Neues 2015: Kirchensteuer auf Kapitalerträge wird automatisch erhoben

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Diese Änderung betrifft alle, die Kirchensteuer zahlen und Kapitaleinkünfte haben, die den Sparer-Pauschbetrag überschreiten. Zu Kapitaleinkünften gehören beispielsweise Erträge aus Investmentfonds oder Kursgewinne, aber auch  Zinsen auf Sparkonten und Dividenden.

Ab dem 01. Januar 2015 behält Ihre Sparkasse oder Ihr Kreditinstitut die Kirchensteuer automatisch zusammen mit der Kapitalertragsteuer ein und führt diese an Ihr Finanzamt ab. Ziel der Maßnahme ist eine Vereinfachung des Steuereinzugsverfahrens. Sie müssen in Zukunft nicht mehr Ihre Kapitaleinnahmen bzw. die einbehaltene Kapitalertragsteuer in Ihrer Einkommenssteuererklärung angeben, um die Kirchensteuer korrekt abzuführen.

Damit Ihr Finanzdienstleister die Steuer abführen kann, muss er Ihre Konfession erfassen. Dafür fragt er einmal jährlich beim Bundeszentralamt für Steuern nach. Sie müssen nichts weiter unternehmen. Ihre Kirchensteuer wird automatisch zusammen mit Ihrer Kapitalertragsteuer abgeführt.

Wenn Sie nicht wollen, dass Ihre Sparkasse über Ihr Kirchensteuerabzugsmerkmal informiert wird, können Sie einen Sperrvermerk eintragen lassen. Der muss beim Bundeszentralamt für Steuern bis zum 30.06.2015 beantragt werden.

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