
Gesetzlich verpflichtend sind die Kranken- und Pflegeversicherung sowie – situationsabhängig – die Kfz-Haftpflicht und Tierhalterhaftpflicht; für einige Berufe kommt die Berufshaftpflicht hinzu.
Als existenzieller Basisschutz gelten für die meisten Menschen die private Haftpflicht, die Berufsunfähigkeitsversicherung, die Pflegezusatz- sowie oft die Krankentagegeldversicherung und die Risikolebensversicherung, wenn Angehörige oder Kredite abgesichert werden müssen.
Ergänzend je nach Lebenslage sind Wohngebäude (bei Eigentum), Hausrat, Rechtsschutz, Krankenzusatz, Unfall- und Reiseversicherungen. Nicht zu ignorieren sollte die private Altersvorsorge als separater wichtiger Baustein für den Lebensstandard im Alter sein.
15 Versicherungen: Welche Sie abschließen sollten – und welche nicht
Nicht jede Versicherung ist für jede Person sinnvoll. Entscheidend ist, welche Risiken bestehen, welche existenzbedrohend sind und welche Sie finanziell selbst tragen könnten.
In diesem Artikel ordnen wir die wichtigsten Policen in 3 Kategorien ein:
- 4 notwendige Versicherungen: Diese sind gesetzlich verpflichtend.
- 5 sinnvolle Versicherungen: Sie sichern Ihre Existenz ab. Auch wenn sie nicht gesetzlich verpflichtend sind, sind sie dadurch für die meisten unerlässlich.
- 6 situationsabhängige Ergänzungen: Es hängt von Ihrer persönlichen Situation und Ihren Bedürfnissen ab, ob diese Versicherungen für Sie wichtig sind – oder nicht.
Durch diese Einteilung sehen Sie schnell, welche Versicherungen wirklich nötig sind und wo Sie bewusst entscheiden können.
Übrigens: Wir betrachten hier Versicherungen für Privatpersonen. Versicherungen für Gewerbe und Selbstständige behandeln wir separat.
Das digitale Versicherungs-Tool der Sparkassen-Finanzgruppe bietet Sparkassen-Kundinnen und -Kunden mit Online-Banking-Zugang einen optimalen Überblick über ihren Versicherungsschutz. Lücken lassen sich so schnell erkennen und genauso flink schließen. So behalten Sie Ihren Bedarf zu jeder Zeit und an jedem Ort immer im Blick. Probieren Sie es aus.
4 notwendige Versicherungen: Hier besteht eine gesetzliche Pflicht
Checkliste – auf einen Blick:
1. Kranken- und Pflegeversicherung
2. Kfz-Haftpflichtversicherung (wenn Sie ein Fahrzeug in Betrieb haben)
3. Tierhalterhaftpflichtversicherung (je nach Tier und Bundesland)
4. Berufshaftpflichtversicherung (abhängig vom Beruf)
Kranken- und Pflegeversicherung
Was sichert sie ab?
Sie übernimmt Kosten für medizinische Behandlungen, Medikamente, Krankenhausaufenthalte und weitere Gesundheitsleistungen – je nach gesetzlichem oder privatem Tarif. Die Pflegeversicherung kommt im Pflegefall für einen Teil der Kosten auf.
Für wen ist sie notwendig?
Für alle, denn sie ist in Deutschland gesetzlich verpflichtend.
Wichtig:
Wer zwischen gesetzlicher Krankenversicherung (GKV) und privater Krankenversicherung (PKV) wählen kann, sollte Leistungen und langfristige Beiträge sorgfältig vergleichen.
Kfz-Haftpflichtversicherung (wenn Sie ein Fahrzeug in Betrieb haben)
Was sichert sie ab?
Die Kfz-Haftpflichtversicherung kommt für Schäden auf, die Sie anderen im Straßenverkehr zufügen.
Für wen ist sie notwendig?
Für alle Fahrzeughalterinnen und -halter, denn sie ist Voraussetzung für die Zulassung.
Wichtig:
Für Schäden am eigenen Fahrzeug kann in bestimmten Fällen ergänzend eine Kaskoversicherung sinnvoll sein. Diese ist jedoch keine gesetzliche Pflicht.
Tierhalterhaftpflichtversicherung (je nach Bundesland und Tier)
Was sichert sie ab?
Sie übernimmt Schäden, die Ihr Tier verursacht, zum Beispiel Personen- oder Sachschäden.
Für wen ist sie notwendig?
Vor allem für Halterinnen und Halter von Hunden oder Pferden. Sie ist in einigen Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben, in anderen jedoch freiwillig.
Wichtig:
Prüfen Sie die Regelungen Ihres Bundeslands beziehungsweise (in Bayern) Ihrer Kommune. Weitere Tierversicherungen können je nach Fall vorteilhaft sein oder nicht.
Berufshaftpflichtversicherung (abhängig vom Beruf)
Was sichert sie ab?
Eine Berufshaftpflichtversicherung schützt vor finanziellen Folgen beruflicher Fehler, die Dritten Schaden zufügen.
Für wen ist sie notwendig?
Für bestimmte Berufsgruppen ist sie gesetzlich vorgeschrieben, zum Beispiel für Ärztinnen und Ärzte, Notarinnen und Notare, Steuerberaterinnen und -berater sowie Wirtschaftsprüferinnen und -prüfer.
Wichtig:
Achten Sie auf eine ausreichend hohe Deckungssumme für Personenschäden.
Diese Versicherungen sind wichtig für den Berufsstart
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5 sinnvolle Versicherungen – gesetzlich nicht verpflichtend, jedoch normalerweise unverzichtbarer Existenzschutz
Checkliste – auf einen Blick:
1. Private Haftpflichtversicherung
2. Berufsunfähigkeitsversicherung
3. Pflegezusatzversicherung
4. Krankentagegeldversicherung
5. Risikolebensversicherung
Private Haftpflichtversicherung
Was sichert sie ab?
Die Haftpflichtversicherung übernimmt Kosten für Schäden, die Sie anderen unbeabsichtigt zufügen – inklusive schwerer Personenschäden. Diese Versicherung kann Sie vor dem finanziellen Ruin bewahren.
Für wen ist sie sinnvoll?
Für praktisch alle Erwachsenen; oft auch über Familie oder Partnerschaft mitversicherbar
Wichtig:
Eine hohe Deckungssumme ist entscheidender als ein minimaler Beitrag.
Berufsunfähigkeitsversicherung
Was sichert sie ab?
Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zahlt, wenn Sie Ihren letzten Beruf aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr oder nur noch stark eingeschränkt ausüben können.
Für wen ist sie sinnvoll?
Für alle, die auf ihr Arbeitseinkommen angewiesen sind
Wichtig:
Schließen Sie diese Versicherung am besten so früh wie möglich ab. Denn je jünger Sie sind, desto weniger zahlen Sie normalerweise für eine BU.
Pflegezusatzversicherung
Was sichert sie ab?
Eine Pflegezusatzversicherung ergänzt die gesetzliche Pflegeversicherung beziehungsweise die private Pflegepflichtversicherung und reduziert Eigenanteile im Pflegefall.
Für wen ist sie sinnvoll?
Für alle, die im Alter finanzielle Belastungen abfedern möchten – besonders bei begrenzter Rücklage und voraussichtlich geringer Rente
Wichtig:
Ein früher Abschluss kann die Beiträge deutlich senken.
Krankentagegeldversicherung
Was sichert sie ab?
Eine Krankentagegeldversicherung schließt die Einkommenslücke bei längerer Arbeitsunfähigkeit. Das ist vor allem wichtig, wenn Lohnfortzahlung und gesetzliches Krankengeld nicht greifen beziehungsweise nicht ausreichen.
Für wen ist sie sinnvoll?
Für viele Berufstätige, besonders für Selbstständige und privat Krankenversicherte
Wichtig:
Die Höhe sollte so gewählt sein, dass laufende Fixkosten sicher gedeckt sind.
Risikolebensversicherung
Was sichert sie ab?
Die Risikolebensversicherung zahlt im Todesfall eine vereinbarte Summe an Hinterbliebene und stabilisiert so deren finanzielle Situation.
Für wen ist sie sinnvoll?
Für Menschen mit finanziell abhängigen Angehörigen, oft mit laufenden Immobilienkrediten
Wichtig:
Die Versicherungssumme sollte sich an Einkommen, Kredit und Bedarf orientieren.
5 sinnvolle Versicherungen – gesetzlich nicht verpflichtend, jedoch normalerweise unverzichtbarer Existenzschutz
Checkliste – auf einen Blick:
1. Private Haftpflichtversicherung
2. Berufsunfähigkeitsversicherung
3. Pflegezusatzversicherung
4. Krankentagegeldversicherung
5. Risikolebensversicherung
Private Haftpflichtversicherung
Was sichert sie ab?
Die Haftpflichtversicherung übernimmt Kosten für Schäden, die Sie anderen unbeabsichtigt zufügen – inklusive schwerer Personenschäden. Diese Versicherung kann Sie vor dem finanziellen Ruin bewahren.
Für wen ist sie sinnvoll?
Für praktisch alle Erwachsenen; oft auch über Familie oder Partnerschaft mitversicherbar
Wichtig:
Eine hohe Deckungssumme ist entscheidender als ein minimaler Beitrag.
Berufsunfähigkeitsversicherung
Was sichert sie ab?
Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zahlt, wenn Sie Ihren letzten Beruf aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr oder nur noch stark eingeschränkt ausüben können.
Für wen ist sie sinnvoll?
Für alle, die auf ihr Arbeitseinkommen angewiesen sind
Wichtig:
Schließen Sie diese Versicherung am besten so früh wie möglich ab. Denn je jünger Sie sind, desto weniger zahlen Sie normalerweise für eine BU.
Pflegezusatzversicherung
Was sichert sie ab?
Eine Pflegezusatzversicherung ergänzt die gesetzliche Pflegeversicherung beziehungsweise die private Pflegepflichtversicherung und reduziert Eigenanteile im Pflegefall.
Für wen ist sie sinnvoll?
Für alle, die im Alter finanzielle Belastungen abfedern möchten – besonders bei begrenzter Rücklage und voraussichtlich geringer Rente
Wichtig:
Ein früher Abschluss kann die Beiträge deutlich senken.
Krankentagegeldversicherung
Was sichert sie ab?
Eine Krankentagegeldversicherung schließt die Einkommenslücke bei längerer Arbeitsunfähigkeit. Das ist vor allem wichtig, wenn Lohnfortzahlung und gesetzliches Krankengeld nicht greifen beziehungsweise nicht ausreichen.
Für wen ist sie sinnvoll?
Für viele Berufstätige, besonders für Selbstständige und privat Krankenversicherte
Wichtig:
Die Höhe sollte so gewählt sein, dass laufende Fixkosten sicher gedeckt sind.
Risikolebensversicherung
Was sichert sie ab?
Die Risikolebensversicherung zahlt im Todesfall eine vereinbarte Summe an Hinterbliebene und stabilisiert so deren finanzielle Situation.
Für wen ist sie sinnvoll?
Für Menschen mit finanziell abhängigen Angehörigen, oft mit laufenden Immobilienkrediten
Wichtig:
Die Versicherungssumme sollte sich an Einkommen, Kredit und Bedarf orientieren.
6 Versicherungen für bestimmte Situationen – nicht für alle wichtig
Checkliste – auf einen Blick:
1. Krankenzusatzversicherungen (für gesetzlich Krankenversicherte mit Wunsch nach mehr Leistung)
2. Private Unfallversicherung (vor allem für alle ohne gesetzlichen Unfallschutz)
3. Wohngebäudeversicherung (unbedingt für Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer)
4. Hausratversicherung (je nach Wert des Hausrats)
5. Rechtsschutzversicherung (bei besonderen rechtlichen Konfliktrisiken im Alltag)
6. Reiseversicherungen (für Menschen, die viel und weit reisen)
Krankenzusatzversicherungen (zum Beispiel für Zähne oder Krankenhaus)
Was sichert sie ab?
Krankenzusatzversicherungen ergänzen Leistungen der GKV – etwa für Zahnersatz oder bessere Krankenhausleistungen.
Für wen ist sie wichtig?
Für gesetzlich Versicherte mit erhöhtem Bedarf oder Wunsch nach Komfortleistungen
Wichtig:
Leistungen und Wartezeiten sollten zu Ihrem Bedarf passen.
Was sichert sie ab?
Eine private Unfallversicherung zahlt je nach Vertrag bei Invalidität oder schweren Unfallfolgen – unabhängig davon, ob der Unfall in Freizeit oder Beruf passiert.
Für wen ist sie wichtig?
Alle ohne ausreichenden gesetzlichen Unfallschutz sollten unbedingt darüber nachdenken: Die gesetzliche Unfallversicherung greift bei Arbeitsunfällen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Und bei Unfällen, die auf dem Weg zur Arbeit oder auf dem Rückweg nach Hause passieren. Gesetzlich unfallversicherte Kinder sind lediglich während des Aufenthalts in Kindergarten, Schule oder Universität sowie auf dem direkten Weg hin oder zurück versichert.
Wichtig:
Wichtiger als Extras ist eine gute Invaliditätsleistung.
Wohngebäudeversicherung (unbedingt bei Immobilieneigentum)
Was sichert sie ab?
Die Wohngebäudeversicherung deckt Schäden am Gebäude, zum Beispiel durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel, ab.
Für wen ist sie wichtig?
Für Eigentümerinnen und Eigentümer ist sie unverzichtbar.
Wichtig:
In Risikogebieten ist eine Elementarschaden-Erweiterung besonders relevant.
Hausratversicherung (je nach Wert des Hausrats)
Was sichert sie ab?
Eine Hausratversicherung schützt Ihren Besitz bei Schäden durch Leitungswasser, Feuer, Hagel, Sturm und Einbruchdiebstahl.
Für wen ist sie wichtig?
Für Menschen mit eigenem Haushalt und nennenswertem Hausratwert
Wichtig:
Die Versicherungssumme sollte realistisch zum Wert Ihres Hausrats passen.
Rechtsschutzversicherung (bei besonderen rechtlichen Konfliktrisiken im Alltag)
Was sichert sie ab?
Je nach Baustein übernimmt eine Rechtsschutzversicherung Kosten für Anwältinnen und Anwälte, Gerichte und weitere Ausgaben bei Rechtsstreitigkeiten.
Für wen ist sie wichtig?
Für Menschen, die Konfliktrisiken in Arbeit, Verkehr, Wohnen oder Privatleben absichern möchten
Wichtig:
Achten Sie auf passende Bausteine, statt auf ein „Rundum-Paket“.
Reiseversicherungen (für Menschen, die viel und weit reisen)
Was sichert sie ab?
Auslandsreisekrankenversicherungen decken Behandlung und ggf. Rücktransport; eine Reiserücktrittversicherung schützt vor Stornokosten.
Für wen ist sie wichtig?
Auslandsreisekrankenversicherungen decken Behandlung und ggf. Rücktransport; eine Reiserücktrittversicherung schützt vor Stornokosten.
Für Menschen, die regelmäßig oder weit reisen; Rücktritt besonders bei teuren Reisen.
Wichtig:
Eine Auslandsreisekrankenversicherung gehört zu den günstigsten und sinnvollsten Reise-Basisschutzbausteinen.
Die private Rentenversicherung steht in diesem Artikel bewusst separat: Sie zielt nicht darauf ab, akute Risiken abzusichern, sondern sie stärkt Ihre finanzielle Basis im Alter. Denn die gesetzliche Rente reicht normalerweise nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard auch im Rentenalter zu halten. Eine private Altersvorsorge ist daher unverzichtbar, um diese Lücke zu schließen.
Tipp: Früh starten lohnt sich auch hier: So können Sie noch mit deutlich weniger finanziellem Einsatz eine gute Absicherung erreichen.
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Häufige Fragen zu sinnvollen Versicherungen
Für den Kfz-Versicherungswechsel gibt es einen jährlich feststehenden Stichtag: den 30. November. Denn eine Kündigung muss bis einen Monat vor Laufzeitende vorliegen und bei den meisten Kfz-Versicherungen läuft das Versicherungsjahr bis zum 31. Dezember. Danach ist eine Kündigung nur noch unter bestimmten Voraussetzungen möglich
Der passende Versicherungsschutz hängt von Ihrer Lebensphase, Ihrer persönlichen und finanziellen Situation ab. Daher lässt sich diese Frage am besten in einem individuellen Beratungsgespräch beantworten.
Ein paar generelle Beispiele zur Orientierung:
- In Ausbildung oder Studium sind Sie oft noch über die Eltern mitversichert; eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann sich allerdings schon früh lohnen. Spätestens zum Berufseinstieg sollten BU und Altersvorsorge auf Ihrer Liste stehen.
- Mit Partnerschaft können gemeinsame Haftpflicht-, Hausrat- oder Rechtsschutztarife günstiger sein. Auch Pflegevorsorge rückt stärker in den Fokus.
- Mit Kindern werden Absicherung der Familie und Risikoleben wichtig.
- Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer brauchen eine Wohngebäudeversicherung.
Auch für Alleinstehende und Singles ist die Krankenversicherung Pflicht. Sehr wichtig ist außerdem die private Haftpflichtversicherung, weil schon kleine Missgeschicke teuer werden können. Wenn Sie auf Ihr Einkommen angewiesen sind, gehört die Berufsunfähigkeitsversicherung zu den wichtigsten Absicherungen.
Eine Hausratversicherung lohnt sich, wenn Sie eine eigene Wohnung mit wertvollem Inventar haben. Kfz-Haftpflicht ist natürlich Pflicht, wenn Sie ein Auto besitzen. Je nach persönlichem Sicherheitsbedürfnis können Rechtsschutz oder eine private Unfallversicherung sinnvoll sein. Die Altersvorsorge sollten Singles besonders im Blick behalten, weil kein Partner oder keine Partnerin da ist, der sie finanziell mitauffängt.
Familien brauchen als Basis die Krankenversicherung für alle Mitglieder. Sehr wichtig ist eine private Haftpflichtversicherung mit ausreichender Familien- und Kinderabsicherung. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist für die Berufstätigen zentral. Zusätzlich schützt eine Risikolebensversicherung die Familie finanziell, falls ein Hauptverdiener oder eine Hauptverdienerin stirbt.
Eine Hausratversicherung ist sinnvoll, weil mit Kindern oft mehr Inventar im Haushalt ist. Bei Eigentum gehört die Wohngebäudeversicherung dazu, ggf. ergänzt um Elementarschäden. Wer ein Auto nutzt, braucht die Kfz-Haftpflicht und kann je nach Fahrzeugwert über Teil- oder Vollkasko nachdenken. Je nach Bedarf können Unfall- oder Zahnzusatzversicherungen für Kinder eine sinnvolle Ergänzung sein.
Studenten und Studentinnen müssen eine Krankenversicherung haben und sollten zudem eine Haftpflichtversicherung abschließen, um sich vor Kosten zu schützen, die durch selbstverursachte Schäden an fremdem Eigentum entstehen können. Im Studium ist man in der Regel über die Eltern oder Erziehungsberechtigten versichert.
Nach Ende der ersten Berufsausbildung oder mit Erreichen einer vertraglich festgelegten Altersgrenze (meist 25 Jahren) benötigt jeder und jede eine eigene Haftpflichtversicherung. Als Studentin oder Student lohnt es sich ebenfalls oft, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, da diese bei jungen Menschen in der Regel günstiger ist.
Für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer ist die Wohngebäudeversicherung die wichtigste Basis. Sie deckt Schäden am Haus zum Beispiel durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel ab. In vielen Regionen ist zusätzlich eine Elementarschadenversicherung sehr sinnvoll, etwa gegen Starkregen, Überschwemmung oder Erdrutsch.
Eine Hausratversicherung schützt das Inventar im Haus. Unverzichtbar ist außerdem eine private Haftpflichtversicherung – idealerweise ergänzt um eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht, wenn Sie vermieten oder ein unbebautes Grundstück besitzen.
Wer eine Immobilie finanziert, sollte über eine Risikolebensversicherung nachdenken, damit Angehörige den Kredit im Ernstfall tragen können. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung bleibt auch für Eigentümerinnen und Eigentümer wichtig, weil im Leistungsfall sonst laufende Kredit- und Instandhaltungskosten schnell zur Belastung werden können. Bei Vermietung kann zudem eine Rechtsschutzversicherung mit Vermieter-Baustein sinnvoll sein.
Selbstständige tragen ihr Risiko oft allein – darum sind die passenden Versicherungen für sie besonders wichtig. Für die private Absicherung sind beispielsweise eine Kranken- und Pflegeversicherung, eine Berufsunfähigkeitsversicherung, eine Krankentagegeldversicherung und die private Altersvorsorge absolut essenziell.
Für die berufliche Absicherung können je nach ausgeübter Tätigkeit unter anderem eine Betriebshaftpflicht, eine Cyberversicherung oder eine Firmenrechtsschutzversicherung sinnvoll sein. In unserem Ratgeber „Versicherungen für Selbstständige“ erfahren Sie mehr.


