man 2026 zur Anlegerin oder zum Anleger?

Der Einstieg muss nicht kompliziert sein: Depot eröffnen, Sparplan einrichten und konsequent investieren. Wichtig ist, an der gewählten Strategie festzuhalten und sie regelmäßig zu überprüfen – nicht täglich zu reagieren. Geduld, Disziplin und ein klarer Blick auf die eigenen Ziele sind entscheidend.

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Stand: 27.02.2026

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