
Deutschland muss 70 Prozent der Energie importieren.
Besonders viel Energie lässt sich durch Wärmedämmung sparen.
Förderprogramme helfen bei der energetischen Sanierung.
Millionen Gründe für energetische Sanierungen
Deutschland gilt als rohstoffarmes Land. Etwa 70 Prozent des Energieaufkommens müssen importiert werden. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat die Abhängigkeit von fossilen Importen deutlich gemacht. Zwar ist der Anteil russischer Erdgasimporte heute praktisch auf null gefallen, dennoch bleibt die Importabhängigkeit insgesamt hoch.
Laut Umweltbundesamt liegt der Energieverbrauch für Gebäude immer noch höher als etwa im Verkehrssektor. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) geht von 35 Prozent des Gesamtenergiebedarfs aus, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sogar von fast 40 Prozent. In jedem Fall verbrauchen wir mehr Energie, als wir es uns leisten können. Und weil Nachhaltigkeit und Klimaschutz jeden betreffen, gibt es noch immer Millionen Gründe, energetisch zu sanieren und zugleich Ressourcen zu schonen.
Mehr Alternativen und noch mehr Bewusstsein für die Klimawende
Deutschland gilt als rohstoffarmes Land. Etwa 70 Prozent des Energieaufkommens müssen importiert werden. Ereignisse, wie etwa der Krieg Russlands gegen die Ukraine, verdeutlichen die sensible Situation. Energieengpässe und hohe Preise führten daher in der Bundesregierung zu einem Umdenken.
Alternative und erneuerbare Energien rücken in den Fokus. Es geht darum, unabhängig zu werden – aber auch darum, weniger Energie zu verbrauchen und das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu schärfen. Die einen nennen es energetische Sanierung, die anderen Gebäudeeffizienz und die Bundesregierung ruft die „Mission Zehn Prozent“ aus und meint: „Jede gesparte Kilowattstunde Energie leistet einen Beitrag für unsere Unabhängigkeit, senkt den Kostendruck und hilft, unsere Klimaziele zu erreichen.“ So geht Klimawende.
Checken Sie, was eine energetische Sanierung kostet
Eine energetische Sanierung oder Modernisierung ist eine lohnende Investition. Dennoch sollten Sie von Anfang an die Kosten im Blick haben. Wie viel eine energetische Sanierung kostet, lässt sich pauschal nicht beantworten, da der Sanierungsaufwand, die konkret geplanten Maßnahmen und die Wahl, etwa der Materialien, jeweils individuell sind.
Unser Tipp: Checken Sie schon vor der Objektentscheidung, wie groß und kostenintensiv der Sanierungsbedarf für das Gebäude ist. Übernehmen Sie sich nicht, Sie können Ihr Vorhaben auch Schritt für Schritt angehen.
Die folgende Liste zeigt Durchschnittswerte und dient der Orientierung.
- Solarwärmeanlage
- Kostenpunkt: ca. 6.000 € pro Anlage
- Jährliche Energieersparnis: bis 10 Prozent
- Dachdämmung/-eindeckung
- Kostenpunkt: ca. 240 € pro m²
- Jährliche Energieersparnis: etwa 15 Prozent
- Fensteraustausch
- Kostenpunkt: ca. 600 € pro Fenster
- Jährliche Energieersparnis: bis 10 Prozent
- Außenwanddämmung
- Kostenpunkt: ca. 180 € pro m²
- Jährliche Energieersparnis: bis 30 Prozent
- Kellerdeckendämmung
- Kostenpunkt: ca. 50 € pro m²
- Jährliche Energieersparnis: bis 5 Prozent
- Heizungsanlage
- Kostenpunkt: ca. 15.000 € pro Anlage
- Jährliche Energieersparnis: bis 35 Prozent
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Gegebenenfalls wird Ihre Sparkasse Sie im Nachgang per E-Mail kontaktieren.

Die richtige Wärmedämmung senkt den Verbrauch
Schon mit einer besseren Wärmedämmung lässt sich sehr viel einsparen: bei den Außenwänden bis zu 30 Prozent, beim Dach bis zu etwa 15 Prozent oder durch den Austausch alter Fenster bis zu 10 Prozent. Ein großes Potenzial also, das nebenbei auch den Wohlfühlfaktor hebt. Auch Haushalte mit geringerem Einkommen profitieren von energetisch saniertem Wohnraum, weil die Nebenkosten auf Dauer niedriger sind.
Hilfreich für Käufer und Mieter ist der Energieausweis des Objektes. Dieser muss Ihnen noch vor dem Kauf oder der Vermietung bei einer Besichtigung gezeigt werden. Der Ausweis liefert wertvolle Hinweise zum energetischen Zustand des Objekts – die Energieeffizienzklassen sagen auch viel über den Wärmebedarf aus.
Wie Sie am besten vorgehen, wenn Sie energetisch sanieren möchten
Zuallererst muss festgestellt werden, wo die energetischen Schwachstellen der Immobilie liegen. Undichte Fenster? Eine veraltete Heizanlage? Schlechte Wärmedämmung? Um die Energiefresser aufzuspüren, sollten Sie von Anfang an einen Experten oder eine Expertin miteinbeziehen. Dieser oder diese ermittelt anhand eines Energiechecks:
- wo es Optimierungsmöglichkeiten gibt,
- was sie kosten
- und was sie bringen.
Gemeinsam legen Sie dann den Fahrplan für Ihre energetische Sanierung fest. Benötigen Sie eine neue Heizung? Können Sie erneuerbare Energien nutzen? Was muss am dringendsten getan werden? Was kann noch warten?
Wichtig ist ein energetisches Gesamtkonzept für Ihre Immobilie. Denn erneuern Sie beispielsweise nur die Heizung, aber die Fassade ist undicht, wird weiterhin Energie verschwendet.
So können Sie eine energetische Sanierung finanzieren
Ihre Sparkasse unterstützt Sie gern bei der Finanzierung einer energetischen Sanierung. Für kleinere und mittlere Investitionen können Sie einen Sparkassen-Privatkredit nutzen, für große Projekte einen Modernisierungskredit beziehungsweise eine Sparkassen-Baufinanzierung. Auch die Landesbausparkasse (LBS) bietet für die energetische Sanierung einen Modernisierungskredit an. Bei der Finanzierungsberatung erfahren Sie auch, ob und welche Fördermittel für Sie infrage kommen.
Die BEG-Förderprogramme laufen weiter über KfW und BAFA. 2026 gibt es wichtige Änderungen
- weniger Gesamtbudget,
- neue Vorgaben für Wärmepumpen
- kombinierbare Boni
- und gedeckelte Förderungen.
Da der Bund weniger Geld bereitstellt als in den Vorjahren, erhöht diese Budgetkürzung das Risiko ausgeschöpfter Kontingente (Komplettsanierungen sind davon stärker betroffen als Einzelmaßnahmen). Eine frühzeitige Antragstellung ist daher empfehlenswert.
- KfW
Diese Kredite nehmen frühere Förderungen auf bzw. bündeln sie und sind jetzt möglich:
- „Erneuerbare Energien" Standard – Der Förderkredit für Strom und Wärme (270)
- „Wohngebäude" Kredit – Haus und Wohnung energieeffizient sanieren (261)
- Heizungstausch auf erneuerbare Energien (458)
Der Heizungstausch bleibt 2026 weiterhin förderfähig (mit bis zu 70 Prozent Zuschuss und maximal 21.000 Euro). Neu ab 1. Januar 2026: Luft-Wasser-Wärmepumpen werden nur noch gefördert, wenn die Geräuschemissionen des Außengeräts mindestens 10 dB unter den EU-Grenzwerten liegen.
- BAFA
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Effizienz-Einzelmaßnahmen nach der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM), darunter:
- die Dämmung der Gebäudehülle wie Fenster, Türen, Außenwände oder Dach
- Bundesförderung Energieberatung für Wohngebäude
Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle (BAFA BEG-EM) werden 2026 weiterhin mit 15–20 Prozent gefördert. Einkommensbonus (+30 Prozent) und Klimageschwindigkeitsbonus (+20 Prozent) können kombiniert werden. Die maximale Förderung ist jedoch gedeckelt und hängt von der Maßnahme sowie den förderfähigen Kosten ab.
Einmalige Investitionen für dauerhaft geringere Nebenkosten
Vor allem ältere Gebäude haben oft eine schlechte Energieeffizienz. Das belastet die Haushaltskasse, aber auch die Umwelt. Eine energetische Gebäudesanierung zahlt sich deshalb aus. Indem Sie das eigene Zuhause umwelt- und klimaschonend sanieren, machen Sie sich unabhängiger von steigenden Energiepreisen und verringern zusätzlich Ihre CO2-Bilanz. Senken Sie den Kostendruck und atmen Sie durch. Lassen Sie sich am besten beraten, wie Sie staatliche Förderungen optimal nutzen.
Setzen Sie Ihre Sanierung um – mit der passenden Finanzierung.
Stand: 19.03.2026


