So sparen Sie für Ihr Kind

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Im Durchschnitt kostet ein Kind seine Eltern bis zum 18. Lebensjahr 130.000 Euro. Ein ganz schöner Batzen! Doch auch danach brauchen die „Kleinen“ ein gutes finanzielles Polster. Eigene Wohnung, Auto, Studium … Erwachsen werden kostet. Frühzeitiges Sparen lohnt sich also. Aber: Auf den Namen des Kindes oder auf den Namen des Erwachsenen?

Konto einrichten
Um ein Konto auf den Namen eines Kindes zu eröffnen, benötigen Sie seine Geburtsurkunde. Sind Sie nicht der Erziehungsberechtigte, ist außerdem eine Einverständniserklärung der Eltern notwendig. Bis zum 18. Lebensjahr haben diese dann die Vollmacht über das Konto. Nutzen dürfen sie das Geld jedoch nicht – es ist Eigentum des Kindes.

Steuerliche Vorteile
Der Vorteil eines solchen Kontos: Da es sich nicht um Ersparnisse auf Ihren Namen handelt, dürfen Sie einen eigenen Freistellungsauftrag bis zur Höhe von 801 Euro stellen. Das heißt, Kapitalerträge für dieses Konto (z. B. aus Zinsen) sind bis zu diesem Betrag steuerfrei. Gibt es mehrere Konten für das Kind, muss der Freibetrag aufgeteilt werden. Denn: Die 801 Euro gelten pro Person und nicht pro Konto.

Endlich 18
Ab dem 18. Lebensjahr geht das Konto mitsamt dem Ersparten automatisch auf das Kind über. Mit der Volljährigkeit darf der frische Kontobesitzer dann alleine entscheiden, was er mit dem Geld macht. Kein Bock auf Studium und lieber das Geld verpulvern? Das ist alleine Sache des Kontobesitzers. Eine Möglichkeit, um das zu verhindern: Zahlen Sie das Geld kurz vor der Volljährigkeit in einen Auszahlplan ein. Dann erhält das Kind monatlich einen festen Betrag.

Erspartes und BAföG
Im Zusammenhang mit dem Studium gibt es noch etwas zu beachten: Das Ersparte wird bei der Berechnung von BAföG herangezogen. Ist das Konto mehr als 7.500 Euro schwer, verringert das die Förderungssumme.

Oder doch auf den Namen des Erwachsenen?
Sparen Sie auf Ihren Namen, gibt es das Problem mit dem BAföG nicht. Außerdem haben Sie auch nach dem 18. Geburtstag des Kindes das letzte Wort darüber, was mit dem Geld geschieht. Worum Sie sich jedoch kümmern müssen, ist die Übergabe des Kontos. Es reicht nicht, das Sparbuch einfach auszuhändigen. Der Beschenkte braucht auch offiziell eine Berechtigung, um über das Konto zu verfügen. Sie können das Kind in einem Vertrag als Begünstigten eintragen oder das Konto überschreiben, sobald es volljährig ist. Egal, was Sie tun: Es handelt sich immer um eine Schenkung. Ihrem Kind dürfen Sie deshalb maximal 500.000 Euro überlassen, ohne dass dabei Steuern anfallen. Für Enkel zählt die Grenze von 200.000 Euro, für alle anderen 20.000 Euro.

Sind Sie sich nicht sicher, welche Variante für Sie die richtige ist? Wir helfen Ihnen gerne. Besuchen Sie uns in Ihrer nächsten Filiale.

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