Es klingt banal, aber Sie sollten verstehen, in was Sie Ihr Geld stecken. Wenn Sie sich für eine spezielle Aktie interessieren und sich nicht nur auf Ihr Bauchgefühl verlassen wollen, sollten Sie sich zum Beispiel den Geschäftsbericht der AG, die aktuellen Quartalszahlen, Analysen und volkswirtschaftliche Prognosen ansehen.
Oder Sie nutzen die Expertise von Profis und investieren lieber in einen Aktienfonds. Der Vorteil: Um die Analysen kümmern sich die Fondsmanagerinnen und Fondsmanager Ihrer Sparkasse oder Bank. Auch hier sollten Sie sich informieren: Wie wird die Gesellschaft zum Beispiel im jährlichen Capital-Ranking beurteilt? Und passt die Ausrichtung des Fonds zu Ihrem persönlichen Chance-Risiko-Profil? Ihre Sparkassen-Beraterin oder Ihr -Berater hilft Ihnen gern bei der Auswahl und hat geeignete Tipps.
Sie haben sich über die Börse informiert und eine konkrete Aktie im Auge? Das ist für Einsteigerinnen und Einsteiger ein guter Anfang. Aber vielleicht denken Sie ja auch über mehrere Titel nach und können sich nicht entscheiden. Das müssen Sie auch nicht unbedingt. Denn wenn Sie erst einmal mit einem Aktienfonds anfangen, wird Ihr Geld auf Hunderte verschiedene Werte verteilt. Als Anlegerin oder Anleger minimieren Sie so das Risiko, falls doch mal ein Unternehmen schlechte Zahlen schreibt und gar Pleite macht.
Wenn Sie zwar in Aktien einstiegen möchten, aber noch etwas weniger Risiko eingehen wollen, sind auch sogenannte gemischte Fonds interessant. Die legen das Geld nicht nur in Aktien, sondern auch in Zinspapieren wie Anleihen an. Je nachdem, wie die Fondsmanagerinnen und Fondsmanager die Märkte einschätzen, kann der Anteil der Aktien auch einmal zurückgefahren werden.
So haben Sie dann gleich zweimal gestreut: Sie verteilen Ihr Geld auf Aktien UND sogenannte Renten – und innerhalb dieser beiden Assetklassen noch einmal auf viele verschiedene Einzelwerte.
Auf dem Kapitalmarkt sollten Sie nur Kapital anlegen, das bei Ihnen nicht anderweitig verplant ist. Wenn Sie wissen, dass Sie das Geld in den kommenden fünf Jahren für den Lebensunterhalt, die Tilgung Ihres Privatkredits oder andere Anschaffungen brauchen, gilt: Finger weg. Denn einen fixen Verkaufszeitpunkt, der dann gerade besonders ungünstig sein könnte, sollten Sie vermeiden.
Ein Beispiel: Sie müssen in zwei Jahren ein Auto kaufen. Bis dahin legen Sie das Geld in Aktien an. Aber genau in dem Moment, wenn Sie das Auto brauchen, hat die Börse eine Schwächephase. Die Folge: Sie müssen mit Verlust verkaufen.
Sie benötigen eine neue Küche, aber es fehlen ein paar Tausend Euro. Also das Geld an der Börse anlegen und sich so schnell die fehlenden Mittel besorgen? Bitte nicht! Bei der Geldanlage am Aktienmarkt brauchen Sie einen längeren Atem – auf den schnellen Euro sollten Sie besser nicht wetten. Eine gute Idee ist dagegen das regelmäßige Sparen mit einem Fondssparplan.
Wenn Sie auf zügige Gewinne angewiesen sind, werden Sie unweigerlich auf ein risikoreiches Investment setzen müssen. Das kann gut gehen, aber viel zu oft tappen gerade Anfängerinnen und Anfänger hier in eine Falle. Denn mit einem unausgewogenen Portfolio könnten Sie am Ende blank dastehen.
Wenn Sie dagegen Geduld beweisen und mit Weitsicht anlegen, haben Sie wesentlich größere Chancen, Ihre Geldanlage bestmöglich zu gestalten. Mit der Zeit sinkt das Risiko deutlich, mit Aktien Geld zu verlieren. Wer bislang mindestens elf Jahre mit einen Fondssparplan in die Dax-Werte investierte, lag am Ende immer im Plus. Dennoch unterliegen auch Investmentfonds Kurschwankungen.
Natürlich gehen Sie mit der Erwartung ins Aktien-Rennen, möglichst eine gute Rendite zu erzielen. Aber die Börse ist immer in Bewegung und Ihr Depot kann zu einem bestimmten Zeitpunkt auch einmal Verluste aufweisen.
Kursschwankungen sind ganz normal und kommen immer wieder vor. Das ist kein Unglück, sondern im Gegenteil ein Zeichen dafür, dass die Wertpapier-Märkte funktionieren und Angebot und Nachfrage sich verändern. Bereiten Sie sich darauf vor, dass es zu Korrekturen kommen kann und verfallen Sie nicht in Panik und Aktionismus. Reagieren Sie mit kühlem Kopf.
Bei Aktien können Sie sich zur Sicherheit eine „Stop-Loss“-Grenze setzen, also einen Wert, ab dem Sie Ihre Anlage auf jeden Fall abstoßen wollen. Auf der anderen Seite können Kurskorrekturen aber auch genau der richtige Zeitpunkt sein, um zu einem günstigen Preis nachzukaufen.
Sie hören oder lesen einen todsicheren Tipp von einem vermeintlichen Börsen-Guru? Bei dem mehr als 10 oder 20 oder mehr Prozent Rendite sicher sind? Dann haben wir auch einen Tipp für Sie: Seien Sie vorsichtig!
Es gibt im Umfeld von Geldanlagen jede Menge sogenannte Expertinnen und Experten, die Ihnen Versprechungen machen. Sie sollten sich aber immer fragen, was die Person für ein Interesse hat, Ihnen diese Information mitzuteilen.
Begegnen Sie deshalb allzu verlockenden Tipps und Hinweisen lieber mit einer gesunden Skepsis.
Kaufen, verkaufen, kaufen, verkaufen: So stellt sich mancher das Anlegen in Wertpapieren vor. Mit der Realität hat das im Normalfall nicht viel zu tun. Dass Sie eine Aktie kaufen und nach Tagen oder Wochen direkt wieder abstoßen, bleibt hoffentlich die Ausnahme.
Denn wer viel und schnell handelt, produziert vor allen Dingen erst eines: Kosten. Beim Kaufen und Verkaufen werden Gebühren fällig, die von der Wertentwicklung der Aktie oder eines Fonds erst einmal wieder reingeholt werden müssen.
Wer strukturiert und breit anlegt, muss nicht laufend rein und raus aus Aktien.
Lassen Sie Ihr Geld für sich arbeiten. Dieser Satz beschreibt am besten, was der Zinseszins für Ihre Anlage bedeutet. Er ist der Hebel, mit dem Sie das volle Potenzial ausschöpfen.
Die Idee dahinter ist relativ einfach: Sie reinvestieren Ihre Gewinne beziehungsweise Zinsen, um daraus weitere Erträge zu erwirtschaften. Sie fügen also Ihre Gewinne dem eingesetzten Kapital hinzu, um so die Chance auf größere Erträge zu haben. Bei Fonds passiert das Wiederanlegen meist automatisch, da müssen Sie selbst gar nicht aktiv werden.
Der Zinseszins ist einer der wichtigsten Mechanismen der Vermögensbildung überhaupt. Albert Einstein antwortete auf die Frage, was die stärkste Kraft im Universum sei: „Das ist der Zinseszins!“ Vor allem langfristig zahlt er sich für Sie aus. Nutzen Sie also diesen Effekt, um Ihr Vermögen entscheidend vergrößern zu können.
Sie sollten Ihre Anlage mit einer ruhigen Hand verwalten. Das heißt aber nicht, dass Sie Ihr Portfolio vernachlässigen dürfen. Selbst wenn Sie den Finanzmarkt einigermaßen im Blick haben, können sich Vorzeichen ändern. Solche Entwicklungen sollten Sie nicht verschlafen.
Besser ist es, wenn Sie gemeinsam mit Ihrer Anlageberaterin oder Ihrem Anlageberater regelmäßig – am besten mindestens einmal im Jahr – über Ihr Depot sprechen und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen.
Sie haben das Gefühl, es gibt noch so viel zu lernen und wagen sich deshalb nicht an Aktien heran? Trauen Sie sich, denn jeder Tag ohne Anlage ist ein Tag ohne Chance auf Rendite.
Um in den Kapitalmarkt einzusteigen, müssen Sie kein Börsen-Spezialist oder keine -Spezialistin sein. Genau dafür gibt es Fonds und Profis, die sich um das Management kümmern. Und wenn Sie einmal dabei sind – zum Beispiel mit einem Fondssparplan – ist das Anlegen am Kapitalmarkt für Sie ganz normal.
Der Aktienkauf erfolgt im Regelfall über das Onlinebanking oder eine App, zum Beispiel die S Broker Mobile App der Sparkassen. Über die App können Sie einzelne Aktien, also Aktien von einzelnen Unternehmen kaufen und verkaufen. Ein ETF-Sparplan (ETF steht für Exchange Traded Funds) ist beim Online-Broker ebenso verfügbar wie Aktien des Dax. Über den Broker lassen sich zudem Infos wie der Aktienkurs oder die ausgezahlte Dividende anderer Wertpapiere sowie eine Auswahl gemanagter Fonds einsehen.
Das Thema Aktien gehört heutzutage für viele zu einer guten Geldanlage dazu. Denn im Gegensatz zu Tagesgeldkonto oder Girokonto haben Sie mit Aktien oder gemanagten Fonds eine größere Chance auf Rendite. Und auch der Corona-Crash hat gezeigt: Der Markt erholt sich relativ schnell von Krisen. Trotzdem unterliegen Aktienkurse Kursschwankungen.
Welche Aktien gekauft werden, ist in der Regel eine Frage der persönlichen Risikoneigung. Internationale Aktien können ebenso infrage kommen wie einzelne Aktien des deutschen Index, dem Dax. Auch ETFs wie der MSCI World können ein sinnvoller Teil Ihres Portfolios sein. Wichtig ist: Streuen Sie breit, statt sich auf einzelne Aktien-Kaufempfehlungen zu verlassen. Je breiter Sie streuen, desto besser können Sie Kursschwankungen entgegenwirken.
Mit einem Sparplan lassen sich Aktien oder auch Fonds schon mit kleinen Beträgen kaufen. Aber Vorsicht: Investieren Sie nur Geld in Aktien oder Fonds, das Sie nicht für laufende Kosten benötigen. Die Geldanlage in Wertpapiere lohnt sich in erster Linie dann, wenn Sie langfristig investieren. Möchten Sie schnell Geld machen, ist die Anlage in Wertpapiere für Sie nicht sinnvoll.