Investieren Sie clever – in künstliche Intelligenz

KI gilt als Wachstumsmotor des 21. Jahrhunderts


Die Coronakrise hat die Entwicklung und Anwendung vieler digitaler Produkte und Dienstleistungen deutlich vorangetrieben. Das gilt auch für künstliche Intelligenz (KI). Vielfältige Anwendungen werden bereits heute im Alltag und in der Wirtschaft genutzt. Der Aktienkursverlauf zahlreicher Unternehmen der KI-Branche zeigt, dass es sich lohnen kann, hier frühzeitig zu investieren – und an ihrem Wachstum zu partizipieren.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Künstliche Intelligenz gilt als Wachstumsmotor des 21. Jahrhunderts.
  • In Zukunft soll diese Technologie einen Großteil der gesamten Wirtschaftsleistung ausmachen: In Deutschland soll sie bis 2025 über ein Drittel der Gesamtleistung der Wertschöpfung betragen.
  • Bis zum Jahr 2030 soll sie sogar 15,7 Billionen US-Dollar zur Weltwirtschaft beitragen.
  • Die Geldanlage in einzelne KI-Aktien kann vielversprechend sein, ist aber mit größeren Risiken behaftet. Daher empfehlen sich für interessierte Privatanlegerinnen und -anleger eher KI-Fonds.

Menschheitstraum seit Jahrhunderten

Künstliche Intelligenz (KI) ist neben dem Fliegen einer der größten Träume der Menschheitsgeschichte. Seit mehr als 200 Jahren beschäftigen sich Wissenschaft, Philosophie und Kunst damit – lange bevor sie in der Wirtschaft ein Thema wurde.

Ab 1815 spielten sogenannte Automatenfiguren in den Werken des Schriftstellers E.T.A. Hoffmann eine zentrale Rolle. Die bekannteste von ihnen ist die Puppe Olimpia in dem Nachtstück der „Sandmann“.

Spätestens seit dem Erscheinen des Stummfilms „Metropolis“ im Jahr 1927 hat die Vision von KI auch Einzug in das Bewusstsein der breiten Bevölkerung gehalten. Denn eine der beiden Protagonistinnen des Monumentalfilms war ein weiblicher Roboter, der sich nicht nur selbstständig bewegt, sondern auch denkt und spricht.

Investieren in KI
Jahre

beschäftigt sich die Menschheit mit der Idee der künstlichen Intelligenz – seit gut zwei Jahrzehnten ist KI Teil des Alltags der meisten Menschen weltweit.

Seit gut zwei Jahrzehnten ist KI Teil des Alltags der Menschen weltweit. Die bekanntesten Beispiele: in Handys, bei Überweisungen oder bei der Navigation von Fahrzeugen. Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis KIs uns überall begegnen. Aber sie sind davon überzeugt, dass dieser Moment kommen wird.

Starke und schwache KI

Aber was ist künstliche Intelligenz genau? Ziel der Forschung ist es, die Funktion des menschlichen Gehirns zu verstehen und künstlich nachzubauen. KI überträgt menschliches Lernen und Denken auf den Computer und verleiht ihm damit Intelligenz. So kann eine KI dank ihrer Fähigkeit des maschinellen Lernens selbstständig Aufgaben lösen, anstatt für jede Aufgabe neu programmiert werden zu müssen.

Oft wird in der Definition zwischen starker und schwacher KI unterschieden. Dabei steht starke KI für das, was in Science-Fiction-Filmen zu sehen ist: Eine Maschine, die Probleme genereller Art lösen kann. Das ist jedoch noch Fantasie und wird es voraussichtlich über Jahrzehnte bleiben.

Der sogenannten schwachen KI begegnen wir mittlerweile immer öfter im Alltag: nämlich in den Anwendungen unserer Handys und Computer. Dahinter stecken Algorithmen, die spezielle Fragen beantworten können – deren Lösungswege sie vorher selbstständig erlernt haben.

Datenanalytikerin – aber keine Problemlöserin

Foto eines weiblichen Avatar-Gesichts auf Handydisplay

Aber: Eine schwache KI hat kein eigenes Bewusstsein und keinen eigenen Verstand. Zieht sie aufgrund unzureichender Daten oder schlechter Programmierung falsche Schlüsse, ist sie nicht in der Lage, das zu erkennen.

Damit ist sie keine generelle Problemlöserin. Sie kann eine Unmenge von Daten in Echtzeit verarbeiten und Muster erkennen, aber verstehen kann sie diese nicht. Entscheidend ist jedoch, dass diese Methode Informationen aus Daten ziehen kann, die Menschen niemals erfassen könnten – weil sie zu zahlreich oder die dahinter liegenden Strukturen zu komplex sind.

Diese Fähigkeit macht künstliche Intelligenz so wertvoll. Denn die Menge der Daten nimmt exponentiell zu. Mittlerweile wird fast alles digital erfasst: Dazu gehören unser Gesundheitszustand oder unsere Filmauswahl bei Streamingdiensten, unsere Reisedaten und Kaufentscheidungen, die Details unseres Fahrverhaltens im Auto ebenso wie unser Surfverhalten im Netz.

KI im Alltag

Zugleich ist KI für viele Menschen eine wichtige Alltagsbegleiterin geworden: bei der digitalen Gesichtserkennung wie etwa beim sicheren Zugang zum SmartPhone oder zu Gebäuden, bei Suchanfragen im Internet, als Rechtschreibprüfung in Mails und Nachrichten oder als Wünsche erfüllende Sprachassistentin oder Übersetzerin.

Außerdem hat KI auch Einzug gehalten in die vermeintlich analogen Bereiche unseres Lebens: Thermostate regeln die Temperatur in vielen Gebäuden. Kühlschränke erstellen Einkaufslisten. Staubsauger reinigen unsere Böden mithilfe von Algorithmen, die die Umgebung erkennen. Navigationssysteme finden nicht nur den kürzesten, sondern auch zeitsparendsten Weg, indem sie Unfall-, Baustellen- und Staumeldungen in Echtzeit berücksichtigen.

Und: In absehbarer Zeit werden wir von autonom fahrenden Autos transportiert. Für deren Nutzung sind Testfahrzeuge weltweit im Einsatz und sammeln auf Millionen von Kilometern „Fahrerfahrung“ – und damit die dafür nötigen Daten. Vorreiter dieser intelligenten Art des Fahrens ist die Google-Tochter Waymo. Sie hat schon vor mehr als zehn Jahren damit begonnen, ihre ersten selbstständig denkenden Autos auf Teststrecken einzusetzen.

Wer künstliche Intelligenz in seine Produkte und Dienstleistungen bringt, eröffnet seinem Unternehmen mehr Chancen – und dem Anleger auch.
Bernd Köcher, Senior Portfolio Manager des Fonds Deka-Künstliche Intelligenz

Die KI-Revolution bereichert den Wohlstand der Menschen

Ganz gleich, ob Mobilitäts- oder Energiesektor, Einzelhandel, Modebranche, Rechtsberatung oder in der Pflege: Die Bereiche, in denen KI-Systeme zum Einsatz kommen können, sind zahllos und sehr breit gestreut. Daher gehen Unternehmen und Politik davon aus, dass künstliche Intelligenz bereits im Begriff ist, die Wirtschaft des 21. Jahrhunderts zu revolutionieren.

Einer Studie des Bundeswirtschaftsministeriums zufolge beträgt der KI-Anteil an der künftigen Wertschöpfung der deutschen Wirtschaft bis 2025 über ein Drittel der Gesamtleistung. Marktforscher gehen davon aus, dass der weltweite Markt für intelligente Anwendungen im selben Jahr 31 Milliarden US-Dollar wert sein wird. Zum Vergleich: Ende 2020 waren es noch 2,9 Milliarden. Das bedeutet eine Verzehnfachung innerhalb von fünf Jahren.

31 Milliarden US-Dollar wird der weltweite Markt für intelligente Anwendungen 2025 wert sein.
Studie des Bundeswirtschaftsministeriums

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC hat errechnet, dass KI bis zum Jahr 2030 sogar 15,7 Billionen US-Dollar (derzeit rund 14 Billionen Euro) zur Weltwirtschaft beitragen soll. Das ist aktuell mehr als Volkswirtschaften wie China und Indien gemeinsam leisten.

Investieren in KI
US-Dollar

trägt KI bis zum Jahr 2030 (derzeit rund 14 Billionen Euro) zur Weltwirtschaft bei. (Quelle Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC)

Die größten Börsenlieblinge sind KI-getrieben

Diese Zahlen erklären, dass die Aktien von Firmen, die sich stark auf KI konzentrieren, an der Börse rasante Zuwächse verbuchen. Tech-Giganten wie Microsoft, Nvidia, der Google-Mutterkonzern Alphabet und Apple haben allein im Jahr 2021 Kursgewinne von 60 bis gut 150 Prozent eingefahren. Und die Aktie des nun in Meta umbenannten Facebook-Konzerns erwirtschaftete in den vergangenen drei Jahren einen Zuwachs von rund 120 Prozent.

Doch nicht nur am Beispiel der führenden Branchenriesen aus den USA zeigt sich die Stärke intelligenter Systeme: Der deutsche Online-Modehändler Zalando optimiert derzeit seine Logistik und die Personalisierung des Einkaufserlebnisses – mithilfe von KI. Allein in den vergangenen drei Jahren hat die Aktie des im MDax gelisteten Unternehmens mehr als 180 Prozent zugelegt. Damit gehört sie zu den größten Gewinnern in Deutschland.

Zwischen 60 und 150 Prozent legten die Aktienkurse vieler Tech-Konzerne allein 2021 zu.

KI-Fonds bieten interessante Chancen für die Geldanlage

Trotz dieser überragenden Zahlen steckt der KI-Markt noch in den Kinderschuhen. Studien zeigen, dass die meisten Unternehmen weltweit gerade erst dabei sind, sich Einnahmequellen über Anwendungen mithilfe von künstlicher Intelligenz zu erschließen. Das heißt, für Interessierte gibt es viel Potenzial, an ihrem Wachstum zu partizipieren.

„KI ist in den letzten Jahren von einem Nischenthema zu einem Hauptanlagethema geworden.“
Bernd Köcher, Senior Portfolio Manager des Fonds Deka-Künstliche Intelligenz

Dennoch ist auch etwas Vorsicht geboten: Der Siegeszug dieser neuen Methode garantiert nicht automatisch Erfolge ohne Risiko. Unternehmen können trotz vielversprechender Ideen scheitern. Der Kauf einzelner KI-Aktien kann daher – ungeachtet der insgesamt beständigen Entwicklung der digitalen Transformation – zu Verlusten führen.

Generell benötigen Anlegerinnen und Anleger für Einzelanlagen explizite Fachkenntnisse, um einzelne aussichtsreiche Unternehmen zu erkennen. Das Risiko bei der Investition in Einzelanlagen ist grundsätzlich höher als bei Fonds, die breit gestreut investieren und aktiv gemanagt werden.

Die Investition in KI-Fonds beziehungsweise thematisch ausgerichtete Fonds gilt als deutlich sicherere Alternative. Die Corona-Pandemie hat der Digitalisierungsentwicklung weiter Vorschub geleistet. Einige Investmentfonds spezialisieren sich daher thematisch ganz auf KI, um von der Wertschöpfung dieser Technologie zu profitieren. Ihre breit aufgestellten Portfolios helfen den Anlegerinnen und Anlegern, mittel- und langfristig am Wachstum der KI-Unternehmen im In- und Ausland zu partizipieren.


Alles KI oder was? Die wichtigsten Fragen zur künstlichen Intelligenz

Die Technologie der künstlichen Intelligenz (kurz: KI) überträgt menschliches Lernen und Denken auf den Computer. Statt für jeden Zweck programmiert zu werden, kann eine KI eigenständig Aufgaben lösen. Ein KI-fähiges Gerät wie etwa ein Computer oder ein Handy kann Daten analysieren und interpretieren. Es lernt aus den Daten, entwickelt sich und reagiert auf das, was es lernt. Andere Begriffe für künstliche Intelligenz sind artifizielle Intelligenz oder (aus dem Englischen) Artificial Intelligence.

Die beiden Begriffe sind nicht identisch, aber sie haben eng miteinander zu tun: Die Fähigkeit einer Maschine, wie ein Mensch zu denken, ist künstliche Intelligenz. Bei Big Data handelt es sich dagegen um große Datenmengen, die mithilfe einer Analyse Ergebnisse produzieren.

Neuronale Netze (auch: Künstliche neuronale Netze oder Artificial Neural Networks, ANN) stellen einen wichtigen Entwicklungszweig im System der künstlichen Intelligenz dar. Neuronale Netze ermöglichen Computern mithilfe von speziell entwickelten Algorithmen zur hocheffizienten Analyse von Mustern in großen Datenmengen (Big Data).

Nicht nur etablierte Player tummeln sich in der KI-Branche und warten mit intelligenten Lösungen auf. Wie in Wachstumsmärkten üblich, kommen jede Menge Start-ups mit neuen Ideen, innovativen Produkten oder Dienstleistungen auf die Bühne. Allein in Deutschland sind das derzeit rund 300 Unternehmen.

Sie sind vornehmlich in den folgenden Bereichen tätig:

  • Elektrotechnik
  • Energiesektor
  • Finanzdienstleistungen
  • Handel (E-Commerce und stationäre Geschäfte) sowie Großhandel
  • Informations- und Kommunikationstechnik
  • Logistik
  • Maschinenbau
  • Mobilitäts- und Verkehrssektor
  • Suchmaschinen-Anbieter

 

Künstliche Intelligenz hat sich auf viele Wirtschaftsbereiche ausgeweitet. Viele Unternehmen setzen KI mehr oder weniger intensiv ein. Hauptsächlich lassen sie sich den folgenden drei Schwerpunktbereichen zuordnen:

  • Unternehmen, die bereits über zahlreiche Nutzerdaten verfügen und auf dieser Grundlage weitreichende Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich der künstlichen Intelligenz haben.
  • Aufstrebende Unternehmen, denen es möglich ist, ebenso viele Daten der Userinnen und User sowie Kundinnen und Kunden zu sammeln.
  • Unternehmen, die Unternehmen unterschiedlicher Größen bei der Datensammlung unterstützen.

Die Aktien von börsengelisteten Unternehmen aus diesen drei Bereichen werden in der Regel als KI-Aktien bezeichnet.


Sie interessieren sich für künstliche Intelligenz als Geldanlagen? Wir beraten Sie gern vor Ort.