zum Inhalt springen
Aufnahme von oben auf die Hände einer Frau, die ein Portemonnaie gefüllt mit Einkaufsbons und Euroscheinen aufhält.

Visa versus Mastercard®: Welche Kreditkarte passt besser zu mir?

Kartenauswahl
Fragen Sie sich, ob eine Visa oder doch lieber eine Mastercard® die bessere Wahl für Sie ist? Erfahren Sie, warum der Anbieter der Karte meist zweitrangig ist – und welche Faktoren Sie wirklich im Blick haben sollten. Lesen Sie, worauf es bei Kartentyp, Kosten und Leistungen ankommt, damit Ihre nächste Karte perfekt zu Ihrem Alltag passt.
Das Wichtigste in Kürze
  • Für den Alltag macht es kaum einen Unterschied, ob Ihre Karte von Visa oder Mastercard® ist – beide sind insgesamt weitgehend gleich gut akzeptiert und sicher.

  • Wichtiger als der Anbieter ist, ob Sie eine Debit-, Kredit- oder Prepaid-Karte nutzen und wie gut diese zu Ihrem Zahlungsverhalten passt.

  • Je nach Sparkasse oder Bank gibt es außerdem Unterschiede in Bezug auf Kosten sowie Zusatzleistungen.

Wo liegen die Unterschiede zwischen Visa und Mastercard®?

Ist eine Visa oder eine Mastercard® besser für mich? Diese Frage hören unsere Sparkassen-Beraterinnen und Berater immer wieder. Gleich vorweg: Es macht letztlich im Alltag kaum einen Unterschied, ob Ihre Debit- oder Kreditkarte von Visa oder Mastercard® ist.

Visa und Mastercard® sind die beiden weltweit größten Kreditkartengesellschaften. Beide Unternehmen bieten Zahlkarten für den Einsatz weltweit und online an. Die beiden Anbieter sorgen im Hintergrund dafür, dass Ihre Kartenzahlung beim Händler oder Geldautomaten geprüft und abgerechnet wird. Für Sie im Alltag decken jedoch beide nahezu dasselbe ab:

  • Akzeptanz: Beide Anbieter werden weltweit an Millionen von Terminals, Online-Shops und Geldautomaten akzeptiert. Im Alltag – ob im Supermarkt, Restaurant oder beim Online-Shopping – werden Sie daher kaum merken, ob Sie mit Visa oder Mastercard® zahlen.
  • Sicherheit: Beide setzen moderne Sicherheitsverfahren ein, zum Beispiel Chip-and-PIN (EMV), kontaktloses Bezahlen sowie zusätzliche Sicherheitsabfragen beim Online-Einkauf (zum Beispiel über eine App oder TAN).
  • Einsatz im Ausland: Auch auf Reisen werden Visa und Mastercard® in vielen Ländern gleichermaßen akzeptiert. Unterschiede kann es im Einzelfall geben – zum Beispiel in exotischen Ländern und wenn ein kleinerer Händler nur mit einem der beiden Anbieter zusammenarbeitet. Für die meisten Sparkassen-Kundinnen und -Kunden wird es sich dabei dann aber um einen seltenen Ausnahmefall handeln.
Fakt ist deshalb:

Die Wahl zwischen Visa und Mastercard® ist in den meisten Fällen nicht entscheidend. Viel wichtiger ist, welche Karte Sie genau nutzen – also ob es etwa eine Debit- oder Kreditkarte ist und welche Konditionen und Zusatzleistungen sie bietet. Die Sparkassen geben dabei sowohl Karten von Visa als auch von Mastercard® aus.

 Worauf Sie bei der Auswahl Ihrer Karten achten sollten

Anstatt sich auf den Namen des Anbieters zu konzentrieren, sollten Sie vor allem die unterschiedlichen Kartentypen kennen – und jeweils die für Sie passende Karte wählen.

¹Bei diesem Produkt handelt es sich um eine Kreditkarte. Mit dem Begriff „Kreditkarte“ ist im Text eine Zahlungskarte gemeint, die der Kontoanbieter bereitstellt und die mit dem Konto des Kunden oder der Kundin verbunden ist. Der Gesamtbetrag der Transaktionen durch die Verwendung der Zahlungskarte innerhalb eines vereinbarten Zeitraums wird zu einem bestimmten Termin in voller Höhe oder teilweise von dem Konto des Kunden abgebucht. In einer Kreditvereinbarung zwischen dem Anbieter und dem Kunden wird festgelegt, ob Kundinnen oder Kunden für die Inanspruchnahme des Kredits Zinsen berechnet werden.

²Bei diesem Produkt handelt es sich um eine Debitkarte. Der Begriff „Debitkarte“ meint eine Zahlungskarte, die mit dem Konto der Kundin oder des Kunden verbunden ist. Der Betrag jeder Transaktion durch die Verwendung der Zahlungskarte wird direkt und in voller Höhe von dem Konto der Kundin oder des Kunden abgebucht.

Überlegen Sie, wie Sie zahlen: eher im Alltag, viel auf Reisen, für Onlinekäufe oder zur Kaution bei Hotels und Mietwagen. Je nach Nutzungsverhalten passt ein anderer Kartentyp besser. Oft bietet eine Kombination aus Debit- und Kreditkarte die optimale Lösung. Mit beiden Karten zusammen sind Sie möglichst flexibel.

Hätten Sie’s gewusst?
Warum eine Prepaid-Kreditkarte eigentlich keine Kreditkarte ist

Eine Prepaid-Kreditkarte ist streng genommen keine „Kredit“-karte, weil Sie damit keinen Kreditrahmen Ihrer Sparkasse oder Bank nutzen. Stattdessen laden Sie die Karte vorab mit einem Guthaben auf und können nur über dieses bereits vorhandene Geld verfügen.

Bei einer „echten“ Kreditkarte streckt Ihnen die Sparkasse oder Bank Ihre Ausgaben zunächst vor und rechnet diese später – meist einmal im Monat – gesammelt ab. Genau dieser Kreditmechanismus fehlt bei Prepaid-Karten. Prepaid-Kreditkarten können jedoch Debitkarten sein. Das ist etwa bei der Sparkassen-Karte Basisder Fall.

 Unterschiede bei den Kosten

Bei den Gebühren von Debit- und Kreditkarten ist es grundsätzlich unerheblich, ob diese von Visa oder Mastercard® sind. Vielmehr unterscheiden sich die Kosten der Karten je nach Sparkasse oder Bank. Dabei gibt es Karten zu ganz unterschiedlichen Preisen – je nach Wunsch und Bedarf. Sie können bei den Kosten auf Folgendes achten:

  • Jahresgebühr oder Paketpreis
  • Kosten für Bargeldauszahlungen im In- und Ausland
  • Gebühren für Zahlungen in Fremdwährungen, zum Beispiel im Urlaub außerhalb des Euro-Raums
  • Mögliche Zusatzkosten, etwa für Ersatzkarten oder Express-Versand
  • Kosten für Zusatzleistungen (mehr dazu im folgenden Punkt)

Unterschiede bei den Zusatzleistungen

Kreditkarten von Visa und Mastercard® gibt es bei Sparkassen und Banken in unterschiedlichen Ausführungen – beispielsweise in Classic, Gold oder Platinum. Sie verfügen dann über Zusatzleistungen. Diese unterscheiden sich je nach Sparkasse oder Bank, zum Beispiel:

  • Reiserücktrittsversicherung oder Auslandsreisekrankenversicherung
  • Mietwagen-Vollkaskoschutz
  • Einkaufs- oder Garantieverlängerungsversicherungen
  • Rabatte oder Bonusprogramme (zum Beispiel bei Reisen, Tanken oder Shopping)

Entscheidend ist, ob die jeweils enthaltenen Leistungen zu Ihrem Alltag passen. Eine umfangreiche Reiseversicherung lohnt sich zum Beispiel nur, wenn Sie regelmäßig verreisen.

Fazit: Wählen Sie nicht nach dem Anbieter, sondern nach den Eigenschaften der Karte

Ob Visa oder Mastercard® auf ihrer Karte steht, macht für die meisten Kundinnen und Kunden kaum einen Unterschied. Wichtiger sind:

  • der Kartentyp (Debit, Kredit oder Prepaid),
  • die Kosten und Konditionen
  • und eventuelle Zusatzleistungen.

Die passenden Karten für Ihre Situation

Unsere Beraterinnen und Berater helfen Ihnen dabei, die Karte zu finden, die am besten zu Ihrem Nutzungsverhalten passt – unabhängig davon, ob sie von Visa oder Mastercard® stammt. Dennoch: Wir haben beides.
Jetzt passende Karte beantragen

Häufige Fragen zu Visa vs. Mastercard®

  1. Weltweit gibt es keinen klaren „Gewinner“ – Visa und Mastercard® werden insgesamt ähnlich häufig akzeptiert. Je nach Region kann mal der eine, mal der andere Anbieter etwas verbreiteter sein. Im Alltag in Deutschland macht das aber kaum einen Unterschied.

  2. Visa und Mastercard® werden weltweit sehr weit verbreitet akzeptiert. Im Alltag reicht daher meist eine Kreditkarte von einem der beiden Anbieter. Es gibt jedoch keine 100-prozentige Garantie: Einzelne Händler oder Automaten können nur eine der beiden akzeptieren oder gar keine Kartenzahlung anbieten.

  3. Generell prüfen Sparkassen und Banken vor der Ausgabe einer Kreditkarte bei der Schufa die Kreditwürdigkeit der Kundinnen und Kunden. Die Ausgabe einer Karte mit Verfügungsrahmen ohne diese Abfrage ist eher unüblich. Allerdings ist es möglich, eine Prepaid-Kreditkarte zu nutzen. Prepaid-Karten können ohne Schufa-Auskunft erhältlich sein.

  4. Kreditkarten haben in der Regel immer ein Limit – auch wenn es bei besonders exklusiven Karten sehr hoch sein kann. Selbst Karten, die als „ohne Limit“ beworben werden, haben intern eine Grenze, die sich zum Beispiel nach Einkommen, Bonität und Nutzungsverhalten richtet. Karten völlig ohne Limit gibt es praktisch nicht.

  5. Nicht eindeutig. Anhand der Kreditkartennummer lassen sich zwar der Herausgeber und die Kartenart (zum Beispiel Debit, Kredit, Prepaid) erkennen. Für Kundinnen und Kunden ist das aber meist nicht ohne weiteres nachvollziehbar. Am zuverlässigsten erkennen Sie den Kartentyp an der Bezeichnung auf der Karte oder in den Unterlagen Ihrer Sparkasse oder Bank.

  6. Nein, die Sparkassen-Card¹ ist eine Debitkarte. Damit können Sie in den meisten Geschäften in Deutschland kostenlos und kontaktlos bezahlen. Die gezahlten Beträge werden direkt vom dazugehörigen Girokonto abgebucht. Die Sparkassen-Card¹ erhalten Sie bei der Eröffnung eines Girokontos bei der Sparkasse. Dank ihrer Zusatzfunktionen lässt sich die Karte auch in weiten Teilen Europas oder gar darüber hinaus nutzen.

Das könnte Sie auch interessieren

  • Ein gleichgeschlechtliches Paar sitzt am Wohnzimmertisch und schauen auf Dokumente. Vor den beiden Frauen steht ein Laptop.
    Konto
    Unberechtigte Abbuchungen
    Lastschrift zurückbuchen
    Hand aufs Herz: Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Kontobewegungen? Das Gehalt kommt, die Miete geht, dann noch Strom, Einkauf ... Doch was tun, wenn eine unberechtigte Abbuchung auf Ihrem Kontoauszug auftaucht? Kein Grund zur Panik!
  • Eine junge Frau bezahlt in einem Restaurant mit einer Karte
    Karten
    Online bezahlen oder im Geschäft, im Inland oder im Ausland: Wofür sich Debit- und Kreditkarten am besten eignen und wodurch sie sich unterscheiden. Die wichtigsten Fakten zu beiden Kartentypen.
  • Eine junge Frau zahlt kontaktlos mit Handy. Die Kellnerin steht vor einem Foodtruck und hält ihr ein Kartenlesegerät entgegen.
    Karten
    Wer ein Girokonto bei einer Bank hat, besitzt in der Regel auch eine Debitkarte. Mit ihr können Sie Geld abheben oder bargeldlos bezahlen. Aber kennen Sie die wichtigsten Vor- und Nachteile der beliebten Karte?