Der Weltspartag im Wandel der Zeit

Vom Tongefäß zum Online-Depot: So geht Sparschwein heute

Gespart wird schon sehr lange – und wohl auch in Zukunft. Doch so, wie sie sich die Zeiten ändern, so ändert sich auch die Art des Sparens. Schon im eigenen Leben genügt es, dass sich neue Situationen ergeben und somit neue Sparziele. Eine der wenigen festen Größen in der Welt des Sparens: die Sparkassen. Denn die meisten unserer Kundinnen und Kunden begleiten wir ihr ganzes Leben lang.

Sparen im Wandel

Menschen sparen schon seit Jahrtausenden. Bereits in der Antike verwendeten Griechen und Griechinnen sowie Römer und Römerinnen einfache Behälter mit einer kleinen Öffnung, um Münzen zu verwahren.

Die älteste bekannte Spardose ist ein kleiner griechischer Schatztempel aus Ton: ein sogenannter Thesaurus. Von ihm stammt das heutige Wort Tresor ab.

Auch im Mittelalter nutzten die Menschen Tongefäße, um darin Geld aufzuheben. In dieser Zeit tauchten die ersten Spardosen in Form von Schweinen auf. Schon damals galt das Tier als Symbol für Glück und Wohlstand. Das Sprichwort „Schwein haben“ beschreibt genau das: Nur jemand, der vermögend war, konnte sich eigenes Vieh leisten – und hatte immer etwas zu essen.

So sparen wir heute

Aus dem Sparschwein ist mittlerweile in vielen Haushalten ein Teddy geworden, ein Einhorn oder auch ein Fußball – Spardosen gibt es heutzutage in vielen Formen. Ungebrochen ist aber die Beliebtheit dieser Art der Geldaufbewahrung: Mehr als die Hälfte der Deutschen hat eine Spardose zu Hause.

Zum täglichen Leben dazu gehört außerdem das Girokonto. Mehr als 42 Prozent nutzen dieses Konto auch zum Sparen.

Auch das Sparbuch ist bei den Deutschen nach wie vor beliebt, obwohl es sich inzwischen nur noch bedingt zur Aufbewahrung von Geld eignet. Immerhin, die gesparte Summe bleibt die gesparte Summe. Doch größeres Geld sollten Sie auf dem Sparbuch aktuell nicht parken – dies macht aufgrund der niedrigen Zinsen weniger Sinn, denn die Inflationsrate von etwa acht Prozent (Bericht der Bundesbank vom 19.9.2022) bewirkt, dass der Realzins vorerst im negativen Bereich bleibt. Kurz: Die Zinserhöhungen halten mit der Inflation derzeit noch nicht Schritt – unterm Strich entsteht ein Wertverlust. 

Schwierige Zeiten, neues Denken

Es ist nur allzu verständlich, dass Sparen in diesen Zeiten schwierig ist. Seit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020, kamen immer weitere Herausforderungen auf die Menschen zu: neue Corona-Wellen, die Folgen des Kriegs in der Ukraine, die Gaskrise, die Inflation… Wenn sich dadurch Lebenshaltungskosten wie etwa Miete, Lebensmittelpreise, Energiekosten erhöhen, kann das Abstriche beim Lebensstil bedeuten. Deshalb ändert sich auch das Sparverhalten.

Sinnvoll kann es deshalb sein, das Ersparte anzulegen. Sparende denken zwar weiterhin langfristig, legen aber immer mehr in Aktien oder Fonds an. Regelmäßiges Sparen ist so schon ab 25 Euro möglich, belastet nicht übermäßig und gibt Perspektive. Vor allem junge Anlegerinnen und Anleger – immerhin 77 Prozent – setzen beim Sparen zunehmend auf Aktienfonds und ETFs; erst danach folgen Fest- und Tagesgelder sowie Kryptowährungen.

Dank des Internets lässt sich Geld heutzutage schnell und einfach über das Onlinebanking oder Ihre App investieren. Daneben gibt es auch hilfreiche Apps, um die Haushaltkasse im Alltag zu entlasten. : Alles wie gewohnt mithilfe Ihrer Sparkasse. Wir unterstützen Sie aber auch weiterhin in den Filialen, das für Sie beste Sparprodukt zu finden.

Die Sparkassen und der Weltspartag

Der Weltspartag hat eine fast hundertjährige Tradition: Zum ersten Mal fand er am 31. Oktober 1925 statt. Ein Jahr zuvor hatte das Weltinstitut der Sparkassen auf dem ersten Internationalen Sparkassenkongress in Mailand die Einführung des „World Thrift Day“ beschlossen.

Das Ziel: Mit kleinen Beträgen über die Jahre ein Vermögen aufbauen – und so den Wert des Geldes schätzen lernen.

Sparen, so hieß es damals „ist eine Tugend und eine Praktik, die grundlegend ist für den gesellschaftlichen Fortschritt eines jeden Einzelnen, einer jeden Nation und der gesamten Menschheit!“

Sparen hat in Deutschland Tradition

In der Bundesrepublik leben einige der eifrigsten Sparerinnen und Sparer der Welt – Sparen hat hierzulande Tradition. Das lässt sich auch an den Spareinlagen deutscher Haushalte erkennen: Anfang 2022 betrugen diese fast 546 Milliarden Euro.

Das Sicherheitsbedürfnis der Deutschen ist aufgrund der Krisen noch einmal gestiegen. So hat sich das Konsumverhalten der Deutschen deutlich verändert: Laut YouGov-Umfrage (August 2022) kaufen 70 Prozent der Deutschen zurückhaltender ein und stellen Urlaube und größere Anschaffungen zurück – und wer es sich leisten kann, legt eben Geld zur Sicherheit beiseite.

Wie und wofür sparen Sie?

Mit Menschen im Freundes- oder Bekanntenkreis über das Sparen zu sprechen, kann spannende Einsichten in die Denkweise anderer bringen. Denn selbst innerhalb der eigenen Familie kann es viele unterschiedliche Ansichten zum Thema Geld und Finanzplanung geben. Die einen sparen vielleicht fleißig und legen monatlich einen festen Betrag zur Seite, um ein finanzielles Polster für den Notfall zu haben oder später während der Rente besser abgesichert zu sein. Die anderen geben ihr Geld lieber direkt aus, weil sie es wichtig finden, im Hier und Jetzt gut zu leben.

Doch immer mehr Menschen behalten die Altersvorsorge im Blick. Auch, wenn sie monatlich nur kleine Beträge ansparen, bleibt Geld, um das Hier und Jetzt zu genießen und gleichzeitig für ein gutes Leben im Alter vorzusorgen. Das haben Sie sich verdient!


Sie benötigen Unterstützung bei Ihrer Finanzplanung? Wir beraten Sie gerne persönlich.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren: