Kind und Familie pur – Traumurlaub in der Elternzeit

Inselhüpfen auf den Kanaren, per Wohnmobil durch Neuseeland oder eine Weltreise mit dem Kreuzfahrtschiff?

Einmal in der Berufswelt angekommen, spielt der Faktor Zeit in der Urlaubsplanung eine entscheidende Rolle. Mit einem Baby eröffnen sich aber wie aus dem Nichts heraus ungeahnte Möglichkeiten. Denn jedem Elternpaar stehen zwischen zwölf und 32 Monaten Elternzeit zu. Wir nehmen Sie mit auf Familienreise und zeigen Ihnen, wie’s geht.

Urlaub in der Elternzeit

Die Elternzeit ist die ideale Zeit, um sich voll und ganz auf Ihren Nachwuchs einzulassen. Der berufliche Wiedereinstieg ist gesetzlich geregelt und die wirtschaftliche Existenz durch das Elterngeld gesichert. Denn das steht Ihnen 14 Monate lang zu.

Diese Monate können Sie nach Belieben unter sich aufteilen. Wobei ein Elternteil maximal auf zwölf Monate Anspruch hat. Nimmt der andere Teil keine Elternzeit, so entfallen die übrigen zwei Monate. Mit dem ElterngeldPlus  lässt sich die Elternzeit sogar auf 32 Monate ausweiten.

Tipp: Sie können die Elternzeit bis zum achten Geburtstag in Anspruch nehmen – etwa für einen Urlaub kurz vor der Einschulung.

So viel Zeit – also ab in den Urlaub

Nach der Geburt beginnt eine neue Zeitrechnung. Aus zwei werden drei. Aus drei werden vier. Alles ist neu. Doch es geht rasend schnell, und Sie lernen den Rhythmus und die Bedürfnisse Ihres Kindes täglich besser kennen. Schließlich verbringen Sie Tag und Nacht mit ihm.

Macht Sie eine Reise mit Ihrem Kind schon in Ihrer Vorstellung glücklich? Dann nichts wie auf und davon! Für viele Menschen bedeuten Reisen Entspannung und Harmonie. Diese Stimmungen übertragen sich auf den Nachwuchs. Für Babys, die ideale Voraussetzung, um in der Welt anzukommen.

Augen und Ohren auf – Urlaub macht weltoffener

An der Seite ihrer Eltern erfahren Kinder, wie schön es ist, die Welt kennenzulernen. Dabei nehmen Sie auf Reisen viele Besonderheiten und Details wahr. Ein kleines Fischerboot etwa, das randvoll mit Sardinen beladen ist. Szenen und Momente, die sich fest in ihre Erinnerung einprägen.

Das macht sie offener für neue Erfahrungen und experimentierfreudiger. Im Restaurant sind Mamas Miesmuscheln ein lustiger und zugleich leckerer Zeitvertreib. Die Welt um sie herum verändert sich, aber das ist gar nicht wild. Denn die wichtigen Dinge bleiben gleich: die Nähe und Geborgenheit der Eltern.

Die Reisen ändern sich – die Spannung bleibt

Essen, spielen, schlafen: Babys brauchen ihren vertrauten Rhythmus und ihre Rituale. Für die Reise bedeutet das: Planen Sie ausreichend Ruhephasen ein – etwa auf einer Picknickdecke im Grünen.

Als Eltern werden Sie die Welt anders entdecken. Statt ausführlich Kultur zu genießen oder große Abenteuer zu erleben, lernen Sie oft Land und Leute viel besser kennen. Denn in vielen Ländern haben Kinder eine geradezu magische Anziehungskraft auf die Bewohner. Schnell entsteht Kontakt, und es kommt zu herzlichen Begegnungen.

Aber Achtung: Je älter die Kinder sind, desto schneller ändern sich ihre Bedürfnisse. Nach ein paar Tagen am einsamen Strand beispielsweise wollen sie mit anderen Kindern spielen oder zumindest mit Ihnen mehr Aktion erleben.

Was, wie, wohin – ausprobieren und das Urlaubsziel bestimmen

Sie können sich eine Reise mit Ihrem neuen Familienmitglied noch nicht so richtig vorstellen? Probieren Sie es einfach aus: Verbringen Sie ein paar Tage bei Freunden. Oder leihen Sie ein Wohnmobil und übernachten am nächstgelegenen See.

Sie sind mehr der Typ Kreuzfahrt? Dann testen Sie, ob Ihre Familie bei einer Minikreuzfahrt das Reisefieber packt.

Neben der Wahl des Transportmittels sind Gesundheitsversorgung und Hygiene wichtig für die Festlegung des Urlaubziels. Besprechen Sie Ihre Reisevorhaben mit dem Kinderarzt. Er wird Sie zudem über sinnvolle Impfungen aufklären. Auch bestätigt er, dass Ihr Baby keine akute Infektion hat und einem ersten Flug nichts im Wege steht.


Beliebte Reiseziele für die Elternzeit

Inselhüpfen auf den Kanaren – Unterschiedliche Welten entdecken

Die Kanaren eignen sich hervorragend, um die kältesten Monate bei warmen Temperaturen zu verbringen. Die Flugzeiten von vier bis fünf Stunden sind dabei moderat. Ein großes Plus für junge Familien: Reisende erwartet ein entschleunigtes Leben.

Die Inseln sind übersichtlich – selbst die großen. Das hat den Vorteil, dass Sie sich hervorragend von einem Ort aus erkunden lassen, etwa von einem Ferienhaus. So können Sie länger an einem Ort bleiben und Ihr Nachwuchs hat im Garten reichlich Platz – zum Spielen und Erkunden.

Während andere Eltern in der grauen Jahreszeit zu Hause mit dem eigenen und dem Schnupfen ihrer Kinder kämpfen, genießen Sie die Sonne. Abends sitzen Sie entspannt auf der Terrasse, während Ihr Kind nebenan friedlich schlummert.

Zieht es Sie langsam weiter, dann besteigen Sie einfach die nächste Fähre. La Gomera wartet auf mit viel Grün. Teneriffa lockt mit dem Bilderbuchvulkan Teide. La Palma ist ein exzellenter Tauch-Hotspot. Auf Lanzarote lernen Sie eben mal Wellenreiten. Auf Gran Canaria schlendern Sie durch koloniale Städte. Auf Fuerteventura funktionieren Ihre Kleinen die endlosen feinsandigen Strände zum Sandkasten um.

Der erste Urlaub im Wohnmobil – eben mal wickeln

Ein Klassiker unter den Reisen mit kleinen Kindern sind Ferien mit dem Wohnmobil. Sie sind frei und unabhängig – auch und vor allem im Hinblick auf die Kleinen: Wickeln, Essen zubereiten, Mittagsschlaf halten oder toben. Wann immer nötig, setzen Sie den Blinker und fahren rechts ran. Das macht das Reisen einfach. Für Sie und Ihr Kind.

Egal ob Schottland, Schweden oder Griechenland: Im Bulli zeigen Sie Ihrem Kind, was für Sie Glück und Freiheit bedeutet. Da Wohnmobile derzeit sehr stark nachgefragt sind, lohnt auch ein Kauf – und zwar in doppelter Hinsicht: Zum einen sparen Sie die tägliche Miete, die bei einer längeren Reise doch zu einer größeren Summe wird.

Zum anderen können Sie Ihr Wohnmobil in den Zeiten verleihen, in denen Sie es nicht selbst nutzen. Für die Anschaffung ist daher in jedem Fall auch ein Kredit sinnvoll.

Es zieht Sie in die Ferne? Einmal durch die Nationalparks der Westküste der USA oder quer durch Neuseeland und Australien? Alle drei Länder sind perfekt geeignet für eine Reise mit Kind im Wohnmobil.

Die unendlich langen Flugzeiten nach Neuseeland umgehen Sie durch Stop-over. Ein paar Tage in San Francisco auf dem Hinflug. Auf dem Rückflug über Bangkok oder Singapur. Die Elternzeit macht’s möglich.

Eine Mutter mit Kindern vor einem Wohnwagen

In See stechen – das kinderfreundliche Kreuzfahrtschiff

Warum nicht gleich rund um die Welt reisen? Bei einer Kreuzfahrt steuern Sie fast täglich neuen Highlights entgegen. In kürzerer Zeit mehr sehen – dazu gibt es nur wenige Alternativen.

Babys und Kleinkinder sind auf vielen Kreuzfahrtschiffen willkommen! Nur wenn Sie mehrere Tage hintereinander auf See sind, gilt in der Regel ein Mindestalter von zwölf Monaten. Achten Sie auch für die verschiedenen Ausflüge auf Altersangaben. Teilweise dürfen Kinder erst ab zwei Jahren teilnehmen.

Gerade für längere Reisen bieten sich Kabinen mit Balkon an. So können Sie die Schlafzeiten Ihres Kindes tagsüber in dessen Reichweite und zugleich an der frischen Seeluft genießen. Auch der Buggy findet hier Platz und die kurz per Hand gewaschene Lieblingsdecke trocknet schneller als im Zimmer.

Ein weiterer Vorteil der Kreuzfahrtschiffe ist die ärztliche Versorgung an Bord. Grundsätzlich gilt aber wie bei allen Reisen: Fühlen sich die Eltern wohl, dann tut das ihr Kind auch.


Die Traumreise – darum lohnt sich ein Kredit

Auch finanziell lohnt sich die Traumreise in der Elternzeit. Denn sobald Ihr Kind in die Schule kommt, reisen Sie in der Hauptsaison. Viele Orte sind dann überlaufen, und vor allem schießen die Preise in die Höhe.

Außerhalb der Sommerferien ist die Urlaubszeit auf zwei Wochen beschränkt. Hinzu kommt, dass Kinder bis zwei Jahre umsonst oder für einen Bruchteil des Flugpreises fliegen. Auch Hotels verlangen meist keinen oder nur einen geringen Zuschlag.

Trotzdem kann eine längere Reise schnell ins Geld gehen. Das Elterngeld wird da kaum ausreichen. Denn auch die Fixkosten zu Hause laufen weiter.

Eine Möglichkeit, die Urlaubskasse aufzubessern, bietet die Vermietung der eigenen vier Wände. Stimmen Sie sich dazu mit Ihrem Vermieter ab. Handelt es sich um Eigentum, erkundigen Sie sich besser, ob es für eine Kurzzeitvermietung spezielle Auflagen gibt.

Letztendlich ist es eine Frage der Priorität, ob Sie den nötigen Betrag in die Familienauszeit investieren. Immerhin kann eine unvergessliche Reise die Familie zusammenschweißen. Ein schönes Auto oder eine moderne Küche erfüllen zwar auch einen wichtigen Zweck für die Familie, aber sind eher funktional.

Ein Kredit jedenfalls macht’s möglich – er sollte aber auch zu Ihren finanziellen Möglichkeiten passen. Um die richtige Lösung zu finden, vereinbaren Sie am besten einen Gesprächstermin mit dem Berater Ihres Vertrauens bei Ihrer Sparkasse oder Bank.


Checkliste: Entspannt und gesund reisen

Die erste Reise als Eltern ist besonders aufregend. Damit unterwegs alles glatt läuft, haben wir eine Checkliste zusammengestellt. Diese enthält Tipps, die Ihre Planung wertvoll ergänzen:

  • Zeit: Planen Sie für alles, was Sie vorhaben, ausreichend Zeit ein. Und: Bei Stadtbesichtigungen sind Grünflächen super für die kleinen Pausen zwischendurch.
  • Dokumente dabei? Hierzu zählen Kinderreisepass oder Reisepass eventuell mit Visum, Reisevollmacht des Partners für vorübergehend allein reisende Elternteile und Impfausweis (in manchen Ländern Pflicht!). Tipp: Beantragen Sie den Reisepass möglichst früh. Es kann je nach Ausstellungsstelle einige Wochen dauern, bis er fertig ist. In Berlin kommt es selbst bei der teureren Express-Herstellung oft zu Engpässen.
  • Auslandskrankenversicherung: Je nach Reisedauer und Ziel ist über die Krankenkasse hinaus eine Auslandskrankenversicherung sinnvoll. Lassen Sie sich von Ihrer Krankenkasse beraten.  
  • Wickeln und Stillen in der Öffentlichkeit: Nicht in allen Reiseländern ist dies gern gesehen. 
  • Fliegen: Beugen Sie die Ohrenschmerzen bei Start und Landung vor! Kaugummis und Gummibärchen sind dafür eine große Hilfe. Abschwellende Nasentropfen erweitern zudem die Verbindungsgänge zwischen Ohren und Nasen-Rachenraum.
  • Notfall-Apotheke: Stimmen Sie die Zusammensetzung Ihrer Notfall-Apotheke im Vorfeld der Reise mit dem Kinderarzt ab.
  • Sonnenschutz: Für Babys und Kleinkinder ist das Tragen von Hemd, Hose und Sonnenhut wichtig. Gesicht und Hände cremen Sie zudem mit Sonnenschutzmittel ein. 
  • Mückenschutz: Achten Sie je nach Reisegebiet auf ausreichend Mückenschutz. Hierzu zählt entsprechende Kleidung, Moskitonetz und Insektenspray oder -creme.
  • Nach der Reise: Unerklärliche Symptome melden Sie umgehend dem Kinderarzt.
  • Notfallnummern: Diese erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse.

Genießen Sie Ihre Elternzeit und erkunden Sie die Welt.

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