Neue Corona-Regeln: 2G im Einzelhandel, Böllerverbot, Maskenpflicht in Schulen

Das haben Bund und Länder beschlossen

Mit einem „Akt der nationalen Solidarität“ gegen die Pandemie: Bund und Länder haben sich auf weitere Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung geeinigt. Ungeimpfte müssen sich künftig auf strenge Beschränkungen einstellen.

Bild vom Kanzleramt

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die 2G-Regel gilt in Zukunft in großen Teilen des öffentlichen Lebens: Einzelhandel, Restaurants, Kinos, Theater und andere Freizeiteinrichtungen dürfen nur noch von geimpften und genesenen Personen betreten werden. Ausnahme sind Läden mit „Waren für den täglichen Bedarf“.
  • Private Zusammenkünfte, an denen nicht geimpfte und nicht genesene Personen teilnehmen, sollen auf den eigenen Haushalt sowie höchstens zwei weitere Personen beschränkt werden.
  • In Schulen müssen Masken getragen werden.
  • An Silvester gilt – wie schon im Vorjahr – ein Böllerverbot. 

Bund und Länder haben sich auf eine weitere Verschärfung der Regeln zur Bekämpfung der Corona-Pandemie geeinigt. Noch-Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach von einem „Akt der nationalen Solidarität“, der eine Überlastung des Gesundheitssystems sowie ein weiteres starkes Ansteigen der Infektionen verhindern soll.

Die Auswirkungen betreffen große Bereiche des öffentlichen Lebens. Ungeimpfte sollen auch private Kontakte einschränken. Ausnahmen gibt es für Personen, die nicht geimpft werden können und für Personen, für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt. Darüber hinaus sind Ausnahmen für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren möglich.

2G in Einzelhandel und Freizeiteinrichtungen

Die 2G-Regel gilt künftig im Einzelhandel, unabhängig von der Inzidenz. Zugang haben also nur noch Geimpfte und Genesene. Ausgenommen sind Geschäfte des täglichen Bedarfs. Der Zugang muss von den Geschäften kontrolliert werden. 

Auch der Zugang zu Einrichtungen und Veranstaltungen der Kultur- und Freizeitgestaltung (Kinos, Theater, Gaststätten, etc.) ist nur noch für Geimpfte und Genesene möglich (2G).  Ergänzend kann in Landkreisen ein aktueller Test vorgeschrieben werden (2G-Plus).

Strenge Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte

Private Zusammenkünfte mit nicht geimpften und nicht genesenen Personen sollen auf den eigenen Haushalt sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushaltes beschränkt werden.

Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres sind ausgenommen. Ehegatten, Lebenspartner und Partnerinnen beziehungsweise Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft gelten als ein Haushalt, auch wenn sie keinen gemeinsamen Wohnsitz haben.

Maskenpflicht in Schulen

Die Schulen bleiben offen, es gilt aber wieder eine Maskenpflicht für alle Klassenstufen. In Kitas gibt es keine Maskenpflicht für Kinder. 

Einschränkungen bei Großveranstaltungen

In Kreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 350 gilt bei privaten Feiern und Zusammenkünften eine Teilnehmergrenze von 50 Personen (Geimpfte und Genesene) in Innenräumen und 200 Personen (Geimpfte und Genesene) im Außenbereich.

Beschränkungen in Bundesliga und Co.

Überregionale Sport-, Kultur- und vergleichbare Großveranstaltungen werden deutlich eingeschränkt. Es werden Begrenzungen der Auslastung und eine absolute Obergrenze von Zuschauenden festgelegt. Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen darf nur 30 bis 50 Prozent der Kapazität genutzt werden – bis zu einer maximalen Gesamtzahl von 5.000 Zuschauenden. Bei Veranstaltungen im Freien darf nur 30 bis 50 Prozent der Kapazität genutzt werden – bis zu einer maximalen Gesamtzahl von 15.000 Zuschauenden. Auch hier gilt 2G beziehungsweise 2G-Plus und die Maskenpflicht. 

Böllerverbot an Silvester

An Silvester und Neujahr gibt es ein bundesweites Versammlungsverbot. Außerdem wird der Verkauf von Böllern und anderen Feuerwerkskörpern verboten.

Das Anzünden von Böllern etc. wird auf bestimmten Plätzen verboten. Wo genau, entscheiden die Kommunen.

Grund ist hier laut Beschluss vor allem, dass eine weitere Belastung des Gesundheitssystems durch Menschen mit Böllerverletzungen verhindert werden soll.

Clubs und Diskotheken werden geschlossen

Clubs und Diskotheken müssen wegen des erhöhten Infektionsrisikos geschlossen werden. 

Boostern soll Fahrt aufnehmen – auch Zahnärztinnen und Zahnärzte impfen

Künftig sollen auch Zahnärztinnen und Zahnärzte, aber auch Apothekerinnen und Apotheker sowie Pflegefachkräfte Impfungen verabreichen. Bis Weihnachten soll es so 30 Millionen weitere Impfungen in Deutschland geben. 

Weitere regionale und lokale Einschränkungen sollen möglich gemacht werden

Der Bundestag soll nach dem Wunsch von Bund Ländern das Infektionsschutzgesetz über den 15. Dezember hinaus verlängern. Außerdem sollen weitere Maßnahmen möglich gemacht werden. Das wären etwa die Schließung von Gaststätten, das Verbot von Alkoholabgabe oder -konsum, Einschränkung von Versammlungen oder Hotelübernachtungen. Diese können dann regional, auf Länderebene oder auch in bestimmten Landkreisen gelten. 

(Stand 03.12.2021)


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