Fakten statt Vorurteile

Die drei größten Vorurteile gegenüber der Wertpapieranlage

Rund 73 Prozent der jungen Erwachsenen legen Geld zurück. Das zeigt die Umfrage für den „Kundenkompass Finanzkompetenz“ des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands unter mehr als 1.000 Schülern, Studenten und jungen Berufstätigen.

Allerdings ist die Vermögensplanung oft wenig systematisch, nur die Hälfte der Befragten bauen Geldreserven für Notfälle oder mittelfristige Ziele auf. Dabei sollten auch junge Menschen bereits an später denken. Clever sparen geht zum Beispiel mit Wertpapieren. Doch oft schrecken Vorurteile davon ab. Dabei sieht die Realität anders aus. Räumen Sie mit den gängigsten Irrtümern auf!

Das Gegenteil stimmt: Gerade wer wenig Geld hat, sollte clever sparen und Renditechancen nutzen. Für die Geldanlage in Wertpapiere braucht man kein großes Startkapital. Schon mit einer regelmäßigen Einzahlung von 25 Euro kann man zum Beispiel mit einem intelligenten Fondssparplan eine stattliche Summe aufbauen. Dabei heißt „regelmäßig“ nicht automatisch „monatlich“. Auch ein anderer Rhythmus ist möglich.

So wie etwa Aktien oder Gold gehören auch Fonds zu den Anlageformen, bei denen sich im aktuellen Kapitalmarktumfeld der Zinseszins nutzen lässt. Das ist wichtig, denn das Ersparte erzielt Erträge, die wiederum angelegt werden und Rendite bringen.

Wer Geld in Wertpapiere anlegt, ist flexibel: Sollten Sie also einmal schnell an Ihr Geld ran müssen, zum Beispiel wenn Sie eine Reparatur oder Urlaub bezahlen wollen: Bei den meisten Anlageformen kann man börsentäglich auf sein investiertes Geld zugreifen. Besonders für junge Erwachsene ist das ein großer Vorteil.

Übrigens nicht nur, was den Zeitpunkt angeht, zu dem das Geld verfügbar ist. Auch in Bezug auf den Betrag bleiben Anleger flexibel. Man muss nämlich nicht gleich das ganze Depot räumen und alle Wertpapiere verkaufen – das gilt auch, wenn man regelmäßig in bestimmte Produkte wie etwa Fonds einzahlt. Auch dabei kann man zwischendurch aussetzen oder weniger einzahlen.

Schwankungen an Kapitalmärkten sind genauso normal wie schwankende Benzinpreise. Das bedeutet, dass Kurse auch mal nach unten gehen können. Mittel- bis langfristig entwickeln sich die Wertpapierkurse aber nach oben.

Bei einem längerfristigen Anlagehorizont mit regelmäßigen Einzahlungen können Kursschwankungen auch durch den sogenannten Durchschnittskosteneffekt abgefedert werden: Denn niedrige Kurse heißt zwar einerseits, dass eine Aktie an Wert verliert. Andererseits aber eben auch, dass Anleger mehr Anteile für gleiches Geld erhalten. Das ist also auch eine Chance. Geht es dann wieder aufwärts mit den Märkten, entwickeln sich die Werte entsprechend positiv.