Der 500-Euro-Schein wird abgeschafft: Die fünf wichtigsten Fragen und Antworten

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Die Europäische Zentralbank plant, ab dem Ende des Jahres 2018 ihre größte Banknote nicht mehr auszugeben. Was Sie dazu wissen müssen.

 

Ist das nur der Anfang, und bald wird Bargeld ganz abgeschafft?
Nein, Bargeld wird nicht abgeschafft werden. Auch wenn manche über Beschränkungen von Bargeldzahlungen diskutieren, auch wenn viele Zahlungen schon heute bargeldlos durchgeführt werden: Eine komplette Abschaffung des Bargelds wird es nicht geben. Die Deutschen möchten das im Übrigen auch nicht. Bei einer Umfrage im Auftrag des Bundesverbands deutscher Banken fanden nur acht Prozent die Vorstellung, es gäbe kein Bargeld mehr, gut oder sehr gut.

 

Warum schafft die Europäische Zentralbank (EZB) den 500-Euro-Schein ab?
Befürworter der Abschaffung sagen, der 500-Euro-Schein erleichtere Terrorfinanzierung und Geldwäsche. Große Geldsummen können gestückelt in 500-Euro-Noten leicht gelagert, transportiert und übergeben werden. Gibt es den Schein nicht mehr, werden Kriminelle andere Wege suchen müssen. Viele Experten bezweifeln aber, dass die Abschaffung des 500-Euro-Scheins Geldwäsche und Terrorfinanzierung in irgendeiner Weise beeinflusst.

 

Wieso darf die EZB das überhaupt entscheiden?
Die Europäische Zentralbank ist die Währungsbehörde des Euro-Raums. Sie genehmigt die Ausgabe von Euro-Banknoten durch nationale Zentralbanken (z. B. die Deutsche Bundesbank) und legt die Werte der Scheine fest.

 

Werden meine 500-Euro-Scheine jetzt wertlos?
Nein, sie behalten ihre Gültigkeit und bleiben gesetzliches Zahlungsmittel. Das bedeutet, dass Geschäfte sie weiter bei Zahlungen akzeptieren müssen und die Banknoten bei Kreditinstituten eingezahlt werden können.

 

Schaffen andere Länder auch ihre großen Scheine ab?
Nein, die Debatte ist vor allem eine europäische. Viele Währungen haben auch gar keine Scheine, die so viel wert sind: In den USA ist die Banknote mit dem höchsten Wert der 100-Dollar-Schein, in Großbritannien ist es der 50-Pfund-Schein. Eine Ausnahme ist die Schweiz. Dort gibt es einen 1.000-Franken-Schein, was umgerechnet aktuell etwas mehr als 900 Euro sind. Trotz des hohen Wertes gibt es in der Schweiz aber keine Pläne, ihn abzuschaffen.

 

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