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Wie Sie an den Erfolgen Ihrer Lieblingsstars mitverdienen können

Bad Bunny, Taylor Swift & Co.
Von der Super Bowl-Bühne bis zur Welttournee: Die Konzerte der Megastars sorgen für ungebremste Euphorie bei ihren Fans – und für Millionen- bis hin zu Milliardeneinnahmen. Nebenbei profitieren auch viele Unternehmen sowie die lokale Wirtschaft von ihren Auftritten. Das Beste ist aber: Sie können ebenfalls daran teilhaben.
Das Wichtigste in Kürze
  • Mega-Tourneen von Stars wie Taylor Swift und Bad Bunny erzielen Ticketumsätze in Milliardenhöhen und lösen enorme wirtschaftliche Effekte aus.

  • An diesen Erfolgen verdienen zahlreiche börsennotierte Unternehmen, sodass Privatanlegerinnen und -anleger indirekt teilhaben können.

  • Wer die Emotionen für seine Lieblingsstars in eine nachhaltige Anlagestrategie übersetzt, kann den „Superstar-Boom“ für den eigenen Vermögensaufbau nutzen.

Einnahmen der Stars und zusätzliche Wertschöpfung

Der weltweite Hype um Stars wie Bad Bunny oder Taylor Swift ist längst kein reines Popkultur Phänomen mehr, sondern ein echter Wirtschaftsfaktor. Swifts Eras Tour lief mit knapp 150 Konzerten in mehr als 50 Städten auf 5 Kontinenten – und hat laut New York Times allein mit Ticketverkäufen mehr als 2 Milliarden US Dollar eingespielt.

Für die US-Amerikanerin selbst, die zahlreiche Medien als „die erfolgreichste Pop-Sängerin der Geschichte“ bezeichnen, wird ein Gewinnanteil von einigen Hundert Millionen Dollar geschätzt. Noch größer als diese Einnahmen war aber der gesamtwirtschaftliche Effekt: Studien sprechen von weltweit deutlich mehr als 10 Milliarden US Dollar zusätzlicher Wertschöpfung.

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US Dollar hat Taylor Swifts Eras-Tour weltweit an Wertschöpfung für die lokale Wirtschaft ihrer Auftrittsorte gebracht.

Bad Bunny auf den Spuren von Taylor Swift

Ähnlich erfolgreich, wenn auch bislang in einer kleineren Dimension, sind die Auftritte von Bad Bunny, der mit bürgerlichem Namen Benito Antonio Martínez Ocasio heißt. Allein seine Super-Bowl-Show Mitte Februar sahen weltweit 128 Millionen Menschen. Für ihn gibt es bislang keine so umfassend aufbereiteten, öffentlichen Detailbilanzen wie für Taylor Swift.

Aber seine Konzertreihe in Puerto Rico im vergangenen Jahr brachte ihm Schätzungen zufolge Einnahmen im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Für die Volkswirtschaft Puerto Ricos waren diese Auftritte ebenfalls spürbar: Sie füllten Hotels, Restaurants, Bars und Taxis, schufen temporäre Arbeitsplätze und höhere Steuereinnahmen.

2 bis 6 Milliarden US-Dollar für die lokalen Volkswirtschaften

Bad Bunnys aktuelle Welttournee führt ihn seit November 2025 bis Mitte dieses Jahres mit fast 60 Konzerten in 19 Länder. Die Ticketumsätze liegen verschiedenen Schätzungen zufolge im Bereich von mehreren hundert Millionen bis hin zu knapp einer Milliarde US-Dollar – je nach Berechnungsmethode.

Aber ebenso wie bei Taylor Swift bilden diese Ticketumsätze nur einen Teil ab: Experten, die ähnliche Mega Tourneen betrachten, rechnen – basierend auf Größe der Stadt, Infrastruktur, Tour Dauer und lokaler Wirtschaftsstruktur – derzeit mit einem volkswirtschaftlichen Gesamteffekt im Bereich von 2 bis 6 Milliarden US-Dollar.

So errechnet sich der Gesamteffekt – und so profitieren Sie mit

Wie ist das möglich? Von Ticketing und Streaming über Hotels, Airlines, Kreditkartenunternehmen bis hin zu Merchandise-Verkäufen und Lizenzgebern: Rund um die Tourneen der Superstars entsteht ein beträchtliches Wirtschaftsnetzwerk. Millionen Fans reisen in Stadien und Arenen, buchen Flüge und Hotels, shoppen Merchandise und streamen Alben. Die beteiligten Unternehmen verdienen daran oft sehr gut.

Stars, Tickets und Geldmaschinen

Privatanlegerinnen und -anleger können an diesem Wirtschaftsboom zwar weder direkt, noch über „Swift Aktien“ oder „Bad Bunny Anteile“ mitverdienen. Denn die Künstler selbst und die meisten der Tour Gesellschaften sind nicht an der Börse notiert. Wer aber weiß, welche Unternehmen im Hintergrund wirken, kann ihre Aktien oder Anleihen kaufen. Das ist der Schlüssel zur Teilhabe:    

  • Ticketing und Live Entertainment Konzern: Riesige Veranstalter wie Live Nation, Ebentim oder Ticketmaster stecken hinter den Eintrittskarten für Konzerte und Festivals. Wer Anteile an solchen börsennotierten Firmen hält, kann an dem Ertrag voll ausverkaufter Arenen und regulär steigender Ticketpreise teilhaben.
  • Streaming Plattformen & Kataloge: Musiklabels wie Universal Music oder Plattformen wie Spotify zählen zu den Hauptprofiteuren der digitalen Verbreitung. Jeder Stream, jeder Kauf und jedes Merch Bundle bringt bares Geld.
  • Reise und Konsumkonzerne: Airlines, Hotelketten, Online Buchungsportale, Kreditkartenanbieter und lokale Einzelhandelsunternehmen profitieren, wenn Städte sich mit Fans für die Konzertnächte füllen. Diese Unternehmen sind oft in großen Aktienindizes wie S&P 500 oder Euro Stoxx enthalten.
  • Breite Indizes und börsengehandelte Indexfonds (ETFs): Wer nicht einzelne Titel wählen möchte, kann über breit gestreute Index oder Sektor ETFs (z. B. Konsum, Freizeit, Technologie, E Commerce) auf die wirtschaftlichen Effekte von Musik und Live Events setzen. So nutzen Sie den „Star Effekt“, ohne sich auf Einzelaktien festzulegen.
  • Anleihen und strukturierte Produkte: In sehr geringem Umfang lassen sich auch über Anleihen oder strukturierte Produkte wie Zertifikate Renditen von großen Entertainment Konzernen abbilden. Allerdings ist das eher etwas für fortgeschrittene Anlegerinnen und Anlegern.
Was sind Strukturierte Produkte

Strukturierte Produkte sind börsengehandelte Finanzinstrumente, die aus einer Anleihe (für Sicherheit) und einer Option (für Renditechance) bestehen. Sie koppeln die Wertentwicklung eines Anlegers an einen zugrunde liegenden Wert wie Aktien eines Entertainment-Konzerns, Indizes oder Rohstoffe – oft mit Hebelwirkung, Knock-out-Schranken oder Garantien. Für Privatanleger sind sie flexibel, aber komplex und risikoreich, da Emittentenrisiko, hohe Kosten und begrenzte Transparenz drohen.

Fettnäpfchen: Vorsicht bei Gefühlen

Herausfordernd wird es, wenn Fans ihre Lieblingsstars mit einem eigenen Depot verknüpfen – und sich dabei von Emotionen leiten lassen. Manche stellen sich spontan ein eigenes „Swift Depot“ oder einen „Bad Bunny-Index“ zusammen. Darin befinden sich dann Werte, die direkt mit der nächsten Tour verknüpft sind. Dabei greifen sie dann aber auf einzelne, oft spekulative Papiere oder themenbasierte Zertifikate, die nur begrenzt abgesichert sind. Hier drohen Fettnäpfchen: 

  • Spekulation auf Einzelwerte: Wer nur auf ein Ticket oder Streaming Unternehmen setzt, riskiert, dass ein einzelner Aktienkurs durch gesetzliche Regelungen, Streiks, technische Probleme oder andere Ursachen schwankt – unabhängig von der Popularität ihres Stars.
  • Höhepunkt Taktik: Popstars haben Höhen und Tiefen, Trends kommen und gehen. Wer sich ausschließlich auf seinen Lieblingsstar versteift, kann sich schwer verschätzen oder rückblickend auf verpasste Chancen stoßen.
  • Hebelprodukte: Spekulative Zertifikate, CFDs (Differenzkontrakte) oder Hebel ETFs lassen sich technisch leicht an wirtschaftliche Effekte koppeln. Sie bringen aber ein hohes Verlustrisiko mit sich und sind eher für erfahrene Trader gedacht.

Sicherer Weg: von der Emotion zur Strategie

Für die Teilhabe am „Superstar Wirtschaftsboom“ lohnt sich ein klarer, breit gestreuter Ansatz:

  • Diversifikation statt Fokus auf einen Star: Wer über breite Indizes oder sektorbezogene ETFs investiert, profitiert eher langfristig von wachsenden Konsum und Unternehmensgewinnen als vom Image einzelner Musiker.
  • Langfristige Denkweise: Pop Hypes kommen und gehen. Aber die Wirtschaftsmodelle hinter Ticketing, Streaming, Reisen und Konsum sind stabil, solange sich Menschen weiterhin unterhalten lassen möchten.
  • Emotionen kanalisieren: Es ist legitim, seinen Lieblingsstar zu unterstützen – etwa über Konzertkarten, Alben oder Streaming Abos. Denken Sie aber zusätzlich über eine Investition nach, sollten Sie Gefühl und Geldanlage trennen. Emotionen für Ihren Star, Strategie fürs Depot.

Lifestyle und Geldanlage verbinden – ohne den Kopf zu verlieren

Der Erfolg von Bad Bunny, Taylor Swift und Co. zeigt: Musik ist längst nicht nur Kultur, sondern auch ein wirtschaftlicher Hebel: Er treibt rund um die Welt Jobs, Einnahmen und Investitionen an. Für Sie als Privatanlegerin oder Privatanleger heißt das: Sie können indirekt an diesem Phänomen im Hintergrund teilhaben, wenn Karten gedruckt, Daten gestreamt, Flugzeuge und Hotels gebucht werden.

Entscheidend dabei ist, die Emotionen im Griff zu behalten, die hinter den Tickets und Streaming Clicks stehen – und sie nicht in unüberlegte Spekulationen gleiten zu lassen. Wie bei anderen Geldanlagen auch, sollten Sie auf eine solide, breit gestreute, langfristige Anlagestrategie setzen. Wenn Ihnen das gelingt, sind Sie nicht nur ein begeisterter Fan, sondern Sie haben auch souverän teil an der wirtschaftlichen Dynamik, die Ihre Idole in Gang setzen.

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Stand: 16.03.2026

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