Rund ums Girokonto für Kinder und Jugendliche

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Ein Schüler-, Kinder- oder Jugendkonto ist ein Girokonto für Minderjährige. Es besitzt fast dieselben Eigenschaften wie ein normales Girokonto, ist jedoch meist kostenlos.

Ab wann braucht mein Kind ein Konto?
Sie können Ihrem Kind schon zur Geburt ein Konto einrichten. Die meisten Sparkassen bieten diesen Service an. Auf diese Weise bilden Sie einen finanziellen Grundstock für Ihr Kind. Schon ab einem Alter von sechs Jahren kann ein eigenes Konto dann beispielsweise für die Überweisung des Taschengelds genutzt werden. So helfen Sie Ihrem Nachwuchs frühzeitig, ein Gefühl für das eigene Geld zu entwickeln. Spätestens ab 12 Jahren ist ein Girokonto für Jugendliche dann sinnvoll – das sehen auch viele Verbraucherzentralen so. Denn dadurch erhält Ihr Kind die Möglichkeit, im zunehmend eigenständigen Alltag bargeldlos zu bezahlen, online sein Konto zu verwalten und die Handykarte aufzuladen.

Welche Funktionen bietet ein Schülerkonto?
Der Funktionsumfang des Kinderkontos hängt vom Alter des Kontoinhabers und Ihren Freigaben als Erziehungsberechtigter ab. So sind Auszahlungen an ganz junge Bankkunden oft nur in vorher festgelegtem Umfang oder auch nur in den Filialen und in Begleitung der Eltern möglich. Etwa ab dem 12. Lebensjahr bietet ein Jugendgirokonto dann annähernd dieselben Funktionen wie Ihr eigenes „erwachsenes“ Konto: Überweisungen können online getätigt, Daueraufträge eingerichtet werden. An rund 25.000 Geldautomaten können junge Sparkassenkunden dann gebührenfrei Geld abheben.

Welche Konditionen gelten bei einem Kinder- oder Schülerkonto?
Kontoführung und Bargeldabhebungen sind bei so gut wie allen Anbietern kostenlos. Außerdem besteht zumeist eine Höchstgrenze für die Verzinsung der Guthaben. So bietet die Hamburger Sparkasse beispielsweise einen Sonderzins von 3 Prozent bis zu einem Kontostand von 500 Euro. Die Berliner Sparkasse bietet denselben Zinssatz sogar bis zu einem Guthaben von 1.000 Euro.

Wie viel kann abgehoben werden?
Als Eltern können Sie die Kontonutzung reglementieren und einen monatlichen Verfügungsrahmen für Ihr Kind festlegen. Dieser kann beispielsweise dem vereinbarten Taschengeld entsprechen. Mehr Informationen zur empfohlenen Taschengeldhöhe finden Sie hier. Übrigens: Überziehungs- und Dispokredite gibt es bei Kinder- und Jugendgirokonten nicht – Schulden sind so ausgeschlossen.

Ab wann darf mein Kind Online- und Mobile Banking nutzen?
Kinder können beispielsweise bei Sparkassen zwar schon im Grundschulalter online ihren Kontostand abfragen, Überweisungen zu tätigen ist zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht möglich. Je nach Sparkasse können Jugendliche erst ab einem Alter von 10 Jahren – vorbehaltlich Ihrer Zustimmung als Eltern – auch per Online- oder Mobile Banking Geld überweisen oder im Internet bargeldlos einkaufen.

Wer ist Kontoinhaber eines Schülerkontos?
Ihr Kind ist der Hauptkontoinhaber – ihm gehört das Geld. Als Erziehungsberechtigte besitzen Sie zwar eine Kontovollmacht und haben ebenfalls Zugriff auf das Konto, die Verfügungsberechtigung ist aber kein Freibrief: Das Geld auf dem Konto dürfen Sie nur abheben, um es beispielsweise für Extraausgaben zu nutzen, die direkt dem Kind zugute kommen – nicht aber etwa für den normalen Unterhalt oder um das Geld umzuschichten.

Wie eröffne ich ein Konto für mein Kind?
Begleiten Sie Ihr Kind einfach zur Filiale Ihrer Bank oder Sparkasse. Als gesetzliche Vertreter Ihres noch minderjährigen Kindes müssen Sie dabei sein, um den Kontoantrag auszufüllen und zu unterschreiben. Bei vielen Sparkassen ist die Kontoeröffnung auch online möglich.
Hier erfahren Sie alles über das Jugendgirokonto der Sparkasse. Von dort gelangen Sie durch Eingabe eines Ortes oder einer Postleitzahl auch schnell zum jeweiligen Kinderkonto-Angebot der Sparkasse Ihrer Wahl.

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