
Häufige Fragen
Das bezieht sich in der Regel auf den Dreiklang aus Umweltschutz, sozialem Engagement und guter Unternehmensführung. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von den ESG-Kriterien, wobei E für Environment (Umwelt), S für Social (Soziales) und G für Governance (Unternehmensführung) steht.
Während es im Bereich „Umwelt“ vorrangig um die Reduktion klimaschädlicher Treibhausgase, Energieeffizienz und den Schutz von natürlichen Ressourcen geht, stehen im Bereich „Soziales“ faire und sichere Arbeitsbedingungen in der gesamten Lieferkette sowie gleichberechtigte Chancen für weibliche und männliche Mitarbeitende im Fokus. Mit „guter Unternehmensführung“ ist die verantwortungsbewusste Ausrichtung des Geschäftsmodells gemeint. Welchen gesellschaftlichen Nutzen haben die Produkte oder Dienstleistungen? Wie offen und transparent kommuniziert das Unternehmen mit seinen Interessenten, zu denen Kundinnen und Kunden, aber auch lokale Gemeinschaften rund um Produktionsstätten gehören?
Indem sie entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette schauen, wo sie Ressourcen einsparen, Energie effizienter nutzen und den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen reduzieren können.
Beispiele für Optimierungsmaßnahmen im Umwelt- und Klimabereich sind die schrittweise Umstellung des Firmenfuhrparks auf E-Mobilität, der Einbau energieeffizienter Maschinen, die Reduzierung von Verpackungsmaterial oder die Nutzung von Abwärme aus Industrieprozessen zum Heizen. Auch der Bezug von Ökostrom leistet einen Beitrag dazu, den firmeneigenen CO2-Fußabdruck zu verkleinern.
Andere Aspekte von Nachhaltigkeit im Unternehmenskontext beziehen sich auf das Soziale: Indem Firmen sich für faire Arbeitsbedingungen in ihren Zuliefererbetrieben auf der ganzen Welt einsetzen und dafür sorgen, dass alle Mitarbeitenden unabhängig von Geschlecht, Alter, körperlichen Einschränkungen, sexueller Orientierung oder ethnischer Zugehörigkeit die gleichen Karrierechancen erhalten, handeln sie verantwortungsbewusst. Vielfalt in der Belegschaft trägt nachweislich zum Unternehmenserfolg bei.
Um zu schauen, wo ein Unternehmen die größten Chancen auf Veränderungen hat, sollte zunächst analysiert werden, was die wesentlichen ESG-Aspekte in der jeweiligen Branche und dem einzelnen Betrieb sind. Sprechen Sie dazu am besten mit Ihrem Firmenkundenberater oder Ihrer Firmenkundenberaterin der Sparkasse.
Dafür gibt es bislang keine einheitliche Definition.
Unternehmen können sich zum Beispiel an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen orientieren, um zu einer Entwicklung beizutragen. Diese in der Agenda 2030 definierten Ziele liefern Anhaltspunkte, auf deren Basis dann konkrete Maßnahmen für verantwortungsbewusstes Wirtschaften entwickelt werden.
Gesetze und Richtlinien geben häufig die Mindestanforderungen vor. So gilt beispielsweise ab 2023 das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, das Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden umfassend vorgibt, ihre Zulieferer im Hinblick auf ökologische und soziale Kriterien zu überprüfen.
Die Europäische Kommission hat beschlossen, Europa bis 2050 als ersten Kontinent klimaneutral zu machen. Das fordert auch Unternehmen heraus. Geschäftsmodelle müssen überdacht, Produkte an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst werden. Nur wenn alle Akteure in Wirtschaft und Gesellschaft verantwortungsvoll handeln und auf ein diesbezügliches Management setzen, können wir die Folgen des Klimawandels abmildern, das Artensterben aufhalten und eine lebenswerte Zukunft gestalten.
Verantwortungsbewusstes Wirtschaften kann diverse Vorteile für Unternehmen haben: Sie können langfristig ihre Kosten senken, etwa durch ein effizienteres Energiemanagement. Sie erwirtschaften aber vielfach auch höhere Gewinne, wie eine Studie der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) zeigt. Etwa 50 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher gaben an, beim Kauf darauf zu achten, dass der Anbieter sozial und ökologisch verantwortlich handelt.









