Immobilienpreise steigen weiter

Experten erwarten keine Entspannung auf dem Immobilienmarkt

Sie möchten eine Immobilie kaufen, fragen sich aber, ob jetzt der richtige Zeitpunkt ist? Die Zinsen für eine Finanzierung sind derzeit besonders niedrig – die Immobilienpreise wiederum  recht hoch. Das wird sich so schnell wohl auch nicht ändern. Experten rechnen sogar mit einem weiteren Preisanstieg.


Die dynamische Preisentwicklung auf dem Immobilienmarkt wird sich fortsetzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage unter 600 Immobilienexperten der Sparkassen und Landesbausparkassen. Sie rechnen mit einem Preisanstieg von drei bis fünf Prozent bis Jahresende.

„Trotz der inzwischen angesprungenen Neubautätigkeit, die perspektivisch eine gewisse Entlastung verspricht, und der in Ballungsräumen bereits erreichten hohen Preisniveaus sehen wir für den Wohnungsmarkt noch keine Beruhigung“, sagt LBS-Verbandsdirektor Axel Guthmann. „Vielmehr müssen sich die Bundesbürger auf Preissteigerungen einstellen, die deutlich über der allgemeinen Teuerungsrate liegen“. 

Warum steigen die Immobilienpreise?

Nach wie vor träumen sehr viele Menschen von den eigenen vier Wänden. 52 Prozent der Mieter würden lieber in der eigenen Immobilie statt zur Miete wohnen. Dabei spielen nicht nur steigende Mieten und  die höhere Lebensqualität eine Rolle. Viele denken in Zeiten niedriger Zinsen bei der Geldanlage um: Sie investieren ins Eigenheim, um so fürs Alter vorzusorgen.

Das Zinstief sorgt gleichzeitig dafür, dass eine Immobilienfinanzierung derzeit deutlich günstiger ist als beispielsweise vor zehn Jahren. Mehr Menschen können die monatlichen Kreditraten und die anfallenden Zinsen finanziell stemmen. Dazu trägt auch die gute Einkommens- und Beschäftigungsentwicklung der vergangenen Jahre bei. 

Die Nachfrage nach Immobilien ist also hoch. Ihr steht jedoch ein immer knapper werdendes Angebot gegenüber. Die Neubautätigkeiten können nicht Schritt halten. Dadurch steigen die Preise.

Wo sind die Preise am höchsten, wo am niedrigsten?

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Entscheidend für den Preis einer Immobilie ist vor allem eins: die Lage. Innerhalb Deutschlands gibt es noch immer gravierende Unterschiede. Am niedrigsten sind die Preise in Ostdeutschland. Sie steigen gegen den Uhrzeigersinn von Norden Richtung Westen bis hin in den teuren Süden.

An der Spitze des Preisspiegels steht wenig überraschend München. Auch in Stuttgart, Heidelberg, Wiesbaden, Freiburg und Frankfurt müssen Käufer viel Geld für den Immobilien-Traum zahlen. Es gibt jedoch auch Großstädte mit moderaten Preisen – zum Beispiel Leipzig, Hannover, Bremen, Dortmund und Dresden.

Mehr aktuelle Zahlen und Fakten zum Immobilienmarkt finden Sie hier.
 

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