Warum Anna anders vorsorgen muss als Gunnar

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Viele Frauen bleiben wegen der Kindererziehung jahrelang zu Hause. Im Durchschnitt arbeiten sie 26, Männer 39 Jahre. Außerdem verdienen Frauen in der Regel für die gleiche Arbeit rund ein Drittel weniger als Männer. Aus diesen Gründen haben sie oft geringere Rentenansprüche. Aber sie leben länger als Männer. Daher ist es für Frauen umso wichtiger, ihre private Altersvorsorge anzugehen.

Dafür gibt es einige gute Möglichkeiten, zum Beispiel mit der Riester-Rente: Denn in der Elternzeit erhalten Frauen für fünf Euro pro Monat die vollen Zulagen für sich und das Kind. Außerdem können sie mit dem Vater des Kindes vereinbaren, dass er die Beiträge für weitere Altersvorsorge-Maßnahmen während der Mutterschaft übernimmt.

Generell gilt auch Folgendes: Für nach 1992 geborene Kinder werden dem Rentenkonto – also dem Konto, nach dem Rentenansprüche berechnet werden – drei Jahre Arbeitszeit gutgeschrieben. Und seit 1998 werden Frauen, die während der Kindererziehungszeit berufstätig waren, sowohl die Beitragszeiten aus eigener Erwerbstätigkeit als auch die Kindererziehungszeiten auf ihren Rentenkonten angerechnet.

Noch immer kommt es häufig zu Scheidungen. Dann ist es für Frauen besonders wichtig, sich beraten zu lassen, um ihre finanzielle Situation und damit auch die Rente abzusichern. Generell sollte für Frauen immer gelten: Auch unabhängig vom Partner vorsorgen!

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