

Geschrieben von
Bella Krug
Was ist eine Ausschüttung?
Unternehmen, die Gewinne erzielen, können diese an ihre Aktionärinnen und Aktionäre weitergeben – meist in Form einer Dividende. Ob und in welcher Höhe eine Ausschüttung erfolgt, entscheidet die Hauptversammlung auf Vorschlag des Vorstands. Eine Ausschüttung kann aber auch erfolgen, wenn kein Gewinn erzielt wurde – aber Gewinne aus Vorjahren vorhanden sind oder entsprechende Rücklagen genutzt werden – etwa um das Vertrauen der Anlegerinnen und Anleger zu stärken.
Auch Fonds und ETFs können Ausschüttungen vornehmen. Dabei werden die Erträge, etwa Zinsen, Dividenden oder realisierte Kursgewinne, regelmäßig an die Fondsanlegerinnen und -anleger ausgezahlt. Ausschüttende Fonds bieten somit die Möglichkeit, regelmäßige Erträge zu erhalten, während thesaurierende Fonds die Gewinne im Fonds belassen und reinvestieren.
Warum sind Ausschüttungen wichtig?
Ausschüttungen bieten Anlegerinnen und Anlegern planbare Erträge und machen viele Investmentprodukte interessant für diejenigen, die ein regelmäßiges Einkommen aus ihrer Geldanlage wünschen. Sie können ein Signal für die wirtschaftliche Stärke eines Unternehmens sein, sollten aber immer im Zusammenhang mit weiteren Kennzahlen betrachtet werden. Eine hohe Dividendenrendite allein ist kein Garant für Stabilität oder künftige Gewinne.
Wie funktioniert die Ausschüttung in der Praxis?
Nach dem Beschluss über die Dividende zahlt das Unternehmen den festgelegten Betrag pro Aktie an die Aktionärinnen und Aktionäre aus. Bei Fonds erfolgt die Ausschüttung meist jährlich, halbjährlich, quartalsweise oder monatlich. Die Dividendenrendite berechnet sich aus der Dividende geteilt durch den aktuellen Aktienkurs, multipliziert mit 100. Auch Ausschüttungen unterliegen der Abgeltungssteuer, zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Mit einem Freistellungsauftrag lassen sich Erträge bis zu 1.000 Euro pro Jahr steuerfrei stellen.
Für wen ist das Thema relevant?
Ausschüttungen sind für alle relevant, die in Aktien, Fonds oder ETFs investieren. Sie spielen eine wichtige Rolle für Anlegerinnen und Anleger, die regelmäßige Erträge wünschen – etwa zur Altersvorsorge oder als Zusatzeinkommen.
Beispiel aus dem Alltag
Ein Unternehmen zahlt eine Dividende von 2,50 Euro pro Aktie. Eine Anlegerin, die 100 Aktien besitzt, erhält somit eine Ausschüttung von 250 Euro. Die Abgeltungssteuer wird automatisch von der Bank einbehalten, sofern kein Freistellungsauftrag vorliegt.





