Anlage-Ideen aus Europa

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Momentan spricht vieles für eine Geldanlage in europäische Aktien. Die Konjunktur brummt, und Europas Börsen haben Nachholbedarf. Mit Fonds und Zertifikaten können sich jetzt auch vorsichtige Anleger aus der Deckung wagen.

 

Die Inflation steigt, die Sparzinsen verharren nahe Null. Unterm Strich wird das Geld auf Giro-, Spar- und Tagesgeldkonten immer weniger wert. Viele Sparer machen sich Gedanken darüber, wie sie dieser Geldvernichtung entkommen können. „Es gibt Mittel und Wege, unter einer Voraussetzung: Aktien müssen mit ins Spiel“, sagt Joachim Schallmayer, Leiter Kapitalmärkte und Strategie im Makroreserach der DekaBank.

 

Doch welche Aktien, und in welcher Form? Darüber haben sich die Experten der DekaBank Gedanken gemacht. Ihre Analyse sagt eindeutig: Europäische Aktien bieten zurzeit interessante Chancen. Schallmayer: „Europas Unternehmen geht es insgesamt blendend. Nirgendwo gibt es mehr Weltmarktführer.“

 

Wirtschaftsaufschwung beflügelt die Börsen

 

Europa steht nach Einschätzung der Deka-Volkswirte zudem vor einem stabilen, lang anhaltenden Wirtschaftsaufschwung. Die Europäische Zentralbank wird die Wirtschaft über den niedrigen Zins weiter mit billigem Geld versorgen. Und der starke Export trägt dazu bei, dass der Konjunkturmotor weiter rund läuft.

 

Daran ändern auch die zähen Verhandlungen zum Austritt Großbritanniens aus der EU und die mögliche Abspaltung Kataloniens von Spanien nichts. Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, stellt dazu fest: „Mit Ausnahme spanischer Aktien und Anleihen haben die europäischen Finanzmärkte bislang kaum negativ reagiert. Insgesamt perlen die politischen Unsicherheiten an den Börsen indes wie an einer Lotusblüte ab.“

 

Hinzu kommt: „Europäische Aktien haben einen Nachholbedarf, was die Wertentwicklung angeht“, sagt Deka-Experte Schallmayer. Andere Märkte sind besser gelaufen, obwohl die Kennzahlen für europäische Aktien aus Anlegersicht exzellent sind. So schütten Europas Aktiengesellschaften, die im Börsenbarometer Euro Stoxx 50® vertreten sind, einen größeren Anteil ihrer Gewinne an die Aktionäre aus als US-Unternehmen.

 

Risiken kontrollieren mit Fonds und Zertifikaten

 

Allerdings hat nicht jeder Anleger die Nerven, Wertschwankungen an der Börse auszuhalten. Wer auf Investmentfonds statt auf einzelne Aktien setzt, nimmt schon einen großen Teil des Risikos aus der Anlage heraus. Denn die Fondsmanager sind gesetzlich verpflichtet, das Geld der Anleger in viele verschiedene Aktien zu investieren. Damit sinkt das Risiko im Vergleich zu einer einzelnen Aktie deutlich.

 

Dennoch sind auch bei Europa-Fonds Wertschwankungen und Verluste möglich. Außerdem schmälern Entgelte wie der Ausgabeaufschlag und die Verwaltungsvergütung den Ertrag. Beide Effekte verlieren jedoch an Bedeutung, je länger der Anleger dabeibleibt. Deshalb ist eine Fondsanlage keine kurzfristige Spekulation, sondern eine langfristiges Investment.

 

Wie vorsichtige Anleger investieren

 

Wer schon vorher wissen möchte, wieviel er wann unter welchen Voraussetzungen ausgezahlt bekommt, der sollte sich gemeinsam mit seinem Sparkassenberater die Zertifikate der DekaBank ansehen. Das sind Wertpapiere, mit denen in einigen Varianten auch sehr risikoscheue Anleger in Aktien investieren können. „Sozusagen mit Sicherheitsnetz, aber auch mit angezogener Handbremse, wenn die Kurse steigen“, erläutert Hussam Masri, Leiter Produktmanagement bei der DekaBank.

 

Außerdem handelt es sich bei Zertifikaten um Schuldverschreibungen. Das bedeutet: Geht der Herausgeber pleite, ist das Geld verloren. Unabhängigen Ratingagenturen sehen diese Gefahr bei der DekaBank allerdings als sehr gering an. Die DekaBank ist aktuell mit den Ratings A+ (Moody’s vom 9. Februar 2017) und Aa3 (Standard & Poor’s vom 30. Juni 2017) eingestuft (Verlinkung zu deka.de). Beide Bewertungen gehören zu den besten, die vergeben werden.

 

Fonds und Zertifikate weisen also gleich mehrere Wege aus dem Zinstal. Welche Mischung für welchen Anleger am besten geeignet ist, weiß der Sparkassenberater vor Ort.

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