Ab in den Süden! Wo dieses Jahr trotz Corona ein Sommerurlaub möglich ist

Diese Informationen müssen Sie vor Reiseantritt beachten

Nicht nur die Inzidenzzahlen gehen europaweit zurück, sondern auch das Wetter wird endlich besser. Da kommt schnell Reiselust auf – besonders nach den harten Monaten im Lockdown. Wir erklären Ihnen, wohin Reisen trotz Corona möglich sind und was Sie vor Reiseantritt beachten müssen. 

Frau mit Maske macht an Strandpromenade ein Selfie

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bei einigen beliebten Reisezielen wurden die Reisewarnungen aufgehoben und vielerorts liegt die 7-Tage-Inzidenz endlich unter der 50er-Grenze. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit auf einen entspannten Sommerurlaub.
  • Für Reisende, die aus einem Risikogebiet nach Deutschland zurückkehren, ist eine zehntägige Quarantäne verpflichtend. Diese entfällt nur für Menschen, die nachweislich geimpft, genesen oder negativ getestet sind.
  • Von internationalen Flügen wird aufgrund der Virus-Mutationen weiterhin abgeraten. Zu leicht könnten sich diese sonst auf der Welt verbreiten.
  • Welche Bestimmungen für das von Ihnen ausgewählte Reiseziel gelten, können Sie auf der Webseite des Auswärtigen Amts nachlesen.

Sinkende Inzidenzwerte, steigender Optimismus

Für einige beliebte Reiseziele wurden die Reisewarnungen aufgehoben. Die Inzidenz ist vielerorts unter die lang ersehnte 50er-Grenze gesunken, was die Hürden bei Einreise und Rückreise reduziert. Sollten Sie sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben und nach Deutschland zurückkehren, müssen Sie sich für zehn Tage in häusliche Quarantäne begeben. Die Quarantäne kann vorzeitig beendet werden, wenn Sie ein negatives Testergebnis, eine vollständige Impfung oder eine Genesung nachweisen können. Bei Rückkehr aus einem Virusvariantengebiet gilt eine 14-tägige Quarantänepflicht, die sich nicht verkürzen lässt. Damit soll die internationale Verbreitung von Virusmutationen gebremst werden. Außerdem müssen Sie sich, wenn Sie aus einem Virusvariantengebiet nach Hause zurückkehren, vor der Einreise nach Deutschland digital anmelden. Diese Bestimmungen sind in der Verordnung der Bundesregierung vom 13. Mai 2021 geregelt.

Während das Reisen ins europäische Ausland wieder leichter wird, raten öffentliche Stellen von Reisen in Virusmutationsgebiete wie beispielsweise Indien oder Südafrika weiter ab. Zu leicht könnten sich sonst die Virusmutationen auf der ganzen Welt verbreiten und die Pandemie weiter verlängern. 

Spanien, Italien, Frankreich & Co.: Wo welche Einreisebestimmungen gelten

Doch der Weg muss nicht in die Ferne gehen, um zu paradiesischen Landschaften zu gelangen. Schließlich hat Europa auch einiges zu bieten. Wir haben für Sie die fünf beliebtesten Reiseländer der Deutschen angeschaut und die Reiserichtlinien für Sie zusammengefasst.

Spanien

Das Infektionsgeschehen in Spanien ist regional unterschiedlich: Einige autonome Regionen, darunter Andalusien, Katalonien, Madrid oder das Baskenland, zählen noch immer als Risikogebiete. Andere wie Asturien, Valencia, die Balearen, die Kanarischen Inseln und Kantabrien hingegen nicht mehr. Vor Reiseantritt sollten Sie sich unbedingt beim Auswärtigem Amt erkundigen, wie es derzeit um Ihr Reiseziel steht.

Eine Einreise ist trotz der schwankenden Inzidenzwerte möglich. Dafür werden ein negativer PCR-, LAMP- oder TMA-Test oder ein in der EU anerkannter Antigen-Test verlangt. Die Testung darf höchstens 48 Stunden vor Einreise vorgenommen worden sein.  Wer mit negativem Testergebnis einreist, muss außerdem beachten, dass einige persönliche Daten enthalten sein sollen – darunter der volle Name, die Pass- oder Personalausweisnummer, das Datum der Testabnahme, die Kontaktdaten des Labors und das angewandte Testverfahren. Flugreisende sind verpflichtet, sich vor Einreise im Spain Travel Health-Portal zu registrieren. Dies kann frühestens 48 Stunden vorher geschehen. Bei Ankunft findet eine Gesundheitskontrolle in Form einer Temperaturmessung statt und die Unterlagen werden überprüft.

Beschränkungen im Land: Die autonomen Regionen haben die Beschränkungen an die jeweils aktuellen Inzidenzwerte angepasst. Vor Reiseantritt sollten Sie sich deshalb über mögliche Besonderheiten informieren. Derzeit ist beispielsweise in Madrid die Ausgangssperre aufgehoben, in Valencia hingegen gilt sie von 1 bis 6 Uhr. Allgemein gilt: Zusammenkünfte und auch Restaurantbesuche sind möglich – allerdings mit Beschränkungen und im kleinen Rahmen. 

Italien

Von Reisen nach Italien wird bislang noch abgeraten, allerdings ist das Land kein Risikogebiet mehr.  Vor der Einreise muss die Anmeldung über ein Online-Formular geschehen. Zusätzlich ist die Vorlage eines negativen PCR- oder Antigen-Tests erforderlich, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Sollten Sie keinen negativen Test vorweisen können, sind Sie zu einer zehntägigen Selbstisolation verpflichtet, an deren Ende ein Test vorzunehmen ist.

Beschränkungen im Land: Landesweit gilt seit dem 19. Mai 2021 eine nächtliche Ausgangssperre von 24 Uhr bis 5 Uhr. Das Gesundheitsministerium ordnet Italiens Regionen und Provinzen zudem je nach epidemiologischer Lage verschiedenfarbigen Zonen zu – vom neutralen weiß bis zu dunklem Rot. So können Sie das Infektionsgeschehen und die Einschränkungen vor Ort auf einen Blick einordnen. Die Maskenpflicht gilt auch im öffentlichen Raum und wer sich weigert, muss mit hohen Geldstrafen rechnen. Sollten Sie vor Ort ein Gebäude betreten wollen, kann es sein, dass eine Temperaturmessung vorgenommen wird. Trotz der bisher bestehenden Reisewarnung hat die Außengastronomie geöffnet. Jedoch nur in den weißen und gelben Zonen des Landes. 

Frankreich

Vor Reisen nach Frankreich, einschließlich aller französischen Überseegebiete, wird derzeit gewarnt. Wer dennoch einreisen möchte, muss einen höchstens 72 Stunden vor Reisebeginn vorgenommenen negativen PCR-Test vorweisen können. Zudem müssen Sie eine Erklärung zur Symptomfreiheit abgeben, egal ob Sie über den Luft-, Land- oder Seeweg einreisen. Eine Ausnahme zur Testpflicht wird nur gemacht, wenn Sie über den Landweg einreisen, sich nicht länger als 24 Stunden im Land aufhalten und sich in einem Umkreis von höchstens 30 Kilometern um Ihren eigenen Wohnort bewegen.

Beschränkungen im Land: In Frankreich gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 6 Uhr. Seit dem 19. Mai 2021 haben die Gastronomie im Außenbereich, Geschäfte, Museen, Konzertsäle und Ähnliches mit Einschränkungen geöffnet. Wichtig: Das Tragen einer Maske ist nicht nur in geschlossenen Räumen und öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern auch auf öffentlichen Plätzen und Straßen mit großem Publikumsverkehr wie beispielsweise in Paris Pflicht.

Griechenland

Derzeit gilt das Land noch als Risikogebiet. Sollten Sie geimpft sein, müssen Sie bei der Einreise keinen negativen PCR-Test mehr vorweisen. Es reicht ein Zertifikat in englischer Sprache unter Nennung des vollständigen Namens, des Impfstoffes und der Anzahl der Impfdosen. Genesene benötigen eine Genesenenbescheinigung mit Vermerk über die Genesung von einer zwischen zwei und neun Monaten zurückliegenden Infektion. Ansonsten ist für alle Personen ab 5 Jahren das Vorweisen eines negativen PCR-Tests aus einem anerkannten Testlabor aus dem Abreiseland verpflichtend. Zudem muss spätestens 24 Stunden vor Abreise nach Griechenland ein Online-Formular ausgefüllt werden. Für Einreisende aus einem EU-Land, darunter Deutschland, entfällt die Quarantänepflicht.

Beschränkungen im Land: Die griechische Regierung hat den landesweiten Lockdown bis zum 31. Mai verlängert. Es gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 0:30 bis 5 Uhr und die Besucherkapazitäten in Geschäften und Museen sind begrenzt. Die Innenbereiche der Gastronomie bleiben geschlossen. Wer gegen die geltende Maskenpflicht verstößt, die auch im Freien gilt, muss mit Bußgeldern in Höhe von 300 Euro rechnen.

Österreich

Aufgrund der hohen Infektionszahlen wird vor Reisen nach Österreich abgeraten, jedoch ist das Land bis auf die Bundesländer Vorarlberg (mit Ausnahme der Gemeinde Mittelberg) und Tirol (mit Ausnahme der Gemeinde Jungholz) kein Risikogebiet mehr. Vor Einreise nach Österreich müssen Sie sich elektronisch registrieren und die Empfangsbestätigung bei der Einreise ausgedruckt oder auf einem mobilen Gerät vorweisen. Außerdem ist das Vorlegen eines negativen PCR- oder Antigen-Tests erforderlich, der nicht älter als 48 Stunden (Antigen) bzw. 72 Stunden (PCR) sein darf. Bei fehlender Bestätigung bei Einreise muss diese spätestens nach 24 Stunden auf eigene Kosten nachgereicht werden. Von der Testpflicht befreit sind vollständig Geimpfte und Genesene. Seit dem 19. Mai 2021 besteht zudem keine Quarantänepflicht mehr, wenn die Einreise aus einem Staat mit geringem Infektionsgeschehen geschieht – darunter fällt auch Deutschland. Sollten Sie sich zuvor in einem Risikogebiet aufgehalten haben und weder genesen noch geimpft sein, bleibt die Pflicht zur Selbstisolation bestehen. Bei Einreise aus einem Virusvariantengebiet gilt die Quarantäne mit Testmöglichkeit nach frühestens fünf Tagen ohne Ausnahme.

Beschränkungen im Land: Seit 19. Mai 2021 sind Besuche in Gaststätten und Hotels sowie Veranstaltungen wieder möglich. Voraussetzung ist das Vorlegen eines negativen Testergebnisses. Außerdem gelten Beschränkungen bei der Gruppengröße: Im Innenbereich sind maximal 4 Erwachsene mit maximal 6 Kindern pro Tisch gestattet. Bei der Ausreise können Sie in mehreren Bezirken damit rechnen, dass ein gültiger negativer Test vorgewiesen werden muss. Aktuell gibt es bereits weitere Lockerungspläne. Ab dem 10. Juni sollen in geschlossenen Räumen 8 Personen plus aufsichtspflichtige Kinder erlaubt sein. Die Sperrstunden soll erst ab 24 Uhr gelten. Für den 1. Juli besteht die Hoffnung, dass die Regierung die Sperrstunde und Abstandsbeschränkungen gänzlich aufhebt. Dies ist jedoch sehr stark von der epidemiologischen Lage abhängig, die sich immer wieder ändern kann. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Flexibilität steht im Fokus

Die Lage kann sich überall schnell verändern. Daher empfiehlt es sich, regelmäßig die aktuellen Nachrichten und Entwicklungen zu verfolgen. Wer sich fürs Reisen entscheidet, kann Buchungen bereits tätigen. Aktuell könnten sowohl Tickets für die Anfahrt als auch Übernachtungsmöglichkeiten günstiger zu haben sein, da viele Urlauberinnen und Urlauber noch warten und beobachten, wie sich die Situation entwickelt. Allerdings sollten Sie darauf achten, möglichst flexibel zu bleiben. Im Falle einer Stornierung erhalten Sie nicht immer das Geld zurück. Daher sollten Sie über eine Reiserücktrittsversicherung nachdenken. 

(Stand: 08.06.2021)


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