5 Fragen und Antworten zum Hype um Clubhouse

Alles, was Sie über die Plattform wissen müssen

Seit letzter Woche ist die neue Plattform Clubhouse in aller Munde. Wir klären Sie darüber auf, was es mit dem Hype auf sich hat und warum die App mit Vorsicht zu genießen ist.

Nahaufnahme eines Smartphones

Das Wichtigste in Kürze:

  • Clubhouse ist ein ausschließlich audiobasiertes Netzwerk aus den USA, das wie ein Mix aus Konferenz-Call und Podcast funktioniert.
  • Anmelden kann man sich nur über einen Einladungslink und der Download ist derzeit noch exklusiv für iOS im Apple Store.
  • Prominente aus verschiedenen Medienbranchen oder der Politik nutzen Clubhouse und tauschen sich dort öffentlich aus.
  • Das europäische Datenschutzgesetz greift bei der amerikanischen App nicht. Zusätzlich werden Gespräche aus Sicherheitsgründen aufgenommen, jedoch laut Plattform im Anschluss wieder gelöscht.

1. Was ist Clubhouse?

Clubhouse ist ein ausschließlich audiobasiertes Netzwerk, das seinen Ursprung in den USA hat. Die Gründer Paul Davison und Rohan Seth haben die App im Namen des Unternehmens Alpha Exploration Company gegründet und im April 2020 auf den Markt gebracht. Bisher ist die App ziemlich exklusiv – der Download ist nur für iOS im Apple Store möglich und eine Registrierung erfolgt über persönliche Einladung. Jeder neue User erhält nach seiner Anmeldung zwei eigene „Invites“, die er nach eigener Wahl versenden kann. 

2. Wie funktioniert Clubhouse?

Die App ist eine Mischung aus virtueller Konferenz und Podcast. Den Nutzerinnen und Nutzern steht die Möglichkeit offen, einen virtuellen Raum mit einem Thema zu versehen und sich in Echtzeit mit mehreren Menschen gleichzeitig auszutauschen. Die Moderatorinnen und Moderatoren können das Thema festlegen und bestimmen, wer zu den „Speakern“ gehört. Allerdings ist auch reines Zuhören ohne direktes Einbringen möglich. Per virtuellem Handheben kann man als Hörer signalisieren, dass man Interesse daran hat, sich zu beteiligen.

3. The Hype ist real! Doch warum?

Der Hype um die App wird dadurch vergrößert, dass sich auf Clubhouse auch Prominente aus verschiedenen Bereichen tummeln – darunter aus der Entertainment-, Medien-, Mode- und Digitalbranche, aber auch namenhafte Politiker und Politikerinnen.

4. Wie ist der Umgangston in der App?

Besonders in den sozialen Medien ist die Hemmschwelle für negative Kommentare oder Hetze besonders gering – gegeben durch Anonymität. Bei Clubhouse hingegen wird vorgebeugt. Angaben wie eigener Name, Arbeitgeber und Position werden öffentlich angezeigt. 

5. Wie sieht es mit dem Datenschutz aus?

Zur Registrierung und Einladung von Personen muss jeder Nutzer seine eigene Telefonnummer und die seiner Kontakte offenlegen. Dadurch, dass sich der Sitz von Clubhouse in den USA befindet, greift die europäische Datenschutzverordnung nicht. Zusätzlich werden die Gespräche, die in einem Raum stattfinden, aufgezeichnet. Damit will die App dafür sorgen, dass nicht gegen Richtlinien und Regelungen verstoßen wird. Kann das ausgeschlossen werden, wird laut Datenschutzerklärung das Aufgezeichnete wieder gelöscht.

Wichtig: Wer seine Kontaktliste mit Clubhouse teilt, gibt der Plattform auf alle Telefonnummern Zugriff. Das können Freunde und Bekannte, allerdings auch Geschäftspartner sein. 

(Stand 22.02.2021)


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