
Der durchschnittliche Jahresverdienst der Vollzeitbeschäftigten lag in Deutschland 2025 bei 64.441 Euro brutto.
Der mittlere Bruttojahresverdienst (Median) der Vollzeitbeschäftigten in Deutschland lag 2025 bei 54.066 Euro.
Die höchsten Median-Bruttojahresgehälter erreichten die Vollzeitbeschäftigten 2025 in Hamburg, Baden-Württemberg und Hessen. Am niedrigsten waren sie in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.
Frauen bekamen 2025 nach Abzug von Faktoren wie Teilzeitquote und Branche durchschnittlich 6 Prozent weniger Gehalt pro Stunde als Männer (bereinigter Gender Pay Gap).
Wie hoch ist das Durchschnittsgehalt in Deutschland 2025?
Das Durchschnittseinkommen der Vollzeitbeschäftigten stieg in Deutschland 2025 auf 64.441 Euro brutto. Es gibt den durchschnittlichen Brutto-Jahresverdienst inklusive Sonderzahlungen an. 2024 waren es noch 62.235 Euro. Diese Zahlen gab das Statistische Bundesamt im April 2026 bekannt.
Monatlich verdienten vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmende 2025 laut Destatis durchschnittlich 4.851 Euro brutto. Hierbei sind Sonderzahlungen nicht betrachtet. Innerhalb von 10 Jahren stiegen die Gehälter und Löhne damit um 31 Prozent, seit 1991 gerechnet sogar um 164 Prozent. Der Durchschnittswert fällt beim Einkommen derart hoch aus, weil sich einzelne besonders hohe Einkommen stark auf die Statistik auswirken. Je nach Fragestellung ist daher oft der Median aussagekräftiger.
Wie hoch ist der Median-Bruttoverdienst in Deutschland 2025?
Der Median-Bruttoverdienst betrug im Jahr 2025 54.066 Euro. Gegenüber 2024 stieg er damit um 1.907 Euro. Der Median-Bruttoverdienst ist das Einkommen, bei dem die eine Hälfte der Vollzeitbeschäftigten mehr oder genau diesen Betrag, die andere weniger verdient. Er wird auch mittleres Einkommen genannt.
Beispiel: Das ist der Unterschied zwischen mittlerem Einkommen und Durchschnittseinkommen
Das Durchschnittsgehalt ergibt sich aus allen Einkommen zusammen geteilt durch die Anzahl der Personen; das mittlere Einkommen (Median) liegt hingegen genau in der Mitte. Ein Beispiel macht den Unterschied deutlich: Angenommen wir möchten das mittlere Einkommen sowie das Durchschnittseinkommen von 7 Personen erheben. Dazu sortieren wir die Einkommen zunächst der Höhe nach.
Das ist das mittlere Einkommen
Das mittlere Einkommen ist das, bei dem genauso viele Leute mehr Geld zur Verfügung haben wie weniger. In der Grafik sehen Sie, dass die Person in der Mitte auf monatlich 1.700 Euro kommt. Das ist in unserem Beispiel also das mittlere Einkommen.
Das ist das Durchschnittseinkommen
Das Durchschnittseinkommen addiert alle Einkommen und teilt sie durch die Anzahl an Personen. In unserem Beispiel in der Grafik bedeutet das:
Rechnung: (1.000 + 1.200 + 1.500 + 1.700 + 2.000 + 2.500 + 3.400) / 7 = 1.900 Euro
Das Durchschnittseinkommen liegt bei den 7 Beispielpersonen bei 1.900 Euro. In der Grafik wird das Ergebnis durch die grüne Linie dargestellt.
Hinweis: Ebenso wie in diesem Beispiel auf monatlicher Basis, lassen sich Median und Durchschnittseinkommen auch als Verdienst auf jährlicher Basis berechnen.
Ebenso wie in diesem Beispiel auf monatlicher Basis, lassen sich Median und Durchschnittseinkommen auch als Verdienst auf jährlicher Basis berechnen.
Wie haben sich die Reallöhne zuletzt entwickelt?
Die Reallöhne – also die Löhne unter Berücksichtigung der Inflation – stiegen 2025 gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Prozent (Quelle: Statistisches Bundesamt, 2026). Zuletzt lagen sie im ersten Quartal 2026 um 1,8 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 28. Mai 2026). Die Nominallöhne – also ohne Berücksichtigung des Kaufkraftverlusts – stiegen im gleichen Zeitfenster um 4,1 Prozent.
So verteilen sich die Einkommen auf die Bevölkerung
Ein Prozent der Vollzeitangestellten in Deutschland verdiente 2025 219.110 Euro brutto oder mehr – 10 Prozent 33.828 Euro oder weniger (Bruttojahresverdienste). Anhand der nach Einkommen sortierten Verteilung lassen sich in der Tabelle weitere Werte der Einkommensverteilung in der Bevölkerung ablesen[R.
So verteilen sich die Einkommen nach Bundesland
Die höchsten Median-Bruttojahresgehälter erreichen die Vollzeitbeschäftigten 2025 in Hamburg, Baden-Württemberg und Hessen. Am niedrigsten sind sie in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Das ergibt der Stepstone Gehaltsreport 2026.
So sind die Einkommen nach Branchen verteilt
Vollzeitbeschäftigte im Bereich Finanz- und Versicherungsdienstleistungen erzielten 2025 durchschnittlich einen besonders hohen Bruttojahresverdienst von 91.678 Euro. Besonders niedrig ist der durchschnittliche Verdienst hingegen im Gastgewerbe gewesen[RR5.1] mit 39.749 Euro. Auch Land- und Forstwirtschaft (inklusive Fischerei) kamen mit 40.425 Euro auf einen vergleichsweise niedrigen durchschnittlichen Bruttojahresverdienst.
Wer mit seinem Gehalt unzufrieden ist, mag sich die Frage stellen: Besser weiterbilden, die Branche wechseln oder bleiben? Unsere Entscheidungshilfe gibt Ihnen Anhaltspunkte, die bei dieser Überlegung unterstützen können.
Gender Pay Gap: Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern in Deutschland
Frauen verdienen in Deutschland auch 2025 im Schnitt 16 Prozent weniger als Männer (Vergleich des Brutto-Stundenverdiensts). Der Wert hat sich laut Statistischem Bundesamt gegenüber 2024 nicht verändert. Das ist der sogenannte unbereinigte Gender Pay Gap.
Einige Gründe:
- Frauen sind in bestimmten schlechter bezahlten Branchen überrepräsentiert.
- Frauen sind seltener in Führungspositionen vertreten.
- Sie arbeiten häufiger in Teilzeit.
Der bereinigte Gender Pay Gap lag 2025 bei 6 Prozent. Das bedeutet: Nach Abzug von Faktoren wie Teilzeitquote und Branche bekommen Frauen weiterhin durchschnittlich 6 Prozent weniger Gehalt pro Stunde als Männer.
Gender Pension Gap: Rentenlücke zwischen Frauen und Männern
Die Rentenlücke zwischen den Geschlechtern, auch als Gender Pension Gap bezeichnet, belief sich in Deutschland 2025 auf 36 Prozent (Daten: Destatis, 2026). Das bedeutet: Die durchschnittlichen eigenen Alterseinkünfte von Frauen ab 65 Jahren waren um 36 Prozent niedriger als die von Männern ab 65 Jahren. Werden Hinterbliebenenrenten beziehungsweise -pensionen mit berücksichtigt, reduziert sich der Unterschied auf 24,2 Prozent. Damit ist eine eigene Altersvorsorge für Frauen besonders wichtig.
Die Zahlen zeigen: Einkommen in Deutschland sind ungleich verteilt. Das Gefälle zieht sich durch Regionen, Branchen und Geschlechter. Wenn Sie wissen wollen, wo Sie persönlich stehen, brauchen Sie mehr als ein Bauchgefühl. In einem vom IW entwickelten Online-Tool können Sie anhand eines Gehaltsrechners sehen, wie viel Sie im Vergleich verdienen.
Wer gehört zur Mittelschicht?
Laut einer viel zitierten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zählt ein Singlehaushalt mit einem monatlichen Nettoeinkommen zwischen 1.850 und 3.470 Euro zur Mittelschicht. Für eine vierköpfige Familie (zwei Kinder unter 14 Jahren) liegt die Spanne der Quelle nach zwischen 3.880 und 7.280 Euro netto (Haushaltseinkommen). Insgesamt gehört damit knapp jede zweite Person in Deutschland zur Mittelschicht. Die Studie wurde 2025 veröffentlicht, beruft sich jedoch auf Daten aus dem Jahr 2022.
Wer ist reich?
Wer als Single ein Haushaltsnettoeinkommen von 5.780 Euro erreicht oder als Familie mit zwei Kindern unter 14 Jahren von 12.140 Euro, zählt laut IW zu den relativ Reichen. Doch diese Gruppe ist klein: Weniger als 4 Prozent der Bevölkerung gehören ihr an. Ein Paarhaushalt ohne Kinder ist der Quelle nach ab einem Monatseinkommen von 8.670 Euro netto wohlhabend.
Wer gilt als einkommensarm?
Als relativ einkommensarm gelten Singles laut derselben Studie, wenn sie unter 1.390 Euro netto im Monat zur Verfügung haben. Alleinerziehende mit einem Kind unter 14 Jahren gehörten mit einem Haushaltsnettoeinkommen unter 1.800 Euro im Monat dazu. Bei Familien mit zwei Kindern unter 14 Jahren lag die Grenze bei einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von weniger als 2.910 Euro.
Unter den Personen, die Vollzeit arbeiteten, lag das Armutsrisiko knapp unter 6 Prozent. Das bedeutet: Weniger als 6 Prozent dieser Teilgruppe zählen zu den relativ Einkommensarmen. Bei den Haushalten mit zwei Berufstätigen ohne Kinder war es mit unter 3 Prozent besonders gering. Auch bei den Paarhaushalten mit Kindern und zwei berufstätigen Eltern ist es mit weniger als 4 Prozent ebenfalls vergleichsweise gering. Bei Familien mit Kindern, in denen nur ein Elternteil erwerbstätig ist, liegt das Armutsrisiko hingegen mit etwa 15 Prozent hingegen etwa so hoch wie im Durchschnitt der Gesamtbevölkerung.
7 Tipps für mehr Gehalt
Nutzen Sie Gehaltsgespräche aktiv.
Warten Sie nicht darauf, dass der Arbeitgeber von sich aus eine Erhöhung anbietet, sondern sprechen Sie das Thema an.
Wählen Sie einen günstigen Zeitpunkt für das Gespräch, etwa nach einem erfolgreichen Projekt oder im Rahmen eines Mitarbeitergesprächs.
Bleiben Sie während des Gesprächs sachlich und selbstbewusst. Eine Gehaltsverhandlung ist kein persönlicher Gefallen, sondern Teil der beruflichen Entwicklung.
Eigeninitiative verbessert die Chancen auf Gehaltserhöhungen.
Wer regelmäßig Verantwortung übernimmt, Projekte leitet oder neue Aufgabenbereiche erschließt, schafft grundsätzlich bessere Voraussetzungen für eine Gehaltserhöhung. Bereiten Sie für das Gehaltsgespräch konkrete Beispiele für Ihre Leistungen vor.
Weiterbildungen und zusätzliche Qualifikationen liefern weitere Argumente.
Kontinuierliche Weiterbildung ist entscheidend, um beruflich konkurrenzfähig zu bleiben und neue Aufstiegsmöglichkeiten nutzen zu können. Je nach Fall kann auch ein höherer Bildungsabschluss neue Möglichkeiten eröffnen.
Informieren Sie sich regelmäßig über marktübliche Gehälter in Ihrer Branche und Region.
Wer seinen Marktwert kennt, kann in Verhandlungen realistischer und selbstbewusster auftreten.
Gezielte Jobwechsel können mitunter größere Gehaltssprünge ermöglichen.
Rein statistisch betrachtet (vergleiche „Häufige Fragen“) führt ein regelmäßiger freiwilliger Jobwechsel oft zu größeren Gehaltssprüngen als reguläre Erhöhungen beim gleichen Arbeitgeber. Besonders in gefragten Branchen oder bei einem Wechsel in Führungsverantwortung steigen die Chancen auf ein höheres Einkommen. Prüfen Sie genau, ob diese Option in Ihrem Fall sinnvoll sein kann.
Überlegen Sie alternativ, welche Zusatzleistungen Ihnen entsprechen.
Falls eine direkte Gehaltserhöhung nicht möglich ist, können Sie eventuell Alternativen zur Gehaltserhöhung wie mehr Urlaubstage oder Weiterbildungen verhandeln. Nutzen Sie außerdem die Benefits, die Sie bereits bekommen, zum Beispiel gegebenenfalls vermögenswirksame Leistungen.
Fazit: Durchschnittswerte zeigen nur einen Teil der Realität
Die Daten zeigen: Die Einkommen in Deutschland sind sehr unterschiedlich verteilt. Neben regionalen Unterschieden spielen unter anderem auch Branche und Geschlecht eine Rolle. Deshalb reicht der Blick auf das Durchschnittseinkommen allein oft nicht aus. Medianwerte und die konkrete Lebenssituation liefern häufig ein realistischeres Bild davon, wie das eigene Einkommen im Vergleich einzuordnen ist.
Tipp: Auch bei vergleichsweise geringem Gehalt: Schieben Sie die Altersvorsorge nach Möglichkeit nicht allzu lange auf. Denn wer früh beginnt, kann noch mit vergleichsweise kleinem Einsatz langfristig viel erreichen.
Sie möchten mit Ihrem Einkommen gezielt sparen oder Vermögen aufbauen?
Häufige Fragen zu Einkommen im Vergleich:
Nein, bei den für diesen Artikel berücksichtigten Statistiken haben wir darauf geachtet, nur Daten von Vollzeitbeschäftigten zu vergleichen. Teilzeitarbeit zählt bei diesen Statistiken also nicht mit. Dadurch sind die Zahlen besser vergleichbar. In Bezug auf den Gender Pay Gap wird hingegen der Brutto-Stundenverdienst verglichen.
Laut einer Studie des McKinsey Global Institutes bekommen Menschen, die freiwillig und regelmäßig den Job wechseln, insgesamt durchschnittlich 30 Prozent mehr Gehalt als Personen ohne Jobwechsel. Das klingt sehr hoch. Auch einzelne gezielte Jobwechsel können jedoch bereits zu einer deutlichen Gehaltssteigerung führen. Oft sind je nach Situation zwischen 5 und 20 Prozent mehr Gehalt durchaus realistisch. Über das gesamte Berufsleben kann sich das stark summieren, weil jede prozentuale Erhöhung auf einem höheren Ausgangsgehalt aufbaut. Besonders frühe Gehaltssprünge wirken sich dadurch langfristig stark auf das Lebenseinkommen aus.
Gleichzeitig zeigen Untersuchungen aber auch, dass sehr häufige Wechsel von Arbeitgebern von manchen Unternehmen kritisch gesehen werden können. Finanziell besonders relevant sind Wechsel in Branchen mit höherem Lohnniveau oder in Führungspositionen. Entscheidend ist daher finanziell oft nicht nur der Wechsel selbst, sondern der strategische Wechsel in besser bezahlte Tätigkeiten oder Wachstumsbranchen.
Bei gleichem Bruttogehalt kann das monatliche Nettoeinkommen je nach Steuerklasse unterschiedlich hoch ausfallen. Der Grund ist, dass die Steuerklasse beeinflusst, wie viel Lohnsteuer der Arbeitgeber zunächst vom Gehalt einbehält. Wichtig ist jedoch: Die Steuerklasse beeinflusst vor allem die monatlichen Lohnsteuerabzüge. Die endgültige Steuerlast wird erst mit der Einkommensteuererklärung berechnet.
Laut einer Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit im Juli 2025 erreichen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durchschnittlich in der Altersgruppe ab 55 Jahren das höchste Einkommen (im Median). Danach folgt die Altersgruppe der 25 bis unter 55-Jährigen. Am geringsten war das Einkommen der Arbeitnehmenden unter 25 Jahren. Demnach wirkt sich Berufserfahrung deutlich auf die Einkommenshöhe aus.
Was als gutes Nettogehalt gilt, hängt stark von der persönlichen Situation ab – etwa von Wohnort, Miete oder Immobiliendarlehen, Haushaltsgröße und ob Kinder vorhanden sind. Auch individuelle Ausgaben und der Lebensstil spielen eine große Rolle. In einer Großstadt braucht man meist mehr Geld als auf dem Land, um gut leben zu können. Nicht zuletzt nehmen auch passende Maßnahmen zum Vermögensaufbau Einfluss auf die Finanzlage. Daher lässt sich kein fester Betrag nennen. Entscheidend ist, dass das Einkommen die eigenen Bedürfnisse und Lebenshaltungskosten deckt.



