
Eine Hochzeit in Deutschland kostet 2026 durchschnittlich 17.006 Euro, ohne Flitterwochen und Verlobungsring.
Für eine Hochzeit mit etwa 50 Gästen sollten Paare realistisch mit rund 15.000 Euro aufwärts rechnen. Je nach Location, Catering und Dienstleistern kann das Budget auch deutlich höher liegen.
Viele Brautpaare vergessen Zusatzkosten wie Trinkgeld, Reinigung, Überstunden von Dienstleistern, Porto, Probeessen, Kinderbetreuung oder Gebühren für Dokumente.
Das kostet eine Hochzeit in Deutschland im Durchschnitt
Eine Hochzeit kostet in Deutschland 2026 durchschnittlich 17.006 Euro, ohne Flitterwochen und Verlobungsring. Rechnet man diese beiden Posten dazu, steigt das durchschnittliche Gesamtbudget auf 20.263 Euro. Die meisten Hochzeiten bewegen sich jedoch nicht exakt auf dem Durchschnittswert, sondern in einer realistischen Spanne zwischen etwa 10.000 und 22.000 Euro.
Die Hochzeitsplanungs-App „Bridebook“ beziffert die durchschnittlichen Hochzeitskosten für 2026 auf 17.006 Euro. Für 2025 wurden 15.629 Euro genannt, was zeigt: Heiraten ist in kurzer Zeit spürbar teurer geworden. Etwa 28 Prozent der Paare bleiben unter 10.000 Euro, die mittleren 50 Prozent liegen zwischen 10.000 und 22.000 Euro. Rund 13 Prozent geben mehr als 26.000 Euro aus.
Wichtig: Durchschnittliche Hochzeitskosten sind nur ein Richtwert. Eine standesamtliche Trauung mit anschließendem Essen im kleinen Kreis kostet deutlich weniger als eine ganztägige Hochzeitsfeier mit freier Trauung, professionellem Hochzeitsfotograf, DJ, Floristik, Hochzeitstorte und Übernachtungen.
Eine kleinere Feier ist nicht automatisch günstig, wenn Sie eine exklusive Hochzeitslocation, ein hochwertiges Menü oder viele professionelle Hochzeitsdienstleister buchen. Umgekehrt kann eine größere Hochzeit günstiger pro Person werden, wenn Fixkosten wie DJ, Fotografen oder Dekoration auf mehr Gäste verteilt werden.
Diese Rechnung ist kein Muss, sondern eine Orientierung. Wenn Sie zum Beispiel eine kleinere Location wählen, auf einen Videograf verzichten, saisonale Blumen nutzen oder die Hochzeitstorte als Dessert servieren, lässt sich spürbar einsparen.
Diese Kostenpunkte fallen bei einer Hochzeit an
Die wichtigsten Hochzeitskosten entstehen nicht bei einem einzelnen Posten, sondern durch das Zusammenspiel vieler Entscheidungen. Location und Catering machen häufig den größten Anteil aus. Danach folgen Outfit, Ringe, Fotografen, Musik, Floristik, Deko und organisatorische Extras.
Für eine ehrliche Budgetplanung sollten Sie alle Kostenpunkte früh erfassen und nicht nur die offensichtlichen Positionen einplanen. Besonders Dienstleister, Überstunden, Reinigung, Trinkgeld und Änderungen an Kleidung werden oft erst spät sichtbar. Genau diese kleinen Positionen können am Ende mehrere Hundert oder sogar einige Tausend Euro ausmachen.
Trauung: Das kosten Standesamt, Kirche und freie Trauung
Die standesamtliche Trauung ist der rechtlich notwendige Teil der Hochzeit. Für Anmeldung, Urkunden, Stammbuch und Dokumente sollten Paare meist 100 bis 350 Euro einplanen. Wird die Trauung außerhalb der üblichen Zeiten oder an einem besonderen Ort durchgeführt, können zusätzliche Gebühren anfallen.
Eine kirchliche Trauung ist häufig nicht mit festen Gebühren verbunden, dennoch entstehen Kosten für Musik, Blumenschmuck, Spenden oder Programmhefte. Die Kosten einer freien Trauung liegen deutlich höher: Traurednerkosten bewegen sich realistisch oft zwischen 800 und 2.000 Euro, abhängig von Erfahrung, Region, Vorbereitung und Dauer der Zeremonie.
Location, Catering und Getränke: Warum dieser Block meistens der größte ist
Location und Catering sind meist der größte Kostenfaktor einer Hochzeit. Die durchschnittlichen Kosten für die Location liegen 2026 bei 8.568 Euro. Für Catering fallen durchschnittlich 3.947 Euro für den Empfang und 4.397 Euro für das Abendcatering an.
Zusammen ergeben Location und Catering durchschnittlich etwa 113 Euro pro Gast. Jede zusätzliche Person erhöht automatisch die Kosten für Essen, Getränke, Service und Ausstattung. Wer bei 50 Gästen mit 113 Euro pro Person rechnet, landet allein für Location und Catering bei etwa 5.650 Euro. Je nach Region, Saison, Menü, Getränkepauschale und Exklusivität der Location kann dieser Betrag deutlich höher ausfallen.
Outfit und Styling: Was Brautkleid, Anzug und Make-up kosten
Für ein Brautkleid geben Bräute in Deutschland 2026 durchschnittlich rund 1.832 Euro aus. Änderungen, Schuhe, Schmuck, Wäsche, Schleier oder Accessoires kommen häufig zusätzlich dazu. Für Haarstyling liegen die durchschnittlichen Kosten bei 266 Euro, für Make-up bei 209 Euro.
Der Bräutigam sollte für Herrenmode durchschnittlich mit etwa 1.070 Euro rechnen. Wird für das Standesamt ein zusätzliches Outfit gewünscht, steigt das Budget entsprechend. Ein Spar-Tipp: Wer Anzug oder Kleid später weiterverwenden, verkaufen oder Second-Hand kaufen kann, entlastet das Hochzeitsbudget.
Fotograf, DJ und Dienstleister: Was professionelle Begleitung kostet
Professionelle Fotos und gute Musik prägen die Erinnerung an den Hochzeitstag stark. Die durchschnittlichen Kosten für einen Hochzeitsfotografen liegen 2026 bei 1.656 Euro. Die typische Ausgabenspanne reicht je nach Buchungsdauer, Erfahrung und Leistungsumfang häufig von etwa 800 bis 3.000 Euro.
Ein Videograf kostet durchschnittlich 1.695 Euro. Ein DJ kostet je nach Erfahrung, Dauer und Technik oft zwischen 800 und 2.500 Euro. Für hauptberufliche professionelle DJs können auch 1.800 bis 3.000 Euro anfallen. Die Kosten sollten immer inklusive Technik, Aufbau, Fahrtkosten, Spielzeit und möglicher Überstunden verglichen werden.
Auch weitere Dienstleister können wichtig sein. Wedding Planner, Kinderbetreuung, Shuttle-Service oder zusätzliches Servicepersonal können sinnvoll sein, sollten aber bewusst ins Budget aufgenommen werden.
Ringe, Floristik und Deko: Kleine Details mit großer Wirkung auf das Budget
Eheringe und Schmuck kosten 2026 durchschnittlich 713 Euro. Verlobungsringe sind darin nicht enthalten und sollten separat betrachtet werden. Wer früh vergleicht, kann besser entscheiden, ob schlichtes Design oder individuelle Anfertigung wichtiger ist.
Floristik und Deko reichen vom einfachen Brautstrauß bis zum vollständig dekorierten Raum. Für Floristik fallen durchschnittlich 809 Euro an, für Dekoration 1.113 Euro. Zusammen ergibt das rund 1.922 Euro. Auch Hochzeitstorte, Kuchen, Kerzen, Lichterketten, Sitzplan und Gastgeschenke zählen zu den kleineren Positionen, die zusammen spürbar ins Gewicht fallen.
Für Torte und Desserts geben Paare durchschnittlich 360 Euro aus. Dieser Wert umfasst nicht nur die klassische Hochzeitstorte, sondern auch Dessertbuffet, Cupcakes oder alternative Süßspeisen.
Kleine Feier oder große Hochzeit – was kostet was?
Die Gästezahl ist der größte Hebel für die Kosten einer Hochzeit. Jede zusätzliche Person erhöht nicht nur Essen und Getränke, sondern oft auch Service, Torte, Papeterie, Gastgeschenke, Raumgröße und Technik. Deshalb ist die Gästeliste eine der wichtigsten finanziellen Entscheidungen der Hochzeitsplanung.
Wer Kosten senken möchte, sollte zuerst die Gästeanzahl prüfen. Der Unterschied zwischen einer kleinen Feier mit bis zu 30 Gästen und einer großen Hochzeit mit 91 bis 120 Gästen liegt im Durchschnitt bei mehr als 8.000 Euro.
Kleine Hochzeit mit bis zu 30 Gästen
Eine kleine Hochzeit mit bis zu 30 Gästen kostet 2026 durchschnittlich 12.295 Euro. Sie eignet sich für Paare, die bewusst im engen Kreis feiern, mehr Zeit mit einzelnen Gästen verbringen möchten oder ihr Budget für wenige hochwertige Elemente einsetzen wollen. Eine kleine Feier kann zum Beispiel aus Standesamt, gutem Restaurant, Fotograf für wenige Stunden und ausgewählter Floristik bestehen.
Günstig wird sie vor allem dann, wenn keine große Location gemietet wird und die Verpflegung überschaubar bleibt. Teurer wird sie, wenn Sie trotzdem exklusive Dienstleister, freie Trauung, Designer-Outfit oder luxuriöse Deko wünschen. Kleine Hochzeit bedeutet also: weniger Gäste, aber nicht automatisch wenig Anspruch.
Mittlere Hochzeit mit 31 bis 60 Gästen
Eine Hochzeit mit 31 bis 60 Gästen kostet durchschnittlich 14.768 Euro. Diese Größe ist für viele Brautpaare ein guter Mittelweg: eng genug für eine persönliche Atmosphäre, groß genug für Familie, Freundeskreis und eine richtige Party. Die größten Ausgaben entstehen durch Location, Catering, Getränke, Fotografen und Musik.
Für die Budgetplanung hilft eine einfache Faustregel: Rechnen Sie zuerst die variablen Kosten pro Gast und addieren Sie danach die Fixkosten. Wenn Location und Catering zusammen 113 Euro pro Person kosten, sind das bei 50 Gästen bereits etwa 5.650 Euro. Fotograf, DJ, Ringe, Outfit, Floristik und Puffer kommen danach noch hinzu.
Große Hochzeit mit 61 bis 120 Gästen
Eine Hochzeit mit 61 bis 90 Gästen kostet durchschnittlich 18.873 Euro. Bei 91 bis 120 Gästen steigen die durchschnittlichen Kosten auf 20.729 Euro. Je größer die Gästeliste, desto wichtiger werden klare Prioritäten. Sonst wächst das Budget nicht linear, sondern an vielen Stellen gleichzeitig: größerer Raum, mehr Servicepersonal, mehr Tische, mehr Deko, mehr Getränke, mehr Torte.
Wenn Sie viele Gäste einladen möchten, sollten Sie Extras pro Person begrenzen. Wenn Ihnen Essen und Location besonders wichtig sind, können Sie eher bei Gastgeschenken, Papeterie, Hochzeitsauto oder aufwendiger Floristik sparen. Wenn professionelle Fotos Priorität haben, sollten Sie nicht zuerst beim Hochzeitsfotografen kürzen, sondern eher bei Elementen, die nach dem Hochzeitstag weniger Bedeutung haben.
Sehr große Hochzeit mit mehr als 120 Gästen
Eine Hochzeit mit 121 bis 150 Gästen kostet durchschnittlich 23.357 Euro. Bei mehr als 150 Gästen liegen die durchschnittlichen Hochzeitskosten bei 26.674 Euro. In dieser Größenordnung wirken sich kleine Preisunterschiede pro Person besonders stark aus.
Schon 10 Euro mehr pro Gast bedeuten bei 150 Personen zusätzliche 1.500 Euro. Deshalb lohnt es sich bei großen Feiern besonders, Getränkepauschalen, Menüvarianten, Servicezeiten und Zusatzleistungen genau zu vergleichen.
Wie planen Paare ihr Hochzeitsbudget Schritt für Schritt?
Paare sollten zuerst festlegen, wie viel Eigenkapital sie einsetzen möchten, welche Unterstützung realistisch ist und welche monatliche Belastung nach der Hochzeit tragbar wäre. Erst danach sollten Angebote verglichen und Verträge unterschrieben werden. Denn ein gutes Hochzeitsbudget beginnt nicht mit der Location, sondern mit einer ehrlichen Obergrenze.
Die Budgetplanung schützt nicht vor jeder Überraschung, aber sie macht Entscheidungen leichter. Wer weiß, welche Höhe das Gesamtbudget haben darf, kann Angebote schneller einordnen und Prioritäten setzen. Das verhindert, dass die Traumhochzeit unbemerkt zur Dauerbelastung wird.
Maximales Gesamtbudget festlegen
Legen Sie zuerst fest, wie viel Geld Sie insgesamt ausgeben möchten. Berücksichtigen Sie vorhandenes Eigenkapital, monatliche Sparraten bis zur Hochzeit, mögliche Geldgeschenke und Unterstützung durch Familie. Planen Sie Geldgeschenke aber vorsichtig ein, denn deren Höhe ist vorher nicht sicher.
Eine ehrliche Obergrenze könnte zum Beispiel so aussehen: 8.000 Euro Ersparnisse, 6.000 Euro Sparrate bis zur Hochzeit und 2.000 Euro möglicher Zuschuss der Eltern. Daraus ergibt sich ein Budget von 16.000 Euro. Davon sollten Sie direkt 10 bis 15 Prozent Puffer abziehen.
Prioritäten setzen
Nicht alles kann gleich wichtig sein. Entscheiden Sie gemeinsam, welche drei Dinge Ihre Hochzeit besonders prägen sollen. Für manche Paare sind das gutes Essen, schöne Musik und professionelle Fotos; andere investieren lieber in freie Trauung, Location oder Flitterwochen.
Eine einfache Prioritätenliste hilft:
- Unverzichtbar: zum Beispiel Location, Essen, Fotograf
- Wichtig, aber flexibel: zum Beispiel DJ, Floristik, Torte
- Schön, aber kürzbar: zum Beispiel Gastgeschenke, Hochzeitsauto, Papeterie-Upgrades
So vermeiden Sie, dass zuerst Kleinigkeiten gebucht werden und später für zentrale Kostenfaktoren kein Geld mehr übrig ist.
Angebote prüfen und Puffer einplanen
Prüfen Sie Angebote nicht nur nach dem Gesamtpreis. Wichtig ist, was enthalten ist und welche Kosten später zusätzlich anfallen. Fragen Sie konkret nach Service, Aufbau, Abbau, Fahrtkosten, Technik, Überstunden, Mindestabnahme und Stornobedingungen.
Diese Fragen sollten Sie vor Vertragsabschluss klären:
- Ist die Mehrwertsteuer enthalten?
- Gibt es eine Mindestabnahme bei Speisen oder Getränken?
- Was kosten Überstunden?
- Sind Reinigung, Service und Technik enthalten?
- Wann sind Anzahlungen fällig?
- Was passiert bei Verschiebung oder Absage?
- Müssen Dienstleister vor Ort verpflegt werden?
- Gibt es feste Zeiten für Musik oder Ausschank?
Welche Hochzeitskosten vergessen viele Brautpaare?
Viele Budgets scheitern an kleinen Posten, die zu spät auffallen. Dazu gehören Trinkgeld, Reinigung, Porto, Gebühren, Dienstleisterverpflegung, Überstunden, Transport, Probeessen und Änderungen am Outfit. Wer diese Ausgaben früh einplant, vermeidet Stress kurz vor dem Hochzeitstag.
Besonders tückisch sind Kosten, die nicht im ersten Angebot stehen. Eine Location wirkt günstig, wenn nur die Raummiete genannt wird. Wird später aber Service, Reinigung, Technik oder Nachtzuschlag addiert, kann der Preis deutlich steigen.
Häufig vergessene Kostenpositionen
Diese Ausgaben sollten Sie in Ihrer Checkliste nicht übersehen:
- Porto für Einladungen und Danksagungen
- Änderungen am Brautkleid oder Anzug
- Probe-Make-up und Probefrisur
- Essen für Fotograf, DJ, Band oder Trauredner
- Trinkgeld für Servicepersonal
- Reinigung der Location
- Überstunden von DJ, Fotografen oder Service
- Technik, Licht und Mikrofone
- Genehmigungen oder Gebühren bei bestimmten Veranstaltungsorten
- Hotelzimmer für das Brautpaar
- Shuttle für Gäste
- Kinderbetreuung
- Namensänderung, neue Dokumente und Ausweise
- Plan B bei Regen für freie Trauung
- Stornokosten bei Absage
- Flitterwochen und Reiseversicherungen
Ein guter Merksatz: Alles, was vor, während oder nach dem Hochzeitstag Arbeit verursacht, kann Kosten verursachen. Fragen Sie deshalb lieber einmal zu viel nach, bevor Sie einen Vertrag unterschreiben.
Wo lässt sich bei der Hochzeit sinnvoll sparen und wo besser nicht?
Sparen lohnt sich vor allem dort, wo die Ausgabe kaum Einfluss auf den Hochzeitstag selbst hat. Vorsicht ist bei Essen, Getränken, Foto, Musik und vertraglich wichtigen Leistungen geboten. Diese Posten prägen die Feier besonders stark oder lassen sich am Tag selbst kaum noch korrigieren.
Ein niedriger Preis ist nicht automatisch ein gutes Angebot. Entscheidend ist, ob Leistung, Zuverlässigkeit und Vertragsbedingungen passen. Gerade bei professionellen Dienstleistern sollten Paare prüfen, ob Erfahrung, Ersatzregelungen und klare Absprachen vorhanden sind.
Sinnvolle Sparmöglichkeiten
Sparen können Sie besonders gut bei Entscheidungen, die früh getroffen werden:
- Hochzeit außerhalb der Hauptsaison feiern
- Freitag oder Sonntag statt Samstag wählen
- Gästeliste bewusst begrenzen
- digitale Save-the-Date-Karten versenden
- regionale und saisonale Blumen nutzen
- Hochzeitstorte als Dessert servieren und keine zusätzliche Torte bestellen
- Deko mehrfach verwenden
- Getränkepauschale klar verhandeln
- Buffet statt gesetztem Menü wählen
- Second-Hand-Brautkleid oder geliehenes Zubehör prüfen
- Gastgeschenke einfach halten oder weglassen
Noch mehr konkrete Ideen finden Sie in unserem Ratgeber zu Spartipps für die Hochzeit.
Bei diesen Posten sollten Paare nicht nur nach dem günstigsten Preis entscheiden
Beim Hochzeitsfotograf, DJ, Catering und bei der Location zählt nicht nur der Preis. Ein unerfahrener Dienstleister kann am Hochzeitstag mehr Stress verursachen, als er vorher einspart. Das gilt besonders, wenn es keinen schriftlichen Vertrag, keine klare Leistungsbeschreibung oder keine Vertretungsregelung gibt.
Auch beim Essen sollten Paare nicht zu knapp kalkulieren. Gäste erinnern sich oft daran, ob sie gut gegessen, genug getrunken und sich wohlgefühlt haben. Wer sparen möchte, kann eher die Auswahl reduzieren als die Qualität.
Wie lässt sich eine Hochzeit finanzieren, wenn das Eigenkapital nicht reicht?
Eine Hochzeit sollte finanziell nicht zur Belastung für die Ehe werden. Wenn das Eigenkapital nicht reicht, sollten Paare zuerst prüfen, ob sie die Feier verkleinern, verschieben oder Prioritäten ändern können. Erst danach kommen Geldgeschenke, Ratenzahlung oder ein Hochzeitskredit infrage.
Wichtig ist eine ehrliche Rechnung: Welche Rate können Sie auch nach der Hochzeit noch gut tragen? Denken Sie dabei nicht nur an die Feier, sondern auch an gemeinsame Pläne danach – etwa Wohnung, Haus, Kinderwunsch, Reisen, Rücklagen oder Versicherungen.
Eigenkapital und Geldgeschenke realistisch einplanen
Eigenkapital ist die entspannteste Form der Hochzeitsfinanzierung. Es verursacht keine Zinsen und keine Verpflichtung nach der Feier. Geldgeschenke können das Budget entlasten, sollten aber nicht fest für bereits fällige Rechnungen eingeplant werden. Wenn Sie sich Geld zur Hochzeit wünschen, können Sie das freundlich und klar kommunizieren.
Ratenzahlung, Dispo oder Kredit: Was ist die bessere Lösung?
Ratenzahlungen können bequem wirken, verteilen die Hochzeitskosten aber nur in die Zukunft. Prüfen Sie genau, welche Zinsen, Gebühren und Laufzeiten gelten. Mehrere kleine Ratenkäufe können unübersichtlich werden und das gemeinsame Haushaltsbudget belasten.
Ein Dispo eignet sich höchstens für sehr kurzfristige Engpässe, nicht für größere Hochzeitskosten. Bei planbaren Ausgaben ist ein Ratenkredit oft transparenter, weil Laufzeit, Rate und Gesamtkosten vorher feststehen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Vergleich von Dispo und Ratenkredit.
Wann ein Privatkredit für die Hochzeit infrage kommt
Ein Privatkredit oder Ratenkredit kann infrage kommen, wenn die monatliche Rate sicher tragbar ist und die Rückzahlung gut zum gemeinsamen Haushaltsbudget passt. Er sollte aber nicht dazu führen, dass Paare dauerhaft über ihre Verhältnisse feiern. Eine kleinere Hochzeit ist oft romantischer als jahrelanger Finanzstress.
Wenn Sie verschiedene Szenarien prüfen möchten, kann ein Kreditrechner helfen. So sehen Sie, wie sich Kredithöhe und Laufzeit auf die monatliche Rate auswirken.
Eine Checkliste hilft, das Hochzeitsbudget vollständig zu planen. Gehen Sie alle Positionen gemeinsam durch und markieren Sie, was für Ihre Feier wirklich relevant ist. Ergänzen Sie daneben am besten direkt einen Zielbetrag, ein konkretes Angebot und den Zahlungszeitpunkt.
Checkliste Hochzeitskosten
- Standesamtliche Trauung
- Kirchliche oder freie Trauung
- Stammbuch, Urkunden und Dokumente
- Location
- Catering oder Buffet
- Getränke
- Hochzeitstorte
- Brautkleid
- Anzug
- Schuhe, Accessoires und Wäsche
- Frisur und Make-up
- Eheringe
- Brautstrauß
- Floristik und Deko
- Papeterie: Einladungen, Menükarten, Sitzplan, Danksagungen
- Fotograf
- Videograf
- DJ oder Band
- Traurednerin oder Trauredner
- Technik, Licht und Mikrofone
- Gastgeschenke
- Kinderbetreuung
- Shuttle oder Hochzeitsauto
- Hotelübernachtung
- Trinkgeld
- Reinigung
- Überstunden von Dienstleistern
- Probeessen
- Änderungen an Kleidung
- Polterabend oder Junggesellenabschied
- Flitterwochen
- Puffer von 10 bis 15 Prozent
Zusammengefasst: So behalten Sie Ihre Hochzeitskosten im Griff
Eine Hochzeit kostet 2026 durchschnittlich 17.006 Euro, ohne Flitterwochen und Verlobungsring. Mit Flitterwochen und Verlobungsring liegt das durchschnittliche Gesamtbudget bei 20.263 Euro. Die meisten Hochzeiten bewegen sich in einer realistischen Spanne zwischen etwa 10.000 und 22.000 Euro.
Für 50 Gäste sollten Paare realistisch mit rund 15.000 Euro aufwärts rechnen. Je nach Location, Catering, Dienstleistern und Prioritäten kann das Budget auch deutlich höher liegen. Die wichtigsten Kostenblöcke sind Location, Catering, Getränke, Outfit, Ringe, Foto, Musik, Floristik und Deko.
Gehen Sie strukturiert vor: Legen Sie zuerst Ihr maximales Budget fest, planen Sie einen Puffer von 10 bis 15 Prozent ein und priorisieren Sie die Ausgaben, die Ihnen wirklich wichtig sind. Prüfen Sie Angebote genau, achten Sie auf versteckte Kosten und finanzieren Sie nur so viel, wie Sie nach der Hochzeit entspannt zurückzahlen können.
Traumhochzeit finanzieren
Häufige Fragen zu Hochzeitskosten
Private Hochzeitskosten sind in der Regel nicht steuerlich absetzbar. Das gilt zum Beispiel für Location, Essen, Kleidung, Fotograf oder Musik. Anders kann es nur bei sehr speziellen beruflichen oder betrieblichen Zusammenhängen sein, die steuerlich geprüft werden müssten.
Geldgeschenke sollten Paare realistisch, aber vorsichtig einplanen. Sinnvoll ist, sie nicht fest zur Finanzierung notwendiger Rechnungen einzuplanen, sondern eher für Flitterwochen, Rücklagen oder zur teilweisen Entlastung nach der Hochzeit.
Dann kommt es auf die Verträge mit Location und Dienstleistern an. Viele Anbieter verlangen je nach Zeitpunkt der Absage Stornogebühren oder behalten Anzahlungen ein. Paare sollten deshalb vor Vertragsabschluss prüfen, welche Rücktrittsbedingungen gelten und ob eine Veranstaltungs- oder Hochzeitsversicherung sinnvoll sein kann.


