So helfen Ihnen die Käuferschutz-Angebote der Sparkassen

Was tun bei fehlerhafter Ware, falschen Produkten oder gar keiner Lieferung?

Im vergangenen Jahr machte der E-Commerce in Deutschland 72,8 Milliarden Euro Umsatz – ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 23 Prozent. Doch hin und wieder tauchen mit dem florierenden Online-Handel auch Probleme auf. Sollten Sie mal eine falsche, fehlerhafte oder gar keine Ware erhalten, gibt es keinen Grund zur Sorge. Sie können sich absichern. Hier erfahren Sie mehr über die Käuferschutz-Angebote der Sparkassen.

Das bietet Ihnen ein Käuferschutz

Beim Käuferschutz sind Sie als Käuferin oder Käufer abgesichert, wenn von Ihnen bestellte Ware gar nicht, beschädigt oder fehlerhaft geliefert wird. Der Käuferschutz ist dazu da, Sie vor betrügerischen Online-Händlern, Fake-Shops oder unvorhergesehenen Problemen zu schützen. Beispielsweise, wenn ein Händler seiner Versandpflicht nicht nachkommen kann, allerdings den Betrag nicht an Sie zurücküberweist. 

Allgemeine Fragen

Käuferschutz sichert Käuferinnen und Käufer dann ab, wenn bestellte Ware gar nicht oder beschädigt geliefert wird. 

Käuferschutz bedeutet, dass Sie bei Falsch-/Nicht- oder fehlerhafter Lieferung ihr Geld zurückerstattet bekommen. Außerdem bietet der Sparkassen-Internetkäuferschutz die Sicherheit, ihren Fall zu prüfen und Sie gegebenenfalls an einen qualifizierten Rechtsanwalt weiterzuleiten, sollte es zu keiner Einigung mit dem Online-Händler kommen. 

Das kommt darauf an, welches Zahlungsmittel Sie eingesetzt haben. Mehr Informationen zum Käuferschutz mit der Sparkassen-Card (Debitkarte), der Sparkassen-Kreditkarte oder der Sparkassen-Karte Basis (Debitkarte) sowie giropay finden Sie im Folgenden auf dieser Seite. 

Käuferschutz mit der Sparkassen-Card (Debitkarte): Der Online-Käuferschutz

Seit Kurzem ist es möglich mit der digitalen girocard-Anwendung der Sparkassen-Card (Debitkarte) und Apple Pay in Apps und im Web zu bezahlen. Der Online-Käuferschutz ist für Sie als kostenfreier Zusatz enthalten. Der Versicherungsschutz greift, wenn Sie zum Zeitpunkt des Kaufs Inhaberin oder Inhaber einer gültigen Sparkassen-Card (Debitkarte) sind.

Der Kaufpreis wird Ihnen rückerstattet, wenn die von Ihnen bestellte Ware gar nicht oder falsch an Sie geliefert wurde, Beschädigungen oder Defekte aufweist. Das gilt auch, wenn Sie eine Rücksendung aufgegeben, jedoch keine Gutschrift erhalten haben. Klären Sie vor der Meldung eines Versicherungsfalls die Situation erst mit dem Online-Händler. Sollte sich jedoch keine Einigung finden lassen, sind im Online-Käuferschutz Ihrer Sparkassen-Card (Debitkarte) der Preis der Ware und die anfallenden Versandkosten versichert. Den vollständigen Leistungsumfang entnehmen Sie bitte den Allgemeinen Versicherungsbedingungen. Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Fragen und Antworten.

So melden Sie einen Schadensfall

Käuferschutz Icon mit Sicherheitsschloss

Sie haben mit dem Händler Kontakt aufgenommen und kommen trotzdem nicht weiter, dann melden Sie hier direkt bei der Versicherung Ihr Anliegen und die Rückerstattung des Kaufpreises. In wenigen Minuten wird Ihr Fall entgegengenommen. Eine Rückmeldung der Versicherung erfolgt innerhalb von zwei bis drei Werktagen.

Die wichtigsten Fragen zum Online-Käuferschutz mit der Sparkassen-Card (Debitkarte)

Der Versicherungsschutz besteht weltweit.

Im Versicherungsfall sind Waren im Wert von bis zu 25.000 Euro inklusive Versandkosten abgesichert. 

Beim Einkauf mit der Sparkassen-Card (Debitkarte) sind physische Gegenstände versichert – keine Dienstleistungen wie Reisen oder Veranstaltungen. Außerdem muss der Kaufpreis vollständig mit Ihrer Sparkassen-Card (Debitkarte) bezahlt oder der Rechnungsbetrag von Ihrem Sparkassen-Girokonto als berechtigter Karten- und Kontoinhaber abgezogen worden sein.

Versicherte Person sind Sie als Sparkassenkunde (ausschließlich natürliche Personen) mit einer heute oder in der Zukunft ausgegebenen und gültigen girocard einer begünstigten Sparkasse, sofern Sie einen ständigen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort in der Bundesrepublik Deutschland, in einem anderen Mitgliedstaat der EU oder in Norwegen, Island oder Liechtenstein haben und Ihre Sparkasse nicht auf ihr Recht auf Versicherungsschutz verzichtet hat.

Der Versicherungsschutz wird den teilnehmenden Sparkassen und ihren Kunden durch den Versicherer ELEMENT Insurance AG bereitgestellt. Daher erfolgt die Regulierung des Antrages über die ELEMENT Insurance AG. 

Käuferschutz mit der Sparkassen-Kreditkarte und Sparkassen-Karte Basis (Debitkarte): Der Sparkassen-Internetkäuferschutz

Kreditkarten haben sich als beliebtes Zahlungsmittel in Deutschland etabliert. Laut einer Verbrauchs- und Medienanalyse (VuMA) aus dem Jahr 2020 waren 2010 rund 25,3 Millionen Kreditkarten im Einsatz – im Jahr 2019 schon etwa 37,3 Millionen.

Der Sparkassen-Internetkäuferschutz ist eine kostenfreie Mehrwertleistung Ihrer Sparkassen-Kreditkarte und Sparkassen-Karte Basis (Debitkarte). Er besteht aus zwei Leistungspaketen:

  1. Wenn Ihre bestellte Ware nicht oder beschädigt geliefert wurde oder auf dem Versandweg abhanden gekommen ist und Sie im ersten Schritt keine Einigung mit dem Händler erzielen konnten, können Sie eine Rückerstattung des Kaufpreises beantragen. Dazu wenden Sie sich an den Karteninhaberservice, der die Möglichkeiten der Rückerstattung für Sie überprüft. Die Kontaktdaten des Karteninhaberservice finden Sie auf der Rückseite Ihrer Kreditkarte oder auf Ihrer Kreditkartenabrechnung.
  2. Sollte eine Rückerstattung gemäß der Chargeback-Regularien der Kartengesellschaften Mastercard bzw. Visa nicht möglich sein, wird automatisch die Internet-Lieferschutz-Versicherung eingeschaltet. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, eine erste telefonische Rechtsberatung in Anspruch zu nehmen, wenn Ihr Einigungsversuch mit dem Händller nicht erfolgreich war.

Bitte beachten Sie: Nicht jede Sparkasse bietet den Sparkassen-Internetkäuferschutz für die Sparkassen-Kreditkarte bzw. Sparkassen-Karte Basis (Debitkarte) an. Bitte informieren Sie sich entsprechend bei Ihrer Sparkasse.

Die wichtigsten Fragen zum Sparkassen-Internetkäuferschutz

Damit der Versicherungsschutz greifen kann, müssen Sie zum Zeitpunkt des Kaufs Inhaberin oder Inhaber einer gültigen Sparkassen-Kreditkarte oder Sparkassen-Karte Basis (Debitkarte) sein. Außerdem müssen Sie die gekaufte Ware auch tatsächlich und vollständig mit Ihrer Kreditkarte bezahlt haben – nur dann greift auch der Schutz.  

Bitte versuchen Sie im ersten Schritt, eine Einigung mit dem Händler herbeizuführen. Ist dies nicht möglich, wenden Sie sich bitte an den Karteninhaberservice. Die Kontaktdaten finden Sie auf der Rückseite Ihrer Kreditkarte oder auf Ihrer Kreditkartenabrechnung. Der Karteninhaberservice prüft die Möglichkeit einer Kaufpreisrückerstattung über das sogenannte "Chargebackverfahren". Dafür ist es hilfreich, wenn Sie z. B. Ihren Schriftwechsel mit dem Händler beifügen. Alternativ können Sie Ihren Schadensfall auch Ihrer Sparkasse melden, die die weitere Klärung dann für Sie in die Wege leitet.

Sollte eine Rückbuchung nicht möglich sein, erhalten Sie die „Ablehnung der Kreditkartengesellschaft“ als Information. Zeitgleich wird der Fall automatisch an das Kundenservice-Center für den Sparkassen-Internetkäuferschutz übergeben. Die telefonische Internet-Rechtsberatung der Rechtsschutzversicherung bietet Ihnen die Möglichkeit, nach vorangegangener Prüfung eine telefonische Erstberatung durch einen in Deutschland zugelassenen Rechtsanwalt zu erhalten. Die Kosten bis zu 190 Euro zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer trägt pro telefonischer Rechtsberatung der Versicherer. 

Ihnen wird ein Online-Kaufpreis bis maximal 1.000 Euro pro Versicherungsfall erstattet. Insgesamt sind im Kalenderjahr bis zu drei Versicherungsfälle und maximal 2.000 Euro je Kreditkartenkonto inkludiert. Sollten Sie also im Internet Ware im Wert von beispielsweise 1.200 Euro gekauft haben, werden Ihnen 1.000 Euro inklusive Versandkosten erstattet. Bei Bestellung mehrerer Waren bei einem Händler wird der gesamte Einkauf als ein Versicherungsfall betrachtet. Bei Bestellung mehrerer Waren bei unterschiedlichen Händlern handelt es sich um einzelne Transaktionen und Versicherungsfälle. 

Der Versicherungsschutz gilt für Sie weltweit und beginnt mit dem Zustandekommen eines wirksamen Kartenvertrags zwischen Ihnen und Ihrer Sparkasse.

Käuferschutz mit giropay

Durch die Fusion von paydirekt und giropay genießen Sie mehr Sicherheit. Die teilnehmenden Händler der Banken sind trusted shops – das bedeutet, die Sicherheit beginnt für Sie schon vor dem Einkauf. Durch die Qualitätssicherung beugen die Sparkassen vor, dass Sie an einen unseriösen Online-Händler geraten. Sollte es dennoch entgegen aller Vorsicht zu einer falschen, fehlerhaften oder gar keiner Lieferung kommen, haben Sie vollumfänglichen Käuferschutz. Diesen können Sie binnen 30 Tagen nach der Zahlung in Anspruch nehmen. Im Falle einer fehlenden Lieferung hat der Händler zehn Tage Zeit, um einen Versandnachweis zu erbringen. Geschieht dies nicht, wird das Geld auf Ihr Girokonto zurücktransferiert.

Wichtig: Nicht für alle Produkte greift der Käuferschutz. So sind beispielsweise Alkohol, Medikamente, Tabak oder digitale Güter ausgeschlossen. Außerdem sollten Sie beachten, dass Sie bei giropay mit paydirekt und den giropay-Zugangsdaten bezahlen können, aber auch mit Ihren Online-Banking-Zugangsdaten. Der Käuferschutz gilt jedoch nur, wenn Sie die Zugangsdaten von paydirekt/giropay nutzen. Das Bezahlverfahren können Sie im Check-Out-Prozess auswählen. 

Die wichtigsten Fragen zu giropay

Ja, bei giropay sind Sie durch den Käuferschutz geschützt. Allerdings greift dieser nur, wenn Sie einen Einkauf mit Ihren Zugangsdaten von paydirekt/giropay bezahlt haben.  

Für giropay gelten hohe Sicherheits- und Datenschutzstandards. Das Bezahlverfahren ist genauso sicher, wie alle Abwicklungen Ihrer Bankgeschäfte über das Online-Banking. 

Eine Zahlung via giropay kann nicht zurückgebucht werden, da es sich um eine Überweisung handelt. Möchten Sie Ihr Geld zurückerhalten, ist ein Entgegenkommen des Empfängers gefragt. 

Gibt es einen Käuferschutz bei Überweisungen?

Einen klassichen Käuferschutz gibt es bei der Überweisung nicht. Jedoch haben Sie die trotzdem die Möglichkeit, eine Rückerstattung Ihres Geldes einzufordern. Die Gründe für den Rückruf sind vielfältig – neben Tippfehlern, falschen Namensangaben oder Zahlendrehern, können auch betrügerisches Online-Shopping, das Pleitegehen eines Händlers oder eine Nichtlieferung Grund zur Beanstandung sein.

Wichtig: Im Gegensatz zu einer SEPA-Lastschrift ist es bei einer Überweisung nicht so einfach, den fehlerhaft abgebuchten Betrag wieder auf Ihr Konto zurück zu buchen. Dies ist nur möglich, wenn das Geld noch nicht auf dem Empfängerkonto angekommen ist. Die Chancen stehen am besten, wenn die Überweisung am Wochenende oder an Feiertagen getätigt wurde, da Sparkassen nur an Bankarbeitstagen Überweisungen ausführen. Melden Sie sich im Falle einer Falschüberweisung schnellstmöglich persönlich bei Ihrer Sparkasse.

Ist Ihr Geld bereits auf dem Empfängerkonto eingegangen, ist ein Entgegenkommen des Empfängers notwendig. Die Kosten für das Zurückholen werden von jeder Sparkasse selbst festgelegt. 

Anders sieht es bei einen Betrugsfall aus: Bei gefälschten Überweisungen haben Sie eine Erstattungsfrist von 13 Monaten. Der Täter muss zuvor an Ihre Kontodaten gelangt sein und Ihre Unterschrift gefälscht haben. Auf diese Weise konnte er unberechtigt Geld von Ihrem Konto auf ein anderes überweisen. 


Sie haben noch Fragen rund um das Thema Käuferschutz? Wir helfen Ihnen gern weiter.