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Zusammenarbeit mit KI: Welche Fähigkeiten Ihre Karriere jetzt stärken

Von der Fabrik bis ins Büro
Künstliche Intelligenz sitzt inzwischen mit am Schreibtisch. Wer jetzt die richtigen Kompetenzen aufbaut, entscheidet selbst, wie der eigene Job sich verändert. Wir zeigen, welche Fähigkeiten dabei wirklich zählen, was Ihnen gesetzlich zusteht und wie Sie das Thema für sich nutzen.
Stand:6. Oktober 2026
Das Wichtigste in Kürze:
  • Fast jede zweite erwerbstätige Person in Deutschland nutzt KI bereits bei der Arbeit. Nur jede fünfte hat dafür bisher eine betriebliche Schulung erhalten.

  • Seit Februar 2025 verpflichtet die europäische KI-Verordnung Arbeitgeber, ihre Beschäftigten im Umgang mit KI zu schulen. Sie können diesen Anspruch aktiv einfordern.

  • Beschäftigte mit KI-Kenntnissen verdienen in den meisten Branchen über 20 Prozent mehr als Kolleginnen und Kollegen ohne diese Fähigkeiten.

Fast jede zweite erwerbstätige Person in Deutschland setzt Künstliche Intelligenz mittlerweile im Job ein. Das geht aus einer repräsentativen Bitkom-Erhebung  hervor. Allerdings verändern sich die eigenen Fähigkeiten dabei nicht automatisch mit. Laut dem PwC AI Jobs Barometer 2026 hält der Kompetenzaufbau in Deutschland bislang kaum Schritt mit der wachsenden Verbreitung von KI am Arbeitsplatz.

Wer abwartet, verpasst also nicht zwangsläufig den Anschluss, aber wer selbst aktiv wird, verschafft sich einen echten Vorteil. 

KI baut Berufe um, nicht ab

Künstliche Intelligenz verändert vor allem Aufgaben, die sich wiederholen und klar definiert sind. Dazu zählen etwa Dateneingabe, Terminplanung oder einfache Auswertungen. Wo Prozesse eindeutig ablaufen, kann KI sie direkt übernehmen, wofür ein Mensch deutlich länger brauchen würde.

Das heißt aber selten, dass ganze Berufe verschwinden. Laut einer IAB-Studie bleibt die Gesamtzahl der Arbeitsplätze in Deutschland durch KI in den kommenden 15 Jahren voraussichtlich weitgehend konstant. Dahinter verbergen sich aber deutliche Verschiebungen, rund 800.000 Stellen könnten wegfallen, während etwa genauso viele neu entstehen. Besonders betroffen sind Sekretariats- und Schreibdienste sowie Callcenter, dort sinkt die Zahl der Stellen um schätzungsweise 120.000. Gleichzeitig entstehen neue Aufgaben, etwa in der Überwachung, Pflege und Weiterentwicklung von KI-Systemen.

So sieht das in der Praxis aus: 

  • Besonders in der Produktion und Fertigung hat sich die Art der Arbeit stark verändert. Roboter übernehmen heute viele Aufgaben, von der Qualitätskontrolle bis hin zu komplexen Montagetätigkeiten. Der Fokus liegt für Fachkräfte nun stärker auf Überwachung, Wartung und Programmierung statt auf der direkten Bedienung von Maschinen.

  • Auch im Kundenservice hat sich einiges verschoben. Chatbots beantworten die einfachen Fragen, während sich Mitarbeitende um die kniffligeren Anliegen kümmern können, bei denen echte Beratung gefragt ist. Aus der klassischen Kundenberatung ist so eine spezialisiertere Tätigkeit geworden.

  • Im Gesundheitswesen unterstützt KI Ärztinnen und Ärzte bei Hautanalysen oder der Auswertung von Röntgen- und MRT-Aufnahmen. Das ermöglicht schnellere, präzisere Diagnosen und mehr Zeit für die persönliche Beratung von Patientinnen und Patienten.

Soft Skills statt Tool-Wissen

Wer im Job mit KI umgeht, muss nicht zwingend programmieren können. Laut der Stepstone-Langzeitanalyse „Soft Skills in fast jedem zweiten Job gefragt“verlangen Arbeitgeber inzwischen häufiger nach Teamfähigkeit, Flexibilität und Kommunikationsstärke als noch vor wenigen Jahren. Diese Fähigkeiten tauchen 2025 bereits in fast jeder zweiten Stellenanzeige auf. Gleichzeitig bleiben klassische KI-Kenntnisse gefragt, vor allem außerhalb der IT. Laut derselben Analyse stammen mittlerweile vier von fünf KI-bezogenen Stellenanzeigen aus Bereichen wie Wissenschaft, Beratung, Ingenieurwesen und Marketing.

Der Grund für beide Entwicklungen ist ähnlich. Je mehr Routinearbeit wegfällt, desto mehr zählt, wie gut jemand mit anderen zusammenarbeitet und sich in neue Aufgaben einarbeitet, unabhängig von der eigenen Berufsbezeichnung. Nur auf seine Soft Skills sollte man sich allerdings nicht verlassen.

Genau hier setzen viele Arbeitgeber inzwischen an. Auch die Sparkassen-Finanzgruppe fördert diesen Kompetenzaufbau gezielt, etwa mit internen Schulungsangeboten zum Umgang mit KI.

Reskilling und Upskilling: Fit für die Zukunft mit KI

Reskilling bedeutet, neue Fähigkeiten zu erlernen, die in anderen Bereichen gefragt sind. Upskilling heißt, bestehende Kenntnisse zu erweitern. Beide Konzepte helfen, sich auf die Veränderungen durch KI vorzubereiten. Unternehmen, die auf Weiterbildung setzen, stärken ihre Belegschaft und sichern ihre Wettbewerbsfähigkeit.

Rechtslage und EU-Vorschriften beim Einsatz von KI am Arbeitsplatz

Die Rechtslage rund um KI am Arbeitsplatz hat sich 2026 merklich verändert. Ursprünglich mussten Arbeitgeber laut Artikel 4 der EU-KI-Verordnung seit Februar 2025 sicherstellen, dass ihre Beschäftigten über ausreichende KI-Kompetenz verfügen. Seit dem 27. Juli 2026 gilt eine abgeschwächte Fassung durch die Digital-Omnibus-Verordnung (EU) 2026/1744. Unternehmen müssen ihren Beschäftigten seitdem die Möglichkeit geben, sich weiterzubilden. Dass am Ende jede Person die KI sicher beherrscht, müssen sie nicht mehr garantieren.

Unverändert bleibt dagegen ein grundlegender Schutz. Bestimmte riskante KI-Praktiken sind laut Artikel 5 der EU-KI-Verordnung weiterhin verboten, etwa die Emotions- oder Gesichtserkennung am Arbeitsplatz. Entscheidet allein eine KI über Sie, haben Sie laut Artikel 22 der Datenschutz-Grundverordnung das Recht, dass ein Mensch draufschaut und Ihnen die Entscheidung erklärt.

Auch beim Datenschutz gilt weiterhin Vorsicht. Sobald ein KI-Tool personenbezogene Daten verarbeitet, etwa Namen oder Kundendaten in einem Chatbot, greifen die vollen Anforderungen der DSGVO.

Diese Tools erleichtern Ihnen den Arbeitsalltag

Sie müssen nicht Informatik studiert haben, um KI sinnvoll zu nutzen. Ein paar gute Tools reichen oft schon, um lästige Aufgaben schneller zu erledigen und mehr Zeit für das Wesentliche zu haben. Testen Sie einfach, was zu Ihrem Arbeitsalltag passt, sofern die Regeln Ihres Unternehmens das zulassen.

Hinweis: Manche dieser Tools gab es vor zwei Jahren noch gar nicht, andere könnten in zwei Jahren schon wieder verschwunden sein. Diese Liste zeigt daher nur eine Momentaufnahme.

  • Textbasierte KI-Tools
    • ChatGPT, vielseitig einsetzbar für Texterstellung, Recherche, E-Mail-Formulierung und Zusammenfassungen
    • Claude, besonders stark bei langen Dokumenten, komplexen Texten und dem präzisen Befolgen von Formatvorgaben
    • Google Gemini, mit direkter Anbindung an Google Workspace für Texte in Gmail, Docs und Sheets
    • DeepL, nützlich für Übersetzungen und Stilkorrekturen in international agierenden Unternehmen
    • Quillbot und Grammarly, für Textkorrektur und Verbesserung
  • Recherche- und Analysewerkzeuge
    • Perplexity, fasst Informationen aus dem Internet zusammen und gibt Quellen an
    • Google Gemini, mit direkter Anbindung an Google Workspace und Echtzeit-Recherche
  • Produktivitätstools
    • Excel Formula Bot, hilft bei der Erstellung von Excel-Formeln durch natürlichsprachliche Eingaben
    • Microsoft Copilot, unterstützt bei Aufgaben innerhalb der Microsoft-365-Suite
  • Bildgenerierung und Design
    • Midjourney und GPT Image 2, für die Erstellung und Bearbeitung von Bildern
    • Canva AI, erleichtert die Erstellung von Grafiken und Designs
  • Programmierung
    • GitHub Copilot, unterstützt die automatische Vervollständigung von Code
So nutzen die Sparkassen KI

Auch die Sparkassen-Finanzgruppe setzt KI längst im Alltag ein. Der Chatbot Linda+ beantwortet einfache Kundenanfragen direkt und entlastet so die Teams vor Ort. Firmenkundenberaterinnen und -berater nutzen KI-Funktionen, die ihnen helfen, Finanzberichte schneller einzuschätzen.

Der Navigator unterstützt bei der Beratung, indem er passende Informationen automatisch findet, statt dass Mitarbeitende lange danach suchen müssen. Und mit dem S-KI-Piloten haben sie einen digitalen Assistenten an ihrer Seite, der auf Sparkassenwissen zugreifen, Informationen aufbereiten und bei alltäglichen Aufgaben unterstützen kann. Dabei läuft die Anwendung in den eigenen Rechenzentren der Sparkassen, die Daten bleiben also innerhalb der eigenen IT-Infrastruktur.

Wer bei der Sparkassen-Finanzgruppe arbeitet, kommt mit diesen Tools direkt in Berührung und wird im Umgang damit unterstützt, statt sie sich selbst beibringen zu müssen.

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    Fragen und Antworten zu künstlicher Intelligenz

    1. Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Maschinen und Systemen, Aufgaben zu erledigen, die normalerweise menschliche Fähigkeiten wie Lernen, Problemlösung und Erkennen erfordern. KI-Technologien, wie maschinelles Lernen, nutzen große Datenmengen, um Muster zu erkennen und daraus zu lernen und effizient komplexe Aufgaben zu bewältigen.

    2. KI lässt sich grob in zwei Arten unterteilen. Schwache KI ist auf eine bestimmte Aufgabe spezialisiert, etwa Texte schreiben oder Bilder erkennen, und das ist die Form, die heute überall im Einsatz ist. Starke KI, die wie ein Mensch denken und verstehen könnte, gibt es bisher nur in der Theorie. Dazu kommen generative KI und Sprachmodelle wie ChatGPT, die eigenständig Texte, Bilder oder Code erzeugen können.

    3. Für fast jede Aufgabe gibt es inzwischen ein passendes Tool. Beim Schreiben eines Texts oder einer Recherche helfen ChatGPT, Claude oder Google Gemini weiter. Braucht es schnell ein Bild für eine Präsentation, springen Tools wie Midjourney oder GPT Image 2 ein. Muss ein Text in eine andere Sprache übersetzt werden, erledigt das DeepL zuverlässig. Und selbst vertraute Programme wie Microsoft Office oder Canva haben inzwischen KI eingebaut, ohne dass man extra danach suchen müsste. Weil ständig neue Tools dazukommen, ist diese Auswahl nur eine Momentaufnahme, mehr Beispiele für den Arbeitsalltag finden Sie weiter oben. 

    4. Künstliche Intelligenz ist seit Jahren populär, da sie durch technische Fortschritte messbare Vorteile bietet. Unternehmen setzen auf KI, um Prozesse zu automatisieren und Effizienz zu steigern. Zudem zeigt die digitale Transformation den zunehmenden Einsatz von KI-Systemen in verschiedensten Bereichen des Alltags und der Arbeit, wie der Automobilindustrie, dem Gesundheitswesen oder IT-Sicherheit.

    5. KI wird in vielen Bereichen eingesetzt: von der Industrie 4.0 über menschliche Arbeit in der Arbeitswelt bis hin zu digitalen Anwendungen, die den Alltag erleichtern. Sie kommt beispielsweise in der Automobilindustrie, der IT-Sicherheit und im Gesundheitswesen zum Einsatz, wo sie zur Lösung komplexer Probleme beiträgt.

    6. Ja, deutlich. Laut der Bitkom-Pressemitteilung „Erstmals nutzt die Mehrheit der Unternehmen KI" setzt inzwischen die Mehrheit der deutschen Unternehmen KI ein, 57 Prozent im Jahr 2026. Vor zwei Jahren waren es erst 20 Prozent, damit hat sich die Nutzung fast verdreifacht.

      Trotzdem sehen sich die meisten Betriebe noch am Anfang. Kein Unternehmen gibt an, das Potenzial von KI bereits vollständig auszuschöpfen, nur 3 Prozent nutzen es nach eigener Einschätzung stark aus. Immerhin hat KI bei zwei Dritteln der Unternehmen, die sie einsetzen, bereits die Wettbewerbsposition verbessert.

      Als größte Hürden gelten weiterhin der „schwer einzuschätzende Nutzen von KI und die notwendige Weiterbildung der Belegschaft", das zeigen ergänzende Auswertungen einer IW-Analyse.

    7. Die Vorteile der KI liegen in ihrer Fähigkeit, komplexe Aufgaben effizient zu lösen, große Datenmengen zu verarbeiten und menschliche Arbeit zu unterstützen. Sie kann die Effizienz eines Unternehmens steigern, erleichtert repetitive Aufgaben und ermöglicht eine digitale Automatisierung, wodurch Zeit und Ressourcen gespart werden können.

    8. In KI zu investieren ist auf verschiedenen Wegen möglich. Dazu zählen Aktien von Unternehmen, die KI-Technologien entwickeln, ebenso wie Investmentfonds oder ETFs, die mehrere KI-Unternehmen bündeln. Auch Beteiligungen an KI-Start-ups, etwa über Crowdinvesting-Plattformen, oder Investitionen in Unternehmen, die wichtige KI-Infrastruktur bereitstellen, etwa im Bereich Cloud-Technologie oder Hardware, zählen dazu. Welche Variante zu den eigenen Zielen passt, lässt sich am besten in einem individuellen Beratungsgespräch klären.

    9. Künstliche Intelligenz ist heute in fast jedem Berufsfeld im Einsatz, vor allem dort, wo große Datenmengen anfallen oder sich Aufgaben wiederholen.

      1. Industrie und Fertigung: In der Industrie 4.0 spielen KI-gesteuerte Roboter und Automatisierungssysteme eine zentrale Rolle. Sie kommen in Fertigungsprozessen zum Einsatz, wo sie die Montage und Qualitätskontrolle übernehmen und präzise, sich wiederholende Aufgaben ausführen. Cobots, also kollaborative Roboter, arbeiten dabei oft direkt mit Menschen zusammen, was in der Automobilbranche und der Elektroindustrie sehr verbreitet ist​.
      2. Logistik und Supply Chain Management: Hier wird KI zur Optimierung der Lieferketten und zur Lagerverwaltung genutzt. KI-gestützte Software hilft bei der Vorhersage von Bedarfen, der Überwachung von Lieferungen und der Bestandsverwaltung. Logistikunternehmen setzen dabei zunehmend auf Systeme, die mithilfe von Algorithmen Lieferzeiten und Kosten minimieren und zugleich die Ressourceneffizienz verbessern​.
      3. Gesundheitswesen: KI-gestützte Technologien unterstützen Ärztinnen und Ärzte bei der Diagnose und Behandlung von Krankheiten. Bildverarbeitungsprogramme analysieren MRT- oder CT-Bilder, um Anomalien zu erkennen, während KI-basierte Systeme in der Medikamentenentwicklung und im Krankenhausmanagement zum Einsatz kommen. Besonders in der Radiologie und der Onkologie wird KI zur schnellen und präzisen Diagnose und zur Analyse großer Bilddatenbanken genutzt​.
      4. Finanzwesen: Im Bank- und Versicherungssektor hilft KI bei der Erkennung von Betrug, der Risikobewertung und der Automatisierung von Compliance-Aufgaben. Beispielsweise analysieren KI-Systeme Transaktionsdaten, um Auffälligkeiten zu identifizieren und Sicherheitsmaßnahmen zu verbessern.
      5. Marketing und Kundenservice: Im Marketing wird KI für personalisierte Werbung und die Analyse von Kundenverhalten genutzt. KI-gestützte Plattformen analysieren große Mengen an Kundendaten und helfen, Zielgruppen gezielter anzusprechen. Im Kundenservice sind Chatbots und virtuelle Assistenten häufig im Einsatz, um Anfragen effizient zu beantworten und Supportprozesse zu automatisieren, wie beispielsweise in Online-Handels- und Telekommunikationsunternehmen​.
      6. IT und Cybersecurity: KI-basierte Systeme werden zur Bedrohungserkennung und Sicherheitsüberwachung eingesetzt, um Cyberangriffe frühzeitig zu identifizieren und darauf zu reagieren. Diese Systeme lernen aus dem Verhalten von Angreifern und passen die Schutzmaßnahmen dynamisch an, was besonders in großen Unternehmen und Behörden von Bedeutung ist.

       

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