Neues im Juni

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Mit dem Juni kommt der Sommer! Das bedeutet nicht nur Ferien und lange Abende im Park, sondern auch Frauenfußball-Weltmeisterschaft und Meeresdüngung. Warum das wichtig ist und was es noch Neues gibt:

Meeresdüngung – schon mal gehört?

Können wir die Auswirkungen des Klimawandels durch eine künstliche Manipulation der Umwelt eindämmen? Diese Frage stellen sich Wissenschaftler und Politiker seit etwa einem Jahrzehnt. Mit der sogenannten Meeresdüngung könnte das gelingen.

Dabei werden mehrere Tonnen Eisensulfat ins Meer gekippt um CO2 zu binden. Die Nährstoffe stimulieren eine bestimmte Algenblüte. Das dadurch entstehende Phytoplankton bindet CO2 aus der Atmosphäre und sinkt auf den Meeresboden ab.

Spannende Idee – aber nicht unumstritten. Viele Wissenschaftler kritisieren die Meeresdüngung. Sie argumentieren: Die Folgen seien nicht absehbar und könnten ökologische Krisen eher verstärken als lösen. Außerdem würde Meeresdüngung im besten Fall nur Auswirkungen des Klimawandels eindämmen, aber nicht dessen Ursachen bekämpfen.

Am 11. Juni tritt ein neues Gesetz in Kraft, das die private Meeresdüngung verbietet und Forschungen stark einschränkt. Die Bundesregierung setzt damit ein Zeichen: Um den Klimawandel zu bekämpfen, müssen wir die Ursachen und nicht die Auswirkungen angehen.

Frauenfußball-WM in Frankreich

Mit dem Mai endete auch die Bundesliga-Saison 2018/19. Das große Pokalfinale in Berlin am 25. Mai krönte die Spielzeit mit einem feurigen Finale. Aber ein weiteres Großereignis steht an: Am 7. Juni startet die Frauenfußball-WM in Paris.

Die französischen Herren sicherten sich im vergangenen Jahr den WM-Titel und entfachten im ganzen Land eine neue Welle der Fußball-Euphorie. Dieses Jahr wollen die französischen Fußballerinnen es ihnen gleichtun. In neun Spielorten erwarten die Franzosen Fußballfans aus aller Welt.

Bei der Titelvergabe wollen aber noch andere Nationen ein Wörtchen mitreden. Die Titelverteidigerinnen aus den USA reisen mit großen Hoffnungen an, und auch die deutsche Mannschaft um Cheftrainerin Martina Voss-Tecklenburg rechnet sich Chancen aus.

Die Fans erwartet auf jeden Fall einen Monat Fußballfreude. Im deutschen Fernsehen werden die Spiele von ARD und ZDF live übertragen. Die Finalistinnen kämpfen am 7. Juli in Lyon um den WM-Titel.

Kirchentag und Zuckerfest

Der Juni erwartet Sie mit zwei wichtigen religiösen Ereignissen: dem muslimischen Zuckerfest und dem Evangelischen Kirchentag.

Am Ende der Fastenzeit, dem Ramadan, feiern Muslime ein großes Fest. So danken sie Allah, dass sie die Anstrengungen der Fastenzeit überstanden haben. Der Ramadan richtet sich nach dem Mondkalender und verschiebt sich jedes Jahr um elf Tage nach vorn. Dieses Jahr endet er am 4. Juni.

Zwei Tage lang feiern Muslime das Fastenbrechen. Sie treffen ihre Familien und gehen in die Moschee, Kinder bekommen Geschenke. Das Ende der einmonatigen Fastenzeit wird mit einem großen Festmahl gefeiert. In islamischen Ländern gilt das Zuckerfest als Feiertag.

Am 19. Juni beginnt in Dortmund der 37. Deutsche Evangelische Kirchentag. Alle vier Jahren kommen tausende Christen aus Deutschland und dem Ausland zusammen, um gemeinsam Gottesdienste zu feiern und über Religion und Gesellschaft zu diskutieren.

Das diesjährige Treffen steht unter dem Motto: „Was für ein Vertrauen“. Fünf Tage lang gibt es für die Teilnehmenden über 2.500 geistliche, kulturelle und gesellschaftspolitische Veranstaltungen.

Sommer, Sonne, Sonnenschein

Mit dem Pfingstwochenende am 9. Und 10. Juni bekommen Sie schon mal einen Vorgeschmack auf den lang ersehnten Sommerurlaub. Am 20. Juni geht es dann für Berlin und Brandenburg als erste Bundesländer in die Sommerferien. Die einen klassisch an die Ostsee oder in die Berge, die anderen etwas oder sehr viel weiter weg. Und wer daheim bleibt, hofft auf einen schönen Sommer auf Balkonien.

Wollen Sie nicht komplett im Sommerloch versinken, können Sie sich bei uns auf dem Laufenden halten. Zum Beispiel über E-Roller. Diesen Sommer wird es soweit sein, wir dürfen elektrisch auf Radwegen und Straßen rollern. Außerdem dürfen sich Familien ab Juli über Steuerentlastungen freuen. Doch davon erzählen wir später.

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