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Von oben fotografierter Cafetisch. Nahaufnahme einer Person die neben einem Kaffeegetränk ein Smartphone mit Böresnkursen auf dem Bildschirm in der Hand hält.

Aktien kaufen: So geht der Aktienhandel

Investieren an der Börse
Überlegen Sie, Geld in Aktien anzulegen? Erfahren Sie, was es dabei zu beachten gilt. In wenigen Schritten lernen Sie die wichtigsten Grundlagen kennen.
Das Wichtigste in Kürze:
  • Für den Kauf und Verkauf von Aktien brauchen Sie ein Depot, das Sie beispielsweise bei Ihrer Sparkasse vor Ort oder online eröffnen können.

  • Anlegerinnen und Anleger können beim Handel mit Aktien durch Kurssteigerungen und Dividenden eine Rendite erzielen. Es sind jedoch auch Verluste möglich – etwa bei fallenden Kursen.

  • Eine strategische Streuung auf unterschiedliche Aktien und andere Anlageklassen kann das Risiko bei einer mittel- bis langfristigen Anlage verringern.

Was sind Aktien?

Aktien sind Anteile an Aktiengesellschaften. Indem Sie eine Aktie kaufen, werden Sie zur Miteigentümerin oder zum Miteigentümer des jeweiligen Unternehmens. Sie sind damit Aktionärin oder Aktionär. Das bedeutet auch: Sie können von steigenden Aktienkursen profitieren oder eine Dividende erhalten. Eine Dividende ist ein Teil des Gewinns, den manche Unternehmen an ihre Aktionärinnen und Aktionäre ausschütten. 

Gleichzeitig können Aktienkurse auch fallen, sodass Verluste möglich sind. Ob ein Aktienkurs steigt oder fällt, hängt vor allem von Angebot und Nachfrage an der Börse ab. Diese werden unter anderem durch Unternehmensnachrichten, politische und wirtschaftliche Entwicklungen oder Erwartungen der Anlegerinnen und Anleger beeinflusst.

Das brauchen Sie, um Aktien zu kaufen

Um Aktien zu kaufen, zu halten und zu verkaufen, brauchen Sie ein Wertpapierdepot. Sie können sich dieses wie eine Art Geldbeutel vorstellen, der Ihre Aktien verwahrt. Über Ihr Depot können Sie Aktien kaufen – zum Beispiel über eine App wie S-Invest. Die gekauften Aktien werden daraufhin in Ihrem Depot angezeigt. Sie können dort die Kurse jederzeit verfolgen und die Wertpapiere bei Bedarf wieder verkaufen. Sie können das Depot bei Ihrer Sparkasse oder Bank vor Ort, aber auch online eröffnen – beispielsweise über den Sparkassen Broker (S Broker) oder die DKB. 

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Basiswissen: 3 Informationen zu Fonds

  1. Das sind Aktienfonds

    Über Ihr Depot können Sie Aktien einzeln kaufen. Sie können jedoch auch in Fonds investieren. Fonds bündeln mehrere Wertpapiere in einem Portfolio. Indem Sie dort Geld investieren, kaufen Sie nicht eine einzelne Aktie, sondern einen kleinen Anteil an mehreren Werten gleichzeitig. So legen Sie Ihr Geld beispielsweise bei einem Aktienfonds in ein Bündel aus verschiedenen Aktien an. Dadurch verteilen Sie Ihr Geld auf mehrere Anlagen. Das kann helfen, Risiken zu verringern. Wir nennen das „Streuen“.  

  2. Das sind Mischfonds

    Fonds gibt es nicht nur mit Aktien, sondern mit unterschiedlichen Wertpapieren. Dabei kann ein Fonds beispielsweise sowohl Aktien als auch Anleihen und Immobilien enthalten. Ein solcher Fonds, der verschiedene Anlageklassen kombiniert, wird als Mischfonds bezeichnet. 

  3. Das sind Indexfonds (ETFs)

    Neben aktiv durch ein Fondsmanagement verwalteten Fonds gibt es auch sogenannte Indexfonds. Diese werden häufig als ETFs (Exchange Traded Funds) angeboten. Ein solcher Fonds versucht nicht, aktiv einzelne Wertpapiere auszuwählen, um eine bessere Entwicklung als der Markt zu erzielen. Stattdessen bildet er einen Börsenindex möglichst genau nach. Das kann zum Beispiel der Deutsche Aktienindex (DAX) sein. Der DAX zeigt die Kursentwicklung von 40 großen börsennotierten Unternehmen aus Deutschland. Ein DAX-ETF könnte die Entwicklung des DAX nun nachbilden, indem er Aktien dieser 40 Unternehmen in derselben Gewichtung wie der DAX enthält [1]. Entwickelt sich der Index positiv, steigt in der Regel auch der Wert des ETFs – abzüglich möglicher Kosten.  

    Hinweis: Mit einem Depot bei der DekaBank können Sie aus einer breiten Auswahl an Fonds auswählen. Auch dieses Depot können Sie direkt bei Ihrer Sparkasse eröffnen. 

Aktiv verwaltete Fonds und ETFs: Das ist der Unterschied

Bei aktiv gemanagten Aktienfonds übernimmt ein Fondsmanagement die Auswahl der Aktien. Die Profis stellen also das Bündel oder Paket zusammen. Sie passen dieses regelmäßig an – mit dem Ziel, eine möglichst attraktive Rendite zu erzielen. Durch die Arbeit des Fondsmanagements fallen die Kosten für aktiv verwaltete Fonds häufig etwas höher aus. Performt der Fonds gut, kann sich das jedoch lohnen.

Geringer sind die Kosten normalerweise beim Kauf von Exchange Traded Funds (ETFs). ETFs sind passiv verwaltete Fonds. Das Fondsmanagement wird dabei in der Regel nicht aktiv, um Schwankungen auszugleichen. Sie profitieren also, wenn der Kurs des jeweiligen Indexes steigt .

Tipp: In unserem Beitrag „So unterscheiden sich aktiv gemanagte Fonds und ETFs“ erfahren Sie mehr darüber.

Testen Sie Ihr Aktienwissen

Wie Sie mit Aktien eine Rendite erzielen können

  1. Kurssteigerungen

    Sie erzielen einen Gewinn, wenn Sie Ihre Aktien zu einem höheren Kurs verkaufen, als Sie sie gekauft haben. Das gilt, sofern die Differenz höher ist als die Transaktionsgebühren.

    Hinweis: Auf Gewinne können außerdem Steuern fällig werden. In Deutschland ist das die Abgeltungssteuer. Mehr dazu erfahren Sie unten.  

  2. Dividenden

    Während Sie Ihre Aktien halten, können Sie unter Umständen ebenfalls eine Rendite erzielen: Das geht mit Dividendenzahlungen. Mit diesen beteiligt eine Aktiengesellschaft ihre Aktionärinnen und Aktionäre am Erfolg des Unternehmens. Über die Auszahlung einer Dividende wird auf der Hauptversammlung des jeweiligen Unternehmens entschieden. Wird dieser zugestimmt, erhalten alle Anlegerinnen und Anleger, die die jeweilige Aktie zum festgelegten Stichtag halten, pro Aktie einen bestimmten Betrag ausbezahlt. Wichtig: Nicht jedes Unternehmen an der Börse beschließt die Auszahlung von Dividenden.

    Tipp: In unserem Beitrag „Geld anlegen in Dividendenaktien“ erfahren Sie mehr darüber, wie Sie mit Dividenden eine Rendite erzielen können. 

3 Schritte: So kaufen und verkaufen Sie Aktien

  1. Auswahl: Wählen Sie Ihre Aktien gezielt aus.

    Achten Sie darauf, Geld in ganz unterschiedlichen Wertpapieren anzulegen. Wer möchte, kann dabei auch Kriterien einer nachhaltigen Geldanlage berücksichtigen. Kursschwankungen können Sie oft besser ausgleichen, indem Sie viele verschiedene Bereiche, Länder und Unternehmen abdecken. Performt ein Wertpapier gerade weniger gut, haben Sie so optimalerweise noch andere, die den Ausfall gegebenenfalls wettmachen können. Statt viel Geld auf eine bestimmte Aktie zu setzen, sollten Sie also besser auf mehrere Titel aufteilen, die nicht voneinander abhängig sind. Auch ETFs und Fonds können dabei helfen. Denn mit diesen investieren Sie bereits in eine Vielzahl von Titeln.

  2. Kauf: Erwerben Sie Ihre Aktien zum passenden Zeitpunkt.

    Sie haben sich für ein Wertpapier entschieden? Kopieren Sie sich zunächst dessen ISIN (International Securities Identification Number; deutsch: internationale Wertpapierkennnummer). Indem Sie diese im Suchfeld Ihres Depots eingeben, finden Sie das Wertpapier und können es über einen Klick auf „Kaufen“ erwerben. 

    Beim Aktienkauf haben Sie daraufhin verschiedene Auswahlmöglichkeiten:

    • Zunächst müssen Sie in der Regel die Stückzahl eingeben, die Sie kaufen möchten.
    • Wählen Sie den Ausführungsplatz, also an welcher Börse Sie kaufen möchten. Die Möglichkeiten für die jeweilige Aktie werden Ihnen dabei angezeigt. Die Plätze unterscheiden sich manchmal leicht in den Gebühren oder im Preis der Aktie.
    • Sie können bestimmte Orderdetails angeben. Die beiden wichtigsten: Wählen Sie die Kauforder „ohne Limit“ (auch „Billigst“ genannt) aus, wird die Aktie zum nächstmöglichen Kurs am gewählten Ausführungsort gekauft. So kaufen Sie besonders schnell, erklären sich aber mit jedem Preis einverstanden. Wählen Sie hingegen „Limit“ aus, können Sie einen maximalen Kaufpreis festlegen, zu dem das Wertpapier gekauft werden soll. Steigt der Kurs bis zur Ausführung Ihres Auftrags über diesen Betrag, wird die Aktie nicht gekauft.
    • Durch die Eingabe einer TAN schließen Sie den Kauf schließlich ab.

    Tipp: ETFs kaufen Sie auf dieselbe Weise. Erfahren Sie mehr darüber in unserem Artikel zu nachhaltigen ETFs

  3. Geduld: Wie lange Sie Ihre Aktien halten sollten – und wie Sie verkaufen.

    Aktien unterliegen Kursschwankungen. In einem ausgewogenen Portfolio hat sich in der Vergangenheit oft eine längere Haltedauer bezahlt gemacht. Denn so sind Sie kurzfristigen Schwankungen weniger stark ausgesetzt. Pauschal lässt sich dennoch nicht sagen, dass eine langfristige Anlage in jedem Fall mehr Rendite abwirft. Denn natürlich kommt es letztlich auf die Unternehmen an, deren Aktien Sie halten. In manchen Fällen kann ein Verkauf bei Kursfall auch sinnvoll sein, um weitere Verluste zu vermeiden.

    Den Verkauf können Sie analog zum Kauf jederzeit in Ihrem Depot veranlassen. In unserem Artikel „So verkaufen Sie Ihre Aktien“ bekommen Sie genauere Hinweise, wie Sie den richtigen Zeitpunkt zum Verkauf Ihrer Aktien abpassen können. Sie erfahren auch, wie der Verkauf Ihrer Aktien funktioniert. 

Wann Sie Steuern auf Ihre Aktiengewinne zahlen müssen

Bis zu einem Freibetrag von 1.000 Euro (Verheiratete: 2.000 Euro) sind Gewinne aus dem Aktienhandel steuerfrei. Indem Sie uns einen Freistellungsauftrag erteilen, können Sie verhindern, dass Steuern abgeführt werden. Wenn Ihre Kapitalerträge insgesamt den Steuerfreibetrag übersteigen, fällt auf den übersteigenden Betrag Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent an. Dazu kommen ein Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 Prozent der abzuführenden Abgeltungssteuer. In diesem Fall ist der Solidaritätszuschlag unabhängig von Ihrem Einkommen fällig. Wenn Sie Mitglied einer Kirche sind, kann außerdem Kirchensteuer anfallen. Erfahren Sie hier mehr dazu, wie Sie Aktiengewinne versteuern

Aktien handeln – auch für Einsteiger und Einsteigerinnen

Ihre Sparkassen-Profis beraten Sie gern rund um die Geldanlage in Wertpapiere.
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Sie werden zu Ihrer Sparkasse weitergeleitet bzw. können sich ihr zuordnen lassen.

Häufige Fragen zum Investieren in Aktien

  1. Welche Aktien für Sie infrage kommen, hängt vor allem von folgenden Faktoren ab:

    • Ihren Anlagezielen und damit verbunden Ihrer Anlagestrategie: Lesen Sie unseren Ratgeber zu 5 bekannten Aktienstrategien, um mehr zu erfahren.
    • Ihrer Risikobereitschaft: Lesen Sie unsere Artikel zur sicheren Geldanlage und dem magischen Dreieck der Geldanlage, um herauszufinden, welcher Risikotyp Sie sind.
    • Ihrem Anlagehorizont: Überlegen Sie, wie lange das Geld für Sie arbeiten darf. Wann brauchen Sie es wieder?

    Für Anfängerinnen und Anfänger kann es sinnvoll sein, sich zunächst über grundlegende Börsenbegriffe zu informieren und verschiedene Branchen zu vergleichen. Achten Sie bei Ihrer Geldanlage darauf, breit zu streuen. Noch unsicher? Ihre Sparkassen-Beraterin oder Ihr Sparkassen-Berater analysiert gern gemeinsam mit Ihnen, welche Geldanlage zu Ihnen passt.   

  2. Wie hoch die möglichen Gewinne mit Aktien sind, lässt sich nicht pauschal sagen. Die mögliche Rendite hängt unter anderem von der Entwicklung der Unternehmen, der allgemeinen Marktlage und der Dauer der Anlage ab. Grundsätzlich können Aktien im Wert steigen, sie können aber auch an Wert verlieren. Gewinne können durch Kurssteigerungen oder durch Dividendenzahlungen von Unternehmen entstehen. Gleichzeitig ist eine Geldanlage in Aktien immer auch mit Risiken verbunden. Deshalb ist es wichtig, sich vor einer Investition gut zu informieren und das eigene Risiko realistisch einzuschätzen.

  3. Einen festen Mindestbetrag für Investitionen in Aktien gibt es nicht. Wie viel Geld sinnvoll ist, hängt vor allem von Ihren finanziellen Möglichkeiten, Ihren Zielen, Ihrem Anlagetyp und der aktuellen Marktsituation ab. Anlegerinnen und Anleger können bereits mit kleineren Beträgen investieren, etwa mit einem Aktiensparplan oder Fondssparplan. Wichtig ist, dass Sie nur Geld anlegen, auf das Sie nicht angewiesen sind. Zudem sollten Sie Kosten und Gebühren berücksichtigen, da diese die Rendite beeinflussen. 

  4. Grundsätzlich versuchen viele Anlegerinnen und Anleger, Aktien zu einem möglichst günstigen Kurs zu kaufen und später zu einem höheren Kurs zu verkaufen. In der Praxis ist das allerdings nicht so einfach zu bestimmen. Denn niemand weiß genau, wie sich die Kurse in der Zukunft entwickeln werden. Kurse schwanken ständig und lassen sich nur begrenzt vorhersagen.

    Viele Anlegerinnen und Anleger setzen deshalb auf eine langfristige Strategie und investieren regelmäßig kleinere Beträge. Dadurch kann der sogenannte Cost-Average-Effekt (auch: Durchschnittskosteneffekt) entstehen: Die regelmäßige Anlage gleich hoher Beträge über einen langen Zeitraum kann helfen, die Auswirkungen von Kursschwankungen zu verringern. Wichtig ist außerdem, sich vor dem Kauf über das Unternehmen und die eigene Anlagestrategie klar zu werden. So lassen sich kurzfristige Marktschwankungen oft besser aushalten.

    Wenn Sie nicht automatisiert investieren – beispielsweise mit einem Aktiensparplan –, kann es unter Umständen vorteilhaft sein, wenn Sie während der Xetra-Handelszeiten Aktien kaufen oder verkaufen. Das ist montags bis freitags zwischen 8:00 Uhr und 22:00 Uhr. Die Kurse unterscheiden sich in dieser Zeit oft weniger stark zwischen verschiedenen Handelsplätzen. 

  5. Über die App S-Invest können Sie Aktien, Fonds, ETFs und andere Wertpapiere kaufen oder verkaufen und Ihr Depot verwalten. Außerdem können Sie in der App auf Analysen, Marktdaten und News zugreifen. Die App unterstützt Sie bei allem rund um Ihre Depots – unabhängig davon, ob Sie diese bei einer Sparkasse oder einer anderen Bank haben. 

    Es handelt sich um eine Erweiterung der App Sparkasse. Das bedeutet: Nachdem Sie S-Invest einmal installiert haben, können Sie darauf in der App Sparkasse zugreifen. Sie können S-Invest kostenlos herunterladen. 

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