Häufig gestellte Fragen

Nützliche Antworten für Gründer

Eine Existenzgründung ist ein großer Schritt. Eine gute Vorbereitung zahlt sich aus. Wir haben die häufigsten Fragen rund um die Existenzgründung gesammelt und beantwortet. Machen Sie sich schlau!

Existenzgründer sind Personen, die ein Unternehmen angemeldet haben. Oft gelten Selbstständige noch bis drei Jahre nach der Gründung als Existenzgründer.

Für viele Fördergelder ist eine Voraussetzung, dass Ihr Unternehmen weniger als drei Jahre am Markt ist. Zum Beispiel beim StartGeld der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Umgangssprachlich schließt der Begriff Existenzgründer häufig auch die Gründungsphase vor der Anmeldung des Unternehmens mit ein. Je nach Branche kann die tatsächliche Gründungsphase unterschiedlich lang dauern.

Experten raten, mindestens 20 Prozent der Investitionskosten über Eigenkapital abzudecken. Das ist allerdings nur ein grober Richtwert.

Letztendlich ist der Anteil an Eigenkapital abhängig davon, wie viel Kapital Sie für Ihre Geschäftsidee insgesamt benötigen. Wenn Sie staatliche Finanzhilfen bekommen, gilt dementsprechend vage, dass Sie „in angemessenem Umfang“ Eigenkapital einsetzen müssen.

Die Gründungswege bei Freiberuflern und Gewerbetreibenden unterscheiden sich: Freiberufler haben statt eines Gewerbes eine freiberufliche Tätigkeit angemeldet. Der Weg dazu führt nicht über das Gewerbeamt, sondern über das Finanzamt. Dementsprechend zahlen Freiberufler keine Gewerbesteuer. Auch die Pflicht zur doppelten Buchführung entfällt bei ihnen.

Gewerbetreibende müssen in Deutschland Mitglied in den Industrie- und Handelskammern (IHK) sein. Für Freiberufler gibt es diese Pflicht nicht.

Ob Sie freiberuflich oder gewerbetreibend selbstständig arbeiten können, hängt in erster Linie von der ausgeübten Tätigkeit und Ihrem Beruf ab. Freiberufler üben wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeiten aus. Freiberufliche Berufe sind im Einkommensteuergesetz § 18 aufgeführt.

Es gibt zahlreiche Rechtsformen für Unternehmen. Sie unterscheiden sich unter anderem nach:

  • der Höhe des Startkapitals
  • der Anzahl der Gründer
  • dem Umfang der Haftung
  • den Entscheidungsbefugten
  • den Kosten bei der Gründung
  • steuerlichen Aspekten
  • vertraglichen Vorschriften
Häufig gestellte Fragen

Die Rechtsform eines Unternehmens muss nicht für immer gelten. So wählen zum Beispiel viele Unternehmer mit geringem Startkapital bewusst die UG (haftungsbeschränkt), um sie später in eine GmbH umzuwandeln.

Es gibt keinen rechtlichen Anspruch auf den Gründungszuschuss der Bundesagentur für Arbeit. Stattdessen existiert ein Ermessensspielraum, in dem der Gründungszuschuss geleistet werden kann.

Den Gründungszuschuss können Personen bekommen, die sich aus der Arbeitslosigkeit heraus selbstständig machen. Voraussetzung dafür ist, dass sie mit der Gründung die Arbeitslosigkeit beenden.

Außerdem müssen sie bei der Gründung noch mindestens 150 Tage lang Anspruch auf Arbeitslosengeld haben. Die selbstständige Tätigkeit muss mindestens 15 Wochenstunden betragen.

Wer den Existenzgründerzuschuss beantragt, muss darlegen, dass er die nötigen Fähigkeiten und Kenntnisse für die jeweilige selbstständige Tätigkeit besitzt. Zudem brauchen Sie eine Einschätzung einer fachkundigen Stelle, ob die Geschäftsidee tragfähig ist. Solche Stellungnahmen bekommen Sie beispielsweise bei Industrie- und Handelskammern.