So klappt‘s: Ein finanzielles Polster aufbauen mit 25 Euro

Wie Sie einen Fondssparplan richtig aufsetzen und worauf Sie achten müssen

Sparpläne mit Wertpapieren sind eine gute Möglichkeit, langfristig Vermögen für sich und seine Familie aufzubauen. Jeder kann das schaffen. Wer lange genug spart, dem reichen 25 Euro im Monat.

Die Deutschen sind Aktienmuffel. Nur jeder Sechste besitzt Aktien. In der Schweiz, England, den USA oder Skandinavien ist es oft jeder Zweite. Das belegen Zahlen des Deutschen Aktieninstituts. Doch mit Sparbuch, Tagesgeld und Lebensversicherungen ist kaum noch was zu verdienen. Die Zinsen werden auf lange Sicht nicht die früheren Höhen erreichen.

Durch die Inflation verliert ihr Vermögen jedes Jahr zusätzlich an Kaufkraft. Damit Sie Vermögen aufbauen können, brauchen Sie eine Alternative. Es sind ungefähr drei Prozent Anlageerfolg pro Jahr notwendig, um Inflation und steuerliche Abgaben auf die Geldanlage aufzufangen. Das lässt sich nur mit Kursgewinnen und Dividenden aus Aktien erreichen. Sie müssen als Sparer also ein paar Risiken eingehen, die sich über den langen Zeitraum aber in Grenzen halten.

Die Idee: Ein Fondsparplan. Anders als bei einzelnen Aktien sind bei Fonds die Risiken deutlich geringer als beim Kauf einer einzelnen Aktie. Für Einsteiger wie Börsenkenner sind sie eine einfache Alternative mit Renditechancen. Ein Fondssparplan eignet sich vor allem zum langfristigen Vermögensaufbau für Ihre Familie und Ihre Kinder.

Fonds: So funktioniert es

Bei Fonds investieren professionelle Vermögensverwalter in viele aussichtsreiche Wertpapiere. Ihre Beiträge fließen in Fondsanteile – und damit in die reale Wirtschaft.

Der Vorteil: Die breite Streuung mindert das Risiko. Sie kaufen nämlich nicht – wie bei einem gewöhnlichen Aktienkauf – nur ein oder zwei Papiere und machen sich damit vom Erfolg eines oder zweier Unternehmen abhängig. Vielmehr wählen Sie ein großes Portfolio an Aktien. Verliert eine einzelne Aktie oder Anleihe an Wert, wirkt sich das nur wenig auf das gesamte Fondsvermögen und damit Ihre Fondsanteile aus. 

Wie Sie Fonds kaufen

Nicht jeder kann auf einen Schlag 1.000 oder 10.000 Euro in einen Fonds investieren. Deshalb gibt es Fondsparpläne. In praktisch alle Fonds lässt sich schon mit regelmäßigen Beträgen von 25 Euro einzahlen.

Als Fondssparer können Sie Ihre Sparrate jederzeit anpassen oder auch mal aussetzen. Auch Einmalzahlungen sind flexibel möglich. Das ist zum Beispiel beim Sparen für Kinder oder Enkel interessant. Angehörige können zu Geburtstagen oder Festtagen unkompliziert beim Vermögensaufbau mithelfen.

Einen Fondssparplan können Sie ganz einfach bei Ihrer Sparkasse einrichten. Übrigens: Aus einem Fonds können Sie das gesparte Geld bei Bedarf praktisch jederzeit auch wieder herausnehmen.

Welches Risikoprofil sich eignet

Fondssparpläne gibt es mit unterschiedlichen Risikoprofilen. Kurz gesagt: Je mehr Aktien, desto mehr Renditechancen aber auch mehr Risiko. Ein Aktienfonds verteilt das Investment in der Regel auf mehrere Dutzend Aktien, ein Rentenfonds auf entsprechend viele Rentenpapiere, auch Anleihen genannt.

Streben Sie eine attraktivere Rendite an und nehmen damit stärkere Wertschwankungen in Kauf, wählen Sie einen Fonds mit hohem Aktienanteil. Wer weniger risikofreudig ist, kann einen Fonds wählen, der gleichzeitig in Aktien und Renten investiert und die Gewichtung jeweils der Marktklage anpasst. Welcher Fonds für einen persönlich der richtige ist, wird im Beratungsgespräch geklärt.

Wie Ihr Depot aussieht

Die Fondsanteile werden im eigenen Depot verwahrt und sind von Ihnen einsehbar – wie ein ganz normales Konto. Das Depot ist praktisch die Verwahrstelle für Ihre Fondsanteile. Die Eröffnung des Depots geht ganz einfach bei Ihrer Sparkasse, bei vielen ist dies auch schon online möglich. Für den Service ist – wie bei einem Schließfach – eine geringe jährliche Gebühr fällig.

Der Kontostand verändert sich durch die eigenen Beiträge sowie die Erträge der Fonds. Sie haben also die Veränderung Ihres Vermögens immer im Blick. 

Welche Laufzeit sinnvoll ist

Die Grundregel ist einfach: Je länger, desto besser. Denn: Bei einem langen Anlagezeitraum fallen die Unterschiede zwischen Top und Flop an der Börse geringer aus. Ab einer Laufzeit von 15 Jahren war das Verlustrisiko in der Vergangenheit bei Fondsmodellen nahezu null, wie das VZ Vermögenszentrum aus Zürich ermittelt hat. Bei 30-jährigen Sparplänen schwankte die Rendite zwischen 6,8 und 13,2 Prozent – ein ansehnliches Resultat, oder?

Fakt ist: Wenn Sie das Fondsparen nicht auf morgen verschieben, bringt Ihnen das bares Geld. Das fällt vielen schwer, denn es gibt immer vermeintlich wichtige Gründe, die Geldanlage zu vertagen.

Welche Rendite möglich ist

Schon kleine Beträge, die regelmäßig in Aktien gespart werden, zahlen sich langfristig aus. So konnte ein Sparplan seit Start des Deutschen Aktienindex im Jahr 1988 bis heute eine jährliche Rendite von fast acht Prozent auf das angelegte Geld erwirtschaften.

Beispiel: Wer 30 Jahre lang 50 Euro im Monat – insgesamt 18.000 Euro – in Dax-Aktien sparte, kann sich heute über ein Vermögen von knapp 70.000 Euro freuen. Diese Summe reicht beispielsweise, um 20 Jahre lang eine monatliche Extra-Rente von nahezu 300 Euro auszuzahlen.

Niemand kann gewährleisten, dass sich diese überdurchschnittlichen Renditen aus der Vergangenheit in Zukunft wiederholen werden. Denn die frühere Wertentwicklung ist kein zuverlässiger Indikator für die künftige Wertentwicklung. Aber im Vergleich zu sicheren null Prozent bei vielen anderen Sparformen ist das Fondssparen eine interessante Alternative.

Zu beachten sind die Kurs- und Währungsrisiken: So können sich Kursschwankungen der Kapitalmärkte negativ auf Ihre Anlage auswirken und Währungsschwankungen an den Devisenmärkten die Fondsperformance belasten.

Grafik zum Thema Fondssparen: Langfristig sparen stabilisiert die Rendite

3 Geheimnisse für erfolgreiches Fondssparen

  1. Planen Sie Ihren Fondssparplan über einen langen Zeitraum – so gleichen Sie Risiken aus. Die lange Laufzeit und das schrittweise Einzahlen fangen mögliche Turbulenzen an der Börse auf.
  2. Denken Sie Schritt für Schritt und steigen Sie mit regelmäßigen Zahlungen ein – so können Sie auch mal bei schwachen Kursen günstig einkaufen. Haben Sie einmal überschüssiges Geld auf dem Girokonto, gönnen Sie Ihrem Fondssparplan eine zusätzliche Einmalzahlung.
  3. Legen Sie keinen genauen Zeitpunkt fest, wann der Sparplan aufgelöst werden soll, sondern warten Sie einen günstigen Kursmoment ab. Im Vorfeld der geplanten Auszahlung ist es jedoch ratsam, das Ersparte in schwankungsärmere Anlagen umzuschichten.

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