Kostenlose Corona-Tests nur noch bis Oktober

Das sind die neuen Coronaregeln für den Herbst

Ungeimpfte müssen die Kosten für Corona-Schnelltests ab dem 11. Oktober in der Regel selbst tragen. Gleichzeitig werden die Regeln ab einer Inzidenz von 35 verschärft – unter anderem die Testpflicht für Innenräume wie beispielsweise in der Gastronomie. So haben es die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verabredet.

Ein Mann lässt sich auf Corona testen

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ungeimpfte müssen ab dem 11. Oktober die Kosten für Corona-Schnelltests selbst tragen. Bisher hatte der Bund die Kosten für die sogenannten Bürgertests getragen.
  • Die Testpflicht für Treffen in Innenräumen wird deutlich verschärft. Ab einer Inzidenz von 35 gilt die „3-G-Regel“ – unter anderem bei der Innengastronomie, bei Frisörbesuchen oder Hotelübernachtungen. Heißt: Zugang für Geimpfte, Getestete und Genesene.
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz bleibt weiter der maßgebliche Messwert für die Corona-Lage in Deutschland.
  • Der Bundestag soll die „Epidemische Lage von nationaler Tragweite“ über den 11. September hinaus verlängern. Sie ist eine wichtige Rechtsgrundlage bei der Pandemiebekämpfung.

Um möglichst viele Menschen – besonders vor der Delta-Variante des Coronavirus zu schützen – bleibt eine hohe Impfquote das erklärte Ziel von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder. Um dieses Ziel zu erreichen, haben sie in ihrer Videokonferenz ein weitreichendes Maßnahmenpaket beschlossen.

Die Maßnahmen im Einzelnen:

Corona-Schnelltests nicht mehr kostenlos

Ab dem 11. Oktober wird es keine kostenlosen Corona-Schnelltests für alle mehr geben. Für Menschen, die nicht geimpft werden können oder für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt, soll es aber weiter kostenlose Tests geben. Dies gilt vor allem für Schwangere, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

Laut Bund und Ländern hatten die kostenlosen Bürgertests eine wichtige Funktion bei der Pandemiebekämpfung. Nun könne man aber allen Menschen ein Impfangebot machen. Deshalb wolle man die Steuerzahler nicht weiter mit den Kosten belasten.

Testpflicht wird ausgeweitet

Die sogenannte „3-G-Regel“ wird zu einer wichtigen Maßgabe bei der Pandemiebekämpfung: In viele öffentliche Innenräume darf nur noch rein, wer geimpft, genesen oder frisch getestet ist. Nicht immunisierte Erwachsene sind verpflichtet, einen negativen Antigen-Schnelltest vorzulegen, der nicht älter als 24 Stunden ist, oder einen negativen PCR-Test, der nicht älter ist als 48 Stunden. Schüler und Schülerinnen sind von der Testpflicht ausgenommen, weil sie ohnehin häufig in Schulen getestet werden sollen.

Hier gilt die 3-G-Regel:

  • Innengastronomie
  • Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe 
  • Veranstaltungen und Feste in Innenräumen (z.B. Informations-, Kultur- oder Sportveranstaltungen)
  • Sport in Innenräumen
  • Körpernahe Dienstleistungen wie Frisörbesuch oder Massage
  • Beherbergung in Hotels, Ferienwohnungen und ähnliches: Test bei Anreise und zwei Mal pro Woche während des Aufenthalts

Die Länder können die „3G-Regel“ bei niedrigem Infektionsgeschehen aussetzen. Konkret: Solange die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Landkreis stabil unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern liegt oder andere Indikatoren wie beispielsweise die Krankenhausbelegung ein vergleichbar niedriges Infektionsgeschehen widerspiegelt.

Besondere Regeln für Großveranstaltungen

Bei großen Feiern und Partys sowie bei Clubs müssen Veranstalter schlüssige Hygienekonzepte vorlegen. So soll verhindert werden, dass es zu „Superspreader-Events“ kommt. Bei Sportveranstaltungen mit mehr als 5.000 Zuschauerinnen und Zuschauern soll maximal die Hälfte der Plätze der Veranstaltungsstätte oder des Stadions besetzt werden. Die Höchstzahl soll bei 25.000 Zuschauerinnen und Zuschauern liegen.

Überbrückungshilfen werden verlängert

Der Bund sagte zu, die Überbrückungshilfen für betroffene Unternehmen zu verlängern. Außerdem soll auch der erleichterte Zugang zum Kurzarbeitergeld verlängert werden. Hier finden Sie die Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz im Wortlaut.

(Stand 11.08.2021)


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