
Während bei einer Debitkarte das Geld direkt vom Girokonto abgebucht wird, wird bei einer Kreditkarte ein Zahlungsaufschub gewährt.
Im Alltag ist die Debitkarte in Deutschland ein besonders beliebtes Zahlungsmittel. Bestimmte Situationen erfordern jedoch eine Kreditkarte.
Wir empfehlen Ihnen eine Kombination aus beiden Karten – damit Sie weltweit sicher und flexibel bezahlen können.
Was Debitkarte und Kreditkarte gemeinsam haben – und was sie unterscheidet
Sie sind die Stars im Geldbeutel: Mit der Kombination aus Debitkarte und Kreditkarte können Sie quasi bezahlen, wie Sie wollen. Mit beiden Karten können Sie bargeldlos einkaufen oder Geld am Automaten abheben. Sie funktionieren meist über dieselben Zahlungssysteme, etwa Visa oder Mastercard™. Und auch beim Online-Shopping können Sie mit beiden Karten bezahlen – vorausgesetzt, die jeweiligen Händlerinnen und Händler akzeptieren sie. Bei beiden Karten wird das Geld elektronisch übertragen. Und die Transaktionen sind sicher und nachvollziehbar. Auch Ihre girocard ist eine Debitkarte, die in Deutschland am weitesten verbreitet ist.
Klingt erst einmal, als wären beide Karten gleich. Dem ist jedoch nicht so. Der wichtigste Unterschied zwischen den beiden Karten liegt in der Art der Abbuchung:
- Bei einer Debitkarte wird der Betrag sofort oder innerhalb weniger Stunden vom Girokonto abgebucht. Sie können über das Geld verfügen, das sich tatsächlich auf Ihrem Konto befindet. Zusätzlich kann möglicherweise ein Rahmen für einen Dispokredit [2]² vereinbart werden. Nutzen Sie diese eingeräumte Kontoüberziehung, fallen zusätzliche Gebühren an.
- Eine Kreditkarte dagegen gewährt Ihnen einen Kreditrahmen. Die Beträge werden in der Regel erst gesammelt und meist einmal im Monat vom Konto abgebucht. So können Sie kurzfristig über mehr Geld verfügen, als gerade auf Ihrem Konto ist. Wie hoch dieses Darlehen sein darf, regelt der Kreditrahmen. Bis zu diesem vereinbarten Limit können Sie die Karte belasten. Er fällt also höher aus, je besser Ihre Bonität ist. In der Kreditvereinbarung zwischen Anbieter und Kundinnen oder Kunden ist festgelegt, in welcher Höhe Zinsen berechnet werden, wenn der Kreditrahmen genutzt wird.
³ Besitzen die Karten die Zusatzfunktionen V PAY, Maestro oder Debit Mastercard, lassen sie sich auch in weiten Teilen Europas (V PAY) oder weltweit (Maestro, Debit Mastercard) nutzen.
⁴ Besitzen die Karten die Zusatzfunktionen Visa Debit oder Debit Mastercard können Sie auch online bezahlen.
⁵ Dafür einfach die Karte zur „Wallet“-App Ihres Apple-Geräts hinzufügen – oder die App für Ihr Android-Smartphone herunterladen.
Wie Sie immer die passende Karte zur Hand haben
Doch was bedeutet das konkret für Ihren Alltag? Oft: dass Sie die Wahl haben. Sie könnten beide Karten benutzen. Je nach Fall kann sich jedoch eine der beiden besser eignen. Wir geben Ihnen ein paar typische Beispiele:
Wann sich die Debitkarte optimal zum Bezahlen eignet:
- Sie kaufen im Supermarkt ein und bezahlen mit Ihrer Debitkarte. Der Betrag wird direkt vom Girokonto abgebucht. Das sorgt für einen optimalen Überblick über die Finanzen im Laufe des Monats.
- Sie heben am Geldautomaten Bargeld ab. Das Geld wird sofort von Ihrem Konto abgebucht. Bei Ihrer Sparkasse ist das Abheben mit der Sparkassen-Card zudem in der Regel kostenlos.
- Sie zahlen beim Bäcker, im Restaurant oder an der Tankstelle. Die Zahlung wird sofort verrechnet. Sie behalten den Überblick über Ihr Guthaben.
- Sie bestellen online bei einer Händlerin, die Debitkarten akzeptiert. Der Betrag wird direkt abgebucht, ähnlich wie bei einer Überweisung.
Wann eine Kreditkarte die erste Wahl beim Bezahlen ist
- Sie buchen ein Hotel oder mieten ein Auto. Die Firma verlangt eine Kreditkarte, um eine Kaution zu hinterlegen. Eine Debitkarte wird nicht akzeptiert.
- Sie reisen ins Ausland und möchten flexibel bezahlen. Kreditkarten werden weltweit akzeptiert, auch wenn Debitkarten nicht funktionieren.
- Sie kaufen online ein. Viele Anbieter bevorzugen Kreditkarten.
- Sie nutzen Ihre Kreditkarte für größere Anschaffungen, um den Betrag erst am Monatsende zu begleichen. Das verschafft Ihnen mehr finanziellen Spielraum. Bitte behalten Sie jedoch auch das größere Verschuldungsrisiko im Blick.
Fazit: Die Kombination machts
Für den täglichen Einkauf und zum Geldabheben im Inland genügt meist eine Debitkarte. Beim Einsatz im Ausland oder bei Kautionen, zum Beispiel in Hotels oder bei Mietwagen, wird häufig eine Kreditkarte verlangt. Debitkarten werden dort nicht immer akzeptiert. Zum Glück müssen Sie sich nicht entscheiden: Beide Karten zusammen sind ein gutes Team. So sind Sie möglichst flexibel.
Kredit- oder Debitkarte jetzt einfach online beantragen
Häufige Fragen zur Debit- und Kreditkarte
Ja. Debitkarte und EC-Karte meinen die gleiche Kartenart. Der Begriff EC-Karte steht für das Debitzahlungssystem „Electronic Cash“ (EC), das bis 2007 gültig war. Seither heißt sie offiziell „girocard“, wird aber landläufig noch EC-Karte genannt.
Bei einer Prepaid-Kreditkarte laden Sie vorab einen Geldbetrag auf die Karte, mit dem Sie dann in Geschäften oder online zahlen können. Mit aufgeladenem Guthaben können Sie die Prepaid-Kreditkarte wie eine übliche Kreditkarte nutzen.
Der größte Unterschied besteht darin, dass bei einer Debitkarte die gezahlten Beträge direkt vom Girokonto abgebucht werden. Ist das Konto gedeckt, können Sie damit zahlen. Bei einer Kreditkarte leihen Sie sich Geld von Ihrer Sparkasse oder Bank. Diese Beträge werden gesammelt und Sie zahlen diese beispielsweise einmal pro Monat zurück. Das funktioniert automatisch durch eine Abbuchung vom dazugehörigen Konto.
Informieren Sie sich am besten bei Ihrer Sparkasse über die unterschiedlichen Angebote, da die Preise von Sparkasse zu Sparkasse und auch von Kontomodell zu Kontomodell variieren können. Neben der Basisvariante gibt es zudem auch Kreditkarten mit Zusatzangeboten wie Versicherungen.
Online bezahlen können Sie mit „Debit Mastercard“ oder „Visa Debit“, die auf neueren Sparkassen-Cards als zweites Zahlsystem hinterlegt sind.
Visa und Mastercard sind zwei unterschiedliche Unternehmen, die jeweils Zahlkarten für den Einsatz weltweit und online anbieten. Im Gegensatz zu Sparkassen und Banken geben Sie aber selbst keine Karten aus. Kreditkarten von Visa und Mastercard gibt es bei den Sparkassen und Banken in unterschiedlichen Ausführungen – beispielsweise in Classic-, Gold- oder Platinum. Sie verfügen dann über zusätzliche Services wie beispielsweise Versicherungen.
Für die Buchung von Reisen oder Mietwagen eignen sich generell alle Kreditkarten. Viele Unternehmen akzeptieren auch Debitkarten. Allerdings sollten Sie sich vorab informieren, ob das auf den jeweiligen Anbieter zutrifft.
Nein. Die Sparkassen-Card ist eine Debitkarte, mit der Sie in Geschäften einkaufen und an Automaten Geld abheben können. Sie können damit außerdem online zahlen, dank „Debit Mastercard“ oder „Visa Debit“. Die Beträge werden bei der Zahlung direkt vom dazugehörigen Girokonto abgebucht. Die Sparkassen bieten aber zusätzlich zur Sparkassen-Card auch unterschiedliche Kreditkarten in verschiedenen Ausführungen an.
¹ Sofern im Text von Sparkassen-Card und/oder girocard die Rede ist, handelt es sich um eine Debitkarte. Der Begriff „Debitkarte“ meint stets: Eine Zahlungskarte, die mit dem Konto der Kundin oder des Kunden verbunden ist. Der Betrag jeder Transaktion durch die Verwendung der Zahlungskarte wird direkt und in voller Höhe vom Konto der Kundin oder des Kunden abgebucht.
² Besitzen die Karten die Zusatzfunktionen V PAY, Maestro oder Debit Mastercard, lassen sie sich auch in weiten Teilen Europas (V PAY) oder weltweit (Maestro, Debit Mastercard) nutzen.
³ Besitzen die Karten die Zusatzfunktionen Visa Debit oder Debit Mastercard können Sie auch online bezahlen.
⁴ Dafür einfach die Karte zur „Wallet“-App Ihres Apple-Geräts hinzufügen – oder die App für Ihr Android-Smartphone herunterladen.


