Wohin im Sommer 2020? Urlaub in Corona-Zeiten

In diese Länder können Sie wieder reisen

Die Sommerferien 2020 haben in den ersten Bundesländern begonnen. Der Urlaub 2020 wird jedoch für viele anders aussehen als sonst. Obwohl innerhalb der EU inzwischen wieder fast alles möglich ist – das Auswärtige Amt hat die Reisewarnung für die meisten Länder aufgehoben – bestehen für einzelne Länder Einreisebeschränkungen oder Quarantänevorschriften bei der Einreise. Für Staaten außerhalb der EU gilt die Warnung noch bis 31.08. 2020. Am sichersten ist Urlaub derzeit wohl in Deutschland.

Urlaub in Deutschland

Das öffentliche Leben ist wieder gestartet. Kitas sind wieder im Regelbetrieb, Schulen öffnen schrittweise. Restaurants, Bars, Schwimmbäder, Fitnessstudios, Hotels und Campingplätze haben den Betrieb wiederaufgenommen.  

Camping und Strandurlaub boomen

Individuelle Anreise, keine engen Hotelflure und viel Natur: Camping erfreut sich dieses Jahr besonderer Beliebtheit. Besonders für Familien bedeutet der Urlaub im Wohnwagen eine gute Alternative. Mit reduzierten Stellplätzen und strengen Hygienevorschriften sind Campingplätze in allen Bundesländern wiedereröffnet. Eine gute Gelegenheit, um unbekannte Regionen innerhalb Deutschlands zu erkunden.

Tipp: Informieren Sie sich im Vorhinein, welche Bestimmungen auf den einzelnen Campingplätzen gelten. Denn oftmals bleibt es nicht bei den üblichen 1,5 Metern Abstand. Gäste benötigen teilweise ein portables WC im Wohnwagen oder Wohnmobil. Auf einigen Plätzen gilt sogar Maskenpflicht. Und die Campingplätze füllen sich rasant.

An der Küste

Selten war der Strandurlaub an Ost- und Nordsee so verlockend wie dieses Jahr. Wer Planungssicherheit braucht, verschiebt Reiseziele im Ausland lieber auf kommende Jahre. Mit reduzierter Kapazität erwarten die Restaurants und Ferienunterkünfte in Norddeutschland die lang ersehnten Feriengäste. Falls Sie einen Tagesausflug auf die nord- oder ostfriesischen Inseln planen, sollten Sie unbedingt im Vorhinein die Kapazitäten checken.

Illustration: Ein Paar beim Wassersport

Tipp: Mecklenburg-Vorpommern verwehrt auch in den kommenden Wochen Touristen aus Risikogebieten die Einreise. Als Risikogebiet gilt eine Region mit 50 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. 

National- und Freizeitparks

Mit Mund-Nasen-Bedeckung in der Achterbahn? Für viele sicher gewöhnungsbedürftig. Dennoch eine tolle Gelegenheit, um einen freien Kopf zu bekommen. Der Europa-Park oder der Heide Park in Soltau empfangen schon wieder ihre attraktionsfreudigen Gäste. Es gelten die üblichen Hygieneregeln. Tickets erhalten Sie online.

Wen es in die Natur zieht, sollte die Nationalparks Deutschlands erkunden. Eifel, Müritz oder Bayerischer Wald bieten facettenreiche Erholung in der Nachbarschaft. Achten Sie auf den Mindestabstand von 1,5 Metern und halten Sie die Bestimmungen zum Naturschutz ein. 

Urlaub in der Schweiz und in Österreich

Österreich hat alle Einreisebeschränkungen gegenüber den Nachbarstaaten aufgehoben. In Grenznähe können jedoch noch stichprobenartige Kontrollen stattfinden. Für Deutsche gibt es derzeit ausschließlich Einschränkungen für Reisende aus dem Kreis Gütersloh. Diese müssen ein ärztliches Attest mit einem negativen Corona-Test vorweisen, das nicht älter als vier Tage ist.

Hotels, Campingplätze, Restaurants, Cafés sowie andere touristische Einrichtungen sind wieder geöffnet.

Schutzmaßnahmen: Mit Abstandsregeln geht Österreich liberal um: Büfetts und Wellnessbereiche sind in Hotels bereits wieder frei zugänglich, für Besuchergruppen gilt kein Mindestabstand.

Ein Mund-Nasen-Schutz muss in öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxis, Seil- und Zahnradbahnen, Reisebussen und Innenbereichen von Ausflugschiffen, im Gesundheitsbereich einschließlich Apotheken und bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen ohne zugewiesenen Sitzplatz getragen werden.

Maskenpflicht herrscht auch bei Dienstleistungen, wenn ein Ein-Meter-Mindestabstand nicht eingehalten werden kann oder keine anderen Schutzmaßnahmen vorhanden sind.

In wichtigen Tourismusregionen sollen Beschäftigte vorsorglich auf Corona getestet werden, um vorzeitig eine erneute Welle an Infektionen zu erkennen.

Auch Bergwanderer können sich freuen. Schutzhütten bieten wieder Übernachtungen an. Dort gilt ein Mindestabstand von 1,5 Meter zwischen den Kojen. Der Deutsche Alpenverein (DAV) informiert über geöffnete Hütten in Österreich.

Illustration: Eine Frau fährt Fahrrad

In die Schweiz können deutsche Staatsbürger wieder uneingeschränkt einreisen. Die Grenzen zu allen EU-Mitgliedstaaten sowie zu Liechtenstein, auf dem Luftweg auch zu Island, Norwegen und dem Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland sind wieder geöffnet. Weitere Informationen für einen Aufenthalt in der Schweiz finden Sie beim Staatssekretariat für Migration SEM.

Seit 6. Juli 2020 gilt für Einreisende aus Risikoländern eine zehntägige Quarantänepflicht. Reisende müssen sich unverzüglich nach Einreise in die Schweiz auf direktem Weg für zehn Tage in eine geeignete Unterkunft begeben und ihre Einreise innerhalb von zwei Tagen der zuständigen kantonalen Behörde melden. Die Liste der Risikoländer finden Sie beim Bundesamt für Gesundheit.

Schutzmaßnahmen: Die Regierung empfiehlt, Abstand zu halten; eine Pflicht gibt es nicht. Seit dem 6. Juli 2020 besteht aber die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz im öffentlichen Verkehr zu tragen.

In öffentlichen Einrichtungen wie Geschäften, Museen und Hotels gelten individuelle Schutzkonzepte, die eingehalten werden müssen.

Urlaub in Europa ist wieder möglich

Seit dem 15. Juni hat die Bundesregierung die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amts für die meisten europäischen Staaten aufgehoben. Vorausgesetzt, die Corona-Lage verschlimmert sich nicht drastisch. Das gilt für EU-Staaten und Staaten des Schengener Abkommens (Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein). Von Reisen nach Großbritannien, Irland und Malta wird derzeit abgeraten.

Die Bundesregierung wies darauf hin, dass die Reisewarnung für bestimmte Länder oder Regionen reaktiviert werden könne, wenn die Zahl der Neuinfektionen wieder drastisch ansteigt.

Die Reisebedingungen werden noch über einen längeren Zeitraum variieren. Einschränkungen, Abstands- und Hygieneregeln erwarten Sie in jeder Urlaubsregion.

Mittelmeerraum

Urlaub in Spanien

Seit dem 21. Juli ist die Einreise nach Spanien und den Balearen aus allen EU- und Schengen-assoziierten Staaten wieder möglich. Zuvor durften bis zu 10.900 sogenannte Testtouristen auf die Balearen. Bei der Einreise nach Spanien wird bei jedem Reisenden die Körpertemperatur gemessen. Personen mit einer Temperatur von über 37,5 °C oder anderen gesundheitlichen Auffälligkeiten werden eingehender untersucht.

Das Flugangebot zwischen Deutschland und Spanien ist noch eingeschränkt. Flugreisende müssen zusätzlich ein Formular zur Gesundheitskontrolle ausfüllen. Auf dieser Datenlage wird ein QR-Code erzeugt.

Auch innerhalb des Landes ist der öffentliche Verkehr noch reduziert. Häfen sind für Kreuzfahrtschiffe nach wie vor gesperrt.

Die Einschränkungen der Bewegungsfreiheit entfallen. Die Regelung des öffentlichen Lebens treffen die 17 autonomen Gemeinschaften Spaniens individuell für ihre Region.

Schutzmaßnahmen: Landesweit gilt die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung an allen öffentlichen Orten innerhalb und außerhalb geschlossener Räume, an denen ein Sicherheitsabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann. In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt eine generelle Pflicht zur Abdeckung von Nase und Mund.

Bestimmten Regionen riegelt die Regierung aufgrund steigender Infektionszahlen immer wieder ab. Informieren Sie sich vorab über die örtliche Lage.

Die Kanaren setzte als eine der ersten Regionen Spaniens auf eine Corona-App. Die App soll nachvollziehen können, ob Personen mit Corona-Infizierten in Kontakt waren und somit Infektionsketten schneller unterbrechen.

Urlaub in Italien

Wie viel dolce vita ist in diesem Jahr möglich? Corona traf Menschen und Wirtschaft Italiens sehr schwer. Besonders für Deutsche und Österreicher ist das Land mit seinen weiten Stränden und der berühmten Küche ein beliebtes Urlaubsziel. Viele Italiener leben vom Tourismus. Deswegen hat Italien seine Grenzen bereits am 3. Juni geöffnet.

Museen, Strände, Bars und Restaurants dürfen unter strengen Infektionsschutz- und Hygieneauflagen wieder Gäste empfangen. Die Hotels in Südtirol können Sie wieder buchen. Eine Quarantänepflicht bei der Einreise wurde aufgehoben.

Einschränkungen gibt es noch im internationalen Flug-, Zug-, Bus- und Fährverkehr. Der Flugverkehr wird allmählich wiederaufgenommen. Zugreisen zwischen Deutschland und Italien sind weder über Österreich noch über die Schweiz möglich, da der Bahnverkehr eingeschränkt ist.

Schutzmaßnahmen: Ein Mund-Nasen-Schutz plus Einweghandschuhe sind vielerorts vorgeschrieben, wenn der nötige Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann. In der Region Lombardei besteht diese Pflicht im gesamten öffentlichen Raum, zusätzlich Handschuhpflicht in Geschäften. Verstöße gegen die Tragepflicht werden mit Geldstrafen geahndet. Es gelten Abstandsregeln von ein bis zwei Meter zwischen Personen.

Vor dem Betreten von öffentlichen Einrichtungen wie Museen und Geschäften wird häufig die Körpertemperatur gemessen. Händedesinfektion ist in vielen Einrichtungen Pflicht.

Innerhalb der einzelnen Kommunen und Regionen können je nach Infektionsgeschehen abweichende Einreiseregelungen gelten. Erkundigen Sie sich im Vorhinein über die Bedingungen in der jeweiligen Region.

Illustration: Eine Familie kauft sich Eis

Achtung: Die Regionen Venetien und Sardinien werben sogar damit „Covid-free“ zu sein. Ein Werbeslogan, den Sie nicht zu wörtlich nehmen sollten.  

Urlaub in der Türkei

Die Bundesregierung warnt weiterhin vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Türkei.

Das Land wirbt seit Längerem um deutsche Touristen. Das Einreiseverbot für deutsche Staatsangehörige in die Türkei wurde bereits am 11. Juni 2020 aufgehoben. Bei der Einreise werden unter anderem Temperaturmessungen durchgeführt.

Wollen Sie sich mit Zug oder Flug im Land bewegen, brauchen Sie bei der Reservierung einen Genehmigungscode.

Achtung: Reisende über 65 Jahre müssen sich an die Ausgangssperre von 20 bis 10 Uhr halten. Eine Reise zwischen den Provinzen ist für sie nur mit Genehmigung möglich.

Schutzmaßnahmen: Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist auf Marktplätzen, in Supermärkten und in öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht. In vielen Städten (unter anderem Istanbul, Ankara, Izmir und in Teilen von Antalya) auch überall im öffentlichen Raum. Zudem werden jederzeit drei Schritte Abstand zu fremden Personen eingefordert. Zuwiderhandlungen werden geahndet. Gepäck wird mit Desinfektionsmittel behandelt.

Die Türkei setzt auf Weiterbildungen im Restaurant- und Hotelgewerbe. Die Hotels setzen staatliche Sicherheitsmaßnahmen anhand eines allgemeinen Hygiene-Katalogs des Kultur- und Tourismusministeriums durch.

Urlaub in Kroatien

Tausende Urlauber besuchen jeden Sommer die buchtenreichen Strände der Adria. Kroatien verzeichnete im europäischen Vergleich eine geringe Rate an Corona-Infektionen.

Die Einreise nach Kroatien ist allen Staatsangehörigen der EU-Mitgliedstaaten ohne Einschränkungen gestattet. Bei der Einreise werden die Kontaktdaten der Reisenden für die Zeit des Aufenthalts im Land registriert.

Die internationalen Flug-, Zug- und Busverbindungen sind allerdings noch eingeschränkt. Auch die Fährverbindungen zu den Inseln sind noch nicht wie gewohnt vorhanden. Der Transit durch Österreich und Slowenien ist wieder möglich.

Die Gastronomiebetriebe durften in Kroatien offenbleiben. Allerdings schlossen viele Betriebe aufgrund ausbleibender Gäste die Türen für unbestimmte Zeit.

Mit der verbesserten Corona-Lage haben auch die Cafés und Restaurants wieder geöffnet. Das gilt auch für Strände, Thermen oder öffentliche Parkanlagen. Unter Sicherheitsauflagen können Touristen Nationalparks und Zoos besuchen. In bestimmten Regionen kann es vorkommen, dass die touristische Infrastruktur noch nicht in vollem Umfang wiederhergestellt ist. Die Strände unterliegen Zugangsbeschränkungen und Auflagen.

Illustration: Vier Urlauber spielen Beach-Volleyball

Schutzmaßnahmen: In öffentlichen Verkehrsmitteln besteht die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Für alle anderen Orte empfiehlt  die Regierung, das ebenfalls zu tun. Menschen sind aufgefordert, genügend Abstand einzuhalten und soziale Kontakte auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Um längere Wartezeiten an den Grenzen zu vermeiden, können Sie vorab das Onlineformular "Reiseankündigung" des kroatischen Tourismusministeriums ausfüllen.

Urlaub in Griechenland

Nach Griechenland dürfen Sie seit 1. Juli von Deutschland aus wieder alle internationalen Flughäfen im Land ansteuern. Allerdings gilt für die Einreise auf dem See-, Luft- und Landweg eine Online-Anmeldepflicht. Das Formular muss spätestens 48 Stunden vor Abreise ausgefüllt werden. Dafür bekommen Sie einen QR-Code, den Sie bei der Einreise vorweisen müssen. Können Sie den Code nicht vorzeigen, ist eine Geldbuße von 500 Euro möglich.

Stichprobenartig kann bei Reisenden auch ein Corona-Test durchgeführt werden.

Die Fährverbindungen auf die Inseln sind wieder verfügbar.

Griechenland bereitet sich weiter auf die Urlaubssaison 2020 vor. Fast alle griechischen Badestrände sind unter Einhaltung von strengen Hygiene- und Abstandsregeln wieder zugänglich.

Besucher können bereits die archäologischen Freiluftsehenswürdigkeiten Griechenlands und Museen bewundern. Restaurants, Bars und Diskotheken dürfen unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandregeln wieder öffnen. Open-Air-Veranstaltungen sind seit dem 1. Juli 2020 wieder gestattet.

Schutzmaßnahmen: Abstandsregeln müssen überall eingehalten werden. Das Tragen einer Nase-Mund-Bedeckung ist in öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxis und Fähren Pflicht. Zudem gibt es in diesen Verkehrsmitteln Kapazitätsbegrenzungen.

Urlaub in Frankreich

 Rotwein, gutes Essen und tolle Landschaft – Frankreich hat als Urlaubsland einiges zu bieten. Seit dem 2. Juni sind die Restaurants, Bars und Touristenunterkünfte in Frankreich wieder geöffnet. Nach drei Monaten strikter Ausgangssperre sorgen die Lockerungen bei vielen Französinnen und Franzosen für große Erleichterung. Das öffentliche Leben hat wieder begonnen.

Für deutsche Touristen ist das Land seit dem 15. Juni für die Einreise wieder uneingeschränkt offen. Ausnahmen gelten nur für einzelne, von Covid-19 stark betroffene Regionen. Öffentliche Parks, Grünanlagen und Strände sind landesweit grundsätzlich wieder zugänglich.

Vergnügungsparks, Konzertsäle und Diskotheken sind derzeit noch geschlossen.

Gut zu wissen: Viele Sehenswürdigkeiten im Land empfangen wieder Besucher. Die berühmten Besuchermagneten wie der Pariser Louvre werden aber voraussichtlich nicht vor September wieder geöffnet. Andere Museen sind teilweise geöffnet. Es müssen vorab Besuchszeiten gebucht werden.

Schutzmaßnahmen: Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist im öffentlichen Personennah- und Fernverkehr für Reisende über elf Jahren Pflicht. In öffentlichen Einrichtungen gelten Abstandsregeln.

Illustration: Zwei Leute sonnen sich im Liegestuhl

Skandinavien

Als erstes europäisches Land hatte Dänemark bereits im März seine Grenzen geschlossen. Die Einreise für Reisende mit Wohnsitz in Deutschland ist unter bestimmten Bedingungen wieder möglich. Das dänische Statens Serum Institut aktualisiert wöchentlich die Liste der als „offen“ klassifizierten Länder.

Sie müssen mindestens sechs Übernachtungen beispielsweise in einem Ferienhaus, Hotel oder auf einem Campingplatz nachweisen. Die Übernachtungen müssen sich nicht auf einen Ort begrenzen.

In Zügen ist eine Platzreservierung notwendig. Fährverbindungen von und nach Deutschland gibt es aktuell nicht. Fernbusse nach Dänemark sind noch eingestellt.

Restaurants und kulturelle Einrichtungen haben bereits wieder geöffnet.

Für alle übrigen Einreisen ohne wichtigen Grund besteht nach wie vor ein Einreisestopp, den Dänemark am 14. März 2020 verhängt hat.

Schutzmaßnahmen: Die Pflicht für eine Mund-Nasen-Bedeckung gilt in Dänemark nicht. Es gilt eine Abstandsregelung von einem Meter zu anderen Personen.

Norwegen lässt deutsche Staatsangehörige bis einschließlich 14. Juli nur in Ausnahmefällen ins Land. Ausführliche Informationen bietet das Norwegian Directorate of Immigration.

Es gilt eine zehntägige Quarantänepflicht. Ausgenommen von der Quarantänepflicht sind Personen, die in den vergangenen sechs Monaten von einer nachgewiesenen COVID-19-Erkrankung genesen sind und dies nachweisen können.

Voraussichtlich ab 15. Juli soll die Einreise zu touristischen Zwecken aus EU-Ländern wieder möglich sein.

Schweden schlug mit seinen liberalen Regeln während der Corona-Krise einen Sonderweg ein. Während die meisten europäischen Staaten den Lockdown verhängten, waren in dem nordeuropäischen Land die Kitas weiterhin geöffnet, die Regierung sprach Empfehlungen anstatt Regeln aus. Bußgelder gab es keine.
Konsequenterweise dürfen EU-Bürgerinnen und Bürger ins Land einreisen. Eine Quarantänepflicht gibt es nicht.

Eine Mund-Nase-Bedeckung können Sie natürlich zu Ihrer eigene Sicherheit tragen, entsprechende Gesetze gibt es keine. Die schwedische Regierung bittet allerdings um allgemeine Rücksichtnahme in der Öffentlichkeit.

Illustration: Ein Paar sitzt am Lagerfeuer

Achtung: Sowohl in Norwegen als auch Dänemark gibt es Bedenken, dass nach einer eventuellen Grenzöffnung zu Schweden die Ansteckungszahlen im eigenen Land wieder steigen könnten. Die Grenzen bleiben deswegen auch über den 15. Juni hinaus geschlossen.  

Urlaub in Osteuropa

Viele osteuropäische Länder reagierten auf die Corona-Pandemie schneller und härter als Deutschland. Das traf besonders die Wirtschaft. Die Tourismusbranche in Polen hofft deswegen auf zahlreiche deutsche Besucher. Seit dem 13. Juni ist die Einreise aus allen benachbarten EU-Mitgliedstaaten ohne Einschränkungen möglich. Die Grenzkontrollen und die Quarantänepflicht wurden aufgehoben.

Innerhalb Polens ist das öffentliche Leben weiterhin eingeschränkt. Kinos, Theater und Konzerthäuser dürfen mit Kapazitätsbegrenzung von 50 Prozent öffnen. Für das Publikum gilt die Pflicht zum Tragen einer Nase-Mund-Bedeckung.

Auch im Nahverkehr gibt es eine Personenobergrenze von 50 Prozent der vorhandenen Sitz- und Stehplätze.

Cafés und Restaurants dürfen unter Einhaltung strenger Abstands- und Hygienevorschriften öffnen.

Schutzmaßnahmen: Der Mindestabstand im öffentlichen Raum beträgt zwei Meter. Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung besteht in Geschäften, dem öffentlichen Nahverkehr, Kirchen, öffentlichen Einrichtungen, Kinos, Theatern, Konzert- und Kulturhäusern. Wenn die Einhaltung eines Zwei-Meter-Abstandes nicht gewährleistet werden kann, müssen Masken getragen werden. In Restaurants, Bars und Cafés darf die Maske erst nach dem Platznehmen am Tisch abgenommen werden.

Tschechien hat bereits im Mai seine Grenzen wieder geöffnet. Das Land blieb von Corona relativ verschont. Die Einreise erfolgt nach dem eingeführten Ampelsystem. Das heißt, Sie können ohne Angabe von Gründen einreisen, wenn Sie sich in den 14 Tagen zuvor nicht länger als 12 Stunden in einem Land der roten Kategorie aufgehalten haben.

Achtung: Die osteuropäischen Länder bilden einen wichtigen Transitkorridor für den Warenverkehr zwischen Europa und Asien. Stellen Sie sich daher auf viel Verkehr und Staus auf den Autobahnen ein.

Urlaub im nichteuropäischen Ausland

Die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gilt für das nichteuropäische Ausland vorerst bis 31.08. 2020. Diverse außereuropäische Länder sind ohnehin für Ausländer geschlossen. Diese Reisen sollten Sie deswegen noch nicht wieder planen.

Die Auslandsvertretungen unterstützen deutsche Staatsangehörige in Notlagen weiterhin. Rückholaktionen wie im März und April wird es aber nicht mehr geben.

Über die Corona-Lage in bestimmten Ländern informieren Sie sich am besten beim Auswärtigen Amt.

Stand: 07.07.2020


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