Über den großen Teich - die USA bleiben attraktiver Zielmarkt

Die Investitionen der deutschen Mittelständler liegen weiter auf hohem Niveau.

„Go West“ gilt noch immer. Die USA sind und bleiben für den deutschen Mittelstand ein attraktiver Standort für Investitionen. Das ist das Ergebnis des aktuellen „German American Business Outlook 2018“.

Die Studie der Deutsch-Amerikanischen Handelskammern (AHK USA) erwartet einen weiteren Zuwachs an Investitionen deutscher Unternehmen. Ein Viertel der befragten Unternehmer plant, ihre Kapazitäten für die Produktion im Land auszuweiten. Was gestern wie heute zählt, ist eine gute Vorbereitung. Das gilt für die Finanzierung ebenso wie bei Themen wie Recht und Steuern.

Trotz einiger Verunsicherungen durch die aktuelle US-Regierung liegen die Investitionen deutscher Mittelständler in den USA weiter auf einem hohen Niveau. Auch die Grundstimmung deutscher Unternehmen, die dort aktiv sind, fällt positiv aus. In der aktuellen Umfrage der AHK USA erwarten durchweg alle befragten deutschen Unternehmen für ihr Geschäft im Jahr 2018 ein Wachstum. Die USA bleiben als Zielmarkt attraktiv. Das beobachten auch die Verbundorganisationen S-CountryDesk und Deutsche Leasing, die in den USA vertreten sind.

Hinzu kommt: „Deutsche Produkte sind gefragt wie nie. Besonders die Nachfrage nach deutschen Maschinen nimmt weiter zu“, sagt Stefan Götz, German Desk Manager von der Deutschen Leasing USA. Die hohe Nachfrage nach deutschen Produkten und Services bestätigt auch die Umfrage der AHK USA: Die Mehrheit deutscher Unternehmen (82 Prozent) investiert bereits im US-Markt oder plant dies zu tun. Dahinter folgt als Grund für Investitionen die Nähe zum Kunden (68 Prozent).

Fast alle Branchen für Investitionen geeignet

Die Volkswirtschaft der USA ist der weltweit größte Abnehmer deutscher Exporte und Absatzmarkt Nr. 1 für deutsche Produkte. Das liegt nicht nur am schieren Marktvolumen. Die Amerikaner sind sehr offen bei neuen Produkte und Trends. Das ist günstig für die Pläne deutscher Mittelständler, die expandieren oder investieren wollen.

„Wer eine gute Geschäftsidee hat, kann mit der richtigen Marktstrategie gute Erfolge im US-Markt erzielen“, sagt Stephen Peacock, Auslandsspezialist der Sparkasse KölnBonn und verantwortlicher Relationship Manager des S-CountryDesk.

Im Prinzip eignen sich alle Branchen für Investitionen in den USA. Das liegt an der Größe des Marktes und dem verfügbaren Kapital. Zusätzlich treiben Themen wie Digitalisierung und Innovationen in Forschung und Entwicklung die Geschäftstätigkeit deutscher Unternehmen, so die AHK-USA-Studie. Das zeigen auch Finanzierungsanfragen deutscher Mittelständler, die entweder mit einem Produktionsstandort schon in den USA sind, Direktinvestitionen planen oder zum ersten Mal den Schritt über den Atlantik wagen.

„In der Vergangenheit haben wir viele Investitionen aus dem Bereich der Automobilindustrie gesehen. Darüber hinaus steigt das Interesse auch aus anderen Industriezweigen wie Recycling und der Plastik verarbeitenden Industrie“, sagt Götz. „Auch Branchen wie medizinische Geräte, technische oder Präzisionsgeräte, Werkzeugmaschinen, Umwelttechnologieverfahren oder Informationstechnologie sind bei unseren Kunden gut vertreten“, ergänzt Peacock.

Ganzheitliche Begleitung in Deutschland und in den USA

Damit ein Markteintritt gelingt, sollten die Eigenheiten des US-Marktes beachtet werden. Götz weiß, wovon er spricht: Die Deutsche Leasing ist seit zehn Jahren mit inzwischen 24 Mitarbeitern in den USA. Der Fokus liegt auf dem Angebot von Investitionslösungen für Sparkassenkunden.

So beispielsweise zuletzt für einen deutschen Hersteller metallischer Präzisionsteile. Er hat einen Standort in South Carolina eröffnet. „Wir empfehlen, sich im Vorfeld eingehend mit dem Markt zu beschäftigen. Allein schon wegen der geografischen Größe des Landes ist es besonders wichtig zu klären, wo Kunden und Lieferanten sitzen. Oft bietet sich hier eine Niederlassung in ihrer Nähe an“, weiß Götz.

Peacock ergänzt: „Je größer der angestrebte Marktanteil, desto ausgeprägter die nötige Präsenz. Besonders im Servicefall bevorzugen viele amerikanische Kunden einen Lieferanten in der Region.“

Weiter gilt es so früh wie möglich eine Kredithistorie für die Finanzierung oder die Bewilligung von Versicherungen aufzubauen. „In der Heimat betreuen unsere Auslandsspezialisten gemeinsam mit der örtlichen Sparkasse die Vorbereitung des Kunden. Zusätzlich unterstützt das deutschsprachige German Desk Team in Chicago, das den Markt besonders gut kennt und den Kunden vor Ort begleitet. Auch aktuelle Entwicklungen im Land behalten wir für unsere Kunden immer im Blick“, erzählt Götz weiter.

Und was ist mit Themen wie Produkthaftung und Zertifizierung?

Auch rechtliche und steuerliche Aspekte spielen eine zentrale Rolle beim Eintritt in den Markt und dessen Durchdringung. Der S-CountryDesk unterstützt die Sparkassen und ihre Kunden mit Informationen und Kontakten zu lokalen Partnern. Dazu gehören Außenhandelskammern, Rechtsanwälte, Steuerberater und Geschäftspartner.

„Egal ob es darum geht, ein US-Konto zu eröffnen oder um die juristische Beratung für die Zulassung von Lebensmitteln und Medikamenten durch die sogenannte „Food and Drug Administration“ (FDA). Wir unterstützen mit unserem internationalen Netz an Partnern bereits in der Heimat und dann vor Ort“, sagt Peacock.

Die günstigen Rahmenbedingungen und eine hohe Kundennachfrage sind das eine – eine gute Vorbereitung für einen erfolgreichen Markteintritt oder weitere Expansionsbestrebungen das andere. Immer gilt es, die Eigenheiten des US-Marktes bei der Planung von Finanzierungen mit zu berücksichtigen. Die Sparkassen können ihre mittelständischen Kunden zu diesen Anforderungen von Beginn an mit individuellen Lösungen ganzheitlich begleiten. Unterstützt werden sie dabei von den beiden Partnern S-CountryDesk und Deutsche Leasing USA.

Mehr Infos und Konditionen finden Sie bei Ihrer Sparkasse.

Bitte wählen Sie Ihre Sparkasse aus:

Ist das nicht Ihre Sparkasse?