Die Riester-Rente ist besser als ihr Ruf: So sichern Sie sich die Zulagen vom Staat

Mit diesen 5 Tipps riestern Sie richtig

Die Riester-Rente ist eine gute Wahl für viele Sparerinnen und Sparer. Denn wer richtig riestert, sichert sich für das Alter zusätzlich ab. Besonders wichtig ist, sich vor einem Vertragsabschluss gründlich zu informieren. Denn nicht jede Art von Riester passt zu jedem Menschen. In diesem Ratgeber finden Sie 5 Tipps, die Ihnen bei der Wahl Ihrer Riester-Rente helfen. 

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Förderung vom Staat
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Steuerersparnis
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Zulagen fürs Eigenheim

Ihre Vorteile:

  • Sie erhalten bis zu 175 Euro im Jahr vom Staat. 
  • Für jedes Kind in der Familie gibt es zusätzlich bis zu 300 Euro.
  • Auszahlbar als lebenslange Rente oder Investition ins Eigenheim.
  • Auch für Geringverdienerinnen und -verdiener eine gute Möglichkeit, zusätzlich für das Alter vorzusorgen.

Sie möchten mit der Riester-Rente für die Zukunft sparen? Ihre Sparkasse unterstützt Sie gerne dabei.


Grundsätzliches zur Riester-Rente

Die Riester-Rente ist eine private Altersvorsorge, die der Staat mit Zulagen fördert. Riestern Sie, können Sie sich später eine lebenslange zusätzliche Rente auszahlen lassen. Oder Sie investieren das Gesparte in Ihr Eigenheim. Wählen Sie Letzteres, können Sie im Alter mietfrei leben. Der Vorteil: Ihnen bleibt monatlich mehr von der gesetzlichen Rente. Damit können Kosten für Lebensmittel, den privaten Pkw oder auch gelegentliches Reisen einfacher gedeckt werden.

Ein weiterer Vorteil der Riester-Rente: Die gesetzliche Regelung sieht vor, dass Sie einmal im Jahr über Ihren Riester-Stand informiert werden. Die sogenannte Standmitteilung weist aus, wie viel Sie im vergangenen Jahr in Ihre Riester-Rente eingezahlt und in welcher Höhe Sie Zulagen erhalten haben.

Die verschiedenen Vertragsarten von Riester

Wenn Sie riestern möchten, haben Sie verschiedene Möglichkeiten: Sie können einen Riester-Fondssparplan aufsetzen, aus dem Sie im Alter eine lebenslange Rente beziehen. Oder Sie entnehmen das Geld bei Renteneintritt und tilgen damit einen bestehenden Immobilienkredit. Auch ein Wohn-Riester-Darlehen ist möglich, wenn Sie zu Beginn Ihres Sparplans schon wissen, dass Sie in Zukunft eine Immobilie erwerben möchten.  

So berechnen Sie Ihren Eigenanteil

Der jährliche Beitrag zu Ihrer Altersvorsorge setzt sich aus Ihrem Eigenbetrag und den staatlichen Zulagen zusammen. Beides zusammen sollte 4 Prozent Ihres Bruttoeinkommens betragen (bis maximal 2.100 Euro im Jahr). Dann erhalten Sie die volle Förderung.

Hinweis: Zur Berechnung wird immer das Bruttoeinkommen des Vorjahres herangezogen. 

Steuerliche Aspekte der Riester-Rente

Auch die Steuerregelungen sind für Riester-Sparerinnen und -Sparer klar definiert: In der Steuererklärung müssen Sie sowohl Einzahlungen als auch Zulagen angeben. Anschließend ermittelt das Finanzamt, ob die Steuerersparnis in dem Jahr höher war als die Zulagen. Ist dies der Fall, erhalten Sie Geld zurück.

Dann gibt es Geld zurück:

Steuerersparnis > Zulagen = Steuererstattung

Wichtig zu wissen:

Auch wenn Sie während der Ansparphase Steuern sparen können – im Alter müssen Sie Ihre Riester-Rentenzahlungen voll versteuern. Dies gilt auch dann, wenn Sie das Gesparte nicht für die monatliche Rente nutzen, sondern in Ihre Immobilie investieren. 

Für wen sich Riester besonders lohnt

Riester-Sparen lohnt sich aufgrund der Zulagen in erster Linie für Menschen mit vielen Kindern. Für Alleinstehende mit hohem Einkommen kommt Riester aufgrund der steuerlichen Aspekte infrage. Doch auch wenn Sie einen Immobilienkauf planen, kann Riester für Sie sinnvoll sein. 

Familien mit Kindern

Je mehr Kinder Sie haben, desto mehr profitieren Sie von den staatlichen Zulagen. Neben der jährlichen Erwachsenenzulage von bis zu 175 Euro erhalten Sie pro Kind eine Förderung von bis zu 300 Euro im Jahr. Für Familien mit drei Kindern bedeutet das einen Zuschuss von 1075 Euro im Jahr – vorausgesetzt, Sie leisten Ihren Eigenanteil in voller Höhe. In Anspruch nehmen kann die Kinderzulage übrigens immer nur ein Elternteil pro Kind. 

Alleinstehende mit hohem Einkommen

Riester ist eine gute Sparmöglichkeit für Sie, wenn Sie alleinstehend sind und ein hohes Einkommen haben. Denn gutverdienende Singles zahlen meist hohe Steuern. Über die Einzahlung in die Riester-Rente haben Sie die Möglichkeit, Steuererstattungen zu generieren. Allerdings funktioniert dies nicht unbegrenzt. Im Jahr können Sie nicht mehr als den Riester-Höchstbetrag von 2.100 Euro steuerlich geltend machen.

Bei Eigenheimwunsch

Planen Sie, sich in ein paar Jahren ein Eigenheim zuzulegen? Dann lohnt sich das Riester-Sparen für Sie besonders. Mit einem Wohn-Riester hilft der Staat Ihnen über Zulagen, Ihr Darlehen schneller abzubezahlen. Eine weitere Möglichkeit bei Eigenheimwunsch: Wenn Sie mit einem Fondssparplan riestern, können Sie das Gesparte später herausnehmen und in die Tilgung Ihres Immobilienkredits investieren. 

5 einfache Tipps: So riestern Sie richtig

1. Fangen Sie früh an.

Riester ist eine langfristige Geldanlage und deshalb gilt auch hier: Je früher Sie anfangen, desto besser. Dies trifft besonders auf Riester-Fondssparpläne zu. Junge Menschen haben einen langen Anlagehorizont und können so besonders vom Zinseszinseffekt profitieren. Auch mögliche Kursschwankungen können besser ausgeglichen werden. Dazu gibt es einen sogenannten Berufseinsteigerbonus für Sparerinnen und Sparer, die einen Riester-Vertrag abschließen. Diese erhöhte Grundzulage beträgt 200 Euro und wird bei Abschluss einmalig gewährt. Allerdings bekommen Sie den Einmalbonus nur, wenn Sie im ersten Beitragsjahr das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. 

2. Lassen Sie sich vor Abschluss gründlich beraten.

Nicht jede Form von Riester passt zu jedem Menschen – deshalb sollten Sie sich gründlich beraten lassen, bevor Sie sich für einen Riester-Vertrag entscheiden. Wichtig sind nicht nur Ihre Finanzen und Ihre Familiensituation, sondern auch Ihr Sparziel. Ihre Sparkasse hat einen guten Überblick über Ihre Finanzen und kann Sie bei der Suche nach dem richtigen Vertrag unterstützen. 

3. Riestern Sie nur für die Zulagen – wenn nötig.

Ein Riester-Vertrag lohnt sich nicht nur für Familien mit Kindern oder Gutverdienerinnen oder -verdiener. Auch Menschen mit geringeren Einkommen können profitieren. Um Anspruch auf staatliche Förderung zu haben, müssen Sie mindestens den sogenannten Sockelbetrag von 60 Euro im Jahr entrichten. Es spricht also nichts dagegen, nur zu riestern, um die Zulagen zu bekommen. Im Gegenteil: Die Förderungen übersteigen bei einem geringen Einkommen oder auch Arbeitslosigkeit oftmals den Eigenanteil. Gerade dann kann Riester-Sparen Sinn ergeben.   

4. Überprüfen Sie Ihren Riester-Stand regelmäßig.

Als Riester-Sparerin oder -Sparer erhalten Sie einmal im Jahr eine Standmitteilung. Dieser Mitteilung können Sie Ihren Riester-Stand entnehmen. Behalten Sie Ihren Stand im Auge und überprüfen Sie jedes Jahr, wie viel Sie im letzten Jahr in Ihren Riester-Vertrag eingezahlt und in welcher Höhe Sie Zulagen erhalten haben. Auch Ihre Vertragskosten sind dort vermerkt.

5. Lassen Sie einen bestehenden Riester-Vertrag lieber ruhen, statt ihn zu kündigen.

Haben Sie bereits einen Riester-Vertrag abgeschlossen, sind aber unzufrieden, sollten Sie den Vertrag nicht einfach kündigen. Denn das würde bedeuten, dass Sie die Riester-Zulagen zurückzahlen müssen. Lassen Sie stattdessen den alten Riester-Vertrag ruhen – und schließen Sie einen neuen ab, der besser zu Ihnen und Ihrem Sparziel passt. 

Häufige Fragen

Riester-Förderung ist eine Form der Altersvorsorge, die vom Staat mit Zulagen unterstützt wird. Sinnvoll ist Riester als Zusatz zur gesetzlichen Rente, die in den meisten Fällen die tatsächlichen Kosten im Alter nicht deckt.  

Riester-Sparerinnen und -Sparer zahlen meist monatlich einen Eigenanteil auf Ihr Riester-Konto ein. Für Erwachsene gibt es eine jährliche Zulage von bis zu 175 Euro. Pro Kind erhalten Sie noch einmal bis zu 300 Euro Kinderzulage im Jahr. 

Riestern mithilfe staatlicher Förderungen kann, wer ein rentenversicherungspflichtiges Einkommen erzielt. Allerdings gibt es bestimmte Gruppen, für die sich die zusätzliche Altersvorsorge mit Riester besonders lohnt – dazu gehören vor allem Familien mit Kindern und alleinstehende Gutverdienerinnen und -verdiener. Aber auch Menschen mit geringem Einkommen können vom Riester-Sparen profitieren.   

Die volle Riester-Förderung bekommen Sie dann, wenn Ihr Eigenbeitrag und die Zulagen zusammengerechnet 4 Prozent Ihres Bruttogehalts betragen. Allerdings gibt es eine Höchstgrenze bei der Förderung: Maximal 2.100 Euro im Jahr werden berücksichtigt. Zwar können Sie darüber hinaus einzahlen – Sie erhalten aber weder höhere Zulagen, noch können Sie mehr als 2.100 Euro steuerlich geltend machen. 

Die Kinderzulage kann immer nur einem Elternteil zugewiesen werden. Riestern beide Eltern des Kindes, erhält in der Regel die Mutter den Zuschlag. Dies kann allerdings im sogenannten Zulagenantrag geändert werden. Das entsprechende Formular muss jedes Jahr neu ausgefüllt werden. 

Im Regelfall wird die Riester-Rente als lebenslange monatliche Rente ausgezahlt. Allerdings können Sie sich zu Rentenbeginn einen Teil des angesparten Geldes als Einmalbetrag auszahlen lassen. Dies hat jedoch steuerrechtliche Auswirkungen. Den restlichen Betrag können Sie sich dann als monatlichen Betrag auszahlen lassen. Aber auch diese Beträge sind steuerpflichtig. 


Mithilfe von staatlichen Zulagen fürs Alter vorsorgen? Wir beraten Sie gern zur Riester-Rente.