Taschengeld: Wann, wie und wie viel?

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Mathe, Deutsch, Erdkunde … Darüber lernen Kinder in der Schule eine Menge. Aber wie sieht es mit der Vermittlung von Finanzwissen aus? Schlecht, das bestätigen Studien immer wieder. Ein erster Schritt auf dem Weg zum verantwortungsbewussten Umgang mit Geld: Taschengeld. Und das bereits früh.

 

Ab dann sollte Ihr Kind Taschengeld bekommen
Spätestens, wenn Ihr Kind in die Schule kommt, sollte es wöchentlich einen eigenen kleinen Betrag bekommen. Je älter es wird, desto mehr Geld sollten Sie ihm anvertrauen. Zum monatlichen Auszahlen des Taschengelds sollten Sie erst übergehen, wenn Ihr Kind sich an den Umgang mit Geld gewöhnt hat.

So viel Taschengeld ist angebracht
Ein Richtig und Falsch gibt es nicht. Wichtig ist, dass Sie das Taschengeld an Ihre eigene finanzielle Lage anpassen. Genauso entscheidend ist, wo Sie wohnen. So ist zum Beispiel in München eine Kugel Eis im Durchschnitt teurer als in Berlin – Ihr Kind braucht dort mehr Geld. Als Vergleichswert eignen sich auch die Freunde und Mitschüler Ihres Kindes. GuH-Taschengeld_rgb_final_1200x637

Sieben Tipps für Eltern
1. Ihr Kind soll den verantwortungsbewussten Umgang mit Geld erlernen. Dafür gehen Sie mit gutem Vorbild voran. Zahlen Sie das Taschengeld also regelmäßig und pünktlich.
2. Ihr Kind darf mit seinem Taschengeld machen, was es möchte. Das sagt sogar das Bürgerliche Gesetzbuch.
3. Ihr Kind möchte einen Nachschub oder einen Vorschuss? Dieser Bitte sollten Sie nicht nachgehen. Umgang mit Geld bedeutet auch: Mit dem haushalten, was man hat. Ist das Geld weg, ist es weg.
4. Wo kommt Geld eigentlich her? Wie kann man aus dem, was man hat noch mehr machen? Sprechen Sie mit Ihrem Kind auch über Möglichkeiten sein Taschengeld aufzubessern. Vielleicht gibt es die Option, Zeitung auszutragen oder Nachhilfe zu geben.
5. Genauso sollten Sie mit Ihrem Kind über die Vorteile von Sparen sprechen.
6. Das Taschengeld sollte nicht als Erziehungsmaßnahme herhalten. Egal, ob Ihr Kind schlechte Noten mit nach Hause bringt oder unartig war: Kürzen Sie nicht das Taschengeld. Genauso andersherum: Benimmt sich Ihr Kind besonders gut, sollte es dafür nicht mehr Taschengeld erhalten. Das Taschengeld ist schließlich nicht die Belohnung dafür, dass Ihr Kind „funktioniert“. Ihr Kind soll im Umgang damit etwas lernen.
7. Ab einem Alter von 12 empfiehlt sich für Ihr Kind ein eigenes Konto, auf das Sie das Taschengeld überweisen können.

Mehr zum Thema Taschengeld und zu diesen Empfehlungen gibt es auf der Internetseite von Geld und Haushalt. Dort können Sie auch den kostenfreien Flyer „Fahrplan Taschengeld für Eltern und Kinder“ bestellen.

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