PSD2: Mehr Wettbewerb – mehr Sicherheit

Neue EU-Richtlinie für den Zahlungsverkehr

Sparkassen und andere Finanzinstitute setzen die Zweite Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) um. Das ändert sich für Sie:

Na, wer erinnert sich noch? An die Zeiten, in denen Bezahlen kaum anders möglich war als mit Bargeld.
Heute ist das längst Geschichte. Uns stehen etliche Bezahlmöglichkeiten zur Verfügung. Sparkassen und Banken, aber auch neue Anbieter von Finanzdienstleistungen entwickeln immer mehr Lösungen, mit denen wir einfach im Internet bezahlen oder unser Geld verwalten können. Selbst Zahlungen vom oder ins Ausland sind längst kein Problem mehr. Schöne neue Welt.

Und genau hier liegt die Herausforderung: Der Markt rund um den Zahlungsverkehr wird immer größer und facettenreicher. Bisher fanden die vielen neuartigen Anbieter jedoch in offiziellen Regulierungen keinen Platz.

PSD2, das ist die Abkürzung für Payment Service Directive, ist die Zweite Zahlungsdiensterichtlinie. Sie regelt den Zugriff von sogenannten Drittdienstleistern auf Girokonten der Kunden. Drittdienstleister, das können zum Beispiel Zahlungsauslöse- oder Kontoinformationsdienste sein.

Darum sind die neuen Regeln auch für Sie wichtig

Sind Sie schon mit den neuen Drittdienstleistern in Berührung gekommen? Zum Beispiel beim Online-Kauf? Viele Internethändler nutzen Drittanbieter zur Abwicklung von zum Beispiel Überweisungen. Das sind die sogenannten Zahlungsauslösedienste. Oder haben Sie vielleicht eine Finanz-App, in der Sie Konten von verschiedenen Banken verwalten? Diesen Service bieten sogenannte Kontoinformationsdienste an.

PSD2 verpflichtet Sparkassen und Banken dazu, eine Schnittstelle für diese Unternehmen einzurichten. Über diese Schnittstelle bekommen die Anbieter dieser Services künftig Zugriff auf Ihre Konten und Daten.

Jetzt schrillen bei Ihnen die Datenschutz-Alarmglocken? Keine Sorge. Dieser Zugriff kommt nur zustande, wenn Sie dem vorher zugestimmt haben.

Bleibt eine Frage: Warum sollten Sie wollen, dass jemand anderes als Ihre Sparkasse oder Bank an Ihre Daten herankommt? Die Idee: Um einen Einkauf im Internet zu bezahlen, müssen Sie sich nicht extra in ihr Online-Banking einloggen. Sie können die Überweisung direkt über einen Drittdienst beauftragen.

Indem dieser Zugang zu Ihren Kontodaten hat, kann auch er Bezahlungen auslösen. Dafür geben Sie wie gewohnt PIN und TAN an. Aber ist das auch sicher? Im Grunde ja. Denn alle Drittdienste müssen künftig von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassen sein –  zu Ihrer Sicherheit. 

Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick

  • Als Kunde können Sie Drittdienste für das Auslösen von Überweisungen oder zur Abfrage von Kontodaten beauftragen
  • Beauftragen Sie einen Dienst das zu tun, ist dieser zukünftig dazu berechtigt Ihre Kontozugangsdaten, wie zum Beispiel PIN und TAN, abzufragen
  • Die Drittdienste müssen dafür Sorge tragen, dass Ihre personalisierten Sicherheitsmerkmale wie Anmeldename, PIN und TAN keinen anderen Parteien zugänglich sind
  • Den Zahlungsdienstanbietern ist es verboten, Ihre Zahlungsvorgänge oder Sicherheitsdaten zu speichern
  • Die Haftung für Betrugsschäden im Online-Banking oder auch bei der Karte wird von 150 Euro auf 50 Euro gesenkt, wenn den Kunden kein Verschulden trifft.

Und nun?

Als Sparkassen-Kunde haben Sie bereits einen Brief oder eine Benachrichtigung im Online-Banking erhalten. Darin informieren wir Sie über alle mit PSD2 einhergehenden Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Bei Fragen oder Bedenken wenden Sie sich jederzeit gerne an Ihren Sparkassen-Berater. 

Haben Sie noch Fragen? Wir helfen Ihnen gern weiter.

Bitte wählen Sie Ihre Sparkasse aus:

Ist das nicht Ihre Sparkasse?