Wen darf ich zu Weihnachten besuchen?

An den Weihnachtsfeiertagen werden die strengen Kontaktbeschränkungen ein wenig gelockert. Im Detail unterscheiden sich die Regeln in manchen Bundesländern jedoch. Das gilt auch für Besuche von Verwandten in Pflegeheimen.  

Familie steht mit Geschenken und Mund-Nasen-Schutz in Tür und winkt

Das Wichtigste in Kürze

  • Vom 24. bis 26. Dezember sind Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen aus dem engsten Familienkreis erlaubt.
  • Eine Schutzwoche vor dem Weihnachtsfest wird dringend empfohlen.
  • In Regionen mit hoher Inzidenz ist ein negatives Testergebnis vor Besuchen in Pflegeheimen Pflicht.

Familienbesuch – Was ist erlaubt?

In ihrem jüngsten Beschluss haben die Bundeskanzlerin und die Länderchefs für den Zeitraum vom 24. bis 26. Dezember Ausnahmen von den ansonsten gültigen Kontaktbeschränkungen festgelegt: Demnach sind Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen aus dem engsten Familienkreis erlaubt, wobei Kinder bis 14 Jahren nicht mitgezählt werden. Das gilt auch, wenn dadurch mehr als fünf Personen oder mehr als zwei Hausstände zusammenkommen.

Zu diesem engsten Familienkreis gehören:

  • Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft
  • Verwandte in gerader Linie, also Eltern, Großeltern, Urgroßeltern, Kinder und Enkel
  • Geschwister, Geschwisterkinder und deren jeweilige Haushaltsangehörige

Ein Beispiel: Anna und Jörg haben zwei Kinder im Alter von 9 und 13 Jahren. Für die Weihnachtstage haben sie diese Möglichkeiten:

  • Sie dürfen Annas Eltern und Jörgs Eltern einladen, also vier weitere Erwachsene.
  • Oder sie laden Annas Eltern sowie Jörgs Bruder und dessen Freundin ein.
  • Oder sie feiern mit Annas Schwester, deren Mann und den zwei Kindern (5 und 7). Dazu können sie auch noch Annas Eltern einladen.
  • Oder sie entscheiden sich dafür, eine befreundete Familie mit zwei kleinen Kindern bei sich zu empfangen – die Regel, dass sich zwei Haushalte treffen können, gilt nach wie vor. Verwandte dürfen dann aber nicht zusätzlich kommen.
  • Oder sie machen es sich zu viert schön und rufen ihre Liebsten an.

Wichtig zu wissen: Einzelne Bundesländer haben strengere Regeln festgelegt, Sachsen-Anhalt zum Beispiel. Dort gilt, dass sich:

  • entweder fünf Personen ohne Begrenzung auf eine Zahl der Hausstände treffen dürfen
  • oder Zusammenkünfte über den eigenen Hausstand hinaus mit bis zu vier weiteren Personen aus höchstens zwei weiteren Hausständen gestattet sind.

Informieren Sie sich also über die Verordnung in Ihrem Bundesland bzw. in dem Bundesland, in dem Sie Weihnachten feiern möchten.

Darf ich mit Freunden feiern?

Ja, auch Weihnachten gilt die 5-aus-2-Regel. Das heißt, dass fünf Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen dürfen. Kinder bis 14 Jahren nicht eingerechnet. In diesem Fall dürfen Sie aber nicht zusätzlich noch Verwandte empfangen, wenn die auch einen eigenen Hausstand haben.
 

Wie sicher ist ein Treffen?

Am sichersten ist es, nicht zu reisen und in diesem Jahr auf ein Familientreffen zu verzichten.
Wer seine Verwandten dennoch zu Weihnachten besuchen möchte oder Angehörige bei sich zu Hause empfängt, sollte fünf bis sieben Tage davor seine Kontakte auf ein absolutes Minimum reduzieren, um die Gefahr einer Ansteckung im Familienkreis zu senken.

Bei Zusammenkünften in geschlossenen Räumen sollten Sie regelmäßig und ausgiebig lüften. Bei kurzen Besuchen empfiehlt es sich zudem für alle Anwesenden, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Zeit Online hat basierend auf Zahlen des Max-Planck-Instituts für Chemie einen Rechner entwickelt, der zeigt, wie schnell sich das Corona-Virus in Innenräumen verbreitet – abhängig unter anderem von Raumgröße, Personenzahl, Dauer des Treffens.

Kann ich Oma im Pflegeheim besuchen?

Bewohner von Pflegeheimen sollen auch bei hohen Corona-Zahlen weiterhin Besuch empfangen können und nicht wie im Frühjahr durch Besuchsverbote isoliert werden. Das hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Anfang Dezember bekräftigt.

Gleichzeitig sind die Bewohner von Pflegeeinrichtungen besonders gefährdet. Bund und Länder haben am 13. Dezember beschlossen, dass in Regionen mit erhöhter Inzidenz der Nachweis eines negativen Testergebnisses vor dem Besuch einer Einrichtung zur Pflicht werden soll. Das betrifft zum Beispiel Berlin, wo die Infektionszahlen in Alten- und Pflegeheimen rasant steigen.

Die Besuchsregeln legen ansonsten die Länder fest. Schauen Sie also in die jeweils aktuelle Verordnung in Ihrem Bundesland.

Melden Sie Ihren Besuch am besten vorher im Pflegeheim an. Denn auch in Regionen mit geringeren Infektionszahlen gilt: Kommen an den Feiertagen viele Angehörige vorbei, überfordert das schnell die Pflegekräfte, die zusätzlich zur Betreuung der Bewohner die Besuche koordinieren und Schnelltests durchführen sollen.


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