Hausfinanzierung – So machen Sie es richtig

Fünf Tipps für die Finanzierung des Eigenheims

Ein Haus im Grünen oder die charmante Eigentumswohnung in der Stadt – viele Menschen träumen vom eigenen Heim. Eine Hausfinanzierung erfordert jedoch umsichtige Planung. Finanzen müssen gecheckt, passende Immobilien gesichtet, Preise verhandelt und die Finanzierung auf die Beine gestellt werden.

Es gibt verschiedene Wege für Ihre Immobilienfinanzierung. Lassen Sie sich vor allem genügend Zeit für die Kalkulation Ihres Budgets, damit es später zu keinen Engpässen in der Ratenrückzahlung kommt.

Welches Konzept für Sie ideal ist, hängt von vielen Faktoren ab. Es reicht nicht, Ihre erwarteten Einnahmen durch Gehalt oder Zinsen den Kosten für Ihr Eigenheim gegenüberzustellen. Sie sollten vor allem eins: langfristig kalkulieren. Mit diesen fünf Tipps gelingt der erfolgreiche Hauskauf:

1. Ermitteln Sie Ihr Budget für den Immobilienkauf

Eine gepackte Kiste steht in einem Wohnzimmer

Bevor Sie die Suche nach dem Eigenheim beginnen, sollten Sie wissen, wie viel Haus Sie sich leisten können.

Hierfür ermitteln Sie anhand Ihres Einkommens und Ihrer Ausgaben, wie viel Budget Sie monatlich für die Kreditrate der Finanzierung aufbringen können. In die Einkommensaufstellung gehören nur regelmäßige Zahlungen, die langfristig bei Ihnen eingehen.

Anschließend berechnen Sie die monatlichen Ausgaben. Aber aufgepasst: Verlieren Sie auch nicht die Aufwendungen aus den Augen, die nur einmal jährlich anfallen.

Mit dem Haushaltsrechner der Sparkasse können Sie ihre Einnahmen und Ausgaben im Blick behalten und einfach Ihr frei verfügbares Monatseinkommen errechnen.

Nachdem Sie sämtliche Einnahmen und Ausgaben gegenübergestellt haben, ergibt sich ein frei verfügbares Einkommen, das die monatliche Belastung für Ihre Immobilie decken muss.

Um finanzielle Risiken zu vermeiden, lautet die Faustregel: Die monatlichen Raten sollten maximal 40 Prozent des verfügbaren Nettoeinkommens betragen.

2. Je mehr Eigenkapital, desto besser

Das Eigenkapital bildet das Fundament ihrer Immobilienfinanzierung – je mehr Sie einbringen können, desto attraktivere Konditionen erwarten Sie. Das gehört zum Eigenkapital:

  • Ersparnissen auf Konten
  • Barvermögen
  • Bausparguthaben
  • Lebensversicherungen
  • Aktien, Investmentfonds, Wertpapiere
  • Immobilien
  •  Ein bereits bezahltes Baugrundstück

Wir empfehlen, dass Sie mindestens 20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten für den Erwerb Ihrer Immobilie durch eigenes Kapital abdecken. Besser sogar noch mehr. Je höher Ihr eingebrachtes Eigenkapital, desto geringer ist Ihr Finanzierungsbedarf und Zinsaufwand.

Setzen Sie nicht Ihr gesamtes Eigenkapital ein, sondern planen Sie einen Sicherheitspuffer für unvorhersehbare Ausgaben ein.

Interessant: Auch ohne viel Eigenkapital kann in Zeiten von Niedrigzins eine Hausfinanzierung machbar sein. Da hier die Tilgungsraten in der Regel besonders hoch sind, sollten Sie ein sicheres Einkommen mitbringen.

3. Höhe der Hausfinanzierung ermitteln

Kinder liegen auf einem Sofa

UIm nächsten Schritt ermitteln Sie, wie hoch Ihr Finanzierungsbedarf ist. Notar, Makler, Grundgewerbssteuer: Zum eigentlichen Kaufpreis kommen beim Erwerb einer Immobilie noch die Nebenkosten hinzu.

Bei der Berechnung der Kosten, die zusätzlich zum Kaufpreis anfallen, kann Ihnen der Kaufkostenrechner der Sparkasse helfen.

Planen Sie die Gesamtkosten Ihrer Immobilie realistisch, aber rechnen Sie großzügig. Eine Nachfinanzierung ist in der Regel teurer als das ursprüngliche Darlehen. Die höheren Zinskonditionen führen außerdem zu einer höheren monatlichen Belastung.

Zur Höhe eines Kredits ist es grundsätzlich ratsam, dass Sie sich beraten lassen. Unsere Immobilienexperten vermitteln und finanzieren seit Jahrzehnten Wohnungen und Häuser. Nutzen Sie diese Erfahrungen für Ihr eigenes Immobilienprojekt. Wir stellen Ihre individuellen Anforderungen in den Fokus und bieten Ihnen maßgeschneiderte Lösungen für Ihre Hausfinanzierung.

4. Die Qual der Wahl

Bei den zahlreichen Möglichkeiten der Hausfinanzierung kann man leicht den Überblick verlieren. Die folgenden Angebote stellen die wichtigsten Formen der Finanzierung dar:

  • Das Annuitätendarlehen bietet Ihnen über die gesamte Laufzeit hinweg eine gute Portion Sicherheit: Denn bei dieser Art der Baufinanzierung bleiben die Raten über die gesamte Laufzeit immer gleich. Damit können Sie gut und sicher planen.
  • Rechnen Sie fest mit einem Geldbetrag zu einem gesetzten Termin in der Zukunft? Dann ist das Festdarlehen für Sie eine lohnende Wahl. Anstatt einer üblichen Tilgungsrate, zahlen Sie nur die monatlichen Zinsen zurück. Am Ende der Kreditlaufzeit zahlen Sie die gesamte Darlehenssumme auf einmal zurück.
  • Der Bausparvertrag ist ideal, wenn Sie später einmal eine Immobilie finanzieren möchten. Das Motto ist simpel: Erst sparen, dann bauen. Nach einer mehrjährigen Ansparphase wird der Vertrag zuteilungsreif. Zusätzlich zu Ihrem angesparten Geld erhalten Sie ein Baufinanzierungsdarlehen.

Der Vorteil: Sie kennen die Konditionen bereits zum Abschluss des Vertrags und planen so sicher in die Zukunft.

Über kurz oder lang ist auch die Dauer eines Kredits wichtig, wenn nicht gar entscheidend. Eine lange Kreditlaufzeit gibt Ihnen - trotz höherer Kosten - eine größere Planungssicherheit. Vor allem in Niedrigzinsphasen können sich Laufzeiten von 20, 30 oder mehr Jahren lohnen. Die Zinsbindung macht’s möglich.

Allerdings kann es sich auch für Sie lohnen, das Darlehen schnell abzubezahlen - durch oft bessere Konditionen. Weniger Zinsen zu zahlen, bedeutet nämlich auch: mehr Geld für die eigentliche Tilgung zu haben.

5. Förderung für den Hauskauf abklären

Kaffeebecher mit Löffel

Informieren Sie sich frühzeitig darüber, ob Sie die Unterstützung durch die bundeseigene Förderbank KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) erhalten . Mit einer Palette an Programmen für Neubauten und bestehende Immobilien unterstützt sie besonders Maßnahmen, die energieeffizient und zukunftsorientiert sind.

 Durch eine KfW-Förderung können Sie aufgrund günstiger Darlehen und Zuschüsse bei Ihrer Baufinanzierung sparen. Um an den Förderprogrammen teilzunehmen, müssen Sie allerdings bestimmte Bedingungen erfüllen.

 Sprechen Sie am besten mit Ihrem Berater bei der Sparkasse, welches Förderprogramm, Darlehen oder welcher Kredit für Sie in Frage kommen.

Fazit: Auf das passende Finanzierungskonzept kommt es an

Lassen Sie sich von unseren Experten ein persönliches Konzept für Ihren Hauskauf erstellen. Errechnen Sie zusammen mit ihrem Berater oder mit unserem einfach zu bedienenden Baufinanzierungsrechner den Finanzierungsbedarf für Ihr Vorhaben. So erkennen Sie ganz klar, wie hoch Sie Ihre Ziele stecken können.

Was wir Ihnen bieten: Ein auf Ihr Vorhaben abgestimmtes Darlehen. Dabei entscheiden Sie über die Höhe des Darlehens, die monatliche Rate und die Laufzeit. Wir beraten Sie gern.

Mehr Infos und Konditionen finden Sie bei Ihrer Sparkasse.

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Der S-ImmoPreisfinder

Sie möchten eine Immobilie kaufen oder verkaufen? Der S-ImmoPreisfinder ermittelt für Sie kostenlos und innerhalb kurzer Zeit den Wert eines Hauses oder einer Wohnung.

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Annuitätendarlehen

Ein Annuitätendarlehen ist ein Darlehen mit konstanten Raten. Die Höhe der zu zahlenden Rate bleibt über die gesamte Laufzeit gleich.

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KfW-Förderung

Ob Bauen oder Kaufen, energetische Sanierung oder barrierefreier Umbau: Der Staat unterstützt vielfältige Vorhaben rund um Ihr Zuhause.

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