So werden Sie ein Umzugs-Checker!

Die besten Tipps für große und kleine Umzüge

Ein Umzug in eine neue Stadt, vielleicht ein neuer Job dazu. Das ist immer auch ein spannender Neuanfang. Doch Umzüge können teuer werden. Was sind potenziell unvorhergesehene Kosten?

Umzug nach Plan

Für einen neuen Job von Berlin nach München? Oder der Liebe wegen von Mannheim nach Leipzig? So ein Umzug kann ordentlich ins Geld gehen. Doch wenn Sie ein bisschen planen, lassen sich die Kosten im Zaum halten. Wir haben die besten Tipps rund um Umzugskostenpauschale & Co. zusammengestellt.

1. Nicht zu knapp kalkulieren

Wer einen Umzug plant und Geld sparen möchte, denkt natürlich erst einmal darüber nach, ob er nicht alles in Eigenregie organisieren und Freunde einspannen kann. Doch ein DIY-Umzug ist nicht automatisch günstiger als ein Umzug mit einem Dienstleister.

 

Mieten Sie selbst einen Transporter, müssen Sie meist einen Preisaufschlag dafür zahlen, dass Sie das Fahrzeug in einer Stadt in Empfang nehmen und in einer anderen Stadt wieder abgeben – die sogenannte Einwegmiete. Außerdem liegt die volle Verantwortung für die Planung in Ihren Händen: Wie groß muss denn so ein Transporter sein, damit alle Möbel, Kisten und Pflanzen hineinpassen? Für Unerfahrene ist das schwer abzuschätzen.

 

Auch vertut sich so mancher bei der Kalkulation des Arbeitsaufwands und organisiert zu wenige Helfer. Wenn dann alles länger dauert als gedacht oder nicht alle Möbel in den Laderaum passen, können neue Kosten entstehen, etwa für einen zusätzlichen Tag Transporter-Nutzung. Deshalb: Kalkulieren Sie Ihren DIY-Umzug nicht zu knapp – weder beim Laderaum noch bei der Anzahl der Helfer.

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2. Angebote vergleichen

Alle, die professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, aber nicht das Komplettpaket buchen möchten, sollten sich fragen: Welche Leistungen erledige ich, und was überlasse ich den Profis?

 

Kisten packen, Möbel ab- und wieder aufbauen – das können Sie am ehesten selbst übernehmen, wenn Ihr Umzug möglichst wenig kosten soll. Holen Sie verschiedene Angebote ein und vergleichen Sie. Dabei ist es von Vorteil, wenn Sie früh mit der Planung für Ihren Umzug starten. Acht bis zwölf Wochen vor dem Termin sollten Sie Angebote haben.

 

Wichtig: Am Wochen- und am Monatsende ist die Nachfrage besonders hoch. Im Juli, August und Dezember haben Umzugsunternehmen Hochsaison. Vermeiden Sie, wenn möglich, also diese Peak-Zeiten. Dann können Sie gegebenenfalls günstigere Konditionen aushandeln. 

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3. Option „Beiladung“ prüfen

Wer einen überschaubaren Hausstand hat und beim Termin für den Transport flexibel ist, für den kann die sogenannte Beiladung interessant sein. Viele Umzugsunternehmen bieten an, Kleinladungen noch mit auf den Möbelwagen zu packen, wenn sowieso schon jemand anders eine Tour mit ähnlichem Start- und Zielort gebucht hat. So lässt sich Geld sparen.

4. Versicherungsschutz checken

Geht beim selbst organisierten Umzug etwas kaputt, bleibt der Geschädigte meist auf den Kosten sitzen. Die Hausratversicherung ersetzt keine Schäden, die durch Unfälle oder wegen fehlender Sicherungsmaßnahmen entstehen.

 

Passiert einem freiwilligen Helfer ein Missgeschick, muss er nicht haften, denn seine unbezahlte Unterstützung gilt als Freundschaftsdienst. Umzugsunternehmen hingegen haften für Schäden, die durch ihre Mitarbeiter verursacht werden, in der Regel mit 620 Euro pro Kubikmeter Umzugsgut.

 

Das gilt allerdings nicht für zerbrochenes Geschirr in einem von Ihnen selbst schlecht gepackten Karton, sondern nur für Schäden, die allein das Umzugsunternehmen zu verantworten hat.

 

Wer Umzugshelfer über eine Jobbörse einstellt, sollte vorab klären, ob sie eine Versicherung abgeschlossen haben.

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5. Wohnung rechtzeitig kündigen

Sobald der neue Mietvertrag unterzeichnet ist und der Umzugstermin feststeht, sollten Sie Ihre alte Wohnung kündigen. Sie wollen ja nicht doppelt Miete zahlen.

 

Die reguläre Kündigungsfrist beträgt drei Monate zum Monatsende. Möchten Sie früher ausziehen, fragen Sie Ihren Vermieter, ob Sie eher aus dem Vertrag entlassen werden, wenn Sie zum Beispiel einen Nachmieter stellen. Das hat auch den Vorteil, dass Sie vielleicht nicht mehr benötigte Möbel, Vorhänge oder Lampen an den Nachmieter verkaufen oder verschenken können. Eventuell kauft Ihnen der Vermieter auch die Einbauküche ab, die nicht in Ihre neue Wohnung passt.

6. Vor dem Umzug entrümpeln

Alles, was mit Ihnen umzieht, erhöht die Kosten für den Transport. Deshalb sollten Sie sich vor dem Umzug von Einrichtungsgegenständen und Hausrat trennen, die Sie nicht mit in Ihr neues Zuhause nehmen wollen.

 

Über ein Inserat bei Ebay-Kleinanzeigen oder auf dem Flohmarkt in der Nachbarschaft können Sie gut erhaltene, aber nicht mehr benötigte Dinge verkaufen. Viele karitative Einrichtungen freuen sich über Möbelspenden. Was sich nicht mehr zum Verkaufen oder Verschenken eignet, sollten Sie zum Sperrmüll bringen. Idealerweise nutzen Sie dafür rechtzeitig die kostenfreien Sperrmülltermine Ihrer Gemeinde. Bei  kurzfristiger Abholung fallen Gebühren an, die sich von Kommune zu Kommune unterscheiden können. Elektrogeräte und Haushaltsgroßgeräte gelten als Elektronikschrott; sie müssen bei einer lokalen Entsorgungsstelle abgegeben werden.

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7. Neue Adresse mitteilen

Behörden, Versicherungen, Banken und andere Stellen sollten Sie rechtzeitig über Ihre neue Anschrift informieren. Richten Sie einen Nachsendeauftrag bei der Deutschen Post ein, damit  alle Rechnungen erhalten und keine Mahngebühren anfallen. Die wichtigsten Anlaufstellen finden Sie in dieser Checkliste.

8. Steuern sparen

Jeder, der seinen Wohnort wechselt, kann seine Steuerlast für das betreffende Kalenderjahr reduzieren. Kosten für einen Umzug aus privaten Gründen lassen sich zum Teil absetzen: Pro Jahr können Sie 20 Prozent der Arbeitskosten, maximal jedoch 4.000 Euro, als haushaltsnahe Dienstleistungen absetzen.

 

Bei einem berufsbedingten Umzug haben Sie die Wahl: Sie können entweder die Umzugskostenpauschale in Anspruch nehmen, oder mit Einzelnachweisen die tatsächlichen Kosten geltend machen. Die Pauschale liegt seit 1. Februar 2017 für Verheiratete und Alleinerziehende bei 1.528 Euro, für Ledige bei 764 Euro. Für jede weitere Person im Haushalt gibt es einen Zuschlag von 337 Euro.

 

Liegen Ihre Umzugskosten über diesem Betrag, können Sie auf die Umzugspauschale verzichten und stattdessen Ihre tatsächlichen Kosten mit entsprechenden Quittungen belegen. Diese Ausgaben gehören in die Kategorie der Werbungskosten in Anlage N Ihrer Einkommenssteuererklärung.

 

Neben den Kosten für den Transport Ihres Hausrates können Sie zum Beispiel folgende Ausgaben geltend machen: Maklergebühren für Mietwohnungen, doppelte Mietzahlungen für bis zu sechs Monate sowie die Kosten für einen Kochherd bis zu 230 Euro. Die sonstige Einrichtung Ihres neuen Heims gilt allerdings als Privatsache – die Kosten dafür können nicht abgesetzt werden.

 

Das Finanzamt erkennt einen Umzug meist nur dann als beruflich veranlasst an, wenn Sie den Arbeitsort wechseln oder sich durch den Umzug die Zeit für Ihren Arbeitsweg pro Richtung um mindestens eine halbe Stunde verkürzt. Sie können allerdings immer nur die Kosten angeben, die Sie tatsächlich selbst tragen. Falls Ihr Arbeitgeber die Umzugskosten übernimmt, können Sie diese Ausgaben nicht geltend machen.

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9. Engpässe überbrücken

Sie ziehen für einen besser bezahlten Job in eine neue Stadt? Doch vor der Gehaltssteigerung steht der Umzug, müssen Sie die Kaution für die neue Wohnung und vielleicht auch neue Möbel finanzieren. Das kann mehr sein, als Ihre Ersparnisse hergeben. Hier kann ein Ratenkredit der Sparkasse mit niedrigen Zinsen helfen. Die vereinbarten Raten für Ihren Umzugskredit sind während der gesamten Laufzeit gleich – Sie können daher gut kalkulieren. Mehr zum Privatkredit erfahren Sie hier.