

Geschrieben von
Bella Krug
Was ist ein Basispunkt?
Basispunkte, im Englischen „basis points“ (kurz: bps), werden verwendet, um auch kleine Veränderungen in Prozentwerten klar und eindeutig auszudrücken. Statt zu sagen, dass der Zinssatz um 0,25 Prozentpunkte gestiegen ist, spricht man von einem Anstieg um 25 Basispunkte. Ein Prozentpunkt entspricht also 100 Basispunkten.
Warum sind Basispunkte wichtig?
In der Finanzanalyse sind Basispunkte ein unverzichtbares Instrument, um Missverständnisse bei Prozentangaben zu vermeiden. Schon geringe Unterschiede in Zinsen oder Renditen können große finanzielle Auswirkungen haben – etwa bei Krediten, Anleihen oder Derivaten. Basispunkte machen solche Veränderungen eindeutig nachvollziehbar und verbessern die Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Finanzinstrumenten.
Wie funktioniert die Berechnung in der Praxis?
Beispiel: Erhöht die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins von 3,75 Prozent auf 4,00 Prozent, beträgt die Veränderung 25 Basispunkte. Ebenso entspricht eine Senkung von 150 Basispunkten einer Reduzierung um 1,5 Prozentpunkte. Diese Maßeinheit wird insbesondere in der Zins- und Kreditwirtschaft sowie bei Fonds- und Anleihebewertungen genutzt.
Für wen ist das Thema relevant?
Basispunkte sind relevant für Anlegerinnen und Anleger, Analystinnen und Analysten, Banken, Fondsmanagerinnen und Fondsmanager sowie für alle, die regelmäßig mit Zins- oder Renditeveränderungen arbeiten. Sie helfen, Entwicklungen auf den Kapitalmärkten präzise zu bewerten und zu kommunizieren.
Beispiel aus dem Alltag
Ein Kreditinstitut senkt den Zinssatz für Baufinanzierungen von 4,20 Prozent auf 4,10 Prozent. Das entspricht einer Senkung um 10 Basispunkte. Auch wenn die Veränderung klein klingt, kann sie bei hohen Darlehenssummen zu einer deutlichen Ersparnis für Kreditnehmende führen.





