So beantragen Sie die Novemberhilfe

Staat erstattet bis zu 75 Prozent des Umsatzes von Firmen und Selbstständigen


Der Lockdown im Herbst trifft die ohnehin gebeutelten Hotel-, Gastro- und Veranstaltungsbranchen schwer. Deshalb unterstützt der Bund mit einem umfassenden Hilfsprogramm. Der Umsatz soll zum Großteil ersetzt werden. So stellen Firmen den Antrag auf die Novemberhilfe.

Eine Mitarbeiterin im Restaurant mit Maske macht sich Notizen

Das Wichtigste in Kürze:

  • Zur Eindämmung der rasant steigenden Corona-Infektionen musste am 2. November 2020 Restaurants und Kneipen für Gäste schließen. Touristische Übernachtungen im Inland sind ebenfalls nicht mehr gestattet.
  • Mit neuen finanziellen Soforthilfen sollen die Umsatzausfälle ausgeglichen werden.
  • Betriebe können bis zu 75 Prozent ihrer Umsatzausfälle erstattet bekommen.
  • Anträge können ab dem 25. November gestellt werden
  • Abschlagszahlungen sollen von Ende November an möglich sein.

Restaurants und Kneipen haben am 2. November 2020 vorerst für einen Monat für Gäste geschlossen. Touristische Übernachtungen im Inland sind ebenfalls vorübergehend nicht gestattet, Freizeitangebote im Bereich Kultur und Sport werden stark eingeschränkt. Damit verschärft sich die Lage für die von der Coronakrise besonders betroffene Hotel-, Gastro- und Veranstaltungsbranche.

Neue Soforthilfen sollen einen Großteil der Umsatzausfälle zumindest des Monats November 2020 ausgleichen. Die Anträge können ab dem 25. November gestellt werden, Abschlagszahlungen soll es ab Ende November geben. 

Welche Firmen sind von den Einschränkungen betroffen?

Schwere Wochen für Restaurants und Kneipen: Zur Eindämmung der steigenden Corona-Zahlen haben sie seit dem 2. November vorübergehend komplett für Gäste geschlossen. Nur die Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr außer Haus sind erlaubt, außerdem bleiben Kantinen geöffnet. Diese Maßnahmen haben Bund und Länder beschlossen.

Für Hotels und Pensionen gilt: Seit Anfang November sind erst einmal keine touristischen Übernachtungen mehr gestattet. Freizeit- und Kulturangebote werden ebenfalls eingeschränkt: Theater, Opern, Kinos oder Konzerthäuser sind seit dem 2. November an geschlossen. Schwimmbäder und Fitnessstudios werden geschlossen, Sportvereine dürfen nicht trainieren.

Das trifft auch die Kunst- und Veranstaltungsbranche sehr hart, denn Live-Auftritte vor Publikum sind somit nur noch online möglich. 

Wie werden die betroffenen Unternehmen unterstützt?

BWer durch die neuen massiven Einschränkungen besonders betroffen ist, soll finanzielle Hilfe erhalten. Insgesamt stellt der Bund mehr als zehn Milliarden Euro bereit als zentrale Unterstützung für Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und andere betroffene Einrichtungen. Konkret können Betriebe, die direkt oder indirekt von den Maßnahmen betroffen sind, bis zu 75 Prozent ihrer Umsatzausfälle erstattet bekommen. Das gilt auch Solo-Selbstständige wie Künstler, die nicht mehr auftreten können. 

Vergleichsmaßstab sind entweder 

  • die Umsätze des Vorjahresmonats, also zunächst von November 2019, oder 
  • des durchschnittlichen Monatsumsatzes im Jahr 2019.

Wie viel Unterstützungsgelder fließen, hängt vom Einzelfall ab: Die Erlöse des Betriebs werden mit bereits erhaltenen staatlichen Hilfen verrechnet. Die Lücke, die bis zu 75 Prozent des Vorjahresumsatzes bleibt, wird aus dem neuen Hilfsprogramm geschlossen. 

Wie kommen die Unternehmen an die Unterstützung?

Die Beantragung und Auszahlung der Gelder läuft nicht über Sparkassen und Banken, wie das bei den Förderkrediten mit KfW-Unterstützung geregelt ist. Stattdessen können Betroffene Abschlagszahlungen auf die Hilfsgelder voll elektronisch online beantragen unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de. Die Antragstellung startet am 25. November.

Als Voraussetzung hierfür benötigen sie ein ELSTER-Zertifikat. Informationen zur Erstellung eines Benutzerkontos für ELSTER und zur Zertifikatsdatei finden Sie auf dem ELSTER-Portal.

Dazu soll es ab Ende November zu ersten Auszahlungen kommen. Soloselbständige erhalten eine Abschlagszahlung von bis zu 5.000 Euro. Andere Unternehmen erhalten bis zu 10.000 Euro.

Das Finanzministerium zur Antragstellung eine Informationsseite mit Fragen und Antworten bereitgestellt. 

Was kosten die neuen Soforthilfen?

Die neuen beschlossenen Soforthilfen sollen aus Steuermitteln beglichen werden. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) rechnet für den November mit Kosten bis zu zehn Milliarden Euro. Das Geld könnte aus dem bestehenden Topf für Überbrückungshilfen kommen. 

Welche Hilfsprogramme gibt es noch?

Der Bund hat zudem die Zuschüsse für kleine und mittlere Firmen bis Mitte 2021 verlängert. Ursprünglich sollten diese Hilfen zum Jahresende auslaufen. Scholz stellt außerdem weitere finanzielle Unterstützung für Soloselbstständige und die Veranstaltungsbranche in Aussicht. 

Diese Hilfsprogramme gibt es.

Stand: 13.11.2020


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