Fluthilfe-Spendenaktionen der Sparkassen erzielen mehr als 15 Millionen Euro

Hilfen wurden unbürokratisch und so schnell wie möglich an Betroffene weitergeleitet

Mit mehr als 15 Millionen Euro Spendengeldern haben die Sparkassen-Finanzgruppe, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ihre Kundschaft die von den im Juli 2021 stattfindenden Unwetterereignissen betroffenen Menschen im Westen und Süden Deutschlands unterstützt. Das ist die Bilanz der Fluthilfe-Spendenaktion der Sparkassen, die am 20. Oktober 2021 zu Ende ging.

Überschwemmug vor einem Gebäude
Überschwemmung in der Suppenküche: Die Vereinsräume und alle technischen Geräte des Suppenküche Hagen e. V., der im Gebiet des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe (SVWL) liegt, wurden durch das Hochwasser komplett zerstört. © Suppenküche Hagen e. V.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Sparkassen-Finanzgruppe, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Kundinnen und Kunden spenden über die gemeinsame Spendenplattform Wirwunder.de mehr als 15 Millionen Euro an die Flutopfer.
  • Neben den finanziellen Hilfen gab es in den betroffenen Gebieten zahlreiche Sachspenden sowie viel Solidarität untereinander.
  • Die Hilfe der Spendenaktionen kam vielen Initiativen und Vereinen vor Ort direkt zugute.
Die Sparkassen-Finanzgruppe hat über ihre Spendenplattform WirWunder.de für die Menschen in ganz Deutschland Wege geschaffen, sich an der Soforthilfe zu beteiligen.
Helmut Schleweis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands

Starke Regenfälle mit anschließenden Überschwemmungen und schwere Unwetter haben in diesem Sommer die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz sowie Teile Bayerns und Sachsens mit verheerenden Folgen schwer getroffen. Der Wiederaufbau dauert auch nach drei Monaten weiter an.

Gemeinsame Spendenplattform der Sparkassen sorgte für Soforthilfe in Millionenhöhe

Für die Soforthilfe wurde über das gemeinsame Spendenportal der Sparkassen Wirwunder.de  mit dem Kooperationspartner betterplace.org zusammen eine direkte Möglichkeit zum Spenden für die Flutopfer eingerichtet . Mehr als 18.000 Einzelspenden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Kundinnen und Kunden über 2,25 Millionen Euro sind so zusammengekommen.

Institute der Sparkassen-Finanzgruppe unterstützten zusätzlich

Die Institute der Sparkassen-Finanzgruppe unterstützten darüber hinaus mit direkten Spenden in mehrfacher Millionenhöhe örtliche Initiativen, Kommunen und Hilfsorganisationen. Die DekaBank, das Wertpapierhaus der Sparkassen, stellte beispielsweise eine Million Euro zur Verfügung. Eine weitere Million kam von der Kreissparkasse Köln. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) gab weitere zwei Millionen Euro für die Fluthilfe dazu. Auch von der örtlichen Bevölkerung kamen zahlreiche Sach- und Geldspenden durch die Spendenaktion zusammen.

Helmut Schleweis, der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), betonte in diesem Zusammenhang die große Solidarität des gesamten Sparkassen-Verbundes: „Die Sparkassen in den Flutgebieten haben vor Ort schnell und unbürokratisch Soforthilfe geleistet. Sie konnten dabei auf die Solidarität unseres gesamten Verbundes zählen. Die Sparkassen-Finanzgruppe hat schnell eigene Mittel mobilisiert – und sie hat über ihre Spendenplattform WirWunder.de für die Menschen in ganz Deutschland Wege geschaffen, sich an der Soforthilfe zu beteiligen.“

Symbolbild: Geldscheine
Millionen Euro

kamen mindestens durch die Spendenaktionen der Sparkassen zusammen.

Insgesamt kamen über 15 Millionen Euro Spenden für die Flutopfer zusammen. Diese konnten so unbürokratisch und schnell wie möglich an Betroffene weitergeleitet werden.

Gemeinsame Solidaraktion für das stark betroffene Rheinland-Pfalz

Für das durch die Flutkatastrophe besonders stark betroffene Rheinland-Pfalz stellten die Sparkassen in einer gemeinsamen Solidaraktion zusätzlich zu den gesammelten Spendengeldern eine Million Euro zur Verfügung: „Die Schicksale der vielen Menschen, die Opfer der Unwetterkatastrophe geworden sind, haben uns alle in der Sparkassen-Familie tief betroffen gemacht. Als Familie stehen wir in Krisenzeiten zusammen und helfen gemeinsam dort, wo es am nötigsten ist. In einem weiteren gemeinsamen Kraftakt gilt es nun, den Wiederaufbau der Heimat zukunftssicher und nachhaltig zu gestalten. Die Sparkassen stehen bereit, auch hier ihren Beitrag zu leisten“, so Beate Läsch-Weber, Präsidentin des Sparkassenverbands Rheinland-Pfalz.

Gegenseitige Unterstützung auch bei den Sparkassen selbst

Die Sparkassen griffen sich in der schweren Zeit auch gegenseitig unter die Arme, wie beispielsweise im Gebiet des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbands (RSGV): „Neben vielen großzügigen Geldspenden war vor allem die konkrete Unterstützung der Häuser und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untereinander bewundernswert. Sie alle haben bewiesen, dass die Sorge – sowohl um das Gemeinwohl als auch um das des oder der Einzelnen – in der Sparkassenorganisation bemerkenswert gelebt wird“, zeigte sich RSGV-Präsident Michael Breuer beeindruckt.

Die Hochwasserspende der Sparkasse hilft uns, den Wiederaufbau der Suppenküche schneller voranzubringen.
Vorstandsmitglieder des Suppenküche Hagen e. V.

Direkthilfe für Initiativen und Vereine vor Ort

Die Unterstützung aus der Sparkassen-Finanzgruppe sowie von ihrer Kundschaft und Belegschaft kam vielfach auch betroffenen Initiativen und Vereinen vor Ort direkt zugute –beispielsweise im Gebiet des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe (SVWL).

Hier hat das Hochwasser unter anderem die Vereinsräume und alle technischen Geräte des Suppenküche Hagen e. V.  komplett zerstört. Die Räume werden derzeit entkernt und renoviert. Um die Räumlichkeiten schnell wieder instand zu setzen, floss über Wirwunder.de eine Unterstützung über 12.000 Euro direkt an die Suppenküche: „Es geht um viel mehr als um Suppe essen! Unsere Gäste schenken uns ihr „Danke“ und zeigen uns ihre Würde und Überlebenskraft. Die Hochwasserspende der Sparkasse hilft, den Wiederaufbau der Suppenküche schneller voranzubringen, so die Vorstandsmitglieder der Suppenküche Hagen e. V. 

Bis die Infrastruktur der Suppenküche wiederhergestellt ist, findet eine Notausgabe von kalten Speisen an einem Ausweichstandort an zwei Tagen in der Woche statt.

Sparkassen sind überall in Deutschland verankert

Als regionale Kreditinstitute in kommunaler Trägerschaft sind die Sparkassen überall in Deutschland verankert, so auch in den von der Flutkatastrophe betroffenen Gebieten. Aus eigenem Erleben – und oft auch aus eigener Betroffenheit – kennen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkassen die Auswirkungen des Hochwassers. Für sie war die schnelle und vor Ort direkt spürbare Hilfe daher selbstverständlich.

Darüber hinaus steht nun eine noch größere Aufgabe bevor: Infrastruktur, berufliche Existenzen und das Zuhause vieler Menschen müssen neu aufgebaut werden: „Die Sparkassen werden auch beim Wiederaufbau an der Seite ihrer Kundinnen und Kunden bleiben“, so Präsident Schleweis.

Die Sparkassen-Finanzgruppe sagt Danke

Die besondere Spendenaktion von Wirwunder.de endet. Weiterhin können die betroffenen Menschen über die bekannten Hilfsorganisationen beim Wiederaufbau unterstützt werden.

Die Sparkassen-Finanzgruppe bedankt sich – auch im Namen aller Betroffenen – bei allen Menschen, die mit ihrer Spende dazu beigetragen haben, dass allein über diesen Weg 2,25 Millionen Euro für die Flutopfer gesammelt werden konnten. Das ist ein großartiger Erfolg. Gemeinsam konnten mehr als 15 Millionen Euro für die schnelle Linderung der Not zur Verfügung gestellt werden.

(Stand: 20.10.2021)


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