Darf man Geldscheine bemalen?

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Der Tod des Schauspielers Leonard Nimoy alias Mister Spock hat in Kanada eine sogenannte Spocking-Welle ausgelöst. Dabei wird das auf dem 5-Dollar-Schein befindliche Abbild von Premierminister Wilfrid Laurier (1841-1919) mit den Spock-Merkmalen wie spitzen Ohren und ausgeprägten schrägen Augenbrauen versehen. Kanadas Zentralbank hält diese Umgestaltung eines Nationalsymbols für unangebracht. Durch die Bemalung würden außerdem Sicherheitsmerkmale und die Lebensdauer des Geldscheins gefährdet. Strafbar ist es jedoch nicht.

Auch in Deutschland ist das Bemalen von Geldscheinen offiziell nicht verboten. Denn rechtlich gesehen gehören die Geldscheine weder der Europäischen Zentralbank noch der Bundesbank – sondern den Bürgern. Doch beim Bezahlen kann es Schwierigkeiten geben. Denn angemaltes Geld gilt als beschädigt und niemand ist verpflichtet, es anzunehmen. Normalerweise kann man beschädigte Scheine bei der Bundesbank umtauschen. Dies ist jedoch nicht bei einer offensichtlich vorsätzlichen Beschädigung der Fall.

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