Kreditzahlung in der Corona-Krise aussetzen

Einnahmeausfälle wegen Corona? So setzen Sie Ihre Raten aus.

Aufgrund der Corona-Krise gibt es in vielen Betrieben Kurzarbeit. Mitarbeiter verbuchen ein geringeres oder gar kein Einkommen. Kreditschulden werden zur Belastung. Jetzt erhalten Verbraucher Unterstützung – sie können die Rückzahlung von Tilgung und Zinsen bei Krediten unkompliziert aussetzen. Wir erklären die Details:

Tilgung und Zinszahlung aussetzen – wie geht das?

Das Aussetzen von Kredittilgungen ist bei Darlehensverträgen in vielen Fällen möglich, war vor der Corona-Krise aber zumeist mit Aufwand und Kosten verbunden. Ein neues Gesetz, das am 1. April in Kraft treten soll, macht es Verbrauchern leichter, die Zahlungen für ihren Kredit auszusetzen.

Die Sparkassen haben die neue Regelung schon vorher umgesetzt: Bei Kreditverträgen, die vor dem 15. März abgeschlossen wurden, können Verbraucher schon seit dem 26. März 2020 die vollständige Aussetzung von Zins- und Tilgungsleistungen selbst im Online-Banking veranlassen. So können Sie finanzielle Engpässe aus der Corona-Krise besser überbrücken, ohne Ihre laufenden Kredite zu gefährden.

Bis zu drei Monate mehr Zeit für die Rückzahlung

Drei Monate sollen Schuldner ihre Zahlungen in der Krise aussetzen können. Das soll helfen, ein nicht selbst verschuldetes, sondern durch die Pandemie entstandenes Einkommensdefizit abzufedern.

Der Beschluss des Bundestags - die Zustimmung des Bundesrats gilt als sicher - sieht vor, dass Zins- und Tilgungsleistungen für Verbraucherdarlehensverträge für den Zeitraum 1. April 2020 bis 30. Juni 2020 ausgesetzt werden können. Die Sparkassen haben es ihren Kunden schon am 26. März möglich gemacht, die neue Zahlpause zu veranlassen.

Bedingungen für die Zahlpause

Die Voraussetzung für die Aussetzung aller Zahlungen ist: Das niedrigere Einkommen beziehungsweise der finanzielle Engpass des Kreditnehmers resultiert nachweisbar aus der COVID-19-Pandemie.

Kunden müssen folglich versichern, dass Ihre Einnahmeausfälle auf Corona zurückzuführen sind und Ihnen die Zahlungen aktuell nicht zumutbar sind. Das versichern sie in dem Online-Verfahren, in dem sie das Aussetzen der Zahlungen veranlassen.  

So veranlassen Sie die Aussetzung der Zahlungen

Damit Sie in Zeiten des Kontaktverbots nicht in eine Sparkassenfiliale kommen müssen, können Sie den Zahlungsaufschub von bis zu drei Monaten einfach online veranlassen. Dazu benötigen Sie lediglich Ihre PIN und eine Transaktionsnummer (TAN) zur Bestätigung. So sind auch kurzfristige Zinstermine – zum Beispiel der 31. März – erreichbar.

Übrigens: Die ausgesetzten Zahlungen werden an die ursprünglich geplante Kreditlaufzeit angehängt. Sie müssen die ausstehenden Beträge also nicht nach der Pause auf einen Schlag nachleisten, sondern können weiter regulär Ihren Kredit bedienen.

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